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    TITEL kulturmagazin
    Freitag, 21. Juli 2017 | 06:42

     

    ... bis sie dann gestorben sind.

    Wenn Comics sich klassischen Märchenmotiven widmen, dann tun sie das meist in Form einer eher überzogenen Parodie. Selbst wenn sich dahinter so viel Sophistication verbirgt wie hinter Trondheims Ralph Azham, bleibt Ironie nicht aus. Mit ihrem traurigen Märchen Das Zeichen des Mondes haben die beiden Spanier Bonet und Munuera einmal ganz andere Töne angeschlagen. BORIS KUNZ hat sich verzaubern lassen.

     

    Vom Leben gezeichnet

    Der bei Avant erschienene Sammelband Lästermaul & Wohlstandskind beinhaltet die ersten 50 Episoden der gleichnamigen Comic-Strip-Reihe, die Tim Dinter im vierwöchigen Turnus für den Tagesspiegel zeichnet. CHRISTIAN NEUBERT sieht keinen Grund zum Lästern.

     

    Monströses Coming of Age

    Das Schloss der stummen Schreie von David Munoz, Tirsc und Javi Montes ist eine Geschichte über Monster, zu schnelles Erwachsenwerden und die tragischen Verstrickungen von Lüge, Hass und Heimlichtuerei. PETER KLEMENT bittet zu einem Ausflug in die Unterwelt, der trotz allem besonders für Jugendliche geeignet ist.

     

    Vom Ende der Manga-Kultur

    Im grellbunten Manga-Programm des Carlsen Verlages sticht eine Serie heraus, in der es um die Nöte  eines gescheiterten Comic-Künstlers geht, um das Betriebsklima in Zeichenstudios, um die kulturelle Bedeutung des Manga – und um Zombies. BORIS KUNZ hat versucht sich in dieser Welt zurechtzufinden.

     

    »Abmalen aus dem Hirn«

    Seit Jahren sind seine Cartoons ganz oben in der Beliebtheitsskala der deutschen Internet-Community: Joscha Sauer, das Hirn hinter nichtlustig, schenkte dem Tod einen pinken Pudel und tötet regelmäßig Lemminge auf immer neue Weise. Neben Sammelbänden, Kochbuch, Kuscheltieren und Cornflakes – um nur wenige der unzähligen Konsumgüter zu nennen – erblickte vor wenigen Tagen der erste Teil seiner Trickserie das Licht der Welt. Auf der Frankfurter Buchmesse hat FRANZISKA BECHTOLD sich den Mann mit dem besonderen Humor zum Interview geschnappt.

     

    Der Held aus dem Schweinekoben

    Lewis Trondheim, Schöpfer des ausufernden Donjon-Universums, wird nicht müde, sich für seine nächste Serie schon wieder ein neues Fantasy-Universum einfallen zu lassen. Braucht es das? BORIS KUNZ hat den ersten Band gelesen und findet: Ja!

     

    Kleines Buch mit großem Namen

    Im Alten Testament wurde mit Randfiguren ja nicht gerade zimperlich umgegangen. So war der Auftritt des Riesen Goliath nicht nur kurz, sondern äußerst imageschädigend. Dank eines kleinen, aber sehr feinen Comics bei Reprodukt hat BORIS KUNZ jetzt erfahren, wie es wirklich war.

     

    Klassischer Stoff in neuem Gewand

    Der bei Ehapa erschienene Sammelband Legenden der Gegenwart vereint drei frühe Werke der französischen Comic-Künstler Enki Bilal und Pierre Christin. CHRISTIAN NEUBERT hat untersucht, ob die fast 40 Jahre alten Werke inzwischen Staub angesetzt haben.

     

    Noch längst kein altes Eisen

    Schon wieder eine neue Steampunk-Serie? Kann man dem Genre denn noch etwas Neues abgewinnen? Altmeister Bryan Talbot beweist zumindest, dass man mit ihm noch immer eine ganze Menge Spaß haben kann. Von BORIS KUNZ.

     

    Schöne Schweinereien

    Ein Kompendium erotischer Kurzcomics aus deutschen Landen: CHRISTIAN NEUBERT ist begeistert. Schließlich hat ihm bei der Lektüre keiner zugesehen.

     

    Die Bekehrung des Philosophen

    Die Lust und Glaube – Trilogie der beiden großen Künstler Jodorowsky und Moebius ist ein eigenartiger Trip im Themenkreis von Philosophie, Religion, Politik und Sex. BORIS KUNZ war am Ende etwas ratlos.

