Neu im Kino: Marina Abramovic - The Artist is present Julia Holter: Ekstasis Interview Spielplatz Magazin Die Popkolumne aus London Alain de Botton: Freuden und Mühen der Arbeit Tristram Hunt: Friedrich Engels
Mittwoch, 19. Juni 2013 | 22:10

 

 

»Alles liegt im Blick«

»Das Publikum ist wie ein Hund«, sagt Marina Abramovic einmal: »Es riecht Angst und Schmerz. Es kann fühlen, wenn man nicht anwesend ist«. Die jugoslawische Performance-Provokateurin setzt diesem Gefühl etwas entgegen, das mächtiger ist als jeder bisher da gewesene Antagonismus: Sich selbst. Die Künstlerin ist anwesend. Von LIDA BACH

 

Familie und andere Angelegenheiten

3/ Tres ist eine Komödie über drei Leute, die ein und dasselbe Schicksal miteinander verbindet: sie sind eine Familie. Genau darin liegt das Problem; nicht für die Protagonisten von Pablo Stoll Wards spröder Alltagsbeschau, sondern das Publikum. Ein solches hat die zweite Solo-Arbeit des uruguayischen Regisseurs im Grunde kaum verdient.Von LIDA BACH

Der Spielplatz macht zu

Nach drei Ausgaben wird das Games-iPad-Magazin Spielplatz wieder eingestellt. Was dahinter steckt, wollte RUDOLF INDERST im Gespräch mit den beiden Machern Henning Ohlsen und Mark Heywinkel herausfinden.

 

Ran an die Basis

Auf der researching games 2012 in Wiesbaden besuchte RUDOLF INDERST den Vortrag von Angelika Beranek und Beate Kremser, der ihre medienpädagogische Arbeit im Infocafe im hessischen Neu-Isenburg in den Mittelpunkt stellte. Genau darüber unterhielten wir uns auch im folgenden Interview.  

 

... bis sie dann gestorben sind.

Wenn Comics sich klassischen Märchenmotiven widmen, dann tun sie das meist in Form einer eher überzogenen Parodie. Selbst wenn sich dahinter so viel Sophistication verbirgt wie hinter Trondheims Ralph Azham, bleibt Ironie nicht aus. Mit ihrem traurigen Märchen Das Zeichen des Mondes haben die beiden Spanier Bonet und Munuera einmal ganz andere Töne angeschlagen. BORIS KUNZ hat sich verzaubern lassen.

 

Vom Leben gezeichnet

Der bei Avant erschienene Sammelband Lästermaul & Wohlstandskind beinhaltet die ersten 50 Episoden der gleichnamigen Comic-Strip-Reihe, die Tim Dinter im vierwöchigen Turnus für den Tagesspiegel zeichnet. CHRISTIAN NEUBERT sieht keinen Grund zum Lästern.

 

»Alles liegt im Blick«

»Das Publikum ist wie ein Hund«, sagt Marina Abramovic einmal: »Es riecht Angst und Schmerz. Es kann fühlen, wenn man nicht anwesend ist«. Die jugoslawische Performance-Provokateurin setzt diesem Gefühl etwas entgegen, das mächtiger ist als jeder bisher da gewesene Antagonismus: Sich selbst. Die Künstlerin ist anwesend. Von LIDA BACH

 

Zwischen Karikatur und Avantgarde

Lyonel Feininger ist eine Ikone der Klassischen Avantgarde. Er hat einen festen Platz im Lieblingsmaler-Pantheon. Doch auch solch ein Weltrangmeister ist nicht vom Himmel gefallen. Die Ausstellung Vom Karikaturisten zum Künstler. Lyonel Feiningers Radierungen und Lithografien in der Feininger-Galerie Quedlinburg (15. Juli bis 4. November 2012) zeigt die Suche des Künstlers nach der eigenen Bildsprache, der »wirklichen Wirklichkeit«.Von BETTINA VOGEL VON FROMMANNSHAUSEN

 

10 Gründe, Engelmann zu lieben

Aufgelistet von BRIGITTE HELBLING

 

