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    TITEL kulturmagazin
    Donnerstag, 27. April 2017 | 10:58

     

    Mr. Charms ist nicht zu fassen!

    Der verführerischen Absurdität von Charms' gesammelten Werken, die dankenswerterweise vom Galiani Verlag nun vollständig herausgegeben wurden, kann man sich nur schwer entziehen. Sie verstehend zu entschlüsseln, ist vielleicht unmöglich, zumindest mühsam. Nur wenige Menschen in seiner Umgebung konnten ihn akzeptieren, wie seine zweite Ehefrau Marina Malitsch. Charms lesen heißt, sich auf eine Odyssee ins Surreale zu begeben. VIOLA STOCKER reiste mit leichtem Gepäck.

     

    Abtauchen in die Vergangenheit

    Der Mythos von Tristan und Isolde ist ungebrochen. Doch spätestens seit dem letzten großen Monumentalstreifen von Ridley Scott aus dem Jahr 2006 mit gleichnamigem Titel waren Zweifel angebracht und es lag der Gedanke nahe, ob das Epos nicht womöglich doch – 800 Jahre nach Gottfried von Straßburg Dichtung – endlich in Bibliotheken und Archiven gebunkert werden sollte. Jetzt aber liefert Martin Grzimek in seinem 900 Seiten umfassenden Schmöker Tristan und Isolde den Beweis dafür, dass dem nicht so ist. HUBERT HOLZMANN hatte jedenfalls vergnügliche Lesestunden.

     

     

    Ein Geheimtipp der deutschen Literatur

    Die Kinder der Finsternis von Wolf von Niebelschütz, erschienen 1959, entführt den Leser in die faszinierende Welt des Mittelalters. Eine Pflichtlektüre findet HUBERT HOLZMANN

     

    Der junge Wilde oder Eine Fantasie auf das Parisurteil

    »Nichts auslassen im Leben!« So ähnlich könnte der Wahlspruch des jungen Prinzen klingen, den Christoph Martin Wieland (1733-1813) in seinem Feenmärchen, der Geschichte des Prinzen Biribinker (1764), als Beispiel für eine moderne pragmatische Lebenssicht – nicht nur in seiner Zeit des Enlightenment – zeichnet.

    Von HUBERT HOLZMANN

     

    Die Nebel lüften

    Ältere Bücher, vor allem, wenn sie als sogenannte Klassiker gelten, umgibt ein gewisser Nimbus. Zuweilen wird dieser auch mit einer bloßen Staubwolke verwechselt. Sutcliffs Klassiker des historischen Jugendromans erschien zum ersten Mal 1954, zehn Jahre später kam er in deutscher Übersetzung heraus. Seit damals war er immer lieferbar, vierzig Jahre später, 2004, gab es eine Ausgabe in neuer deutscher Rechtschreibung und schließlich eine Neuübersetzung. Die aktuelle Ausgabe ist aus Anlass der aktuellen Hollywood-Verfilmung des Stoffs mit einem Ausschnitt aus dem Filmplakat geschmückt. Ist Rosemary Sutcliffs Der Adler der neunten Legion ein Schatz oder klimpern da nur falsche Münzen? MAGALI HEISSLER hat genauer hingesehen.

     

    Dunkelkammer der Seele

    Alfred Kubin schrieb seinen ersten, einzigen Roman in einer Schaffenskrise 1908. In nur drei Monaten entstand Die andere Seite, eine beklemmend düstere Endzeitvision. Sie beeinflusste Expressionisten und Surrealisten, gilt heute als Klassiker der »schwarzen« Moderne und erweist sich als Werk von erstaunlicher Aktualität. Von MONIKA THEES

     

    3627 Zentimeter in die amerikanische Nacht gehaucht

    Jack Kerouacs generationenbildender Roman On the Road liegt jetzt in der Urfassung vor. Die ganzen 3627 Zentimeter. Unnötig ist das nicht. Aber auch nicht wichtig. Von JAN FISCHER

     

    Huck, wo bist du?

    Mit Superlativen sollte man in der Literaturkritik sehr vorsichtig umgehen, aber diese Romane gehören ganz eindeutig zu den großen Klassikern der Weltliteratur: Tom Sawyer und Die Abenteuer des Huckleberry Finn sind unverwüstliche Werke eines großartigen Literaten. Eine neue Hörspiel-Adaption führt uns pünktlich zum Mark-Twain-Jubiläum wieder direkt auf den Mississippi. Ein Klassiker-Check von MARTIN BEYER.

     

    Billy Pilgrims Reise durch Zeit und Raum

    1969 erschien Kurt Vonneguts Schlachthof 5 oder Der Kinderkreuzzug. Der Roman avancierte zur „Antikriegsfibel der Vietnam-Generation“, zum literarischen Meisterwerk der US-amerikanischen Postmoderne. Der Rowohlt Verlag legt jetzt eine Neuausgabe vor. Ein Klassiker-Check von MONIKA THEES anlässlich des 65. Jahrestags der Bombardierung Dresdens, deren Schrecken den Kern dieses immer noch berührenden Romans bildet.

     

    Einblicke mit monströser Wucht

    Realistisch erzählte Texte sind langweilig? Hier kommt ein Gegenbeweis: Die Neuauflage von John Cheevers Der Schwimmer ist erschienen und belegt, weshalb Cheever zu den lesenswertesten Klassikern unter den amerikanischen Kurzgeschichtenautoren zählt. Von SIMONE SCHRÖDER

     

    Kopulation ist nicht geiler als der Tod

    Walt Whitmans „Ich“ fliegt über Amerika. Und was sollen wir damit, wir Nichtamerikaner? Whitmans Grasblätter sind auch uns zugeeignet, den Bewohnern „fremder Länder“:

     

    Ich hörte, daß ihr etwas erbittet, dieses Rätsel der Neuen Welt zu bekunden / und Amerika zu erklären, seine athletische Demokratie,/Deshalb sende ich euch meine Gedichte, damit ihr in ihnen erblickt, was ihr verlangt.

