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    TITEL kulturmagazin
    Montag, 29. Mai 2017 | 09:39

     

    Vom großen Lama aus der Regent`s Park Road

    Tristram Hunt widmet dem Schatten von Karl Marx, der selbst ernannten »zweiten Violine« des Marxismus, dem Industriellenerben Friedrich Engels eine Biografie. Der Mann, der den Marxismus erfand, soll von etwaiger Schwarz-Weiß-Malerei und Missdeutung befreit und sein Leben und Wirken in ein rechtes Licht gerückt werden. VIOLA STOCKER unternahm eine Zeitreise zur Geburtsstunde einer der einflussreichsten Ideologien unserer Zeit.

     

    Spaziergang durch die Heimat

    JOSEF BORDAT begleitet den Schauspieler Daniel Brühl durch Barcelona und lauscht seiner Hymne auf die Heimatstadt.

     

    Bewegendes Zeugnis

    Zehn Jahre währte die Fatwa, das Todesurteil, welches der iranische Ayatollah Khomeini über Salman Rushdie verhängt hatte. Zehn Jahre lebte der indisch-britische Schriftsteller aus Angst, Opfer eines Attentats zu werden, im Verborgenen, ohne einen festen Lebensmittelpunkt, auf Schritt und Tritt bewacht von vier schwer bewaffneten Polizeileuten. Zehn Jahre, die er zu einer Autobiografie verarbeitet hat. In Joseph Anton berichtet der große Erzähler Salman Rushdie über seine Zeit im Exil. Von MARC STROTMANN

     

    Kultus der Schönheit

    Vor gut hundert Jahren lebte und revolutionierte der Belgier Henry van de Velde vieles auf seine ganz persönliche Art: Architektur und Design, Möbel, Kunst und feine Nerven. Ursula Muscheler lädt ein zur Spurensuche in einer außergewöhnlichen Vita. Von INGEBORG JAISER

     

    Von Neugier getrieben,
    vom Zufall belohnt

    In ihrer Autobiographie Nachrichtenzeit. Meine unfertigen Erinnerungen präsentiert die Journalistin Wibke Bruhns eine spannende Reise durch die Vergangenheit: durch ganz persönliche Erinnerungen, entlang der politischen Zeitgeschichte. Von MARITA BÜHRMANN

     

    Enttarnt und entzaubert

    Mein Großvater im Krieg 1939-45. Erinnerung und Fakten im Vergleich ist ein schlanker Band, der es in sich hat. Vor allem wegen der Geschichte dahinter, die mit einer herzlichen Tollkühnheit beginnt und ihren Autor ziemlich bald zwischen Scylla und Charybdis bringt. An Büchern und Dokumentarfilmen zur Frage »War auch meine Familie Nazi?« herrscht nicht eben eklatanter Mangel, aber so wie der junge Historiker Moritz Pfeiffer hat noch niemand das Thema angepackt. Von PIEKE BIERMANN

     

    Drei Brüder, zwei Welten

    Michael Horeni, Sportjournalist der FAZ, blickt in Die Brüder Boateng. Drei deutsche Karrieren hinter die Fassade dreier ungleicher Brüder, von denen es die beiden jüngeren, Kevin-Prince und Jerome, zu Spitzenfußballern geschafft haben, während dem ältesten, George, trotz großen Talents dies verwehrt geblieben ist. Horeni belässt es dabei keineswegs bei einer weiteren Fußballerbiografie. Der Fall der Boatengs steht sinnbildlich für einige der am hitzigsten diskutierten gesellschaftlichen Aspekte unseres Landes: Integration, zerrissene Familien und Bildungsungleichheiten. Von MARC STROTMANN

     

    Furor der Sachlichkeit

    Friederike Wißmanns ansprechende Biographie des Komponisten Hanns Eisler –

     

    von HANS-KLAUS JUNGHEINRICH

     

    Den Unsichtbaren eine Stimme

    Der Althistoriker Robert Knapp räumt gründlich mit gängigen Vorurteilen über das Römische Reich auf. Römer im Schatten der Geschichte. Gladiatoren, Prostituierte, Soldaten: Männer und Frauen im Römischen Reich beleuchtet das Alltagsleben in Rom – fernab von Glanz, Pomp und Dekadenz der römischen Oberschicht. Von JULIA MÜLLER

