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    TITEL kulturmagazin
    Dienstag, 27. Juni 2017 | 12:35

    Matthias Zschokke: Lieber Niels

    04.07.2011

    Leben & Ansichten eines Berner Künstlers in Berlin & anderswo

    Niels Höpfner verführt Matthias Zschokke zur Selbstentblößung als »Gossip-Literat«. Lieber Niels – gelesen von WOLFRAM SCHÜTTE

     

    Der (west-)deutsche »Literaturbetrieb« hat während der Fünfziger bis Achtziger Jahre des vorigen Jahrhunderts vornehmlich bloß aus einer jährlichen Veranstaltung der »Gruppe 47« bestanden. Die von H.W. Richter an wechselnden Orten allein nach seinem Gusto einberufene mehrtägige Klausur von vorlesenden Autoren, aus dem Stegreif nach Ohrenzeugenschaft mündlich rezensierenden Groß-Kritikern & den darüber in ihren Presseorganen berichtenden Rezensenten war ein temporäres gruppendynamisches literaturbetriebliches Ereignis. Danach zerstreuten sich seine Teilnehmer wieder – sofern sie überhaupt dazu geladen, bzw. gekommen waren.

     

    Erst mit dem »Literarischen Quartett«, dann zusätzlich mit dem Ingeborg-Bachmann-Vorlesewettbewerb, und der Etablierung von kommunal geförderten, bzw. unterhaltenen Literaturhäusern legte der »Literaturbetrieb« seine bis dahin  ironisch oder pejorativ in An-& Abführung kasernierte Zurückhaltung ab & etablierte sich frank & frei als Kommunikations- & Wirtschaftszone ganzjähriger literarischer Geschäftigkeit.

     

    Sowohl für die Autoren als auch für die Kritiker eröffneten sich – neben der Etablierung einer Veranstaltungsbürokratie – neue, zusätzliche & in manchen Fällen sogar lukrativere Erwerbsmöglichkeiten als bloß durch die Buchpublikation und deren rezensierende Begleitmusik in Zeitungen & dem Rundfunk: durch vielfältige Vorlese-, Juroren-, Moderatoren- & Diskutantentätigkeiten. Autoren & Kritiker erwirtschafteten sich damit gemeinsam Aussehen, Ansehen & öffentliche Präsenz. Beide wurden, nach einem einmal geflügelten Wort, öffentliche Personen »zum Anfassen«. 

     

    Sie etablierten auch im Laufe der Zeit eine Vertrautheit & Intimität miteinander, die oft & schnell in Duzfreundschaften überging. Deren spektakuläre Belastung durch gelegentliche Verrisse konnte sich nur der einstige »Primgeiger« des Literarischen Quartetts erlauben, bzw. leisten. Lieber schwieg man – als durch Kritiker-Tapferkeit vor dem Freund die gewachsene Kumpanei untereinander zu gefährden.

     

    Das, was man mit einem Anglizismus »Gossip-Literatur« nennen könnte, deren öffentlicher Reiz in dem subjektiven Inside-out eines publizierten Erlebnis-Tagebuchs besteht, spiegelt sowohl die periodisch notwendig scheinende subjektive »Reklame für mich« (Norman Mailer), als auch die öffentliche Verfütterung von »Klatsch & Tratsch« über die eigene Befindlichkeit & die kommentierende Teilhabe an den laufenden Ereignissen des Literatur- oder Kulturbetriebs. Diese Art von Autobiografica hat sich seit geraumer Zeit zu einem Genre eigener Art in der deutschen Gegenwartsliteratur entwickelt.

     

    Möglicherweise hat Rainald Goetz mit seinem satirisch gemeinten Dokumentarismus »Abfall für alle. Roman eines Jahres« den Weg gewiesen, den der sich notorisch für unterschätzt & ausgegrenzt haltende, manisch sich verschriftlichende Walter Kempowski erst so recht beschritt. Mit seinen Jahres-Tagebüchern (Sirius/Somnia) verschaffte er sich narzisstisch Genugtuung für seine vermeintlichen Demütigungen durch Kollegen & Institutionen; und seine fiktionale literarische Erschöpfung (nach dem gewaltigen Werk seiner familiären Erinnerungsromane) »bekämpfte« er erfolgreich durch die Präsenz als literarischer Selbstdarsteller, der sich mit Haut & Haar der lesenden Öffentlichkeit darbietet.

     

    Der mit ihm befreundete Peter Rühmkorf hat sich an »Kempo« ein Beispiel genommen & mit anwaltlicher Hilfe & Beratung eine selbstzensorische Öffnung der Pandorabüchse seiner intimen Tagebücher in Form einer rücksichtslosen Selbstinszenierung als Schmerzensmann im Alterskleid auf seine späte schriftstellerische Agenda gesetzt.

