TITEL kulturmagazin
Donnerstag, 23. März 2017 | 21:18

 

Helden fürs Geld

THOR KUNKEL rät im Endlos-Fall Wulff zu einer Rosskur und erklärt, warum ein Stöpselgroschen den Pluralis Majestatis ergänzt.

 

Terminator war gestern - heute ist Prokrastinator!

Schon früher gab es das: Die Uhr schlug eins. Schule aus. Die Taschen gepackt und hurtig nach Hause. Dort wartete Muttern mit dem Mittagessen, dort warteten Hausaufgaben und sonstige Pflichten. Also, warum so eilig? Warum der direkte Weg? Trödeln daher das Normale: Mal hier ein Schwätzchen, dort ein Umweg und vielleicht doch lieber zur Oma oder gleich zur Freundin. Ausbüchsen nannte man das. Von DER DRITTE MANN

 

 

Konvertiten unter sich

Das Philosophicum Lech, eine Institution des Österreichers Konrad Paul Liessmann, einst Trotzkist, dann Verächter der »Gutmenschen«, die Jörg Haider bekämpften, mittlerweile ziemlich weit rechts, verleiht einen Essay-Preis namens »Tractatus«. Die Jury bilden Rüdiger Safranski, Ursula Pia Jauch und Helmut A. Gansterer. Den Preis erhält in diesem Jahr Norbert Bolz.

 

Eine Glosse von THOMAS ROTHSCHILD

 

Würstchen im Reizdarm

An Tagen, an denen ich nicht gut drauf bin, vergleiche ich meine Facebook-Timeline gerne mit einem Verdauungstrakt: Da sind diese Leute - manchmal sind es noch nicht einmal Leute -, die Facebook nach wie vor standhaft als meine Freunde bezeichnet, und die fressen so ziemlich alles, was ihnen über den Weg läuft, schlucken es in den Darm, der sich Timeline nennt, und zersetzen es in mehr oder weniger ausufernden Diskussionen in seine kleinsten Bestandteile. Eine Stilkritik von JAN FISCHER

 

Der nächste Nazi-Vergleich, die Sprache und die Balance der PANIK

Ein sehr deutsches Beispiel für die Sprache der Panik ist der Nazi-Vergleich, der ebenso sicher kommt wie die nächste Katastrophe. Zum Auftreten von Nazi-Vergleichen in öffentlichen Diskussionen gibt es ein in der Netzkultur recht populäres Gesetz: Godwin's law. Von DOMINIK SCHÖNECKER

 

Das reicht nicht. Bei Weitem nicht.

Spaniens Jugend protestiert gegen Arbeitslosigkeit, Sparkurs und verfehlte Wirtschaftspolitik der Regierung. Regionalwahlen zeigen: Nur noch ein Viertel der Menschen steht hinter Zapateros Sozialisten. Von JOSEF BORDAT

 

Die PANIK vor dem nächsten Beben, dem nächsten Tsunami, der nächsten Flut

Wann kommt das nächste Beben und danach die totale Berichterstattung und menschliche Erschütterung darüber? Die nächste Naturkatastrophe kommt bestimmt und spätestens zu Weihnachten die nächste Rekord-Spendenaktion. Das sollte nicht weiter von Interesse sein, so wie Kartenlesen nicht weiter von Interesse ist oder der Wetterbericht. Interessant ist die PANIK vor der nächsten Katastrophe schon im Vorfeld, denn sie ist stets allgegenwärtig. Von DOMINIK SCHÖNECKER

 

Die PANIK-Generation

the panic the vomit,

god loves his children,

god loves his children,

yeahh

(Radiohead: Paranoid Android)

 

Die Panik ist jetzt immer in unseren Blicken, hinter enormen Sonnenbrillen und unter unglaublichen Frisuren blitzt sie in das Zucken der Welt 2.0. Die Panik ist jetzt jederzeit unser Nächster und sie vergisst uns nie. Die Panik steckt im Bauch, wenn man nach ganz oben blickt, oder im Flugzeug nach ganz unten. Die Panik als abstrakte Bedrohung und die Panik der Experten. Von DOMINIK SCHÖNECKER