     

    Der Glanz der alten Zeiten

    Der neueste Band der Fantasy-Reihe Auf der Suche nach dem Vogel der Zeit läuft Gefahr, eine Legende auf eine Geschichte zu reduzieren. Von BORIS KUNZ

     

    Es war einmal ein Superman...

    Mark Millar liefert einen weiteren Beitrag zur Reflexion über das Superheldengenre. Dabei zeichnet er die Geschichte vom ultimativen Superhelden als beinahe altmodisches Märchen, erzählt mit Motiven der Popkultur. Zumindest ist BORIS KUNZ die Lektüre von Superior so vorgekommen.

     

    Geschrumpft, gewachsen

    Comics waren zwar auf der Buchmesse kein großes Thema, aber man begegnete ihnen praktisch überall. ANDREAS ALT hat sich abseits des Comic-Zentrums umgesehen.

     

    Schatten der Vergangenheit

    Irgendwo zwischen Historien- und Wirtschaftskrimi: Das Seidenband ist das überzeugende Comic-Debüt eines Basler Journalisten. Von CHRISTIAN NEUBERT

     

    Nicht nur traurige Gestalt

    Flix legt seine Version des berühmten Romans von Miguel Cervantes vor. BORIS KUNZ über ein waghalsiges Abenteuer, das leicht zur Donquichotterie hätte werden können.

     

    Psychogramm eines Fangirls

    Im Comic Mein Leben mit Mr. Dangerous beschreibt Paul Hornschemeier das Leben einer Person, die nicht nur ihre Woche, sondern auch ihre Gedanken, mit Hilfe der fiktiven Serie Mr. Dangerous, strukturiert. JAKOB FRANZEN hat es gelesen und kommt zu folgendem Fazit: Unangenehm und rührend zugleich.

     

    Eine gezeichnete Suche nach Wahrheit

    Die SZ-Edition der Graphic Novels mutet in ihrer zweiten Runde dem Leser deutlich mehr zu als beim ersten Mal. BORIS KUNZ über eine Lesereise, die an den Pforten von Himmel und Hölle rüttelt.

     

    Literatur trifft Illustration...

    »Den Inhalt des königlichen Nachttopfes inspizierten stets gewissenhaft die Leibärzte. Die so gewonnenen Informationen waren Staatsgeheimnis.« Zumindest diesen Sachverhalt aus dem Hofleben Ludwig XIV. enthüllt nun eine mit Illustrationen und Anmerkungen versehene Bearbeitung von E.T.A. Hoffmanns Erzählung Das Fräulein von Scuderi. Von ALEXANDER FRANK

     

     

    Tim und die Tabletten des Teenagers

    Charles Burns versucht, Sinn in einen surrealistischen Alptraum zu bringen. BORIS KUNZ ist bereit, sich überzeugen zu lassen.

     

    Von einem der auszog, Asyl zu beantragen

    Kafka für Afrikaner nimmt sich gleich einen ganzen Berg an Themen vor: Vorurteile, kulturelle Unterschiede, den Kampf eines Asylbewerbers gegen die Abschiebung, das Verarbeiten von schrecklicher Vergangenheit und allen voran die Liebe, die vielleicht doch nicht alles überstehen kann. Was zunächst sehr pessimistisch klingt, ist in Wahrheit Judith Vanistendael hoffnungsvolles Debüt. Von FRANZISKA BECHTOLD-GEBERT

     

    Urban-Myth-Wurst

    Es gibt Sätze, die den Rezipienten Böses ahnen lassen. »Diese Geschichte beruht auf Tatsachen«, ist einer davon, beinhaltet der Plot dann noch ein unheimliches Sanatorium, Geistererscheinungen und einen »Todestunnel«, so gerät das Ganze doch in gefährliche Nähe zu Galileo Mystery. Auch im Falle von Becs und Raffaeles Pandämonium? SEBASTIAN DAHM hat die Antwort.

     

    »Wir schauen auch um die Ecke«

    Auf dem Comic-Salon in Erlangen hat die neue Comic-Sekundärzeitschrift Alfonz viel Aufsehen erregt. Es hat schon viele Versuche gegeben, solches Schreiben über Comics in der Szene und darüber hinaus zu etablieren. Derzeit erscheinen etliche Zeitschriften von der Sprechblase bis zum Comicgate-Magazin, aber ein wirklich tragfähiges, marktgängiges Konzept für diesen recht kleinen Markt hat noch keiner entwickelt. Die Macher der Edition Alfons, Matthias Hofmann und Volker Hamann, sind überzeugt, dies nun geschafft zu haben. Ein Interview mit Herausgeber Matthias Hofmann von ANDREAS ALT.

