TITEL kulturmagazin
Donnerstag, 23. März 2017 | 21:17

 

Gesetzesverrat

Wenn man, mit stetig wachsendem Staunen, Kopfschütteln & Empörung verfolgt hat, was nach der Selbstanzeige der rechtsradikalen Mördergruppe (NSU) an Versäumnissen, Verhaltensweisen & Vertuschungen über unsere Landesämter für Verfassungsschutz immer aufs Neue an den Tag gekommen ist & möglicherweise noch kommen wird– und wie die Printpresse damit umgegangen ist –, dann bleiben nicht nur viele Fragen offen, sondern auch einige ganz besonders.

 

Eine Kolumne von WOLFRAM SCHÜTTE

 

Karfreitags-Tanz

Wie schon im vergangenen Jahr gibt es auch dieses Jahr wieder in Hessen Ärger, weil aufgrund eines Gesetzes von 1952 am Karfreitag und Ostermontag das Tanzen in der Öffentlichkeit verboten ist. Wer also an diesen Tagen sein Freizeit z.B. in einer Bar verbringt oder auf einen Schwof gehen will, darf anders als sonst im Jahr seinem Tanzvergnügen nicht obliegen. Von WOLFRAM SCHÜTTE


 

 

Über den Tellerrand blicken!

Einem Artikel auf der Medienseite der SZ vom 9.3. entnehme ich, dass sich deutsche Kleinverleiher - nach der viel beredeten Überproduktionskrise der Degeto - an die ARD in einem Brief gewandt und die Befürchtung geäußert hatten, dass die Sender des 1. Programms nun weniger »Arthouse«-Filme einkaufen würden - wie diese ja auch »kaum noch im Programm des ZDF« vertreten seien. Nur weil auf diesen Brief vom 19. Januar die Verleiher fast drei Monate später immer noch keine Antwort erhalten hatten, wurde er Gegenstand diese SZ-Artikels. Die designierte neue Verantwortliche für die Degeto will sich nun um die bürokratische Erledigung des bislang unbeantworteten Briefs kümmern und versucht die Befürchtungen der deutschen Verleiher, die im vergangenen Jahr 162 Filme herausgebracht und damit 20 Millionen Kinogänger erreicht haben, zu zerstreuen. Die ARD werde ihre »Spielfilmplätze, auch die in den Dritten Programmen, weiterführen«, zusätzlich gebe es Mitte des Jahres an acht Abenden schon um 20.15 eine Novität, nämlich »Sommerkino«.

 

Von WOLFRAM SCHÜTTE

 

Der Souverän

GAUCK - wer hätte das gedacht, dass es ausgerechnet ein evangelischer Pfarrer sein würde, der das, was seine christlichen Amtsbrüder & -kollegen Jahrhunderte lang als Ehebruch & Wilde Ehe inkriminiert hatten - anders als die gleich ihm aus einem ostdeutschen Pfarrhaus stammende Naturwissenschaftlerin & Bundeskanzlerin -, durch sein Beispiel als heute mögliche Existenzform sanktionieren, bzw. »legalisieren« würde? Von WOLFRAM SCHÜTTE

 

Männerfreundschaft und Metaphysik

Wie der Politiker Karl-Theodor zu Guttenberg durch sein Verhalten, das exakt dem eines geistig minderbemittelten Kleinkriminellen entsprach, nachdem man ihn des Plagiats überführt hatte, das gesamte ethisch-historische Repertoire des Ehrbegriffs, auf das sich der Adel als letzten Distinktionsgrund vom Bürgertum noch etwas zugute hielt, in Verruf gebracht hat, so gehört der unschuldige Terminus der bürgerlichen »Männerfreundschaft«, die es ja auch wirklich gibt, zu den folgenreichen Kollateralschäden, die der in zweifacher Hinsicht jüngste Bundespräsident schon übel zurichtete, bevor er bei dessen Missbrauch erwischt wurde & er daraufhin die Konsequenz seines Rücktritts in ein komfortables Rentnerdasein mit 199.000 Euro pro Jahr zog. Von WOLFRAM SCHÜTTE

 

