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    TITEL kulturmagazin
    Donnerstag, 25. Mai 2017 | 18:19

     

    Wieland Freund: Die unwahrscheinliche Reise des Jonas Nichts. (ab 12)

    04.10.2007

    Kniffliges zum Puzzeln

    Merkwürdig genug, dass ein Waisenjunge den Namen „Jonas Nichts“ trägt. Aber wenn er dann auch noch plötzlich ein altes Gemäuer erbt, das den seltsamen Namen „Wunderlich“ trägt, ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis ein fantastisches Abenteuer beginnt.

     

    Jonas ist bei Pflegeeltern auf dem Land aufgewachsen, ein freundliches Kind voller Fantasie. Zwischenzeitlich ist er zwölf Jahre alt – aber genau das soll er verheimlichen, als er eines schönen Tages überraschend von dem Advokat Peregrin Aber, der sich als sein Vormund vorstellt, abgeholt wird, um sein Erbe anzutreten. Wunderlichs stummer Diener Ruben ist es, der ihn als Baby aufs Land brachte, und ihm jetzt einen merkwürdigen Zettel zusteckt: „Egal wer dich fragt. Du bist nicht 12. Du bist 13.“

    Wunderlich entpuppt sich als ein wenig einladendes Gemäuer, in dem die Schwester von Jonas verstorbener Gönnerin lebt, die alles andere als erfreut ist, den Jungen im Haus zu haben. Und dann gibt es dort noch ein Spielzimmer, zu dem Jonas der Zutritt streng verboten ist. Aber in diesem Zimmer scheint der Schlüssel für merkwürdige Vorkommnisse verborgen zu sein. Und weil Jonas genauso neugierig ist, wie alle Jungs seines Alters, erforscht er natürlich auch den geheimnisvollen Raum und einen alten Schrank, der dort steht. Dieser Schrank aber ist der Zugang zu Kanaria, einem von Fabelwesen und merkwürdigen Gestalten bevölkerten Land, in dem ein schrecklicher Krieg tobt.

    Jonas verschwindet im Schrank wie einst Alice im Kaninchenloch und wir tauchen mit ihm in eine bunte Märchenwelt, in der es zur Freude aller erwachsenen Leser von literarischen Anspielungen nur so wimmelt. Jonas stolpert durch ein Abenteuer, bei dem man sich vor Staunen nur die Augen wischen kann, trifft auf seltsame Wesen, wird verfolgt und findet Freunde. Was es aber wirklich mit der geheimnisvollen Prophezeiung auf sich hat, nach der ein Junge Kanaria von seinen beiden schrecklichen Herrschern, der Kaiserin und dem Hirten, erlösen wird, ahnt er nicht.

    Die 48 liebevoll überschriebenen Kapitel stecken randvoll mit Einfällen und Spielereien, mit denen der Journalist und Literaturkritiker Wieland Freund in seinem phantastischen Buch jongliert. Wie schon in Lisas Buch merkt man ihm den kenntnisreichen Vielleser an, ohne dass er dabei zu viel bei jungen Lesern voraussetzt. Stilistisch vielseitig, parodierend, zitierend, amüsant und spannend erzählend führt er durch ein raffiniertes Fantasiereich.

    Jonas Nichts ist ein gekonntes Spiel mit der Imagination, ein reizvolles Vermischen verschiedener Realitätsebenen. Aus Spiel kann eben Ernst werden. Und wer gern liest, weiß ja sowieso, wie man andere Welten zum Leben erweckt. Eine unwahrscheinliche Reise? Was ist schon unwahrscheinlich! Auf jeden Fall ist die Reise von Jona Nichts unwahrscheinlich gelungen und mit über 500 Seiten dick genug, dass man ein Weilchen unterwegs ist!

    Andrea Wanner


    Wieland Freund: Die unwahrscheinliche Reise des Jonas Nichts.
    Beltz & Gelberg 2007.
    Gebunden. 520 Seiten. 17,90 Euro.
    Ab 12 Jahren.
    ISBN 3-407-79925-8

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