     

    Superhelden der Kreuzzüge

    BORIS KUNZ hat an einem blutigen Feldzug ins Gelobte Land teilgenommen.

     

    Eine Sommernächte-Sexkomödie

    Einen Sommer lang begleitet man als Leser ein interessantes Figurenensemble in Jimmy Beaulieus Comicdebüt. Dieses ist zwar weder philosophisch noch pornografisch, aber doch geistreich und frivol. Von CHRISTIAN NEUBERT

     

    Allein in der Mafia

    Die neapolitanische Mafia ist als Thema ein berechenbarer Aufreger, Homosexualität in Mafiakreisen ein handfester Skandal – und Der Frevel am Altar der Heiligen Klara, der sich diesem Thema widmet, ein toller Comic. Von CHRISTIAN NEUBERT

     

    Editorische Grauzonen und randständige Themen

    Seit die sogenannte Graphic Novel in aller Munde ist, wollen viele deutsche Verlagshäuser nicht ohne den einen oder anderen Comic-Titel im Programm auskommen. CHRISTIAN NEUBERT hat die Graphic Novel-Sektion von Jacoby & Stuart unter die Lupe genommen.

     

    Sie weint nicht, sie singt

    Elle ne pleure pas, elle chante – Die hundertseitige Graphic Novel von Corbeyran und Thierry Murat über das schwere Thema Kindesmissbrauch trifft genau die richtigen Töne. Von BORIS KUNZ

     

    Lifestyle Of The Rich And The Boring

    MTV hat uns gelehrt: Reiche, berühmte Altrocker, die in ihren Villen vor sich hindümpeln, sind die eierlegende Wollmilchsau des Trash-Fernsehens. Und wenn diese noch dazu drogensüchtige Hipster-Kinder haben, braucht man sich auch um die Quoten keine Sorge mehr zu machen. Roxanne & George zeigt Szenen aus dem Leben solcher Menschen mit viel Liebe zum Detail und bleibt trotz erhobenem Zeigefinger so oberflächlich wie die Vorbilder. Von FRANZISKA BECHTOLD

     

    Kopfschüsse mit Ausblick und Fricken aus der Dose

    Im dritten Band von Chew – Bulle mit Biss mit dem Titel »Eiskalt serviert«, gibt es wieder viel zu sehen und zu kombinieren. John Layman und Rob Guillory bitten zum Desert. PETER KLEMENT beißt sich auf die Zunge wegen Spoilern und macht einen Exkurs zum Money Shot.

     

    High Concept Comics

    Morning Glories, der neue Mystery-Hit aus dem Hause Image, legt den Gedanken nahe, dass Comic-Reihen die besseren Fernsehserien sind. BORIS KUNZ hat sich die erste Staffel reingezogen und über Pro und Contra nachgedacht.

     

    Junge trifft Mädchen trifft Schicksal trifft Sachbuch

    Wer Wind sät von Cyril Bonin und Larent Galadon erzählt die klassische Geschichte zweier ›star-crossed lovers‹, die neben einer ordentlichen Portion Tragik noch mit geballter Informationsfülle aufwartet. PETER KLEMENT über eine Graphic Novel, die ihren Storybogen sogar mit wissenschaftlichen Veröffentlichungen untermauert.

     

    Wer bin ich - und wenn ja, wie viele?

    Mit Pseudonymen kennen sich französische Szenaristen und Zeichner aus. Ganz so viele wie der Schriftsteller B. Traven dürfte jedoch keiner von ihnen haben. Guy Nadaud – in der Neunten Kunst besser als Golo bekannt – hat sich auf die Suche nach einem der größten literarischen Phantome des 20. Jahrhunderts begeben und FALK STRAUB vor die Frage nach Sinn und Unsinn von Biografien im Comic-Gewand gestellt.

     

    The Walking Hybrid

    Sweet Tooth von Jeff Lemire zeigt eindrücklich, dass einprägsame Figuren wichtiger sind als ein origineller Plot. BORIS KUNZ über seine Freundschaft zu einem Jungen mit Hirschgeweih.

     

    Grobe Stoffe

    Der Wahlberliner Olivier Schrauwen präsentiert in Der Mann, der seinen Bart wachsen liess ein Füllhorn optischer Ausdrucksmöglichkeiten – und erweist sich als Erzähler, der abwegige Inhalte mit r Bodenständigkeit vermitteln kann. Von CHRISTIAN NEUBERT

     

    Der Gott aus dem Atom

    Mit Supergod deutet Warren Ellis Superhelden-Comics als metaphorische Auseinandersetzung mit »göttlicher« Macht unter den Bedingungen des Atomzeitalters. BORIS KUNZ hat sich ein bisschen umgesehen und festgestellt, dass dieser Gedanke nicht unbedingt neu ist.