Grass sei Dank

Wie wichtig - um nicht zu sagen: wie notwendig - der dreiundachtzigjährige Literaturnobelpreisträger Günter Grass für (nein: besser) gegen den deutschen »Literaturbetrieb« ist, zeigte sich jetzt wieder beim Tod von Christa Wolf. Von WOLFRAM SCHÜTTE

 

Getrüffelte Gänseleber

Der Münchner Carl-Hanser-Verlag hatte schon zu Lebzeiten Siegfried Unselds dessen Frankfurter Suhrkamp-Verlag immer mal wieder den Rang als führender, literarische Maßstäbe setzender deutscher Verlag abgelaufen. Zumindest in den Augen der deutschen Rezensenten, die das Ende der seit den Sechzigern dominanten »Suhrkamp-Culture« mit dem glanzvollen Aufstieg des Münchner Verlags unter der glücklichen Verlegerhand Michael Krügers gekommen sahen. Von WOLFRAM SCHÜTTE

 

Symbol-Politik

In der rechten usamerikanischen Western-Mythologie ist der Apachenhäuptling Geronimo (1829/1909) einer der großen (unvergessenen) Feinde des »Weißen Mannes«. Sein Name allein & dessen Erwähnung reichte in manchen Western schon, um den äußersten Schrecken zu assoziieren. So soll er sogar den Vereinigten Staaten den Krieg erklärt haben - wie mehr als hundert Jahre später der Saudi Osama bin Laden.

 

Eine Kolumne von WOLFRAM SCHÜTTE

 

Big Brother is watching you

Als die Causa Guttenberg mit seinem endlich vollzogenen Rücktritt an ein vorläufiges Ende gekommen & der Täter untergetaucht war, erklärte sein tief betroffener Doktorvater, der angesehene Prof. Thomas Häberle, »mit den seinerzeit vorhandenen technischen Mitteln« wäre die Aufdeckung der Guttenbergschen Plagiatsakkumulation »kaum« möglich gewesen. Vehement widersprach ihm daraufhin seine Kollegin Debora Weber-Wulff, Professorin für Medieninformatorik an der TU Berlin. Denn sie habe schon 2003 – also 3 Jahre vor von Guttenbergs plagiatorischem Fischzug – in der Zeitschrift Forschung und Lehre unter dem Titel Kein Kavaliersdelikt: Wie man Plagiate entdeckt und was man dagegen tun muss aller akademischen Welt erklärt, wie man mittels des Internets Plagiate nachweisen könne. Von WOLFRAM SCHÜTTE

 

Schöne Aussichten

Der Theodor, der Theodor, der steht bei uns im Fußballtor. Wie der Ball auch kommt, wie der Schuss auch fällt: der Theodor, der hält. (Alter Schlager der Bundesrepublik)

 

Eine Kolumne von WOLFRAM SCHÜTTE

 

Ertappter Dieb auf Mitleidstour

Der Lieblingsspruch der Schauspielerin Marianne Hoppe, behauptet Werner Schroeter in seiner eben erschienenen Autobiografie, sei gewesen: »Dummheit und Stolz wachsen auf einem Holz.« Von WOLFRAM SCHÜTTE

 

Schubumkehr?

Arabische Volksbewegungen & europäische »Volksdemokratien«. Von WOLFRAM SCHÜTTE

 

Der Sündenbock-Finder

Schon als er zum erstenmal überregional politisch auftrat - im Februar 2009 als Bundeswirtschaftsminister -, war mir das »neue Gesicht« in der herrschenden politischen Klasse suspekt. Wenn er seine Miene zu einem zähnefletschenden Lächeln verzog, erinnerte ich mich daran, dass die »Simplicissimus«-Karikaturisten den »Eisernen Kanzler« auch oft als Bulldogge dargestellt hatten; dabei wusste ich damals noch  gar nicht, dass der politische Newcomer der CSU mit einer sehr hübschen »von Bismarck« verheiratet ist. Von WOLFRAM SCHÜTTE

 

Bunt getrieben

WOLFRAM SCHÜTTE über Geister-Beifahrer, Sprach-Intelligenz, His Masters Voice, reaktionäre Alleinstellungsmerkmale und verschwenderischen Gemeinnutz.