     

    »Mit der Zeit wirst du alles begreifen«

    Landolf Scherzer ist immer unterwegs. In den 90er Jahren hatte es ihm die alte deutsch-deutsche Grenze angetan. Dann ging er zu Fuß durch Europas Osten. Und nun hat er gar das ferne China erkundet – mit verblüffenden Erkenntnissen für sich und seine Leser in Madame Zhou und der Fahrradfriseur. Auf den Spuren des chinesischen Wunders. Von DIETMAR JACOBSEN

     

    Lämmer in der Obhut von Wölfen

    Das europäische Mittelalter war nicht gut zu Frauen – zumindest wenn wir heutige Kriterien anlegen. In jedem Fall aber war es eine schlechte Zeit für die wenigen Frauen in Führungspositionen, die es überhaupt gab. Die US-amerikanische Schriftstellerin Nancy Goldstone präsentiert mit Königin unter Königen eine besonders unglückliche Vertreterin weiblicher Herrschaft im Mittelalter. Von PETER BLASTENBREI

     

    Augenblicke des »alten Europa«

    Tony Judts literarischer Gang durch sein Chalet der Erinnerungen.

     

    Von WOLFRAM SCHÜTTE

     

    Der Unbeugsame

    Wir befinden uns im Jahr 1938. Ganz Deutschland ist gleichgeschaltet … ganz Deutschland? Nein! Ein unbeugsamer Geist in der hessischen Kleinstadt Laubach hört nicht auf, der nationalsozialistischen Rhetorik und Propaganda Widerstand zu leisten. Nach Victor Klemperer öffnet nun ein weiterer politischer Chronist die Pforten zu seinen Gedanken. VIOLA STOCKER lässt sich von Friedrich Kellners tapferer Niederschrift eine Lektion in Demokratie und Menschenrechte erteilen.

     

    Ein Charismatiker des Pragmatismus

    Begegnungen mit Joachim Gauck – ein Taschenbuch-Schnellschuss von Dieter Bub.

     

    Von HANS-KLAUS JUNGHEINRICH

     

    Gar gekocht in Veuve Cliquot

    Wir brechen die 10 Gebote und uns den Hals könnte das wagemutige Lebensmotto von Zelda und F. Scott Fitzgerald gewesen sein. Michaela Karl präsentiert eine Doppelbiographie des glamourösen Skandalpaares. Von INGEBORG JAISER

     

    Ein hoffnungsvoller Mensch

    Vor fast zwei Jahren, am 12. April 2010, ist der Film- & Theaterregisseur Werner Schroeter gestorben. Er war gerade 65 Jahre alt geworden. Unter den Regisseuren des »Neuen deutschen Films« war der 1945 in Thüringen geborene, jedoch in Bielefeld, Neapel und Heidelberg aufgewachsene Werner Schroeter der außergewöhnlichste Künstler. Ein kompromissloser Melodramatiker wie kein zweiter, ein Tragiker der Empörung, ein Schmerzensmann der herzzerreißenden Emotion. Von WOLFRAM SCHÜTTE

     

    Wie die Welt tickt

    Machiavelli hat einen legendär schlechten Ruf als Propagandist zynischer Machtpolitik – zu Unrecht: Er hatte einfach ihre Mechanismen genau studiert und schonungslos und sarkastisch wie kaum jemand vor und nach ihm beschrieben. Eingebracht hat ihm das vor allem systematisches Missverstehen, üble Polemik und schlimmstenfalls Beifall von der falschen Seite, nämlich unappetitlichen Despoten aller Couleur. Warum man seine Analysen aus der Renaissance-Zeit gerade heute bestens gebrauchen kann, macht eine neue Biographie des Fribourger Historikers Volker Reinhardt klar, Machiavelli oder: Die Kunst der Macht. Von PIEKE BIERMANN

     

