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    TITEL kulturmagazin
    Sonntag, 23. April 2017 | 21:40

     

    »Vom Ende Amerikas«

    Dieser Tage tourt J. J. Sullivan mit seiner hochgelobten, in den USA mehrfach mit Preisen ausgestatteten Textsammlung Pulp Head. Vom Ende Amerikas – »Essays« im amerikanischen Titel – durch Deutschland. Sind es Essays, sind es Reportagen? Handelt es sich um Literatur? Nein, wir erfahren es nicht. Gut, man kann sich damit zufriedengeben, dass die amerikanischen Feuilletons das unter Essay subsumieren. Etwas bemüht wird uns vom Klappentext nahegelegt, der Autor »verwischt die Grenze zwischen Literatur und Journalismus, Erzählung und Reportage«. Es handelt sich um eine Sammlung von zumeist autobiographischen Episoden – um Döntjes, würde der Norddeutsche despektierlich sagen. Von WOLF SENFF

     

    Futtern wie bei Muttern

    Der SWR hat etwas zu feiern: Die Fallers, nach der Lindenstraße Deutschlands älteste Non-stop-Serie, strahlen dieses Jahr ihre 750. Folge aus. Nach neunzehn Jahren. Das ist doch schon mal was, dachte sich die Redaktion um Bettina Bauer-Wörner und Regina Carle, und beauftragte Klaus-Günther Wiesler, Küchenchef im familieneigenen Hotel und Liebhaber der regionalen Küche, zu diesem Anlass das vorzustellen, was bei den Fallers täglich auf den Tisch kommt. Ergebnis ist noch ein Buch zur Schwarzwaldküche, durch das sich VIOLA STOCKER dank Buchpräsentation im Studio durchlesen und -futtern durfte. 

     

    Vom Code der Zifferblätter und dem Verschwinden der Arbeit

    In Verdrahtet. The Wire und der Kampf um die Medien beschäftigt sich Jens Schröter mit der US-amerikanischen Krimiserie The Wire. Sie spiegelt Krise und Zerfall der kapitalistischen Gesellschaft. Von WOLF SENFF

     

    Asphaltblüten aus Baltimore

    Gerade ist im Verlag Antje Kunstmann Homicide - ein Jahr auf mörderischen Straßen von David Simon erschienen. Das ist erstaunlich, hat doch PIEKE BIERMANN, die gerne vom »historischen Alzheimer« des deutschen »Föteljong« spricht, »schon seit 1998 bei diversen deutsch(sprachig)en Verlagen gebaggert«, dieses grandiose Buch endlich herauszubringen. Die Argumente, die die Schriftstellerin und Übersetzerin damals zu hören bekam waren: Homicide sei zu dick, zu amerikanisch, zu spezifisch Baltimore - ja wenn es New York, Los Angeles, Chicago wäre ... Das aufregend Neue an diesem Buch war aber nicht nur sein Thema, sondern Simons waghalsiger Einstieg, nämlich sich auf die Polizei einzulassen, sich ihr quasi anzumimetisieren, um wirklich etwas herauszufinden, um wirklich etwas erzählen zu können, das man als »echt« bezeichnen kann. Ein Vorgehen, das hierzulande gescheut wird wie das Weihwasser vom Teufel ...

     

    Nach so vielen Jahren, die es zur Einsicht im deutschen Literaturbetrieb gebraucht hat, veröffentlicht TITEL den so überaus kenntnisreichen Beitrag PIEKE BIERMANNs von 1999 hier nun noch einmal.

     

    Unter Bekloppten

    Unser Autor JAN FISCHER hat Aline Westphal, die Weltmeisterin im Luftgitarrespielen, nicht nur hinter, sondern sogar bis auf die Bühne begleitet.

     

    Theater, Musik und Politik

    Befragt von einem österreichischen Nachrichtenmagazin, das seine Seriosität mit einer regelmäßigen Abteilung »Royals« unter Beweis stellt, sagt Peter Handke über sein Stück Immer noch Sturm, das bei den Salzburger Festspielen uraufgeführt wurde: »Es geht nicht nur um die Kärntner Partisanen. Das ist ein exemplarisches Geschichtsleben oder Geschichtssterben, das da erzählt wird. Es geht um die Sprache, die genommen wird.« Von THOMAS ROTHSCHILD

     

    Freie Entfaltung

    Auf neun Metern entfalten sich Laëtitia Devernays Tusche-Bilder. In ihrem Applaus zelebriert die französische Illustratorin neben der Musik den Akt des Faltens als Möglichkeit. Von DANIEL WÜLLNER

     

    Alles Chimäre

    In der Frühzeit des Films strömten die Menschen scharenweise in die Vergnügungsparks, um auf der Leinwand vom Körper abgetrennte Köpfe oder verschwindende Damen zu bestaunen. Heute, da jedes Kleinkind weiß, wie man derlei herstellt, da die Computeranimation noch ganz andere Tricks ermöglicht, kann man damit keinen Hund mehr hinterm Ofen hervorlocken. Auf der Bühne hingegen hat die Zauberkunst überlebt. Von THOMAS ROTHSCHILD

     

    Ein wenig vorgeführt

    Der Titel ist Programm bei Ulrich Peltzers Angefangen wird mittendrin – findet LIA DOLFUS.