 

Noch Elba oder schon St. Helena?

Eigentlich müsste Hartmut Mehdorn seinem Schöpfer oder besser dem ihm lange dienstbaren Gottseibeiuns auf den Knien seines Herzens danken, dass er nicht mehr dem (gleich ihm von der Bildfläche verschwundenen) Verkehrsminister Wolfgang Tiefensee als kommandierender Bahnchef  auf der Nase herumtanzen darf. Gerade noch rechtzeitig (2009) war es dem vielfach von dem großmäuligen Mehdorn öffentlich gedemütigten Minister gelungen, seinem auftrumpfenden Quälgeist den Laufpass zu geben - nicht ohne eine entsprechend millionäre Abfindung, versteht sich.

 

Eine Glosse von WOLFRAM SCHÜTTE

 

Milde Gabe eines Revanchisten

Peter Sloterdijk tischt der ZEIT seinen Ladenhüter auf. Von WOLFRAM SCHÜTTE

 

Lachhafter Geheimnisverrat

WikiLeaks verhebt sich mit seiner US-Depeschen-Publikation. Von WOLFRAM SCHÜTTE

 

Blamagen, Hohn und Missgunst

WOLFRAM SCHÜTTE über die Geschäfte eines Hundes, ungleiche Tote und Fehler & Korrektoren.

 

Axolotl unter Lemmingen

Naturkundliche Ansicht der deutschsprachigen Literaturkritik - von WOLFRAM SCHÜTTE

 

Was in einer hessischen Schlangengrube alles möglich ist

„Bis wohin & wie lange – Richterin Karin Wolski resp. Roland Koch - willst du unsere Geduld noch missbrauchen?” WOLFRAM SCHÜTTE über ein erneutes Beispiel für den mafiotischen Filz, der sich unter der Patenschaft Roland Kochs in Hessen entwickelt hat.

 

Westerwelle rückwärts

Der direkte Zusammenhang zwischen Parteispenden & Steuergeschenken ist hier unabweisbar evident. Ihn auszusprechen heißt nicht, ihn bloß zu mutmaßen oder ihn gar böswillig zu unterstellen, sondern einfach dem strengen Gebot der Wahrheit zu folgen. Von WOLFRAM SCHÜTTE

 

Im Mehr der Möglichkeiten

Nachdem er sich 2009 in den Ruhestand verabschiedet hatte, publizierte der 78-jährige Alfred Brendel zum Jahreswechsel in der Neuen Zürcher Zeitung einen Artikel von säkularer Bedeutung. Unter dem Titel „Naiver Wunderglaube” schrieb der weltbekannte österreichische Pianist, der auch ein hintersinnig-humoristischer Literat ist, über ein schier unglaubliches Geheimnis, das zwar 2007 schon einmal aufgedeckt worden war, ihn offenbar jetzt erst, bzw. immer noch beschäftigt.. Von WOLFRAM SCHÜTTE

 

In Sprache aufbewahrt, mit Metaphern gerettet

Wir können glücklich sein, dass das schwedische Nobelpreiskomitee Hertas Müllers sprachliche Qualität erkannt hat - im Gegensatz zu manchem deutschen Kritiker. WOLFRAM SCHÜTTE über die Literaturnobelpreisträgerin Herta Müller.

 

Sowjetpsychiatrie in der Bananenrepublik

Es darf nicht hingenommen werden, dass die sowjetische Instrumentalisierung der Psychiatrie bei uns zur Praxis einer Landesregierung wird, um systemrelevante Banken & Kapitaleigentümer gegen die eigenen Steuerfahnder zu schützen. WOLFRAM SCHÜTTE über erschütternde Vorgänge in der Finanzmetropole Frankfurt.