    Neue Welten entdecken

    Schon der Titel reizt, und nicht nur die Neugier, widersprechen die Begriffe in ihrer Kombination doch allem, was wir in den letzten Jahren über Frauen in der arabischen Welt gelernt zu haben glauben. Die österreichische Journalistin und Cross-Culture-Coach Judith Hornok erschüttert mit ihrem großzügigst aufgemachten Bildband Moderne arabische Frauen. Die neue Generation der Vereinigten arabischen Emirate gründlich herkömmliche Überzeugungen. Von MAGALI HEISSLER 

     

    Die Ballkönigin und
    der Revolutionär

    Ulrich Teusch betrachtet das Familienleben einer der umstrittensten politischen Familien Europas. Der Blick hinter die ideologisierten Kulissen und auf die kluge und oft bemitleidete Ehefrau von Karl Marx, Jenny von Westphalen, bietet einen sympathischen Ausflug in das Intellektuellenleben des 19. Jahrhunderts. VIOLA STOCKER hat es genossen, einmal nicht den theoretischen Überbau mit sich herumschleppen zu müssen, sondern sich mit Jenny Marx. Die rote Baronesse einfach nur um die Basis kümmern zu dürfen. 

     

    Schweizerinnen auf dem Vormarsch?!?

    Wer fällt Ihnen ein, wenn Sie an starke Schweizer Frauen denken? Wenigstens irgendeine Frau? Frau? Fühlen Sie sich nicht zu schlecht, wenn Ihnen zu dem Land, in dem die Frauen erst 1971 das Stimm- und Wahlrecht erhielten, nicht spontan eine Reihe von Namen einfällt. Füllt doch, laut dem Vorwort der Journalistin Margrit Sprecher, der schmale im Limmat Verlag erschienene Band eine Lücke. ANDREA WANNER hat sich den »Schweizer Geschichtsunterricht der besonderen Art« näher angeschaut.

     

    Der sanfte Aufklärer

    Albrecht Puhlmann ist Unrecht geschehen. Er hatte das Pech, dass ein paar selbstverschuldete Fehler und ein paar Schnitzer, wie sie an jedem Theater passieren, just zu einem Zeitpunkt zusammenkamen, als sein Vertrag vor der möglichen Verlängerung stand. Gleich danach lieferte er eine Serie von Leistungen, mit denen sich die Stuttgarter Oper im nationalen und internationalen Vergleich sehen lassen konnte. Für Puhlmann persönlich ist die Entlassung eine berufliche und menschliche Tragödie. Aber wen interessiert schon das Schicksal eines in Misskredit Geratenen. Der Erfolg hat viele Väter, der Misserfolg ist ein Waisenkind. Und das Publikum ist hartherzig. Von THOMAS ROTHSCHILD

     

    Nährboden des braunen Terrors

    Wer je vom Nazistaat gehört hat, kennt den Namen Horst Wessel. Den einen fällt das von ihm getextete, nach ihm benannte SA-Kampflied (Die Fahne hoch!) ein. Andere haben Bilder von notorischer Randale zwischen Rechten und Linken im Hinterkopf, die Ende der 20er Jahre auf Berliner Straßen öfter auch mal tödlich ausging. Von Goebbels zum multimedial orchestrierten Mythos verklärt, war Wessel nach 1945 Objekt kompletter Verdrängung oder neonazistischer Begierden, aber kaum der seriösen Forschung. 2009 erschien endlich die glänzende, detailreiche Biographie des Historikers Daniel Siemens, Horst Wessel – Tod und Verklärung eines Nationalsozialisten, jetzt hat Siemens gemeinsam mit dem Historiker Manfred Gailus ediert, was Wessel an eigener Inszenierung hinterlassen hat, »Hass und Begeisterung bilden Spalier« Die politische Autobiographie von Horst Wessel. Von PIEKE BIERMANN

     

    Abenteuer Grimmelshausen

    Riecht das zart nach einer Renaissance des größten Romanciers deutscher Zunge? Seit 2005 erscheinen bei Suhrkamp / Insel wohlfeile Taschenbuchausgaben der von Dieter Breuer betreuten Grimmelshausen-Werkausgabe und des Abenteuerlichen Simplicissimus. 2009 bringt Die Andere Bibliothek Reinhard Kaisers vielgepriesene Übertragung ins neuere Deutsch heraus, Ende 2011 folgt ebenda Grimmelshausen. Leben und Schreiben. Vom Musketier zum Weltautor – eine neue, von Heiner Boehncke und Hans Sarkowicz verfasste Biographie. Beide Ausgaben sind preislich zwar noch nicht für ein großes Publikum offen, aber das muss ja nicht so bleiben. Zumal Die Andere Bibliothek Ende 2011 von Eichborn zu Aufbau umgezogen ist. Von PIEKE BIERMANN

