TITEL kulturmagazin
Donnerstag, 30. März 2017 | 02:52

 

Zwischen Karikatur und Avantgarde

Lyonel Feininger ist eine Ikone der Klassischen Avantgarde. Er hat einen festen Platz im Lieblingsmaler-Pantheon. Doch auch solch ein Weltrangmeister ist nicht vom Himmel gefallen. Die Ausstellung Vom Karikaturisten zum Künstler. Lyonel Feiningers Radierungen und Lithografien in der Feininger-Galerie Quedlinburg (15. Juli bis 4. November 2012) zeigt die Suche des Künstlers nach der eigenen Bildsprache, der »wirklichen Wirklichkeit«.Von BETTINA VOGEL VON FROMMANNSHAUSEN

 

Multitalent der Künste

Im September wäre John Cage (1912-1992) 100 Jahre alt geworden. Das Salzburger Museum der Moderne präsentiert jetzt im Mönchsberg die Ausstellung John Cage und .... Sie zeigt, wer Cage prägte, wen Cage prägte und wie zentral Zufall und Stille im Schaffen von John Cage waren. Von JÖRG ESCHENFELDER

 

Maler der Farben und Formen

Üppige Figuren und bunte Farben sind die Markenzeichen des kolumbianischen Malers Fernando Botero. Anlässlich seines 80. Geburtstags zeigt die Galerie Samuelis Baumgarte Bilder, Skulpturen und Zeichnungen dieses Ausnahmekünslters. BETTINA GUTIERREZ hat sich einige Bilder und den Katalog angeschaut.

 

Hochschule für Weltklasse

Mit Ekkehard Mais grundlegender Schrift über die deutschen Kunstakademien im Gepäck hat sich NICO KIRCHBERGER aufgemacht, Die Düsseldorfer Malerschule und ihre internationale Ausstrahlung 1819-1918 unter die Lupe zu nehmen.

 

Autopsie eines Phänomens

Stefan Lüddemanns Buch Blockbuster über gleichnamiges Ausstellungsphänomen beschreibt gekonnt sowohl die Hintergründe wie auch die Funktionsweise dieses Typs von Kunstvermittlung. Von CHRISTOPHER FRANZ

 

Die Faszination des Grauens

Kaum ein Werk der Weltliteratur hat, sieht man einmal von der Bibel ab, so viele Künstler unterschiedlicher Epochen und Stilrichtungen zur Umsetzung ins Bildmedium angeregt. Die zweibändige Neuausgabe mit der Prosaübersetzung des renommierten Mediävisten Kurt Flasch liefert einen willkommenen Anlass, Werk und Rezeption einmal wieder in Augenschein zu nehmen. Von STEPHANIE RAPPL

 

Kleine Andachtsbilder, große Wirkung: Meisterwerke des frühneuzeitlichen Drucks

Was machen TITEL-Rezensenten, wenn sie sich in der Offline-Welt bewegen? Die Möglichkeit, die Autoren Sebastian Karnatz, Nico Kirchberger und Mathias Listl als Kunsthistoriker kennenzulernen und gleichzeitig eine profunde Einführung in die frühneuzeitliche Druckgraphik zu genießen, bietet der eben erschienene Ausstellungskatalog Himmel und Erde in Schwarzweiß. Von STEPHANIE RAPPL

 

Schwere ästhetische Nüsse knacken

Mit der Besprechung des Katalogs der Frankfurter Schau Beckmann & Amerika beschließt SEBASTIAN KARNATZ den außergewöhnlichen 2011er Beckmann-Marathon.

 

Schwarze Genesis

Zwitterwesen und Zwillingspaare – die faszinierende Kultur der afrikanischen Dogon ist in der Bundeskunsthalle Bonn zu sehen. Von SABINE MATTHES

 

Beckmann reloaded!

Nach dem Katalog der Basler Ausstellung Max Beckmann. Die Landschaften hat sich Sebastian KARNATZ nun den Katalog der Leipziger Ausstellung Max Beckmann. Von Angesicht zu Angesicht vorgenommen.