 

Absurdistischer Schildbürgerstreich

Mit den 4,8 Mio Euro, die er zu & für seinen vorzeitigen Abgang kassierte, schien das Kapitel des öffentlichen Angestellten Hartmut Mehdorn abgeschlossen. Nach dem Abgang unseres Mielke von der Bahn häufen sich aber seine katastrophalen Hinterlassenschaften in seinem ehemaligen Geschäftsbereich - wie nach dem Abtritt des Mielke von der Stasi deren Akten, die belegen, was während seiner Amtszeit sich an Geheimnistätig & -tätlichkeiten seines MfS angehäuft hatte. Von WOLFRAM SCHÜTTE

 

Candide im Kleingärtner-Vorstand

Kürzlich hat der Freitag-Eigentümer Jakob Augstein in einem Gespräch mit der Frankfurter Rundschau seine uneingeschränkte Liebe zum Boulevard bekundet, weil er aus Bild mehr über das erfahre, „was in der Gesellschaft los“ sei, als aus den übrigen Tageszeitungen, etwa der SZ. WOLFRAM SCHÜTTE über Augsteins schlichte Denkungsart und die Frage, wann es dem neuen Herausgeber gelungen sein wird, den ehemals „linken“ Freitag in ein boulevardeskes, „usergeneriertes“ Online-Magazin gleichen Namens zu verwandeln.

 

Ein Jagdausflug des Zeit-Magazins zur Mitgliederkartei der NSDAP

Sechzehn- bis Achtzehnjährige, fanatisiert im „Endkampf“, als „Nazis“ anzusehen wie alle jene Erwachsenen, die seit den dreißiger Jahren „dabei“ waren? Was für ein Unsinn! Ein Kommentar von WOLFRAM SCHÜTTE zu einem Artikel des Zeit-Magazins über Dieter Wellershoff.

 

Der doppelte Kurras

Die jetzige Entdeckung, dass der Todesschütze des ganz & gar unschuldigen Benno Ohnesorg 1967 nicht nur im Dienste der Westberliner Polizei, sondern auch in dem der Ostberliner Stasis stand, muss natürlich jeden Zeitgenossen irritieren. Auch das noch! WOLFRAM SCHÜTTE über den bis zum satirischen Klischee gesteigerten Typus des autoritären, machtgeschützten, machtdienlichen Beamten, den Kurras verkörperte.

 

Abschiedswalzer

Es wird schwer sein, ohne “the man you love to hate”, also den Cagney-Wiedergänger und den “Mielke von der Bahn“, vulgo: Hartmut Mehdorn, künftig bei der Betrachtung unserer deutschen Gegenwart auszukommen. Gegen ihn waren Josef Ackermann mit seinem Victory-Zeichen oder Hilmar Kopper mit seinen sprichwörtlichen “Peanuts” bloß lachhafte Waisenknaben - nur Banker(te) eben, keine Manager wie Mehdorn: ein gerne groß herausragender Solitär unter den deutschen Vertretern des nicht zuletzt durch ihn in moralischen Verruf gekommenen Berufsstandes. Von WOLFRAM SCHÜTTE

 

Hürlimann, geh Du voran!

Für Empörung, Aufregung & Spott hat eben die Rechnung über 590 Euro gesorgt, die der „Perlentaucher“ von der FAZ erhalten hatte, nachdem er (wie üblich) aus einem Artikel zitiert hatte, den der Schweizer Schriftsteller Thomas Hürlimann in der FAZ wider den deutschen Finanzminister und Westernfreund Peer Steinbrück publiziert hatte, weil dieser mit der deutschen Kavallerie gedroht hatte, um die Schweizer Bank-Indianer zur Räson zu bringen. WOLFRAM SCHÜTTE über das vorerst abgeblasene Kommandounternehmen der FAZ gegen „Perlentaucher“

 

Söhne im väterlichen Waffenhaus - Massenmord als Amoklauf

Der private Besitz und mögliche Gebrauch von Schusswaffen kann kein individuelles Menschenrecht sein, zumindest nicht in unserer Gesellschaft. Zumindest wäre nach den Vorfällen von Erfurt und Winnenden zu überlegen, ob diese staatlich erlaubte Form von individuellem Waffenbesitz nicht radikal eingeschränkt werden, bzw. untersagt sein müsste. WOLFRAM SCHÜTTE über Winnenden und die Folgen.

