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    TITEL kulturmagazin
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    J. V. Hart: Die wilden Abenteuer des jungen Captn Hook. (ab 13)

    25.10.2006

    Perspektivenwechsel
    Wer wäre je auf die Idee gekommen, nicht auf der Seite von Peter Pan zu stehen? Ihm, dem einzigen Kind, das nie erwachsen wird, gehört natürlich unser Herz und wenn sein größter Widersacher, Captain Hook, zwei Kapitel vor Schluss in James Matthew Barries Klassiker von Peter Pan in den Rachen des neben der Jolly Roger wartenden Krokodils gestoßen wird, ist unsere Welt in Ordnung.

     

    J.V. Hart, einer der bekanntesten Drehbuchautoren Hollywoods, der zu Filmen wie Muppet treasure island oder Bram Stokers Dracula und natürlich zu Hook das Drehbuch geschrieben hat, wagt das Undenkbare und macht den Bösewicht mit den langen schwarzen Korkenzieherlocken und den vergissmeinnichtblauen Augen in dem leichenblassen Gesicht zum Held seines ersten Romans.
    So betritt der junge James das Schulgelände von Eton an der Seite von Tante Emily und es dauert keine fünf Minuten bis zwischen ihm, dem unehelichen Sohn von Lord B., und einem gewissen Arthur Llewelyn Darling zu einer ersten Auseinandersetzung kommt. Der 15jährige James ist nicht ohne Arroganz aber Darling bohrt vom ersten Moment in James’ Wunden. Er kann nichts dafür, dass er ein uneheliches Kind ist. Mut, Intelligenz und Selbstvertrauen bringt er in einem Maße mit, dass es fast schon beängstigend ist. Darling will den Bastard, der es von der ersten Sekunde an mit ihm aufzunehmen bereit ist, am Boden zerstören. Und James kontert Schlag um Schlag, mit Jolly Roger als treuem Freund an seiner Seite.

    Der Schauplatz der Story, ein Nobelinternat, sorgt für die üblichen Schulgeschichten. Nur in kleinen Dosen lässt Hart wunderliche Dinge geschehen, wie beispielsweise die Freundschaft von James mit gefährlichen Spinnen. Der von seinem Vater im Stich gelassene Junge träumt den Traum von seinem persönlichen Paradies, einer unvergleichlichen Insel, Nimmerland. Und weil keine Story aus Hollywood ohne Liebe auskommt, darf eine morgenländische Prinzessin natürlich nicht fehlen.

    Hart ist ein Drehbuchautor und man spürt das beim Lesen. Er scheint die entsprechenden Filmsequenzen beim Schreiben seines Romans gleich mitzudenken. Er scheut weder Brutalität noch Kitsch – trotzdem kann man sich der Sogwirkung des effektvoll erzählten Abenteuers kaum entziehen.
    Wir lieben Peter Pan. Und wir bewundern James Hook.

    Andrea Wanner


    J. V. Hart: Die wilden Abenteuer des jungen Capt’n Hook.
    Rowohlt 2006.
    Gebunden 156 Seiten. 13,90 Euro.
    Ab 13 Jahren.
    ISBN 3-7026-5771-1

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