Tagebuch eines Preisverleihungstouristen

In der Zeit hat Gerrit Bartels vor ein paar Tagen gemeint, dass beim wichtigen Preis der Leipziger Buchmesse der Lack ab sein könne, er seinen Einfluss und seinen Wert zu verlieren drohe, so denn die Jury unter der Leitung von Verena Auffermann nicht strategisch sinnvoll über die Preisträger entscheide. Das zeigt sich notwendigerweise erst im Nachhinein. Auf der Buchmesse selbst ist der Wert des Preises als offizielle Beglaubigung literarischer Qualität nebensächlich. Hier geht es um Ritus, Glamour, Sehen und Gesehen werden. Es ist ein wichtiges soziales Ereignis für manche aber nur ein Punkt im umfangreichen Programm von Messebesuchern, Presse, Catering und Bühnentechnik. In diesem Sinne ist der Preis der Leipziger Buchmesse nichts Besonderes. Oder doch? Die Frage sollte Grund genug sein, sich einen Tag lang auf der Buchmesse nur Preisverleihungen anzusehen. Von HEIKO ZIMMERMANN

 

Das Theater ist/war dem Dramatiker sein Genuss

Wie oft ist die Frage gestellt worden, ob Theater sein muss? Wie oft schönklingend beantwortet? Dabei stellt sich die Frage so gar nicht. Genau wie die Frage, ob Champagner sein muss, sich so nicht stellt. Die Frage müsste nämlich eigentlich lauten: Warum muss das Theater eigentlich sein müssen? Oder warum trinken wir dann und wann gerne Champagner? Oder will jemand ernsthaft behaupten, dass ein Genuss notwendig sein muss, um für legitim erklärt zu werden? Von FRANZ KIESEL

 

Bemerkung zur mittelalterlichen Ruhestörung

Vor auf den Tag genau 750 Jahren, am 24. Oktober 1260, fand die offizielle Weihe der Kathedrale Notre-Dame-de-Chartres statt. Mit diesem Alter ist die Kathedrale ein überaus ehrwürdiges Gebilde, an Alter und Würde, an Unversehrtheit und cum grano salis nur von herrschaftlichen italienischen Familien und wunderbaren bayrischen Bieren übertroffen – und anderen Kirchen, selbstredend. Von TOBIAS ROTH

 

Die Gewalt in unseren Spielen

Die Debatte um die in digitalen Spielen dargestellte Gewalt ist so alt und so komplex wie das Medium selbst, wird aber dennoch oft am lautesten von Menschen geführt, deren Argumentation sich mehr durch Emotionalität hervortut, als durch die Bemühung um echte Auseinandersetzung mit einem Phänomen, das immer noch dabei ist, sich seine Regeln und seine Rolle in der Gesellschaft abzustecken. GISELA WOLF unternimmt einmal den Versuch, über gewalthaltige Spiele zu sprechen, und dabei nur einmal das Wort „Killerspiele“ zu verwenden.

 

Wer wird der neue Robert Gernhardt?

Von einer unsteten Lust an Trouvaillen abgesehen, hat es der deutsche Literaturbetrieb gerne übersichtlich. Er bändigt das wimmelnde Panorama, indem er ein paar feste Positionen bestimmt und sie verbindlich und möglichst konstant besetzt. Grass der Nationaldichter, Walser der alte Querulant, Handke der ewige Spinner.

 

Eine Kolumne von MICHAEL EBMEYER

 

Videospiele als episches Theater?

Ja, der Vergleich von Theaterstücken und Computerspielen ist problematisch, beide Kunstformen haben große genuine Stärken. Aber warum sollten nicht einzelne Aspekte kompatibel sein? RUDOLF INDERST erklärt, warum digitalen Spielen ein paar Entfremdungseffekte à la Brecht nicht schaden würden.

 

Wir Kinder von Billerbü

Helene Hegemann, die mittlerweile bundesweit bekannte, nun ja, sagen wir mal: Schreiberin des Schutzbefohlenen-Schockers Axolotl Roadkill wird heute (19.2.) volljährig. Das gesamte literarische Deutschland gratuliert und fragt sich gleichzeitig natürlich: Ist der Geburtstag wirklich von ihr? Eine Glosse von MATHIAS TRETTER

 

Keine Schenkel weit und breit

Die großen Verlage stellen zunehmend attraktive Ebooks bei iTunes zur Verfügung. Doch die Print-Bestseller werden meist zu elektronischen Ladenhütern. Dafür ist in erster Linie Apple verantwortlich. Die Firma hat es bislang nicht geschafft, ihr Portal mit den Grundfunktionen eines Ebook-Shops auszurüsten. Ein Kommentar von JOACHIM LESER

 

Dummköpfe der zweiten Generation

Wer einmal genauer hinschaut, erkennt eine erstaunliche (oder auch nicht erstaunliche) Gesetzmäßigkeit: Während jene Schlagwörter, die notwendig mit aufklärerischen, egalitären und emanzipatorischen Inhalten verknüpft sind, geradezu rituell einer feindseligen Kritik unterzogen werden, haben sich jene in der Mitte der Gesellschaft etabliert, die für konservative oder reaktionäre Ziele missbrauchbar sind. THOMAS ROTHSCHILD über die Bedeutung und den Bedeutungsverlust von Schlagwörtern.