 

Szenen aus der jüngsten Literaturbetriebswirtschaft

Das terminierte Publikationsverbot durch die Verlage gehört zu einem Marketing-Konzept, das die Kritik dressiert & instrumentalisiert - Ziel ist die werbliche Synergie eines Massenstarts, der das Buch auf breitester Front in aller Munde und vor aller Rezensions-Leser-Augen versetzt und sich im besten Fall zu einer Bekanntheitslawine verdichtet, deren Kenntnisnahme keiner ausweichen kann. WOLFRAM SCHÜTTE über die Vermarktung von Daniel Kehlmanns Ruhm und die Klage des „Rowohlt“-Verlages gegen den „Spiegel“.

 

Unser Mielke von der Bahn

Denn toller & ausdauernder als er ist bislang kein Wirtschaftsführer Ministern, Parlament & Öffentlichkeit auf der Nase herumgetanzt – als Angestellter des Bundes! Sechs Fragen zum Fall Mehdorn, gestellt von WOLFRAM SCHÜTTE

 

Spekulationen nach dem "Fehlläuten der Nachtglocke"

Und wenn es so oder so ähnlich wirklich gewesen wäre? Wenn der 20jährige Student Milan Kundera, der 1948 der Kommunistischen Partei beigetreten und 1950 “wegen feindlichen Denkens und individualistischer Neigungen” ausgeschlossen wurde, am 14. März 1950 auf einem Prager Polizeirevier den Aufenthaltsort eines illegal eingereisten ehemaligen tschechischen Studenten namens Dvoracek gemeldet hätte, der daraufhin festgenommen und zu einer Freiheitsstrafe von 22 Jahren verurteilt worden ist, von denen er 14 Jahre als Zwangsarbeiter in einem Uranbergwerk verbüßte und heute als Achtzigjähriger in Schweden lebt? Von WOLFRAM SCHÜTTE

 

Zur Verkaufsförderung von deutschsprachiger Literatur

Daniel Kehlmann hat mit seinem kurzen FAS-Statement vom 21.9.2008, den deutschen Buchpreis doch gefälligst abzuschaffen, für einen kleinen Sturm im Wasserglas gesorgt, der vornehmlich im hauseigenen Internet-„Lesesaal“ der FAZ ein wenig herumwirbelt. Von WOLFRAM SCHÜTTE

 

Das Trotzköpfchen vom Bodensee

Der späte Martin Walser – der jetzige also – ist eigentlich nur noch als komisches Phänomen gerechtfertigt & erträglich - um seinen verehrten Nietzsche zu paraphrasieren. Von WOLFRAM SCHÜTTE

 

Der versaute Betriebsausflug

WOLFRAM SCHÜTTE über die vielsagenden Reaktionen auf den in diesem Jahr besonders fernsehgerecht präsentierten Literaturwettbewerb rund um den Bachmann-Preis.

 

Trefflich & triftig

Die Wahl des diesjährigen Büchnerpreisträgers, des österreichischen Schriftstellers Josef Winkler, ist in der deutschen Presse nicht durchgängig mit Beifall aufgenommen worden. Das ist nicht verwunderlich und auch gut so. Es war ja im letzten Jahr, als Martin Mosebach den höchsten deutschen Preis zuerkannt wurde, zurecht nicht anders. Ein Büchnerpreisträger, der unisono begrüßt würde, wäre ein stillgestellter Klassiker zu Lebzeiten. Zu einem solchen Preisträger passte der Name Goethes oder Schillers besser - als der des steckbrieflich gesuchten, erst posthum anerkannten Georg Büchner. Ein Kommentar von WOLFRAM SCHÜTTE

 

Die Jagd ist auf & das Wild wechselt das Revier

Jedes Mal, wenn - wie jetzt wieder der “Postchef” Klaus Zumwinkel - einer unserer herausragenden Persönlichkeiten dabei erwischt wird, (steuer)kriminell tätig gewesen zu sein, bewegt ein raschelndes Staunen den deutschen Blätterwald. Und zwar wegen der kriminellen Energie, welche die von allen “bürgerlichen” Parteien (wozu natürlich auch die SPD gehört) ohnehin schon steuerlich vielfach Begünstigten zusätzlich aufwenden, um das bereits “legal” in “trockene Tücher” (Hans Eichel) gebrachte Vermögen vollends aller möglichen, sprich auch der bescheidensten Besteuerung (zugunsten des Staates) zu entziehen: in einem der ihnen lange bekannten & weidlich genutzten “Steuer-Paradiese“. Von WOLFRAM SCHÜTTE