     

    »Hausfrau und Mom mit Knarre - Garth Ennis halt.«

    Mit diesen Worten war Jennifer Blood auf unserer internen Liste der Neuerscheinungen kurz beschrieben. BORIS KUNZ kann dem nur noch wenig hinzufügen.

     

    Sag mir, wo die Menschen sind

    Im zweiten Band von Showman Killer brennt Jodorowsky wieder ein buntes Bilderfeuerwerk ab. Diesmal hat aber auch die Narration mehr Tempo gewonnen – und macht einen entscheidenden Mangel  bemerkbar: BORIS KUNZ vermisst in der Space Opera die Andockstelle für Emotionen.  

     

    Keusche neue Welt

    Mit Der Schwarze Mann legen die beiden französischen Comickünstler Maurel und Hamo ein solides Debüt vor, das geschickt mit den Mitteln der Fantastik spielt, ihr aber auch keine neuen Facetten abgewinnt. Von FALK STRAUB

     

    Dungeons and Mice: Über den Spielleiter von Mouse Guard

    Ich treffe David Petersen in einem kleinen Berliner Café am Prenzlauer Berg. Das Interview schließt direkt an eine Signierstunde im Comicladen „Comics and Graphics“ an. Mit dabei ist seine Frau Julia, die sich ab und zu zu Wort meldet. Beide waren vorher auf dem London Super Comic Con und wurden von Petersens deutschem Verleger (Cross-Cult) zu einer kurzen Signiertour durch Berlin und Leipzig eingeladen. Von JAKOB FRANZEN

     

    Nebel im Nebel

    Alois Nebel ist ein ambitionierter, ungewöhnlicher, erfolgreicher und hoch gelobter Comic. Leider kann er dennoch nicht überzeugen, findet Alexander Frank.

     

    Welcome to Gilkistan!

    Leroy & Dexter - dieser bizarre Funny-Comic, den Thomas Gilke vor drei Jahren veröffentlich hat, ist vielen in guter Erinnerung geblieben. Das Interview, das CHRISTIAN NEUBERT auf dem Comic-Salon in Erlangen mit dem Künstler geführt hat, hat dieser selbst gezeichnet.

     

    Ab durch die Mitte

    Nach seinem vielbeachteten Debüt Punkrock Heartland legt der Hamburger Comic-Autor Andi Lirium nach – mit Pit reißt aus! hat er ein neues Werk vorgelegt, das zwar sehr kurz, aber auch sehr kraftvoll ist. Von CHRISTIAN NEUBERT

     

    Oh!

    CHRISTIAN NEUBERT in einem Bilder-Interview mit dem Hamburger Comic-Künstler Andi Lirium.

     

    Kommunismus für Romantiker

    Fotokünstlerin, kommunistische Aktivistin und leidenschaftliche Geliebte – das alles war Tina Modotti. Ángel de la Calle begibt sich in seiner Comic-Biografie auf die Spuren einer Frau, deren Leben von der Suche nach ihrem Platz in der Künstlerszene und ihrer Bestimmung in der Partei geprägt war. Er sucht Originalschauplätze auf und nähert sich während seiner Recherche zaghaft dem Menschen Tina. FRANZISKA BECHTOLD begab sich in die Welt von Modotti und fragt sich: »Was haben Batman und Superman dort zu suchen?«

     

    Chester Brown - Freier, Autor

    Chester Brown nimmt (oder nahm) gerne die Dienstleistungen von Prostituierten in Anspruch. In Ich bezahle für Sex lässt er seine Leser bei seinen Bordellbesuchen zwischen 1996 und 2004 zusehen. Auch CHRISTIAN NEUBERT hat ihn dorthin begleitet.

     

    Am letzten Wochenende, vom 7. -10. Juni, fand der 15. Erlanger Comic-Salon statt. Die Comic-Crew von TITEL war vor Ort und präsentiert eine bunte Mischung von Impressionen und Porträts, von Interviews und Rezensionen. Viel Vergnügen bei der Lektüre wünscht CHRISTOPH HAAS

    Gute Stimmung: Der Markt wächst noch!

    Der Erlanger Comic-Salon ist jedes Mal ein bisschen anders und erfüllt doch jedes Mal die Erwartungen von 25 000 Besuchern. Die Comic-Macher waren diesmal mit der Stimmung auf dem Salon und ihren Verkäufen ausgesprochen zufrieden. ANDREAS ALT hat ermittelt, was in diesem Jahr das Besondere am Salon war und was seine Konstanten sind.