     

    »Zwischen mir und dem Vaterhaus liegt das Abenteuer«

    Wenn man überhaupt etwas über Frida Strindberg weiß, dann sind es die pikanten Details ihrer dramatischen Ehe mit dem »Frauenhasser« August Strindberg, die mit der Scheidung und in Unfrieden endete. Bisweilen findet auch ihre Liaison mit dem Dramatiker Frank Wedekind Erwähnung, auch diese nicht weniger zermürbend für diese Frau, die sich vornehmlich für männliche Künstler mit unübersehbarem Hang zu Egozentrik und Misogynie aufopferte. Dementsprechend marginal ist Frida Strindbergs Rolle in der europäischen Literaturgeschichte: Als Verfasserin zahlreicher Feuilletons, Literaturkritiken und begnadete PR-Frau findet man sie in keiner Sparte einschlägiger Nachschlagewerke. Diesen undankbaren Status will Friedrich Buchmayr mit Madame Strindberg: oder die Faszination der Boheme ändern. Von SVENJA HOCH

     

    Komm! Ins Offene, Freund!

    Der Germanist und Historiker Thomas Knubben kennt seinen Hölderlin in- und auswendig. So sehr, dass er auf dessen Spuren eine legendäre Winterreise heraufbeschwört. Von INGEBORG JAISER

     

    Leben, Gesellschaft, Theater

    Esther Slevogt hat ein dickes Buch geschrieben über einen Theatermann, dessen Name jedem DDR-Bürger vertraut war und den man in den Jahren des Kalten Krieges im Westen kaum zur Kenntnis nahm: Wolfgang Langhoff, der Vater von Thomas und Matthias Langhoff. Von THOMAS ROTHSCHILD

     

    Anleitung zum Zusammensein

    Im Grunde genommen ist jedes Paar in seiner Einzigartigkeit ein Sonderpaar. Jenseits von Alter, Herkunft, Religion und Geschlecht. Die Autorin Christine Haiden und die Fotografin Petra Rainer porträtieren eine Auswahl außergewöhnlicher Beziehungen und ihrer Geheimnisse. Von INGEBORG JAISER

     

    Gefährlich leben

    Künstler sind immer besonders, aber Hans Neuenfels ist – ohne Zweifel – besonders besonders. Als Schauspiel- und Opernregisseur polarisierte der heute Siebzigjährige Publikum und Fachwelt. Indem er seinen Lebenserinnerungen den Titel Bastardbuch gab, verlieh er sich das Prädikat eines Nichtangepassten, eines Unzugehörigen, gar eines Ungehörigen, gleich selbst. Sicher ist auch ein wenig Theaterpose dabei. Doch hinter der Selbststilisierung steckt der unerbittliche Ernst einer beispiellosen Kunstbesessenheit. Eine (existentialistische) Haltung, die das Leben prägt. Ein »gefährliches« Leben jedenfalls, nach der Formel Nietzsches. Da kann der Anschein bürgerlicher Geordnetheit täuschen. Von HANS-KLAUS JUNGHEINRICH

     

    Träumen, schreiben, zeichnen:
    Die Traumprotokolle der Meret Oppenheim

    Wer kennt sie nicht: die berühmte Pelztasse (1936) von Meret Oppenheim. Oder den Tisch mit Vogelfüßen, eine weitere Ikone surrealistischer Objektkunst. Ihre Werke sind in allen wichtigen Ausstellungen zur Kunst des Surrealismus vertreten und derzeit u.a. in der groß angelegten Überblicksschau Surrealismus in Paris der Fondation Beyeler bei Basel (bis 29. Januar 2012) zu bestaunen. Die kleine und feine Neuauflage ihres Buches Träume. Aufzeichnungen 1928-1985 lässt die Schweizer Künstlerin aus dem Dunstkreis der Surrealisten heraustreten, indem es mit den Traumprotokollen eine essentielle Quelle für das Verständnis ihres eigenwilligen Lebens und Werks aufdeckt. Von ANNA-LENA KRÄMER