Parforceritt in Unterhosen

Josef Hader ist der beste Kabarettist Österreichs, doch sein Best-of-Album Hader spielt Hader. Live. Nummern aus 5 Programmen ist nicht sein bestes, meint MATTHIAS ROß

 

Ein Igel erlebt sein blaues Wunder

Neue Kartracer haben es nicht leicht. Auch nach 20 Jahren ist der Schatten der einstigen Genregröße Mario Kart so mächtig, dass sich jeder neue Titel einen Vergleich gefallen lassen muss. So auch Sonic & All-Stars Racing Transformed. Dass der knallbunte Rennspaß sich bei einem solchen Vergleich überhaupt nicht verstecken muss, fand NORMAN VOLKMANN zu Lande, zu Wasser und in der Luft heraus.

 

Auf die gute alte Rock-n-Roll-Freundschaft

Will man Menschen, die noch nie einen Teil der Call-of-Duty-Reihe gespielt haben, das Spielerlebnis näher bringen, sollte man das Bild eines Menschen zeichnen, welcher von allen Seiten gleichzeitig per Megafon angeschrien wird. Daher erzählt RUDOLF INDERST die Geschichte anders. Diese ist nicht minder fiktional. 

 

Ferne Klänge

Schiller-Balladen? Das sind für uns aus dem späteren 20. Jahrhundert Herübergekommene ziemlich ferne Klänge geworden. Die Glocke – kaum jemand kennt sie noch – eine Witznummer…(?) Ulrich Matthes, der große Schauspieler, macht sich und seinem Publikum eine Freude und geht auf Entdeckungsreise. Hin zu den Schiller-Balladen. Mal sehen, was an ihnen noch dran ist. Nicht zum ersten Mal fand er damit nun auch im Schauspielhaus dankbare Hörer, alte und junge. Und jüngste: einige Kinder, die er in seiner lockeren Begrüßungsrede eigens ansprach und zu »Ehrengästen« erklärte. Von HANS-KLAUS JUNGHEINRICH

 

Von Ganz bis Eidinger

Der von Jürgen Schitthelm herausgegebene Jubiläumsband 50 Jahre Schaubühne 1962-2012 lässt THOMAS ROTHSCHILD in Erinnerungen schwelgen.

 

Deutschland, Europa und die Welt

Ein offenkundiger Widerspruch treibt mehrere Autoren zurzeit um: der Widerspruch zwischen dem von maßgeblichen Politikern gewollten Europa und der zunehmenden Skepsis in großen Teilen der Bevölkerung. Ulrich Beck liefert mit seinem Essay Das deutsche Europa, erschienen in der edition suhrkamp digital, die sozialdemokratische Antwort, meint THOMAS ROTHSCHILD.

 

Der selbstzerfleischende Seelenbiograf

»Beinahe alle Prosadichtungen, die ich geschrieben habe, sind Seelenbiografien, in allen handelt es sich nicht um Geschichten, sondern sie sind Monologe, in denen eine einzige Person in ihren Beziehungen zur Welt und zum eigenen Ich betrachtet wird.« bekannte Hermann Hesse einmal in einem Selbstzeugnis. Von PETER MOHR

 

Auch Kevin kauft nur Vinyl

Gestern erschien das neue Album von ClickCLickDecker. Sein erstes Livealbum heißt Du Ich Wir Beide Zu Den Fliegenden Bauten. Bei Seinem zweiten Konzert der aktuellen Tour hat ihn JULIAN SCHRAVEN hinter der Bühne getroffen und mit ihm gesprochen. Thema war alles andere als das Album selbst, denn sowas kann man ja woanders lesen.

 

FACHGESLAMPEL 2 - Christian Ritter traf Hanz´n´Roses

Alexander Willrich und Hanz bilden das Slam-Team Hanz'n'Roses. Wie es zu diesem eigentümlichen Namen kam, ist Thema des Gesprächs auf offener Straße. Außerdem geht es um einen Schreiburlaub im Allgäu, die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit Poetry Slam und die Generationeneinteilung der Bühnenpoeten. Kleinere Lästereien über zu anspruchsvolle Tübinger Zuschauer und die Berliner Szene wurden selbstredend nicht rausgeschnitten!

