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    TITEL kulturmagazin
    Samstag, 27. Mai 2017 | 17:43

     

    Ernest Tidyman: Shaft und das Drogenkartell.

    14.03.2004

     
    Shaft gegen die Reste der Welt

    Da kommt man nun völlig erledigt von seinem Job nach Hause, freut sich auf ´ne Dusche und ´n Bier – vielleicht wartet da sogar ´ne Tussi schon sehnsüchtig schnurrend in den Laken. Auf alle Fälle willst du nur noch deine Ruhe haben und das Scheißleben ein wenig genießen ...


     

    Wäre da nicht dieser Schreibtisch, zum Brechen voll beladen mit Papier. Gottverdammte Rezensionen! Mit Schweiß hast du sie geschrieben, viel Schweiß – und Kippen. Ja, Nacht für Nacht hast du dir die Gesundheit versaut. Hast dich beinahe in den Abgrund gehustet, um all die beschissenen CDs zu hören, manchmal tagelang. Und am nächsten Morgen ziehst du einen Fetzen Papier aus dem Drucker und sagst dir: „Das war’s mal wieder. Der nächste Dreckstag ist gesichert ...“ Can you dig it? Ja, dieser Abend könnte echt schön sein, wäre da nur nicht diese CD: Shaft und das Drogenkartell.

    Harlem, Heroin & Nutten

    Mann, denkst du, der Scheiß ist doch mindestens 850 Jahre alt. Niggertrouble, wen juckt das noch? Bandenkrieg in Harlem, Heroin, Nutten – das ganze total runtergewichste Programm! Und trotzdem legst du die Scheibe auf, du bist schließlich ´n Profi, schiebst deinen müden Arsch in die Lieblingsmulde und willst ´nen Schluck zu dir nehmen. Da kommt dir plötzlich dieser Sound entgegen: Isaak Hayes, Theme from Shaft, im Original. Clever, denkst du, die machen ´n Hörspiel und tun einfach so, als ob’s der Film sei! Dreist, Mann.

    Dann hörst du die Stimme von der schwarzen Spürnase, die so tut, als ob sie ´nen weißen Arsch hätte, und von Anderozzi, dem Bullen: Und es sind tatsächlich die verdammten Filmstimmen ... Also ziehst du dir einfach die Story rein: Der fette Knocks, Chef über ganz Harlem, hat Probleme. Sein kleines Baby ist von den Itakern entführt worden. Sie wollen den ganzen Stadtteil übernehmen. Aber Shaft wird sie finden. Leider mischt da noch ein anderer mit: Ben Buford. Der will, dass die Lage eskaliert, damit endlich ein richtiger Rassenkrieg ausbrechen kann ... So beginnt also der erste Fall von John Shaft, dem toughen Einzelgänger, dem ersten Schwarzen, der sein Leben frei von Rassenscheiß führt. Und dazu diese ewigen Selbstgespräche. Du hörst den Kram tatsächlich zu Ende. War gar kein so schlechter Abend, sagst du dir. ´Ne Stunde Action und cooles Gelaber – es gibt echt Unangenehmeres. Und diese Attitüde, Alter, dieses Shaftgetue, das lässt dich ja gar nicht mehr los!

    Stehst jetzt auf wie ´n Panther und schlenderst zum Kühlschrank rüber. Aber das zweite Bier lässt du dann einfach stehen. Stattdessen ziehst du dich um: Jeans, Rollkragen, Lederjacke. Und du beschließt, dir endlich ´nen Schnauzer stehen zu lassen. Wo ist nur die verdammte 45er? Schließlich gehst du die Straße runter zur nächsten gottverdammten Bar. Dort wartet das Leben auf dich. Vielleicht auch ´ne kleine anschmiegsame Pussy. Theme from Shaft arbeitet in deinen Hüften. Du bist ein Einzelgänger, Mann, und verdammt stolz drauf. Verdammt stolz, kapiert?

    cop


    Ernest Tidyman: Shaft und das Drogenkartell. Krimihörspiel mit Engelbert von Nordhausen, Joachim Kerzel, Reiner Schöne u.v.a. 1 CD, Laufzeit ca. 60 min. ISBN 3-89830-569-4 Produktion: Südwestrundfunk Erschienen bei: Random House Audio Preis: 14,50 EUR

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