     

     

    And the Winners are...

    Zum 15. Mal wurden in Erlangen anlässlich des Comic-Salons die Max und Moritz-Preise in neun Kategorien vergeben. Dabei ging der Preis für ein herausragendes Lebenswerk dieses Jahr an den italienischen Ausnahmezeichner Lorenzo Mattotti. Aber auch die Preisträger in den anderen Kategorien waren zum Teil alte Bekannte. Von CHRISTOPHER FRANZ

     

    Mischung aus Happening, Show und Comedy

    Es gibt Bereiche auf dem Erlanger Comic-Salon, wo nicht allgemein beliebte und gut verkäufliche Comics präsentiert werden und wo keine Fans sich drängen. Zur deutschen Szene gehören auch viele kleinere Publikationen, in denen mit dem Medium gespielt und experimentiert wird und die Aufmerksamkeit des breiten Publikums daher geringer ist. Ein Versuch, aus diesem Ghetto auszubrechen, war der Comic-Clash. ANDREAS ALT hat sich die Aktion angesehen.

    Independent Underground Comix

    Alle zwei Jahre trifft sich in Erlangen die Crème de la Crème des deutschen Comics. Aber nicht nur die Großen werben hier um die Leser. Auch viele Klein- und Kleinstverlage sehen die Chance, ihre Comics aus heimischen Gefilden einem größeren Publikum nahe zu bringen. Ein persönlicher – und nicht ganz ernst gemeinter – Messe-Rundgang mit CHRISTOPHER FRANZ

    Als Wertanlage nicht zu empfehlen

    Eines der Plakate des Internationalen Comic-Salons 2012 in Erlangen zierte der US-Superheld Spider-Man. Er feiert gerade 50. Geburtstag. Die Heftserie wurde daher mit einer eher kleinen, aber bemerkenswerten und gut besuchten Ausstellung gewürdigt, die auch ANDREAS ALT besucht hat.

     

    Projektionsflächen

    Simon Schwartz hat für Packeis (avant-verlag), die Lebensgeschichte eines vergessenen Polarforschers, in diesem Jahr den Max und Moritz-Preis für den besten deutschsprachigen Comic erhalten. Als er sich am Freitag mit BORIS KUNZ zum Interview trifft, liegt das allerdings noch einige Stunden in der Zukunft, und deshalb möchte er über die anstehende Preisverleihung nicht so gerne reden. Stattdessen entspinnt sich ein Gespräch, in dem es viel um Filme, Stolpersteine und um Tim und Struppi geht.  

     

    Der Assistent des Robert Peary

    Das Medium Comic hatte schon immer eine große Liebe für die Sidekicks großer Abenteuerer. Simon Schwartz macht in seiner Graphic Novel aus Mathew Henson, dem schwarzen Begleiter des Nordpol-Entdeckers Robert Peary, eine tragische historische Figur. Von BORIS KUNZ

     

    Mal ein Vampir, mal ein Zombie

    Es ist Samstagvormittag, der dritte Tag des Comic-Salons. Nach seiner ersten Signierstunde wirkt Charles Burns noch sehr aufgeräumt, als er am Signiertisch passenderweise von Max Andersson abgelöst wird. Burns ist mit einer eigenen, beeindruckenden Ausstellung in Erlangen ebenso vertreten wie mit dem neuen Album Die Kolonie (Reprodukt), dem zweiten Teil seiner aktuellen Comic-Trilogie, der in den USA noch gar nicht erschienen ist. BORIS KUNZ hat Burns an einem für den Künstler tückischen Ort interviewt: unter freiem Himmel.

     

    Die Faszination des Realen

    Mit Cash und Castro hat Reinhard Kleist sich auch international einen Namen gemacht und diverse Preise eingeheimst. Sein aktuelles Werk ist erneut eine Comic-Biographie. 

    FRANZISKA BECHTOLD sprach in Erlangen mit Kleist über Der Boxer - Die wahre Geschichte des Hertzko Haft.