 

 

Psychothriller mit doppeltem Deutungsboden

Alles beginnt ganz harmlos. Mit einem Schulaufsatz, in dem der französische Oberstufenschüler Claude (Ernst Umhauer) von einem Besuch im Haus seines Klassenkameraden Rapha berichtet. Claude, der offenbar aus schwierigen Verhältnissen stammt, macht sich zwischen den Zeilen lustig über das biedere Mittelstandsidyll, in dem der Mitschüler mit seinen Eltern lebt. Aber auch die Sehnsucht, dazu zu gehören, schwingt in der Geschichte mit. Sie endet mit den Worten »à suivre« (»Fortsetzung folgt«). Von STEFAN VOLK

 

Tot aber glücklich

»Ich hätte nie gedacht, dass aus dieser Geschichte, mit der ich in meiner Fantasie herumgespielt hatte, je etwas werden würde.«, erinnert sich Stephenie Meyer im Presseheft zu Twilight – Breaking Dawn 2 der Anfänge ihrer Buchsaga. Es ist auch nichts draus geworden. Aber das macht nichts gegenüber Jahren an der Spitze der Bestsellerliste, der mit eine Millionen Followers erfolgreichsten Twitter-Filmseite und über 30 Millionen verkaufter DVDs und Blue-Rays der Twilight-Kinoreihe, deren Schlussakt Bill Condons Breaking Dawn 2 vollführt.

 

Vor den »Kindern des Olymp«

Ein Mann, eine Frau und ein Hund entfernen sich nach hinten in die öde Landschaft eines Hafens. Es sind Bilder wie dieses, die die Magie einer Filmkunst prägen, die nahezu ausgestorben und fast vergessen ist. Das Primat der Aktion, der aggressiven Bewegung hat, was man Atmosphäre nannte, verdrängt. Von THOMAS ROTHSCHILD

 

Die dämonische Leinwand

»Du sollst dir kein Bildnis machen!« So lautet das oberste Gebot in Scott Derricksons finsterster aller finsteren Allegorien. Ellison Oswalt (Ethan Hawke) hat es schon gebrochen, bevor er mit Ehefrau Tracy (Juliet Rylance) und den beiden Kindern das neue Heim in Pennsylvania betritt. Von LIDA BACH

 

»Jedes Leben berührt ein anderes«

Ist DAS sein ernst? Hans Ulrich Pönack, Filmkritiker des Sat 1. Frühstücksfernsehen zerreißt Cloud Atlas. Differenzierte Analyse? Fehlanzeige! Ein solch einflussreicher Meinungsführer wie er sollte sich dieser »Daumen hoch, Daumen runter«-Attitüde eines römischen Diktators verweigern. Willkürliche Täuschung? Fehlendes Filmverständnis? Beides trifft zumindest ansatzweise zu. Ein anderer Blick auf Cloud Atlas: Von VIKTOR RUCHOTZKI

 

Der Held aus dem Schweinekoben

Lewis Trondheim, Schöpfer des ausufernden Donjon-Universums, wird nicht müde, sich für seine nächste Serie schon wieder ein neues Fantasy-Universum einfallen zu lassen. Braucht es das? BORIS KUNZ hat den ersten Band gelesen und findet: Ja!

 

Kleines Buch mit großem Namen

Im Alten Testament wurde mit Randfiguren ja nicht gerade zimperlich umgegangen. So war der Auftritt des Riesen Goliath nicht nur kurz, sondern äußerst imageschädigend. Dank eines kleinen, aber sehr feinen Comics bei Reprodukt hat BORIS KUNZ jetzt erfahren, wie es wirklich war.

 

Klassischer Stoff in neuem Gewand

Der bei Ehapa erschienene Sammelband Legenden der Gegenwart vereint drei frühe Werke der französischen Comic-Künstler Enki Bilal und Pierre Christin. CHRISTIAN NEUBERT hat untersucht, ob die fast 40 Jahre alten Werke inzwischen Staub angesetzt haben.