    Von BRIGITTE HELBLING 

     

    Beim Wiederlesen von Pan

    WOLFRAM SCHÜTTE nimmt Hamsuns 150. Geburtstag am 4. August zum Anlass, in die eigene Leservergangenheit zurückzukehren und zu überprüfen, ob sich der damalige fiebrige Lesetaumel bei der Lektüre des Pan auch beim heutigen Wiederlesen einstellen will.

     

    Ein Hunger(-künstler)

    Vor mehr als 115 Jahren hat Knut Hamsun Hunger geschrieben, einen Roman über eine gescheiterte Persönlichkeit, wie sie auch heute in jedem Stadtpark, auf jedem Bahnhofsvorplatz zu finden ist, in ausgelatschten Turnschuhen und speckigem Ledermantel, laut aus der Zeitung rezitierend. SIMONE SCHRÖDER hat den Klassiker begutachtet und kam zu dem Schluss: Auch in der Neuauflage glänzt der Roman als zeitgemäßes Stück Weltliteratur.

     

    Paradies, verloren

    Gewöhnlich haben die Klassikerausgaben des Manesse Verlags das Format eines Notizbuchs, das sich bequem in die Tasche stecken lässt. Anders diese groß angelegte Neuübersetzung von Schau heimwärts, Engel, die der Verlag achtzig Jahre nach Erscheinen der Originalausgabe vorlegt. Von ANDREAS MARTIN WIDMANN

     

    Poes Jahrhundert

    Edgar Poe, der beliebig Reduzierbare, hat ein Gesamtkunstwerk hinterlassen. Erfinder der Detektivgeschichte? Ja, aber anders. Erfinder des 19. Jahrhunderts? Das vor allem. DIETER PAUL RUDOLPH stellt uns „seinen“ E.A. Poe vor

     

    Der große Einflüsterer

    Vladimir Nabokovs Fahles Feuer ist eines der meistinterpretierten Werke der Weltliteratur. In ihm begegnen wir einem rätselhaften Erzähler, der uns den Leserbegriff des Autors näherbringt. LARS CLAßEN hat die Neuauflage diese Klassikers betrachtet.

     

    Kluge Autopsie jener Jahre der Hoffnung

    Im Klassiker-Check heute: Die zehn Martin-Beck-Romane von Sjöwall/Wahlöö - Ein Fachgutachten von DIETER PAUL RUDOLPH

     

    Glück gehabt oder: Die rasende Sanseverina

    - Stendhals "Kartause von Parma" in Elisabeth Edls neuer Übersetzung

    Nach dem vor drei Jahren erschienenen “Rot und Schwarz” hat nun Elisabeth Edl den zweiten der großen Romane Stendhals, die 1839 erschienene “Kartause von Parma”, nicht nur neu übersetzt, sondern auch mit umfangreichen Materialien und Anmerkungen im Münchner Carl-Hanser-Verlag veröffentlicht. Der Stuttgarter Germanist Heinz Schlaffer hat der allgemeinen Wertschätzung von Autor & Werk eine amüsante kritische Widerrede gewidmet. Von WOLFRAM SCHÜTTE

     

    Das Epitaph des deutschen Bildungsbürgertums

    Es könnte kaum ein würdigeres Buch für den Start unserer neuen Klassiker-Rubrik geben:60 Jahre nach seiner Erstveröffentlichung stehen wir als Leser staunend vor Thomas Manns letztem großen Wurf. Der Doktor Faustus ist weniger ein Roman als ein zeitloses Monument deutscher Literatur: Bildungssatt, wunderbar komponiert, tiefgründig, tragisch – ein wahres Lesevergnügen (sic)!

     

    Immer auf der Spur von Zensur

    J. M. Coetzees radikale Antworten auf die Frage: „Was ist ein Klassiker?“

    Bislang konnte man den Essayisten J. M. Coetzee nur als Autor der Überlegungen seiner Phantasiefigur „Esther Costello“ indirekt ausmachen. Nun hat der Nobelpreisträger von 2003 für sein deutsches Publikum eine Auswahl seines umfangreichen Essayismus unter dem Titel „Was ist ein Klassiker?“ veröffentlich. Von WOLFRAM SCHÜTTE

    ... bis sie dann gestorben sind.

    Wenn Comics sich klassischen Märchenmotiven widmen, dann tun sie das meist in Form einer eher überzogenen Parodie. Selbst wenn sich dahinter so viel Sophistication verbirgt wie hinter ...

    Musik in Schwarz-Weiß

    Noch ein paar Tipps für die Tage in denen Stimmung und Landschaft sich den Grau-Tönen nähern und die richtige Musik dabei hilft, ruhige Momente zu ...

    Die Geschichte geht weiter

    Wieder ein Weltbestseller – Carlos Ruiz Zafóns Roman Der Gefangene des Himmels. Von PETER MOHR

    Zwischen Karikatur und Avantgarde

    Lyonel Feininger ist eine Ikone der Klassischen Avantgarde. Er hat einen festen Platz im Lieblingsmaler-Pantheon. Doch auch solch ein Weltrangmeister ist nicht vom Himmel gefallen. Die Ausstellung ...

    Psychothriller mit doppeltem Deutungsboden

    Alles beginnt ganz harmlos. Mit einem Schulaufsatz, in dem der französische Oberstufenschüler Claude (Ernst Umhauer) von einem Besuch im Haus seines Klassenkameraden Rapha berichtet. ...

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