     

    Literarische Folgen einer Lebensfreundschaft

    Der seit jeher von Verarmungsängsten und von der Befürchtung geplagte Martin Walser, er könnte nicht laufend präsent sein, lässt nach seinem Verlagswechsel von Suhrkamp zu Rowohlt seine fortgelaichte Romanproduktion begleiten von  kontinuierlich edierten Tagebuch-Bänden – von denen man, wie bei seinen beiden mittlerweile gestorbenen Kollegen, annehmen darf, dass es sich um sorgfältig ausgewählte Kompositionen des literarischen Genres »Tagebuch« handelt. Warum soll ich diese Goldader – wie bislang üblich – erst den Erben & der Nachwelt überlassen, mag sich Walser gedacht haben, wenn ich doch die Möglichkeit habe, sie selbst & damit unter meiner Kontrolle ausbeuten zu können?

     

    Der eloquente Kritiker, Essayist & Romancier Fritz J. Raddatz – der langjährige Feuilletonchef der Zeit war einst bekannt als der bunteste Hund im literarischen Bestiarium der Bundesrepublik & sowohl mit Rühmkorf als auch mit Kempowski befreundet – hat das deutsche Gossip-Genre mitsamt dem ihm verbundenen Literaturbetrieb gleich zweimal zu einer narzisstischen Selbstdarstellung angezapft: zuerst in der Form der Autobiografie, die zu großen Teilen sein privates Tagebuch zitierte und dann ein paar Jahre später durch dessen nachträgliche Tagebuch-Publikation. Mit dieser Art der rücksichtslosen Indiskretion des Privaten sonnte er sich nicht nur im Bewusstsein, »tout le monde« der Lächerlichkeit preisgeben zu können, sondern das Raddatzsche Tagebuch hatte auch den Charakter eines lebensendlichen Kehraus, mit dem der Autor gewissermaßen sein »Tafelsilber« verauktioniert und es mit dessen (& seinem) Ausverkauf noch einmal finanziell für sich vergoldet.

     

    Den Mehrwert einer kulturbetrieblichen Prominenz, die Raddatz ohne Zweifel besaß & mit der er als Selbstanbieter auf dem Buchmarkt noch spekulieren kann, besitzt der 1954 geborene Berner Matthias Zschokke, der seit 1980 in Berlin lebt, gewiss nicht: Und wenn er´s mal nicht beklagt, attestiert er sich eine fortgesetzte Unfähigkeit zur massenkompatiblen Anpassung, die ihn aber (als einzigartigen Dichter) von allen seinen (vor allem) gleichaltrigen deutschsprachigen Kollegen positiv unterscheide. Eigentlich lässt er neben sich nur Peter Handke und Wilhelm Genazino gelten, die er beide bewundert: Handke wegen seiner politischen Starrsinnigkeit, Genazino wegen seiner meisterhaften Vorlesekunst.

     

    Zschokke, der 1982 mit dem »verwilderten« Roman Max debütierte und 1986 den experimentellen Spielfilm Edvige Scimitt drehte, ist seither mit seinem Oeuvre von Romanen, Erzählungen & Theaterstücken vom  Mainstream der deutschen Kritik, die das Erzählerische favorisiert, nur peripher & als poeta minore wahrgenommen worden. Ihn wurmt, dass ihm noch nicht einmal »die Großen« der kritischen Zunft die Ehre ihres Verrisses erweisen, sondern seine Bücher – wenn überhaupt – von Kritikern der 2. Garnitur rezensieren lassen.

     

    Dergleichen (& mehr) erfährt, wer die 762 Seiten des Bandes Lieber Niels gelesen hat. Das dicke Buch ist originell. Seine Existenz verdankt es jenem im Titel angesprochenen Niels (Höpfner). In einem Vorwort berichtet der in Köln lebende Höpfner, dass ihn mit dem in Berlin lebenden Schweizer seit er Matthias Zschokke (nach der Lektüre von dessen Max) kennengelernt hatte, eine »Lebensfreundschaft« verbindet, die sich in »ungefähr 3000 Briefen & Faxen von 1982-2002 und Tausenden von E-Mails seit 2002« niedergeschlagen hat, die ihm von Zschokke »vorliegen«.

     

    Nun hat Höpfner den Freund dazu »überredet, seine Mails, die mich über Jahre entzückten, zu sozialisieren & zu publizieren«. Offenbar hat Höpfner Zschokke nicht nur dazu animiert, sondern ist wohl auch als dessen editorisch tätig gewordene Hebamme anzusehen, sodass das vorliegende Buch gewissermaßen eine Gemeinschaftsarbeit der beiden Freunde fürs Leben geworden ist.