     

    Der Solidarsolitär

    Zelebritäten gehören angezweifelt. Das ist nun mal ihr Beruf. Die meisten implodieren nach gründlicher Prüfung von selbst, mitsamt ihrem Sockel. Kaum jemand in der Welt der veröffentlichten Meinung hat die Prüferei so schonungslos betrieben wie Christopher Hitchens, kaum jemand hat deshalb einen so verlässlich guten schlechten Ruf – als »ewiges Enfant terrible«, »geistiger Pyrotechniker«, »einer der letzten der aussterbenden Gattung der public intellectuals«. Inzwischen ist er selbst seit über einem Jahr todkrank, hat aber bisher jede Deadline schnöde ignoriert. Gerade mischt er in seinem Blog die neuesten Fronten auf – in Sachen Libyenkrieg, iranisches Mordkomplott gegen Saudis in den USA. Bei uns ist jetzt sein vorletztes Buch erschienen. Von PIEKE BIERMANN

     

    Schuldig, aber frei

    John Demjanjuk ist über 90 Jahre alt. Seit Ende der 1970er Jahre steht er immer wieder vor Gericht und wird verurteilt. Was aber bedeutet eine Gefängnisstrafe für einen Greis? Ist sie nicht immer zu hoch, angesichts seines Alters und auch der Jahre, die Demjanjuk ohnehin schon im Gefängnis verbracht hat? Und sind die von der Münchner Staatsanwaltschaft geforderten fünf Jahre Freiheitsstrafe nicht viel zu wenig, angesichts der grauenhaften Taten, die offiziell »Beihilfe zum Völkermord« heißen? Diese Fragen versucht Heinrich Wefing in Der Fall Demjanjuk zu beantworten. Von SVENJA HOCH

     

    Die Intimität der Distanz

    Natalia Ginzburg prägte das intellektuelle Leben Italiens seit den späten 1940er Jahren ebenso nachdrücklich, wie das politische und intellektuelle Leben Italiens seinerseits sie beeinflusste. Eine eigenständige, eher spröde Persönlichkeit und meisterliche Beherrscherin der Sprache, ist Ginzburg alles andere als leicht nahezukommen. Mit der Wiederauflage Maja Pflugs Lebensbeschreibung Natalia Ginzburg. Eine Biographie ehrt der Wagenbach Verlag gleichermaßen die Autorin, wie er noch einmal an die Schriftstellerin erinnert, die heute vor 20 Jahren in Rom starb. Von MAGALI HEISSLER

     

    Einer flog über das Wolkenkuckucksheim

    Hesse und Hemingway, Fassbinder und van Gogh galten als manisch-depressiv. Auch der künstlerisch tätige Theaterdramaturg Sebastian Schlösser wurde von der tückischen Krankheit eingeholt. Mit Lieber Matz, Dein Papa hat 'ne Meise schrieb er rührende Briefe über seine Zeit in der Psychiatrie. Von INGEBORG JAISER

     

    Von wegen bieder!
    Frauenliebe im 19. Jahrhundert

    Adele Schopenhauer und Sibylle Mertens-Schaaffhausen leiden – wie so viele Frauen, die sich im 18. und 19. Jahrhundert als Wissenschaftlerinnen, Salonières oder Schriftstellerin einen Namen gemacht haben – auch heute noch unter wissenschaftlicher Vernachlässigung und finden auch im populären Diskurs kaum statt. Angela Steidele hat mit der Geschichte einer Liebe beiden Frauen ein Buch gewidmet, eine fundierte Untersuchung sowohl ihrer  Lebensläufe als auch ihrer gewählten Lebensform: der lesbischen Liebe. Von SVENJA HOCH

     

    In der Weite liegt die Kraft

    »Das Meer und die Berge rufen, die Wüste fasziniert« – findet Florence Hervé. Zusammen mit dem Fotografen Thomas A. Schmidt hat sie in mehreren Erdteilen Frauen der Wüste besucht, begleitet und porträtiert. Von INGEBORG JAISER

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