 

Selbstherrliche Unbeirrbarkeit

Dieser Tage hat Ulrike Ackermann ein Buch über den Eros der Freiheit veröffentlicht (siehe die Besprechung in TITEL vom 13.11.08). Dahinter verbirgt sich eine Apologie des Neoliberalismus von großer Schlichtheit und gedanklicher Armut. Ein Kommentar von THOMAS ROTSCHILD

 

Sicherung von eigenen Vorteilen

Jene Leute, die Quoten nur solange propagieren, wie sie nicht selbst dafür etwas aufgeben müssen, gleichen jenen Kollegen, die einen Kriegseinsatz befürworten, für sich selbst aber und ihre Kinder eine Befreiung vom Wehrdienst erwirken. Von THOMAS ROTHSCHILD

 

Fragwürdige Kulturförderung

Vieles spricht dafür, dass man als Künstler und Schriftsteller Geld nehmen soll, wo man es bekommt. Schamlos und wenn es geht, ohne Dank. Als etwas, worauf man Anspruch hat, nicht als Gnadenerweis. Kein Gesetz zwingt einen Preisträger, gegen seine ansonsten geäußerten Überzeugungen eine Hand zu küssen, die ihn füttert, und somit seine Glaubwürdigkeit zu gefährden. THOMAS ROTHSCHILD über die Blindheit von Kunst und Politik gegenüber oft genug dubiosen Mäzenen.

 

Freunderlwirtschaft

Protektionismus, Begünstigung, Vetternwirtschaft, Nepotismus – es gibt viele Wörter, aber alle meinen sie das Gleiche. In Österreich hat man dafür eine eigene Verniedlichung, „Freunderlwirtschaft“, und in keinem westeuropäischen Land wird sie so schamlos und so selbstverständlich betrieben wie eben hier. In der Politik wie im Kulturbereich, bei der Stellenvergabe wie bei der Verteilung von Privilegien: die Freunderlwirtschaft gehört zum Alltag und bestimmt die Umgangsformen. Von THOMAS ROTHSCHILD

 

Die Einflüsterer

Man möchte ins Theater gehen, in ein Konzert, sich einen Film ansehen. Man kennt jemanden, der das Stück, den Pianisten, den Film schon gesehen oder gehört hat. Man fragt ihn, ob er den Besuch empfehlen würde. Ehe man freilich einschätzen kann, wie man die Antwort bewerten soll, muss man wissen, wen man gefragt hat. Denn da gibt es sehr unterschiedliche Typen, wie THOMAS ROTHSCHILD festgestellt hat:

 

Eine Gesetzesnovelle und ihre Lehren

Stefan Ruzowitzky hat für seinen Film Der Fälscher einen Oscar eingeheimst. Die Politiker und ihre Vasallen meldeten sich sogleich zu Wort, um ihm und vor allem sich selbst zu gratulieren. Wenn ein österreichischer Künstler Anerkennung erhält, ist der Staat stets zur Stelle, um diesen Künstler zu vereinnahmen und die Auszeichnung seines Werks als Auszeichnung Österreichs umzuinterpretieren. Für Künstler aber, die Not leiden, fühlt sich dieser Staat nicht zuständig. Er steht auf der Seite der Sieger. Immer und überall. Von THOMAS ROTHSCHILD

 

Beiwörter

Als Helmut Kohl den neuen Bürgern der Bundesrepublik zur Begrüßung „blühende Landschaften“ versprach, wollte er sich nicht als Gärtner qualifizieren. Ihm kam es, als er die Metapher für den avisierten wirtschaftlichen Aufschwung verwendete, auf das „Blühen“ an. Ebenso gut hätte er von „rauchenden Schloten“ sprechen können, die wörtlich genommen mit blühenden Landschaften wenig gemeinsam haben, oder von einer „glanzvollen Zukunft“. Von THOMAS ROTHSCHILD

 

Am eigenen Leib

Wörter prägen bekanntlich die Wahrnehmung. Seit ich das Wort „Powernap“ kenne, sehe ich die Leute am Morgen im Zug zum Beispiel ganz anders. Dachte ich bisher immer, die wären noch nicht ganz ausgeschlafen, so kommt es mir heute vor, als sei ich von ungeheuer aktiven Menschen umgeben, die sich powermässig in Richtung Arbeitsplatz nappen. Von HANS DURRER

 