     

    Offenbarungseid einer dichterischen Existenzführung

    Dabei haben sie den ursprünglichen brieflichen Dialog umgeschmolzen in den Monolog Zschokkes, der im vorliegenden Buch Höpfners Anteile (Einwürfe, Widerreden, Behauptungen) in seinen tagebuchartigen, jeweils datierten Beiträgen integriert. So entsteht erzähltechnisch so etwas wie das laufende Gespräch des Schriftstellers mit einem stummen Diener, der jenseits des Textes dem Autor widerspricht, ihn ermuntert oder ihm hilft – und von Zschokke immer wieder für seine Urteile & Meinungen pauschal gelobt wird, ohne dass man als Leser wüsste, wovon jeweils die Rede ist.

     

    Auch haben die beiden Freunde den publizierten Text literarisch derart als ihr intimes Zwiegespräch sich zugerichtet, dass nur hin & wieder »Ingrid« – die Schauspielerin, mit der Zschokke verheiratet ist & wohl auch zusammenlebt – wie ein Fremdkörper völlig überraschend (& folgenlos) erwähnt wird. Nachdem der Schweizer Autor z.B. sich scheinbar allein als Fellow eines Instituts ein halbes Jahr  lang luxuriös in Budapest aufhält, erfährt man plötzlich nebenbei, dass er dort zusammen mit »Ingrid« ist.

     

    Das sind – wie manches andere auch – irritierende Informationslücken oder -unterschlagungen über die reale persönliche Situation des Autors, von dem man andererseits erfährt, dass er monatlich erst 850, dann 940 € für seine (& Ingrids) Wohnung bezahlt, im heruntergekommenen Wedding zusätzlich ein Schreibzimmer hat – und z.B. »einfach so« von Pro Helvetia, der Schweizer Kulturstiftung,  2006/7 einen »Werkbeitrag« in Höhe von 30.000 SFr erhielt.

     

    Als subjektive Dokumentation der seelischen Befindlichkeiten und sozialen Situation eines ebenso prekären wie eigensinnigen Künstlerlebens, das im Berlin nach der Jahrtausendwende sowohl von öffentlich subventionierten Lehraufträgen oder »Studienaufenthalten«, von »Lesereisen« und »Auftritten« lebt, als auch mit den bescheidenen finanziellen Mitteln aus dem Verkauf seiner Bücher zumindest kleidungsmäßig bella figura zu machen versucht, sind die 762 Seiten von Lieber Niels den Tagebuch-Biografica Kempowskis & Rühmkorfs gleichwertig, wenn nicht sogar überlegen. Während die beiden Deutschen (wie auch Walser & Raddatz) historisch weit zurückliegende Zeitabschnitte (re)konstruierten, wagt sich Zschokke bis auf zwei Jahre Abstand an seine eben vergangene Lebenszeit heran.

     

    Dieser sowohl mutige als auch verzweifelte, triftige wie auch gehässige, melancholische wie heitere Offenbarungseid einer literarischen Existenzführung, die weiß, dass ihre historische Stunde geschlagen & sie mit der allüberall aufschießenden »Karaokeliteratur« nicht Schritt halten kann, besitzt aber neben manchmal ausgesprochen unsympathischen Sottisen, in denen erkennbar Neidressentiments gegen seine Kollegen hervortreten, auch manche hellsichtigen Einsichten in aktuelle gesellschaftliche Entwicklungen (z.B. den Berliner Mietmarkt oder Veränderungen im Buchhandel), die hier zu finden einen doch einigermaßen verblüffen & erfreuen dürfte.  

     

    Der elf Jahre ältere Höpfner, der vor allem als Kritiker arbeitete, hat den jüngeren Autor mehr als nur »unter seine Fittiche« genommen: Er ist sein enthusiasmierter Prophet & auch Propagandist geworden, der dem über alles geliebten & bewunderten Freund eine Website eingerichtet & gewidmet hat, mit der ignorante Veranstalter von Zschokke-Lesungen ihre Unkenntnis kaschieren & aufgrund deren Zschokke ihm einmal ironisch schreibt: »Halte mich für einen Jahrhundertmann durch Deine Brille«.

     

    Der unendliche Monolog eines »europäischen Subventionskünstlers«

    Eine ähnliche lebenslängliche Devotion ist mir in der Literatur nicht bekannt, auch kein selbstloserer Freund je begegnet – schon gar nicht unter Autoren. (Es sei denn, man möchte in dem von den beiden sehr geschätzten Briefwechsel Oelze/Benn ein Vor-Bild von Höpfner/Zschokke sehen.)