 

Noch längst kein altes Eisen

Schon wieder eine neue Steampunk-Serie? Kann man dem Genre denn noch etwas Neues abgewinnen? Altmeister Bryan Talbot beweist zumindest, dass man mit ihm noch immer eine ganze Menge Spaß haben kann. Von BORIS KUNZ.

 

Schöne Schweinereien

Ein Kompendium erotischer Kurzcomics aus deutschen Landen: CHRISTIAN NEUBERT ist begeistert. Schließlich hat ihm bei der Lektüre keiner zugesehen.

 

Legendär ist anders

Seit James Bond 007: Ein Quantum Trost vor ein paar Jahren hat er auf der Xbox kein James-Bond-Spiel mehr so richtig intensiv gespielt.  Jetzt landete 007 Legends  auf dem TITEL-Geheimagenten-Schreibtisch von RUDOLF INDERST. Wie sich schnell herausstellen sollte, ein teuflischer Auftrag. 

 

Vor dem Glück liegt die Frustration

Seit Super Meat Boy rollen die Jump and Runs mit nostalgischer 8- oder 16-Bit Anmutung wie vom Fließband aus den Indie-Game-Studios. Mit Nikki and the Robots liefern auch die Berliner von Joyride Labs ihren Beitrag zum Trend. JAN FISCHER hat es bis zur Frustrationsgrenze und darüber hinaus gespielt. 

 

Ran an die Basis

Auf der researching games 2012 in Wiesbaden besuchte RUDOLF INDERST den Vortrag von Angelika Beranek und Beate Kremser, der ihre medienpädagogische Arbeit im Infocafe im hessischen Neu-Isenburg in den Mittelpunkt stellte. Genau darüber unterhielten wir uns auch im folgenden Interview.  

 

Ist das Kunst, oder kann das weg?

Minimalismus wird groß geschrieben in den Indie-Schmieden: Der Weg durch die unberechenbare Leere in The Unfinished Swan bleibt vielleicht im Vergleich zu anderen Titeln vielleicht emotional ein bisschen zu harmlos... aber ein Spielprinzip, das so ganz anders und innovativ ist, das lohnt doch. FRANZISKA BECHTOLD steht eben auf Kunst!

 

Turning players into fans

Schon seit den Tagen des ersten Trailers wartet RUDOLF INDERST auf Borderlands 2. Jeder Dubstep-Beat steigerte die Vorfreude und dann lag das Spiel plötzlich in seinen Händen. Warum wir hier (vielleicht) vom Spiel des Jahres 2012 sprechen, decken die folgenden Zeilen auf.

 

Der Fluxus-Pionier Ben Patterson über Fluxus als Haltung, die schwarze Bürgerrechtsbewegung und ein Versprechen an Mount Fuji

Vor 50 Jahren kratzten Unbekannte »Die Irren sind los« in das Werbeplakat. Im Hörsaal des städtischen Museums Wiesbaden fanden damals im Rahmen der Fluxus-Festspiele Neuester Musik vom 1.-23.September 1962 die weltweit ersten Fluxus-Performances statt. Das Fernsehen sendete die Ereignisse und die subversive Strahlkraft dieses Fluxus-Urknalls verbreitet seitdem ihr Unwesen. Von SABINE MATTHES

 

Iolanta, Putin und das russische Fernsehprogramm

THOMAS ROTHSCHILD traf Anna Netrebko, eine immer noch fast mädchenhaft wirkende junge Frau, freundlich und ohne die Allüren einer Diva, auf der Terrasse des Hotels Schloss Fuschl, wo sie während der Salzburger Festspiele logiert.

 

Jetzt wird es nostalgisch

»›Früher war alles besser‹ — ob dieser Ausdruck tief empfundener Nostalgie auch auf ein so tagesaktuelles und sich immer weiter fortentwickelndes Medium wie das Computerspiel zutreffen mag, beleuchtet der Autor in dieser Arbeit.« So beschreibt Game-Studies-Vertreter Sebastian Felzmann seine vor Kurzem erschienene Monografie. RUDOLF INDERST traf sich mit ihm auf einen nostalgischen Plausch.