     

    Der Überlebenskämpfer von Auschwitz

    Dass Reinhard Kleist sich einer Biografie annimmt sollte keinen überraschen, erzählte er doch bereits aus den Leben von H.P. Lovecraft, Elvis, Johnny Cash und Fidel Castro. Seine neueste Graphic Novel Der Boxer erschien bereits als Comic-Strip in der FAZ und liegt nun gebunden und komplett überarbeitet vor. Kleist erzählt vom polnischen Juden Hertzko Haft, der Auschwitz überlebte und immerzu die Liebe seines Lebens suchte. Von FRANZISKA BECHTOLD

     

    Der Traum von fremden Welten

    Die Italienerin Laura Zuccheri, die sich das Zeichnen und Malen ohne Ausbildung selbst beigebracht hat, hat in ihrer Heimat lange Zeit für den großen Verlag Sergio Bonelli Editore gearbeitet, wo zunächst die Westernserie Ken Parker und dann die Krimialreihe Julia über eine hübsche Verbrechensbekämpferin zu ihrem Portfolio gehörten. Dass sie mit dieser schwarz-weißen Meterware nicht auf Dauer glücklich werden konnte, erschließt sich schon, wenn man sie am Stand des Splitter Verlages beim Anfertigen ihrer wunderschönen und sehr detaillierten Aquarellkolorierung beobachtet. Sie nimmt sich viel Zeit für jeden ihrer Fans und jedes ihrer Bilder. Schließlich hat sie sich auch noch Zeit für BORIS KUNZ genommen, um ihm zu erzählen, warum sie so große Freude an der französischen Reihe Die gläsernen Schwerter hat, deren zweiter Band gerade bei Splitter erschienen ist.

     

    Wanderer, kommst Du nach Karelane...

    Bevor sich BORIS KUNZ zum Interview mit der Zeichnerin Laura Zuccheri getroffen hat, konnte er einen Blick in den zweiten Band der Reihe Die gläsernen Schwerter werfen und sich von deren Bildern in den Bann schlagen lassen.

     

    Zwischen zwei Ozeanen

    Patrick Hénaff erobert Deutschland: Kaum haben sich die Tore des Comic-Salons geöffnet, ist  der Zeichner schon dabei, seinen Piratenzweiteiler Das Testament des Captain Crown (Ehapa) zu signieren. Nach den vier Tagen in Erlangen steht dann noch eine Signiertour durch Deutschland an. Zwischendurch hatte der energetische Franzose zum Glück auch noch Zeit für BORIS KUNZ.   

     

    »Zehn kleine Negerlein«

    Roulot und Hénaff bringen ihren Piratenthriller im zweiten Band ebenso radikal zu Ende, wie sie ihn begonnen haben. BORIS KUNZ war Zeuge des Gemetzels.

     

    Stefanie Wegner: ,,Ich zeichne Geschichtenbilder"

    Stefanie Wegner war lange Illustratorin der erfolgreichen Kosmos-Buchreihe „Drei ??? Kids“. Beim Erlanger Comic- Salon betreute sie zeitweise den Stand der Illustratoren Organisation e. V., die sich eher in einem Randbereich der Messe bewegt. Nach eigenem Urteil fühlt sie sich aber auf dem Salon völlig zu Hause; die 34-Jährige werkelt gerade an einer etwas verspäteten Comic-Karriere und hat zu diesem Zweck ihr Studio „Illustrie“ in einen kleinen Verlag umgewandelt. „Ich passe in keine Schublade“, sagte sie im Gespräch mit ANDREAS ALT.

     

    Wissenswertes über Erlangen

    Bodo Birk erzählt Wissenswertes über den von ihm geleiteten Comic Salon, der, wie alle zwei Jahre, vom 7. bis 10. Juni in Erlangen stattfinden wird. Von PETER KLEMENT

     

    Professor Bell macht sich Feinde

    Joann Sfar ist für den aktuellen französischen Comic ebenso stilprägend wie Lewis Trondheim. Was die beiden in ihrer gemeinsamen Reihe Donjon mit dem Fantasy-Genre angestellt haben, das stellt Sfar in seiner Reihe Professor Bell mit der phantastischen Detektivgeschichte an. BORIS KUNZ ist begeistert!

     

    Fegefeuer der Eitelkeiten

    Ein im Schriftsteller-Milieu angesiedeltes Drama oder doch ein Krimi im Noir-Stil? Tod eines Blauwals ist von beidem ein bisschen oder auch keines von beidem – aber sehr wohl ein spannender Comic mit Tiefgang. Von CHRISTIAN NEUBERT

     

    Craig Thompson zu Gast bei der Welt

    Ein Tagebuch wird normalerweise sorgfältig versteckt oder durch ein Schloss vor neugierige Augen geschützt, doch Craig Thompson macht es seinen Lesern einfach und gewährt ihnen private Einblicke.  LARISSA SCHEUERLEIN über die Neuauflage von Tagebuch einer Reise.

     

    Götter verstehen keinen Spaß

    Wenn Shakespeare sich in der griechischen Mythologie bedient und den blindes Seher Tiresias zum Helden eines seiner Stücke gemacht hätte, der Inhalt hätte durchaus so aussehen können wie im neuen Comic von Serge Le Tendre. Von BORIS KUNZ.