 

Subtile Gesichter. Deutsche Renaissance-Portraits

Nach der Berliner Schau Gesichter der Renaissance hat BJÖRN VEDDER nun auch in München die hohe Kunst des Portraits bestaunt.

 

Beckmann mit dem ICE

Soviel Beckmann gab es noch nie! Diesem Diktum kann man nicht nur, man muss ihm gar zustimmen. SEBASTIAN KARNATZ nimmt – zumindest lesend – die Reise von Basel über Frankfurt nach Leipzig auf sich.

 

Mehr als nur ein Kalender

Der zweite Dobler Kunstkalender mit Hans Mielichs Miniaturen zu den Bußpsalmen Orlando di Lassos heißt nicht nur Zeitlos schön, er ist es auch, findet Mathias LISTL.

 

A big big book

Die inneren Alarmglocken schrillen, hört man von der angeblichen künstlerischen Zweitbegabung Prominenter. Vor allem, wenn es sich um Persönlichkeiten aus der Film- und Musikbranche handelt, steigen böse Zweifel in uns hoch. In diesem Fall sind sie allerdings vollkommen unberechtigt, findet MATHIAS LISTL.

 

Die Sucht - Das Malen

Die 1921 in Husum geborene Malerin Elisabeth Dering entwickelte sich nach dem Zweiten Weltkrieg zu einer der prägenden Künstlerpersönlichkeiten der Aschaffenburger Kunstszene. Zu ihrem 90. Geburtstag widmet ihr das Schlossmuseum der Stadt Aschaffenburg die Sonderausstellung Die Sucht, das Malen – Elisabeth Dering. Werke (1950-1970). Von JÖRG FUCHS.

 

Ein innovativer Gestalter und unabhängiger Kopf

Botticelli, Sandro Botticelli - heute ist er wohl vor allem für seine Venus und seine Frauenbilder bekannt. Dabei ist sein Schaffen ungleich vielfältiger und breiter. Das macht das Büchlein Botticelli - Ein Florentiner Maler über Gott, die Welt und sich selbst aus der Feder von Damian Dombrowski deutlich. Von Jörg ESCHENFELDER

 

Der Schönheitsfehler als Normalfall

Der Besuch der Ausstellung Innere Asymmetrie von Manfred Scholl im Burghauser Liebenweinturm ist ein Ausflug. Ein Ausflug in eine unbekannte und doch vertraut scheinende Welt. Ein Ausflug mit Wirkung – findet Jörg ESCHENFELDER

 

Vom Kunsthandel, einem Hermelin und dem Berg Fuji

Auf dem Berliner Kunstherbst stellt der Kunsthandel Gegenwartskunst und vor allem sich selbst aus. Der Martin-Gropius-Bau und das Bode-Museum zeigen zeitgleich hochkarätige Klassiker. BJÖRN VEDDER hat der selbsterklärten Kunstmetropole Berlin einen Besuch abgestattet.

 

So viele Bücher!

Unter dem Titel Die Weisheit baut sich ein Haus beleuchtet das Architekturmuseum München die Geschichte des Bibliotheksbaus. Den Schwerpunkt der sehenswerten Ausstellung bilden Bauten der letzten beiden Jahrzehnte, denn niemals zuvor – und das mag überraschen – wurden so viele Bibliotheken gebaut. Von CHRISTOPHER FRANZ.

 

Aristokraten der Finsternis

Leah Gordons Fotoband entdeckt im Karneval von Haiti Voodoo, Politik und Revolution. Von SABINE MATTHES

 

Wiederfinden und Wiederverlieren

Statt der erwarteten Schrottinstallationen und destruktiver Ästhetik findet MATHIAS LISTL einen lesenswerten Sammelband über die Wechselwirkungen von Archäologie und Moderne.

