TITEL kulturmagazin
Sonntag, 26. März 2017 | 17:01

Lucie Albon: Ein Elefant auf meiner Hand (ab 3)

12.02.2009

Quadratisch - elefantastisch - toll!


Zwei Hände, abwaschbare Handmalfarben, ein Glas Wasser, ein dicker und ein feiner Pinsel und jede Menge Fantasie: Mehr braucht man nicht für ein Fingertheater der besonderen Art. Lucie Albon zeigt, wie’s geht. Von ANDREA WANNER

 

Ein einsamer Elefant zieht durch ein grünes Flusstal. Er hat ein großes Problem: sein ständiger Schluckauf ist so laut und störend, dass er alle anderen Tiere vertreibt. – Szenenwechsel. Am anderen Flussufer tobt eine Affenhorde durchs Gelände. Acht kleine, freche Äffchen lassen sich ausmachen. Und ein besonders vorwitziger kleiner Affe bekommt mit, was das Leben des Elefanten so schwer macht. Und schon hat er eine Idee.

Minimaler Text. Kulisse: keine. Nur farbiger Grund, hier ein sattes Grün, auf dem sich die Akteure tummeln, Elefant und Affen. Und die? Bestehen aus bemalten Händen und Fingern.

Das ist nur das erste von fünf kleinen Kunststückchen, die mit Liebe zum Detail auf Hände gepinselt wurden. Ein Zebra tobt sich am Klavier aus und benutzt die Zebrastreifen seiner Angebeteten als Notenlinien. Eine Gans und ein Koch gehen auf hoher See einen ganz besonderen Deal ein. Ein Krokodil ruiniert sich die Zähne an Süßigkeiten und eine Gazelle arrangiert sich mit vier Zebradamen. Unsere Fantasie animiert die Finger zum Hüpfen, Springen, Tanzen. Sie recken die Hälse, beugen sich einander zu, purzeln durcheinander, kuscheln sich aneinander. Der Handteller wird zum Ozean oder zum festlich gedeckten Tisch beim Kapitänsdinner. Hokuspokus schlängelt sich Herr Kroko, das vegetarische Krokodil über die Hand, reißt wenige Seiten später sein Maul auf und weint bittere (Krokodils)tränen.

Wie jeder gute Magier verblüfft Lucie Albon gerade durch die Einfachheit ihrer Tricks. Man muss schon genau hinschauen, um Hände und Finger in ihrer erstaunlichen Verwandlung wiederzuerkennen. Und schon lässt man sich wieder in den Bann der kleinen Abenteuer ziehen und vergisst erneut, wer da seinen großen Auftritt hat!

Am Ende gibt’s eine Schritt-für-Schritt-Anleitung zum Nachmachen für einige der sympathischen Helden. Und jetzt hat es jeder selber in der Hand. Oder auf der Hand?

... bis sie dann gestorben sind.

Wenn Comics sich klassischen Märchenmotiven widmen, dann tun sie das meist in Form einer eher überzogenen Parodie. Selbst wenn sich dahinter so viel Sophistication verbirgt wie hinter ...

Ein Igel erlebt sein blaues Wunder

Neue Kartracer haben es nicht leicht. Auch nach 20 Jahren ist der Schatten der einstigen Genregröße Mario Kart so mächtig, dass sich jeder neue Titel einen Vergleich ...

Musik in Schwarz-Weiß

Noch ein paar Tipps für die Tage in denen Stimmung und Landschaft sich den Grau-Tönen nähern und die richtige Musik dabei hilft, ruhige Momente zu ...

Psychothriller mit doppeltem Deutungsboden

Alles beginnt ganz harmlos. Mit einem Schulaufsatz, in dem der französische Oberstufenschüler Claude (Ernst Umhauer) von einem Besuch im Haus seines Klassenkameraden Rapha berichtet. ...

Das Ende der Sommerzeit

Es gibt Bücher, die schleichen sich ganz unmerklich ins Herz und treffen einen im Innersten. Tamara Bachs Geschichte gehört dazu. Von ANDREA WANNER

Wer will fleißige Handwerker sehn

Der Künstler und ehemalige Hartz IV-Empfänger Van Bo Le-Mentzel hat zusammen mit seiner Crowd ein DIY-Forum geschaffen und mittels Schwarmfinanzierung auch gleich ein Buch drucken lassen. ...

10 Gründe, Engelmann zu lieben

Aufgelistet von BRIGITTE HELBLING

Der Spielplatz macht zu

Nach drei Ausgaben wird das Games-iPad-Magazin Spielplatz wieder eingestellt. Was dahinter steckt, wollte RUDOLF INDERST im Gespräch mit den beiden Machern Henning Ohlsen und Mark ...

NJ Institut for sundhed og senior services køb cialis online sundhedspleje forsikringsudgifter