Leeres Geschwätz

Wie aber kommt es, dass wir im Alltag und in der publizierten Meinung immer häufiger auf Vorurteile treffen, auf Ansichten also, die nicht auf einem selbst gebildeten Urteil beruhen? Offenbar ist das eine Folge der einst warnend beschworenen Informationslawine. Von THOMAS ROTHSCHILD

 

Werk als Leidenschaft

Das Gegenteil des Profis ist der Dilettant, der Laie oder der Amateur, auf gut Deutsch: der Liebhaber. Der Amateur liebt seinen Gegenstand, aber er geht nicht professionell mit ihm um, sonst wäre er kein Amateur, sondern eben ein Profi. Wo dieser Gegenstand die Literatur ist, gewinnt man jedoch zunehmend den Eindruck, dass auch das Umgekehrte gilt: Der Profi geht professionell mit ihr um, aber er liebt sie nicht. Das bekannte Lied Georg Kreislers vom Musikkritiker, der maßlos leidet, wenn er in Konzerte gehen muss, enthält bei aller satirischen Übertreibung einen wahren Kern. Der Überdruss an der zum Beruf gemachten Liebhaberei übertrifft nicht selten den Genuss. Von THOMAS ROTHSCHILD

 

Der Haufen

Dass man alles immerfort anhäuft, wie Dagobert Duck seine Reichtümer, ist Ausdruck einer Gesellschaft, in der Mitmenschen nur als Konkurrenten gesehen werden. Haste was, dann biste was.VOn THOMAS ROTHSCHILD

 

Beunruhigend

Way to Allah ist ein eingetragener und gemeinnütziger Verein in Köln (way-to-allah.com), der sich zu vielen gesellschaftlichen Themen äußert. Es ist dabei recht aufschlussreich, einmal diesen muslimischen Blickwinkel auf unsere westliche Welt einzunehmen – probeweise sozusagen. Von CHRISTOPH POLLMANN

 

Kolonialisiertes Unterbewußtsein

Der radikale Umbau der mitteleuropäischen Hochschullandschaft, die systematische Zerstörung der tradierten Konzeption der Freiheit von Wissenschaft und Lehre, die Anpassung der Universitäten an die neoliberalen Bedürfnisse der Wirtschaft, die De-Facto-Privatisierung der Hochschulbildung und damit der Sozialabbau zu Lasten der Ärmeren schreiten in Windeseile voran. Von THOMAS ROTHSCILD

 

Mehr Mut

Bessere Trainingseinheiten live? Ein Millionenpublikum, das nur das Aufwärmen beklatscht? Die Nachspielzeit verkommt zum Auslaufen? Das ist doch nichts, das will doch kein Mensch! Es ist Zeit, den internationalen Fußball wieder interessanter zu machen - deshalb: EPO für San Marino! VOn CHRISTOPH POLLMANN

 

Sei ,,Change Pionier"!

Texte, wir wissen das, gehören interpretiert. Auf dass sich einem erschliessen möge, was der Autor/die Autorin dem Interpreten/der Interpretin zufolge gemeint hat. Sinn und Zweck der Textinterpretation ist, dem Autor/der Autorin klarzumachen, was er/sie eigentlich hat sagen wollen. Auch Texte, die als Stellenanzeigen ausgewiesen werden, gehören interpretiert, HANS DURRER tut dies für uns:

 

Marie Zimmermann, Ilse Scheer, Ronald Pohl und das Jahr 1968

In seinem Nachruf auf Marie Zimmermann, mit der man, was immer diese kuriose Formulierung heißen soll, nach seinen Worten „schlecht ideologisieren konnte“, faselt der Theaterkritiker der in Wien erscheinenden Tageszeitung Der Standard von den „vielfach niederschmetternden Folgen“ des Jahres 1968. Damit befindet sich Ronald Pohl auf der Höhe eines Zeitgeists, der sich an den konservativen Status quo einer Großen Koalition anschleimt. Von THOMAS ROTHSCHILD

 

Soziale Diskriminierung

Als in ganz Europa - und zwar von konservativen wie von sozialdemokratischen Bildungspolitikern mit gleichem Eifer - die Einführung des Bakkalaureats (des englischen Bachelors) bei gleichzeitiger Zulassung von Privatuniversitäten propagiert wurde, war klar, dass dies eine Verstärkung des Zweiklassensystems in der Bildung bedeute: ein rasches Discount-Studium für die Massen und eine bevorzugte Ausbildung für zahlungskräftige Eliten. Von THOMAS ROTHSCHILD

 