     

    Gemurmel, Surren, Buhrufe und Panik

    Wer bei mittelmäßigem bis schlechtem Wetter abends noch seine warme Stube verlässt und sich auf den Weg macht, der weiß in der Regel gerne, was ihn erwartet. Gerade vor Weihnachten gibt es ja vielfältige Anlässe: die kaum umgängliche Weihnachtsfeier oder die letzten Panikkäufe z.B. Wer hingegen die Pflichttermine des scheidenden Jahres bereits hinter sich gebracht hat, kann sich frei treiben lassen und den angenehmen Dingen des Lebens hingeben – einem Abend mit Cineastik der Extraklasse beispielsweise, wie ihn STEFAN HEUER erleben durfte ...

     

    Oft nicht weit vom Kitsch

    Es existiert ein Credo, wonach Filmmusik dann gut sei, wenn man sie nicht bemerkt. Wie so oft, verwandelt sich dieses Credo in puren Unsinn, wenn es zum Dogma wird. So gilt es nicht für jene Filme, die bereits vorhandene Aufnahmen als wesentlichen Bestandteil verwenden. Von THOMAS ROTHSCHILD

     

    Zwischen Sicherheit und Selbstbestimmung

    Wer im indifferenten, multimedialen Rauschen wahrgenommen werden will, darf heutzutage nicht nur aus einem Rohr schießen. DR. RANDY WEINHEIMER stellt mit Alpha 0.7 die bislang einzigartige Multimedia-Kartätsche vor.

     

    Kinder, wie die Zeit vergeht!

    Das Jahr neigt sich gemächlich zu Ende, die Tage werden spürbar kürzer. Wem der kommende Winter aufs Gemüt zu schlagen droht, der hat gute Chancen, sich mit dem Kauf eines Kalenders für das nächste Jahr zu kurieren. INGEBORG JAISER blättert begeistert durch Literaturkalender 2011.

     

    Der Klappentextkrittler

    Die jounalistischen Zeiten sind hart, das Netz ungemein flottlebig und alles so schrecklich oberflächlich. Keiner hat mehr Zeit. Quo vadis also, Kulturjournalismus? Die Lösung heißt: Klappentexte. Die sind nicht nur vollkommen oberflächlich, sondern auch fix zu konsumieren - optimal also!

    HANNS-WERNER PRUNCK nimmt sich diese verbalen Appetithäppchen mal genauer vor und hofft, dadurch ins textliche Herz der Finsternis vorzustoßen ... Oder doch ins selige Buchstabenparadies? Wir sagen nur: Bon voyage, M. Prunck! Heute: Die kürzeste Geschichte der deutschen Literatur von Herrmann Kurzke.

     

    Vom Radio durch das Radio in das Radio
    Ein junger Mann mit langem Haar, Lederjacke, Köpfhörer und Kofferradio schaut realitätsfern an der Fotokamera vorbei. Wohin sein Sehfeld verschwindet, bedeutet nichts. Das Hören benötigt alle Aufmerksamkeit, denn beim Hören öffnet sich die Welt.

     

    Früher Jazz und Jazz im Kalender
    Eine illustre Ansammlung adeliger Zeitgenossen bevölkerte die Jazzszene in den zwanziger bis vierziger Jahren. Vom King (Oliver) über den Duke (Ellington) bis zur Empress (Bessie Smith) – die Bahnbrecher, Erneuerer und Supersolisten bekamen Namenszusätze wie andere Leute Orden.

     

    300!

    Hinter den Wörtern lauern, schweigen und ruhen viele Geheimnisse – insbesondere bei denen, die Arno Schmidt benutzte. Was und wie er es meinte, welche und wie er Quellen benutzte: das zu enträtseln überließ er nicht nur seinen Lesern. Auch die von Berufs wegen mit seinem Werk Beschäftigten erfuhren vom Autor keinen Beistand.

     

     
    Auf ein neues: Bilder verändern die Welt

    Damals in den Achtzigern war die Diagnose so einfach wie korrekt: "Video killed the radiostar". Kaum drei Jahrzehnte später zeigt sich die These als ihrerseits vom Zeitgeschehen eingeholt und verschluckt.