 

Brockhaus beendet Buch-Karriere

Ganz offensichtlich gibt es nicht mehr genug öffentliche und private Interessenten in den deutschsprachigen Kulturen, die ein solches ebenso raumgreifendes wie teures Kulturobjekt als distinktive Liebhaberei sich erlauben, erwünschen und leisten können oder wollen. Von WOLFRAM SCHÜTTE

 

Teufelspakt

“Regierung will Bahn noch 2008 privatisieren”, titelte die “Süddeutsche Zeitung” am 9. Februar 2008 unter der Dachzeile “SPD-Verkehrsminister riskiert schweren Konflikt mit seiner Partei”. Treffender ist mir ein Vorurteil noch nicht bestätigt worden. Von WOLFRAM SCHÜTTE

 

Napoleonischer Bahnvorstand

Unvergesslich: ein sonntäglicher “Presseclub” der ARD, auf der Don Jordan, ein eher konservativer amerikanischer Journalist, vom DB-Bahnchef Hartmut Mehdorn als “Ihrem”, sprich: deutschen “James Cagney-Verschnitt“ sprach! Freundliches Lächeln in der Runde, von der die meisten wohl nur verstanden, dass der Amerikaner etwas Abfälliges über den kleinen bulligen Aufsichtsratsvorsitzenden der Bahn-AG sagen wollte. Von WOLFRAM SCHÜTTE

 

Frank Schirrmacher liebt Tom Cruise als Stauffenberg

Der Eindruck, die Scientology-Industrie habe jüngst in Frank Schirrmacher, dem einzig bekannten, weil omnipräsenten FAZ-Herausgeber, ein prominentes Mitglied in Deutschland geworben, ist sicher falsch. Zutreffend aber, dass Schirrmacher sogar mit dem Teufel paktieren würde, wenn & weil es darum geht, das “Heilige Deutschland” (v. Stauffenberg) durch die Tat & den Tod des Hitler-Attentäters vor & in aller Welt doch noch gerettet zu sehen. Von WOLFRAM SCHÜTTE

 

Die Wiederkehr Davids

WOLFRAM SCHÜTTE über den Tarifkonflikt zwischen GDL und Deutsche Bahn AG

 

Katholik: 1x vom Teufel geritten

Eine brillante Rede also voll kluger Gedanken und amüsanter Spekulationen; schade nur, dass einen Augenblick lang den katholischen Melancholiker der dumme Teufel des Ressentiments dreist geritten hat. Von WOLFRAM SCHÜTTE

Helden fürs Geld

THOR KUNKEL rät im Endlos-Fall Wulff zu einer Rosskur und erklärt, warum ein Stöpselgroschen den Pluralis Majestatis ...

Psychothriller mit doppeltem Deutungsboden

Alles beginnt ganz harmlos. Mit einem Schulaufsatz, in dem der französische Oberstufenschüler Claude (Ernst Umhauer) von einem Besuch im Haus seines Klassenkameraden Rapha berichtet. ...

Petraeus und sein Stab

Die menschliche Existenz ist voll von Paradoxa. Krieg etwa gehört zu den schlimmsten Dingen, die Menschen einander antun können; die Ausführenden des Kriegs allerdings, das ...

Die Geschichte geht weiter

Wieder ein Weltbestseller – Carlos Ruiz Zafóns Roman Der Gefangene des Himmels. Von PETER MOHR

Wer will fleißige Handwerker sehn

Der Künstler und ehemalige Hartz IV-Empfänger Van Bo Le-Mentzel hat zusammen mit seiner Crowd ein DIY-Forum geschaffen und mittels Schwarmfinanzierung auch gleich ein Buch drucken lassen. ...

... bis sie dann gestorben sind.

Wenn Comics sich klassischen Märchenmotiven widmen, dann tun sie das meist in Form einer eher überzogenen Parodie. Selbst wenn sich dahinter so viel Sophistication verbirgt wie hinter ...

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