 

»Ich bin noch nicht am Ende. Ich fang gerade erst an.«

Zum Filmstart von Ice Age 4 traf sich LIDA BACH mit Otto Waalkes.

 

Ein Sandsturm unter Shootern

Spec Ops: The Line ist, mit kleinen, wohlgemerkt hauptsächlich technisch Abstrichen, das Spiel geworden, das sich RUDOLF INDERST gewünscht hat. Es freut ihn daher sehr, dass sich Yagers Art Director Mathias Wiese für ein Interview bereit stand. Wir führten es im sonnigen Dubai. Nicht. 

 

Villa Kunterbunt

Individuelle Wohnhäuser seien die Quintessenz der modernen Architektur. Mit dieser Kernaussage setzt Phililp Jodidio die Messlatte für sein zweibändiges Werk über 100 außergewöhnliche und visionäre Exemplare des modernen Eigenheims hoch an – und auf architektonischer Ebene niedrig: als Fundament. In zwei Bänden, deren erster 351 Seiten und der zweite 336 Seiten umfasst, führt der Autor durch die repräsentativen Residenzen des Hochglanzbandes. Von LIDA BACH

 

It´s a Mad, Mad, Mad, Mad World

»You´ll fall in love with the bright new look!«, der in Jim Heimanns Hochglanz-Doppeldecker Kurs nimmt auf die Konsumenten. Dass sie nicht schnödes Kundenpotential sind, sondern ein Publikum, das immerzu und immer neu unterhalten werden will, ist die »Big Idea« hinter den »Mid-Century Ads«. Die zitierte Reklame für »Admiral«-Kühlschränke ist nur eine der schillernden Facetten im Prisma amerikanischer Print-Promotion »from the Mad Men Era«. Von LIDA BACH

 

Hochschule für Weltklasse

Mit Ekkehard Mais grundlegender Schrift über die deutschen Kunstakademien im Gepäck hat sich NICO KIRCHBERGER aufgemacht, Die Düsseldorfer Malerschule und ihre internationale Ausstrahlung 1819-1918 unter die Lupe zu nehmen.

 

Autopsie eines Phänomens

Stefan Lüddemanns Buch Blockbuster über gleichnamiges Ausstellungsphänomen beschreibt gekonnt sowohl die Hintergründe wie auch die Funktionsweise dieses Typs von Kunstvermittlung. Von CHRISTOPHER FRANZ

 

Die Faszination des Grauens

Kaum ein Werk der Weltliteratur hat, sieht man einmal von der Bibel ab, so viele Künstler unterschiedlicher Epochen und Stilrichtungen zur Umsetzung ins Bildmedium angeregt. Die zweibändige Neuausgabe mit der Prosaübersetzung des renommierten Mediävisten Kurt Flasch liefert einen willkommenen Anlass, Werk und Rezeption einmal wieder in Augenschein zu nehmen. Von STEPHANIE RAPPL

 

»The buckling rumble of the fall«: 9/11 - Die Mutter aller Ereignisse

Zehn Jahre nach den Anschlägen auf das World Trade Center ist der Prozess der Analyse der Bedeutung dieses einen Tages in vollem Gange. Fast scheint es so, als hätte sich der Schock gelegt und Platz für nüchterne und rationale Betrachtungsweisen geschaffen. Wie schwer es aber nach wie vor fällt, das Geschehene zu begreifen, zeigt sich zum einen vor allem am medialen Umgang mit diesem Ereignis, der über die mechanische Wiederholung der Bilder kaum hinausgeht, zum anderen an den teilweise wilden und kuriosen Verschwörungstheorien, die in diesen Tagen ein erstaunliches Revival erleben. Von MAIKE ROTHGANG

 