 

Wo Agitprop positiv besetzt ist

Das Plakat ist das ideale Medium für bildende Kunst, die auf politische Wirkung zielt. Da gehen Form und Inhalt eine optimale Synthese ein. Wer agitieren, überzeugen, mobilisieren will, ist im kleinen Format ebenso schlecht aufgehoben wie im Museum oder in der Galerie. Er braucht die breite Öffentlichkeit und das grobe Raster, die Litfaßsäule, nicht die Documenta. Er will auffallen, Subtilitäten sind allenfalls Beigabe, auf den zweiten Blick zu entdecken, aber nicht der eigentliche Zweck. Von THOMAS ROTHSCHILD

 

Das fotografierte Selbst

Am Wochenende hat im Salzburger Museum der Moderne Rupertinum eine sehenswerte Ausstellung eröffnet: Attersee schön wie seine Bilder. Nicht vom österreichischen See Attersee, sondern von dem gleichnamigen Künstler Attersee, der seit den 1960er Jahren einer der führenden Künstler der Alpenrepublik ist und seinen fotographischen Arbeiten ist hier die Rede. JÖRG ESCHENFELDER war in Salzburg und hatte Gelegenheit mit Christian Ludwig Attersee zu sprechen.

 

Ein Fest für die Augen

MATHIAS LISTL bespricht staunend einen Bildband der Extraklasse über ein unvergleichliches Bauwerk.

 

Rencontre der Wiegen abstrakter Kunst

Noch bis zum 15. August dieses Jahres lädt eine umfangreiche Ausstellung im Kunstbau des Münchner Lenbachhauses zu einer Begegnung mit dem Werk Piet Mondrians und den künstlerischen Äußerungen der Gruppe De Stijl ein. Von MATHIAS LISTL

 

Die Neue Secession in neuem Licht

Die Stiftung Brandenburger Tor präsentiert im Max-Liebermann-Haus in Berlin eine Schau zu der Neuen Secession. Der zugehörige Katalog erschließt eine interessante Facette der deutschen Kunstlandschaft zu Beginn des 20. Jahrhunderts. VON NICO KIRCHBERGER

 

Mythos Biennale

Wenn man jemandem je ein Gemälde von, sagen wir: Hans Makart, Auguste Renoir und Ilja Repin zeigte – er müsste kein Kunstkenner sein, um zu benennen, welcher Künstler Österreicher, welcher Franzose und welcher Russe sei. Wenn man jemanden mit verbundenen Augen in einen der Pavillons der 54. Biennale von Venedig führte und ihm dort die Binde abnähme – er wüsste wohl kaum, welche Nation da repräsentieren wolle. Von THOMAS ROTHSCHILD

 

Der Philosoph im Museum

Die Herausgeber Julian Nida-Rümelin und Jakob Steinbrenner präsentieren in fünf Bänden ungewöhnliche und durchaus streitbare Positionen zum aktuellen ästhetischen und museologischen Diskurs. Von SEBASTIAN KARNATZ

 

Kunst als Ergebnis des Scheiterns

Wie entsteht Kunst? Aus dem Scheitern. Aus der Erkenntnis, dass das Ergebnis nicht mit der Vorstellung übereinstimmt und aus dem unermüdlichen Versuch, mit dem nächsten Werk der Vorstellung näher zu kommen. Von JÖRG ESCHENFELDER

 

»Bitte berühren!«

Über 150 Werke von 51 Künstlern versammelt die Frankfurter Kunsthalle Schirn in ihrer groß angelegten thematischen Ausstellung über die surrealistische Objekt-Kunst. Zusammen mit dem zugehörigen Katalog wird ein eher unbekannter Zweig des Surrealismus beleuchtet und aus dem übermächtigen Schatten der Malerei geholt. Von ANNA-LENA KRÄMER

 

Journalistischer Befreiungsschlag eines Vollblutakademikers

In einem schmalen, aber feinen Band wurden einige der zeitlos schönen Ausstellungsrezensionen von Willibald Sauerländer, die regelmäßig im Feuilleton der Süddeutschen Zeitung erscheinen, zusammengestellt und vom Beck-Verlag herausgegeben. Von STEPHANIE RAPPL

 

Anspruch und Diskrepanz

Eine Arbeit zum »Tanz in der bildenden Kunst« ist nun endlich geschrieben – das dringende Forschungsdesiderat bleibt jedoch weiterhin bestehen. VON NICO KIRCHBERGER

 

Das Who is who der deutschen Reformbewegung

Einen äußerst lohnenswerten Blick zurück auf eine kompetente Darstellung der Gartenstadt Hellerau wirft MATHIAS LISTL.

