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    TITEL kulturmagazin
    Mittwoch, 26. Juli 2017 | 14:47

     

    Martin Ebbertz: Onkel Theo erzählt vom Pferd. (ab 6)

    11.11.2004


    Gedanklich eigene Wege voller Vergnügen

    Die 27 Kostproben seines skurrilen Humors, zuerst als Betthupferl im Bayrischen Rundfunk gesendet, jetzt mit vielen vergnüglichen Schwarz-Weiß-Illustrationen von Maria Lechner versehen – eignen sich wunderbar zum Vorlesen.

     

    Früher war es sehr anstrengend, Bananen zu essen. Schließlich fehlte den leckeren gelben Früchten noch der praktische Bananenöffner und man musste die Verpackung mit Hilfe eines Hammers, eines Nagels und eines Büchsenöffners knacken. Erst vor rund dreißig Jahren hat dann endlich ein Professor aus England den Bananenstiel erfunden, der das Öffnen doch wesentlich erleichtert. Das behauptet zumindest o­nkel Theo. So wie er auch weiß, dass die letzten drei Buchstaben des Alphabets X, Y und Z noch gar nicht alt sind. Die hat in ihrer Not eine junge Lehrerin aus Nürnberg noch ausgebrütet, als ihre erste Klasse einfach mit den übrigen 23 Buchstaben zu schnell fertig war.

    Ja, wenn o­nkel Theo es sich auf dem grünen Sofa bequem macht und alle Kinder einlädt, sich zu ihm zu setzen, dann kann man sich auf allerlei gefasst machen. „So, ihr Kinder“, leitet der Märchenonkel seine Geschichten ein, „Heute werdet ihr mal wieder was lernen.“ Und o­nkel Theo erzählt. Vom Pferd, vom Toaster, vom Radiergummi oder vom Elefanten. Vergnügliche, alberne Nonsensgeschichten, die voller verrückter Einfälle stecken und einen manchmal auch ins Grübeln bringen. Wie ist das denn wirklich? Natürlich sitzt im Radio keine winzige Frau, die all die Lieder singt. Aber wie funktioniert ein Radio? Natürlich kann ein Nashorn kein Eis in sein Horn füllen und es genüsslich schlecken. Aber ist ein Nashornhorn innen hohl?

    Die Kinder, die o­nkel Theo zuhören, sind nicht blöd. Keiner glaubt ihm den Quatsch und sie lachen über seine raffinierten Erklärungen. o­nkel Theo tut ein bisschen beleidigt und erklärt, nie mehr eine Geschichte zu erzählen – hält aber sein versprechen zum Glück nicht! Wenn o­nkel Theo sich am Kopf kratzt und loslegt, darf man sich auf 27 total verrückte Geschichten freuen, die durchaus auch philosophische Qualitäten haben. Wie ist das zum Beispiel mit dem Nichts? „Man sollte glauben, dass es vom Nichts nicht viel zu sagen gibt. Es ist nicht da und damit hat es sich. Aber war es schon immer nicht da, oder ist es plötzlich verschwunden?“

    Onkel Theo geht gedanklich eigene Wege, auf die man ihm voller Vergnügen folgt. Die 27 Kostproben seines skurrilen Humors, zuerst als Betthupferl im Bayrischen Rundfunk gesendet, jetzt mit vielen vergnüglichen Schwarz-Weiß-Illustrationen von Maria Lechner versehen – eignen sich wunderbar zum Vorlesen. Meine Lieblingsgeschichte ist die von den Buchstaben. o­nkel Theo verrät uns nämlich, dass es überhaupt nur Autoren gibt, weil Nudelsuppenesser ungeduldige Menschen sind. In jeder Buchstabensuppe steckt nämlich eine Geschichte. Man muss nur lang genug rühren. Und weil das den meisten zu lange dauert, malen die Geschichtenerzähler die Buchstaben der Einfachheit halber ab. So geht das! Weitere herrliche Erläuterungen warten auf neugierige Leser.

    Andrea Wanner


     
    Martin Ebbertz: o­nkel Theo erzählt vom Pferd… und 26 weitere total verrückte Geschichten.
    Mit Illustrationen von Maria Lechner.
    moses 2004. 
    Ab 6 Jahren.
    128 Seiten. 9,95 Euro.
    ISBN: 3-89777-215-9

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