     

    Raubbau an Körper und Seele

    In Stiche erzählt David Small die Geschichte seiner Kindheit und Jugend im wissenschaftshörigen Amerika der fünfziger Jahre. Von CHRISTIAN NEUBERT

     

    Kampf der Superlative

    Wenn ausgerechnet Incal-Autor Alejandro Jodorowsky, der inzwischen auch »Heilung durch Kunst« betreibt, die Geschichte des mächtigsten Killers des Universums erzählt, will BORIS KUNZ unbedingt dabei sein.

     

    Die Leere einer Welt und das Meer drumherum

    In filmischen Panelfolgen schildert Chabouté eine Geschichte von Einsamkeit und Hoffnung, von Aufbruch und Stillstand. Daneben ist sein Ganz allein eine Ode an die schöpferische Kraft der Phantasie. Von CHRISTIAN NEUBERT

     

    Wunderliche Altherrenphantasien

    Was kommt heraus, wenn man einen chilenischen Filmregisseur und einen chinesischen Manhua-Zeichner zusammenspannt? Der französische Comic Sang Royal – Gottlose Hochzeit. Der ist zwar nicht wirklich gelungen, MATTHIAS ROSS amüsiert sich dennoch königlich über Alejandro Jodorowskys neuesten Streich.

     

    Evolution der Bilderwelten

    Dass die Sciene Fiction-Serie Valerian und Veronique, die jetzt von Carlsen neu aufgelegt wird, einmal revolutionär gewesen sein mag, erschließt sich heute nicht sofort. Das macht ihre Lektüre aber nicht weniger lohnenswert. Von BORIS KUNZ.

     

    Böse Buben, irre Helden

    Wenn es hart auf hart kommt, ist Deadpool der richtige Mann. Panini hat von dieser Marvel-Serie nun den Max-Ableger Lust & Liebe  herausgebracht. CHRISTIAN NEUBERT hat sich die dort versammelten sechs Episoden um den maskierten Antihelden vorgenommen.

     

    Vom Hundertsten ins Tausendste

    Laurence Sternes Leben und Ansichten von Tristram Shandy, Gentleman stellt als einer der ersten Romane gängige Erzählstrukturen auf den Kopf. Martin Rowson hat den Mitte des 18. Jahrhunderts geschaffenen Text als Comic adaptiert. Von CHRISTIAN NEUBERT

     

    Bourgeonesk

    BORIS KUNZ hat beschlossen, zur Beschreibung der Comic-Reihe Die gläsernen Schwerter ein neues Fantasy-Subgenre zu definieren.

     

    Liebe, Glaube, Hoffnung

    Um ein Mädchen für sich zu gewinnen, sollen schon manche ihre Seele an den Teufel verkauft haben. Aber an Gott? Matthias Gnehm erzählt in Die Bekehrung von der missionarischen Kraft eines hübschen Gesichts. Ein bemerkenswerter Comic, findet ALEXANDER FRANK.

     

    Auf ausgetretenen Pfaden in die Hölle

    Das neue Album von Tardi ist wieder einmal die Adaption eines Thrillers mit Schauplatz Paris. Und das ist auch sehr gut so, findet BORIS KUNZ.

     

    Flora Vernets chaotische Detektei

    Hält man im Comic-Laden eine Ausgabe von Pik As in den Händen, so lässt einen ein Blick in die hervorragend gezeichneten Seiten auf einen humor- und stimmungsvollen Mystery-Thriller hoffen. Hat man sich dann im Wust der immer unübersichtlicheren Handlung verfangen, braucht es ein wenig Abstand, um die Qualitäten der Story würdigen zu können. So jedenfalls ging es BORIS KUNZ.

     

    Polizist am Ende der Zivilisation

    Fell ist ein düsterer Comic, der in einer düsteren Stadt spielt. FREDERIK WILHELMI wagt sich in die kalte Welt von Snowtown.

     

    Sanfter Senkrechtstarter

    In Geschichten vom Land und Geister Geschichten, den ersten beiden Teilen der preisgekrönten Trilogie Essex County, führt Jeff Lemire den Leser in die unwirtlichen Weiten der kanadischen Provinz, in die unverständliche Welt des Eishockeys sowie an die Grenze zwischen infantilen Tagträumen und der harten Realität der Erwachsenen. Von FALK STRAUB

     

    Steam ja, Noir nein

    Das neue Werk von Benjamin Schreuder und Felix Mertikat verspricht mit seinem Titel eine dampfgetriebene Zivilisation, die bedrückende Atmosphäre des Film Noir und eine finstere Geschichte rund um ein künstliches Herz. PETER KLEMENT rückt der Graphic Novel mit der Checkliste auf den Leib und vergleicht, was drauf steht und was tätsächlich drin ist.