Der Nebel des Informationskriegs

Was machen eigentlich die Whistleblower-Plattform »Wikileaks« und ihr nicht unumstrittener Frontmann? Seit Julian Assange in England unter Arrest gestellt worden war, verebbten die Nachrichten rund um den charismatischen Computerspezialisten und brillanten Selbstdarsteller zunächst. Größere Scoops, wie die für Januar 2011 angekündigte Veröffentlichung von brisanten Protokollen aus dem Innenleben der »Bank of America«, waren verpufft. Wegbegleiter haben sich abgewandt und Befürworter sind leiser geworden. Andere Organisationen griffen die Arbeit von Wikileaks mal mehr, mal weniger publikumswirksam und mit wechselndem Erfolg auf. Nun hat sich Wikileaks ungewollt mit einem selbstzerstörerischen Paukenschlag zurückgemeldet. JÖRG FUCHS hat sich in der Welt der Whistleblower umgesehen.

 

Alles ganz wonderful?

JAN FISCHER hat sich die königliche Hochzeit im Fernsehen angesehen. Und macht sich jetzt Gedanken über unser schizophrenes Verhältnis zu Prunk, Pathos und Pop.

 

Hinter dem Gesetz der Serie

David Lynch und Mark Frost haben mit der Fernsehserie Twin Peaks die Mutter aller Serien geschaffen. ARTE strahlt sie nun vom 19. April bis 28. Juni zum zweiten Mal in Deutschland aus. Von MAXIMILIAN LINK

 

Pest und Cholera

Bei der Präsidentschaftswahl in Peru haben sich die beiden durchgesetzt, die es nicht hätten werden sollen: der »Linksnationalist« Ollanta Humala (31,7 Prozent) und Keiko »die Tochter« Fujimori (23,5 Prozent). Ein Kommentar von JOSEF BORDAT

TITELBLOG.de

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

so wie die Zugvögel von Zeit zu Zeit ihre angestammten Quartiere verlassen, um auf neuen Gründen zu nisten, versammeln sich ...

Die Geschichte geht weiter

Wieder ein Weltbestseller – Carlos Ruiz Zafóns Roman Der Gefangene des Himmels. Von PETER MOHR

Verteidigung des Schlagers

Klar, man kann sagen: der Schlager geht musikalisch über das kleine Einmaleins der Harmonielehre nicht hinaus, seine Texte haben mit der Wirklichkeit nichts zu tun, er ist ein konservatives ...

Musik in Schwarz-Weiß

Noch ein paar Tipps für die Tage in denen Stimmung und Landschaft sich den Grau-Tönen nähern und die richtige Musik dabei hilft, ruhige Momente zu ...

Vom großen Lama aus der Regent`s Park Road

Tristram Hunt widmet dem Schatten von Karl Marx, der selbst ernannten »zweiten Violine« des Marxismus, dem Industriellenerben Friedrich Engels eine ...

Die böse Schlange
und das weiße Kaninchen

In diesem Land stimmt etwas nicht. Der Feminismus nämlich. Schwach steht er da, der Wind pfeift durch die Löcher seines theoretischen Unterbaus. Ähnlich steht es mit den Frauen. ...

Das Ende der Sommerzeit

Es gibt Bücher, die schleichen sich ganz unmerklich ins Herz und treffen einen im Innersten. Tamara Bachs Geschichte gehört dazu. Von ANDREA WANNER

Ein Geheimnis in einer Graskugel

Auf die ganz großen Katastrophen im Leben kann man sich selten vorbereiten. Das geht nicht nur den Großen so, auch die Kleinen müssen solche Erfahrungen bewältigen. ANDREA ...

Gerd Sonntag und ein Hühnerglucksen zum Abschluss

Giovanni Santi malt eine Fliege – Lyrik von Ger Sonntag.

Von STEFAN HEUER

Tage, Tage, Jahre

Staunen, entdecken, querlesen, umblättern, abreißen – Literaturkalender begleiten uns verlässlich durchs Jahr, versorgen uns häppchenweise und gut dosiert mit ungeahnten ...

Wer will fleißige Handwerker sehn

Der Künstler und ehemalige Hartz IV-Empfänger Van Bo Le-Mentzel hat zusammen mit seiner Crowd ein DIY-Forum geschaffen und mittels Schwarmfinanzierung auch gleich ein Buch drucken lassen. ...