     


    Auf der Suche nach dem Surplus

    Selbst beim schmerzhaften Auseinanderdividieren von Lyrik und Musik – beide bestehen schon für sich genommen die Prüfung.

     

    Aus dem Netz in den Player
    Mit einer Kilobyterate von 192 rasen die ins MP3-Format gepressten Soundpartikel durch das Internet, von Edinburgh in Schottland in jeden Winkel der Welt. "7hings" heißt das Downloadportal mit dem avantgardistischen Anspruch, das seine Releases ausschließlich zum Herunterladen auf der Website www.seventhings.co.uk anbietet. Jeden Monat. Seit einem Jahr.

     

    Beethoven auf Trab halten
    oder die Vereinsamung des Künstlers eigenen Hauses

    Der Mann entstammt zwar dem Land des Tangos – Argentinien – ist aber schon seit ewigen Zeiten ein Kind des Rheinlands. Der 24. Dezember ist sein Geburtstag, 2006 war es der fünfundsiebzigste. Das Geschenk: Eine besondere Edition mit Hör- und Filmkunstwerken.

     

    Tägliche Spinatdröhnung für einen wilden Seebären
    Die Figur "Popeye" von E.C. Segar gilt als ein Seemeilenstein der Comic-Szene. Doch in seinem Herzen wohnen zwei, die beide diesen Namen führen und sich eklatant voneinander entscheiden. Nicht in der äußeren Ansicht, sondern in ihrem Auftreten auf der Bühne der kurzweiligen Unterhaltung.

     

    Agent 007 in höchsten Tönen
    Es kann eigentlich nur einen geben. Der Vollständigkeit halber aber ist anzumerken, dass es vor dem einen schon einen gab, der allerdings einige der unabdingbaren Kriterien nicht erfüllte. Sein Gastspiel war ein einmaliges, vor der Zeit, als Sean Connery, der einzige Eine als James Bond 007, den überschwänglichen Erfolg dieses Filmhelden in die Nischen des Kalten Krieges donnerte.

     

    Schön schräg klingende Gegenwart
    Mehr als die Gegenwart kann Mensch nicht erwarten. Wenn sie dann noch "geballt" auf den Plan tritt und vordergründig nur das Hören – vielleicht noch ein wenig Darstellendes – zum Gegenstand hat, darf auch ein so kurzer Zeitraum wie fünfzehn Jahre noch zur Gegenwart gezählt werden. "Geballte Gegenwart" suchte sich ihren Platz, den sie prompt 1990 in Rümlingen (Kanton Baselland, Schweiz) gefunden hat.

     

    Nix verstehen im Berner Sprachgewirr
    Nichtschweizer, und von den Schweizern die Nichtberner, müssen leider draußen bleiben. Für den Rest, für die Schweizer Berner, gilt: "Bern ist überall", Bern ist Rhythmusmaschine einer Spoken Word-Bewegung, die zwischen den Bergen und Tälern im Berner Umland die Sprache zunächst einmal auf ihre musikalische Syntax untersucht, zerschneidet und melodiekompatibel wieder zusammensetzt.

    Psychothriller mit doppeltem Deutungsboden

    Alles beginnt ganz harmlos. Mit einem Schulaufsatz, in dem der französische Oberstufenschüler Claude (Ernst Umhauer) von einem Besuch im Haus seines Klassenkameraden Rapha berichtet. ...

    Ferne Klänge

    Schiller-Balladen? Das sind für uns aus dem späteren 20. Jahrhundert Herübergekommene ziemlich ferne Klänge geworden. Die Glocke – kaum jemand kennt sie noch ...

    ... bis sie dann gestorben sind.

    Wenn Comics sich klassischen Märchenmotiven widmen, dann tun sie das meist in Form einer eher überzogenen Parodie. Selbst wenn sich dahinter so viel Sophistication verbirgt wie hinter ...

    Ein Igel erlebt sein blaues Wunder

    Neue Kartracer haben es nicht leicht. Auch nach 20 Jahren ist der Schatten der einstigen Genregröße Mario Kart so mächtig, dass sich jeder neue Titel einen Vergleich ...

    Der Spielplatz macht zu

    Nach drei Ausgaben wird das Games-iPad-Magazin Spielplatz wieder eingestellt. Was dahinter steckt, wollte RUDOLF INDERST im Gespräch mit den beiden Machern Henning Ohlsen und Mark ...

    Sunday Clubbing at 93 Feet East

    Sunday Clubbing has, apparently, become quite the ›In‹ thing in this wonderful land of ours which we like to call London. »Sunday is the new Saturday« they proclaim ...

    Deutschland, Europa und die Welt

    Ein offenkundiger Widerspruch treibt mehrere Autoren zurzeit um: der Widerspruch zwischen dem von maßgeblichen Politikern gewollten Europa und der zunehmenden Skepsis in großen Teilen ...

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