Ästhetik des visuellen Reichtums

Längst nimmt man es als Normalfall hin, dass Kritiker, insbesondere auf dem Gebiet der CD-Produkte, mehr oder weniger wörtlich die PR-Texte abschreiben, die ihnen die Plattenfirmen per Post oder Internet frei Haus liefern. - Thomas Rothschild über Schwindel und Plagiate in Kulturkritik und Wissenschaft. Von THOMAS ROTHSCHILD

 

Great Story

In einer Lehrveranstaltung über internationalen Journalismus wurden die Studenten gefragt, ob sie sich tags zuvor die Nachrichten im Fernsehen angeschaut, im Radio angehört oder in der Zeitung gelesen hätten? Ja, hatten sie, alle. Was ihnen geblieben sei? Sie dachten heftig nach. Und waren nicht schlecht erstaunt, dass sie sich kaum an etwas erinnern konnten. Doch verzichten wollten sie auf die tägliche Nachrichtendosis deswegen keineswegs, schliesslich gehört (für viele) der Nachrichtenkonsum zum Tag wie das Frühstück. Von HANS DURRER

 

Entmachtete Gewerkschaften

Wir dürfen neugierig sein, ob die Gewerkschaften zulassen werden, dass Wal-Mart Verhältnisse wiedereinführt, die als überwunden galten, oder ob es ihnen gelingt, trotz Arbeitslosigkeit, trotz unternehmerischer Erpressungsversuche eine breite Solidarität mit den Angestellten von Wal-Mart zu organisieren. Von THOMAS ROTHSCHILD

 

Die Provinzbuchhändlerin

Wir erheben unser Glas auf die Provinzbuchhändlerin, die es dank der Buchpreisbindung nur in Mitteleuropa gibt. Von THOMAS ROTHSCHILD

Petraeus und sein Stab

Die menschliche Existenz ist voll von Paradoxa. Krieg etwa gehört zu den schlimmsten Dingen, die Menschen einander antun können; die Ausführenden des Kriegs allerdings, das ...

Gesetzesverrat

Wenn man, mit stetig wachsendem Staunen, Kopfschütteln & Empörung verfolgt hat, was nach der Selbstanzeige der rechtsradikalen Mördergruppe (NSU) an Versäumnissen, ...

Die böse Schlange
und das weiße Kaninchen

In diesem Land stimmt etwas nicht. Der Feminismus nämlich. Schwach steht er da, der Wind pfeift durch die Löcher seines theoretischen Unterbaus. Ähnlich steht es mit den Frauen. ...

Wer will fleißige Handwerker sehn

Der Künstler und ehemalige Hartz IV-Empfänger Van Bo Le-Mentzel hat zusammen mit seiner Crowd ein DIY-Forum geschaffen und mittels Schwarmfinanzierung auch gleich ein Buch drucken lassen. ...

Vom großen Lama aus der Regent`s Park Road

Tristram Hunt widmet dem Schatten von Karl Marx, der selbst ernannten »zweiten Violine« des Marxismus, dem Industriellenerben Friedrich Engels eine ...

Angst und Begehren

Joyces Dublin stinkt, aber Ulrich Lampen hält sich die Nase zu

 

„Nichts anderes hätte ich erwartet“, würde James Joyce wohl die ...

Die Geschichte geht weiter

Wieder ein Weltbestseller – Carlos Ruiz Zafóns Roman Der Gefangene des Himmels. Von PETER MOHR

Psychothriller mit doppeltem Deutungsboden

Alles beginnt ganz harmlos. Mit einem Schulaufsatz, in dem der französische Oberstufenschüler Claude (Ernst Umhauer) von einem Besuch im Haus seines Klassenkameraden Rapha berichtet. ...

Angst und Begehren

Joyces Dublin stinkt, aber Ulrich Lampen hält sich die Nase zu

 

„Nichts anderes hätte ich erwartet“, würde James Joyce wohl die ...

Tage, Tage, Jahre

Staunen, entdecken, querlesen, umblättern, abreißen – Literaturkalender begleiten uns verlässlich durchs Jahr, versorgen uns häppchenweise und gut dosiert mit ungeahnten ...

... bis sie dann gestorben sind.

Wenn Comics sich klassischen Märchenmotiven widmen, dann tun sie das meist in Form einer eher überzogenen Parodie. Selbst wenn sich dahinter so viel Sophistication verbirgt wie hinter ...

Gerd Sonntag und ein Hühnerglucksen zum Abschluss

Giovanni Santi malt eine Fliege – Lyrik von Ger Sonntag.

Von STEFAN HEUER

NJ Institut for sundhed og senior services køb cialis online sundhedspleje forsikringsudgifter