 

Kampfansage gegen den Mythos von den »Dark Ages«

Bibliophile Mediävisten haben für den Mythos vom »Dunklen Mittelalter« ohnehin nur ein müdes Lächeln übrig – alle übrigen können sich anhand der stupenden Farbenpracht und Formensprache früh- und hochmittelalterlicher Prachthandschriften mühelos vom Gegenteil überzeugen lassen. Von STEPHANIE RAPPL

 

Blumen des Bösen

Es war einmal ein Geschäftsmann in Lagos, Nigeria, der eine Lieferung leerer Videokassetten nicht los wurde. Er dachte, wenn etwas darauf wäre, ließen sie sich besser verkaufen – und drehte selbst einen Videofilm. Von SABINE MATTHES

 

Mit beherztem Einsatz für die Kunst

Die monumentale, fast neunhundertseitige Festschrift für den Regensburger Kunsthistoriker Hans-Christoph Dittscheid hat SEBASTIAN KARNATZ staunend und mit Gewinn gelesen.

 

Sensibel und vertrauensvoll

Herlinde Koelbl ist die Altmeisterin der Deutschen Fotografie. Nach fast vier Jahrzehnten ist sie die Grand Dame der Deutschen Fotografie zwischen Journalismus, Portrait und Kunst. Eine Werkschau ist also längst fällig und liegt beim Steidl Verlag unter dem Titel Mein Blick vor. Ein sehenswerter Band findet JÖRG ESCHENFELDER

 

»Das kann man nicht machen!«

Ein Interview mit der iranischen Künstlerin Parastou Forouhar von JOHANNES DOBROSCHKE.

 

Inneneinrichterporno

Der Fotoband »City Life. Urbane Wohnportraits« ist so steril wie eine Mischung aus IKEA-Katalog der gehobenen Klasse und Inneneinrichterporno. Leider enthält er weder Portraits noch Wohnungen. Von JAN FISCHER

 

Zurück in den Salon! Auf in den Orient!

Haschisch und Haremsdamen locken in die Hypo-Kunsthalle, um den Orient des 19. Jahrhunderts zu entdecken. NICO KIRCHBERGER folgte der Einladung.

Wer will fleißige Handwerker sehn

Der Künstler und ehemalige Hartz IV-Empfänger Van Bo Le-Mentzel hat zusammen mit seiner Crowd ein DIY-Forum geschaffen und mittels Schwarmfinanzierung auch gleich ein Buch drucken lassen. ...

Petraeus und sein Stab

Die menschliche Existenz ist voll von Paradoxa. Krieg etwa gehört zu den schlimmsten Dingen, die Menschen einander antun können; die Ausführenden des Kriegs allerdings, das ...

Die böse Schlange
und das weiße Kaninchen

In diesem Land stimmt etwas nicht. Der Feminismus nämlich. Schwach steht er da, der Wind pfeift durch die Löcher seines theoretischen Unterbaus. Ähnlich steht es mit den Frauen. ...

Vom großen Lama aus der Regent`s Park Road

Tristram Hunt widmet dem Schatten von Karl Marx, der selbst ernannten »zweiten Violine« des Marxismus, dem Industriellenerben Friedrich Engels eine ...

Die Geschichte geht weiter

Wieder ein Weltbestseller – Carlos Ruiz Zafóns Roman Der Gefangene des Himmels. Von PETER MOHR

Psychothriller mit doppeltem Deutungsboden

Alles beginnt ganz harmlos. Mit einem Schulaufsatz, in dem der französische Oberstufenschüler Claude (Ernst Umhauer) von einem Besuch im Haus seines Klassenkameraden Rapha berichtet. ...

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