     

    Steampunk Made in Germany

    Benjamin Schreuder und Felix Mertikat nehmen sich in Steam Noir – Das Kupferherz des oft stiefmütterlich behandelten Steampunk-Genres an. PETER KLEMENT hat den beiden ein paar Fragen zu Schlapphüten, IP-Bibles und demolierten Türen gestellt – und spannende Antworten bekommen.

     

    Die schreckliche Schönheit des Bösen

    Wie die Protagonisten der gleichnamigen Graphic Novel steht auch BORIS KUNZ im Bann der »grünen Frau« …

     

    Kindertage eines Comic-Helden

    Zwei aktuelle Publikationen aus dem Carlsen Verlag werfen einen Blick in die frühe Kindheit von Spirou, dem Abenteurer in Pagenuniform. Von BORIS KUNZ

     

    "Ich dachte: Ich war schon einmal hier"

    Ein kleines, unscheinbares Comic-Büchlein hat es geschafft, BORIS KUNZ auf den Mond zu schicken.

     

    Tierisch Noir

    Der schwarze Kater ist wieder da. Zum vierten Mal lassen Juan Díaz Canales und Juanjo Guarnido nun schon ihren Katzendetektiv Blacksad ermitteln. Doch ein Happy End gibt es auch in Die Stille der Hölle nicht. Von MATTHIAS ROSS

     

    Von entzückenden Rücken

    Sie war Ikone, Modell und Muse der Pariser Kunstszene der 20er Jahre – und ihr Leben war wild und frei. Nun bekommt Alice »Kiki« Prin mit Kiki de Montparnasse eine Comic-Biografie, die ein romantisches, leidenschaftliches, aber auch realistisches Bild der Französin zeichnet. Von FRANZISKA BECHTOLD

     

    Adaption und Orient

    Eine aus dem Orient stammende und eine dort angesiedelte Geschichte, die beide als Comic adaptiert wurden: Gilgamesch und Tod auf dem Nil. Ob die Comic-Landschaft durch diese beiden Titel bereichert wird? CHRISTIAN NEUBERT hat nachgesehen.

     

    Mit traumtänzerischer Sicherheit

    Mit Polina beweist Bastien Vivès erneut, dass er sein Medium ausgezeichnet beherrscht. Dabei ist der französische Comic-Autor gerade einmal 27 Jahre alt. CHRISTIAN NEUBERT ist von dem vielfach prämierten Zeichner wieder mal begeistert.

     

    Batman ist tot, lang lebe Batman!

    Das soll sie nun also sein, die letzte, ultimative Batman-Geschichte. Was wurde aus dem dunklen Ritter? erzählt von Bruce Waynes Tod. Aber Neil Gaiman und Andy Kubert haben Batman mit ihrem Comic nicht zu Grabe getragen, sondern ihm ein Denkmal gesetzt. Von MATTHIAS ROSS

    Musik in Schwarz-Weiß

    Noch ein paar Tipps für die Tage in denen Stimmung und Landschaft sich den Grau-Tönen nähern und die richtige Musik dabei hilft, ruhige Momente zu ...

    Petraeus und sein Stab

    Die menschliche Existenz ist voll von Paradoxa. Krieg etwa gehört zu den schlimmsten Dingen, die Menschen einander antun können; die Ausführenden des Kriegs allerdings, das ...

    Die Geschichte geht weiter

    Wieder ein Weltbestseller – Carlos Ruiz Zafóns Roman Der Gefangene des Himmels. Von PETER MOHR

    Psychothriller mit doppeltem Deutungsboden

    Alles beginnt ganz harmlos. Mit einem Schulaufsatz, in dem der französische Oberstufenschüler Claude (Ernst Umhauer) von einem Besuch im Haus seines Klassenkameraden Rapha berichtet. ...

    Ein Geheimnis in einer Graskugel

    Auf die ganz großen Katastrophen im Leben kann man sich selten vorbereiten. Das geht nicht nur den Großen so, auch die Kleinen müssen solche Erfahrungen bewältigen. ANDREA ...

    Wer will fleißige Handwerker sehn

    Der Künstler und ehemalige Hartz IV-Empfänger Van Bo Le-Mentzel hat zusammen mit seiner Crowd ein DIY-Forum geschaffen und mittels Schwarmfinanzierung auch gleich ein Buch drucken lassen. ...

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