     

    Aber der liebe Niels, den er einmal im Jahr zu dessen Geburtstag in Köln besucht, ist noch weitaus mehr für den vom Erfolg nicht gerade verwöhnten Zschokke: nämlich auch so etwas wie ein großzügiger älterer Bruder, der den jüngeren mit Buch-, Kuchen- oder Parfüm-Geschenken (einmal mit einem TV-Gerät) verwöhnt. Auch als Klagemauer & Beichtstuhl – wenn das allegorische Bild erlaubt ist – dient der liebe Niels seinem calvinistischen Gegenüber, um dort alles abzuladen, was den Schweizer in Berlin täglich bedrängt, bedrückt, ärgert, empört & selten genug: erfreut. Letzteres sind meistens Filme, in die Höpfner aber nicht mehr geht, weil er »nicht mehr an Kunst glaubt und sich vor jedem ekelt, der noch versucht, welche zu machen« – außer (natürlich) von dem Schweizer Freund.

     

    Aber vor allem ist Niels Höpfner dem Technik fernen Computerbenutzer ein Helfer & Berater, über dessen Findig- & Fixigkeit im Netzgebrauch der Newcomer Zschokke immer nur wieder staunen kann. »Ohne dich hätte ich mich wahrscheinlich schon längst aufgegeben«, schreibt er ihm im November 2007 – und als Leser versteht man, dass er das ernst meint. Könnte es vielleicht sogar sein, dass Lieber Niels einer existenziellen Notlage entstammt und der Autor (der darin von seiner »Schreibblockade« und davon gleich mehrfach spricht, dass ihm nichts mehr einfalle) gewissermaßen ans »Eingemachte geht« & es zu einem Totalausverkauf auf dem Literatur-Markt feilbietet?

     

    Allerdings war es wiederum Freund Höpfner, der ihm – wie Zschokke ihm am 27. 10. 08 schreibt – den Floh ins Ohr gesetzt hat, seine »Briefe seien mein Opus magnum« – was wiederum Höpfners Behauptung im Vorwort relativiert, wonach »die Mails niemals zur Publikation geschrieben worden seien«.

     

    Nicht zur Publikation? Aber wohl doch im Bewusstsein, das Hauptwerk als »work in progress« dem »Sammlerstarrsinn« des Kölner Freundes sukzessive zuzuschreiben. »Du hinterlässt möglicherweise eine Sensation«, lobt Zschokke den Freund dafür – und da dieser wie der Autor auf eine Nachwelt nicht warten wollte, legen sie nun das »Opus Magnum« als unendlichen Monolog eines »europäischen Subventionskünstlers« (Zschokke ad se ipsum) vor.

     

    Mit dem 24. Oktober 2002 und dem Satz »Irgendwie bin ich drin, verstehe aber nicht, wie« (nämlich das Internet), beginnen die an Höpfner adressierten E-Mails; und am 14. Juli 2009 endet die Suada aus Berlin mit einer Überlegung zur modischen Kleidung: »Ich versuche, zeitgemäß zu kaufen (...) Ungenaue Beobachter mögen mich dann für einen ranzig gewordenen Bohemien halten oder für einen Pseudobodenständigen – ich weiß, dass ich ein zeitgemäßer Herr bin. Das beruhigt mich«.

     

    Das »Incipit« des Buchs – Zschokkes Eintritt in die Netzwelt – ist gut gewählt. Das Ende des mehr als siebenjährigen Lebensausschnitts, den wir hier »formal geglättet, orthographisch gebügelt, konzentriert & destilliert und manchmal auch in bewährter Elisabeth-Förster-Nietzsche-Manier gekürzt« (Höpfner) zu lesen bekommen, wirkt dagegen eher willkürlich.

     

    Vielleicht sollte das ebenso skurrile wie riskante literarische Unternehmen nicht pathetisch mit einer kurz zuvor erlebten & beschriebenen Erfahrung enden, die meines Erachtens der Tief- oder Nullpunkt von Matthias Zschokkes literarischer Existenz markierte. Deshalb will ich – auch um das Parlando des Autors zu dokumentieren – abschließend aus dieser Mail eine Passage zitieren, in der er am 8.7.09  von einem Stadtteilfest in Bremen berichtet, an dem er teilgenommen hat.

     

    »Das Stadtteilfest«, beginnt er seine Aufzeichnung, »fand statt auf einer Wiese am Ufer der Weser. Ich fand mich neben einer Mittelaltercombo (im Zelt links), die zu Schalmeien Minnelieder vortrug, und einer Grunge- oder Postpunkband im Zelt rechts, die ›Ich scheiß auf meine Mutter und ficke meine Tante‹ oder so ähnlich spielte (mein Englisch ist zu schlecht, um Liedtexte zu verstehen), in einer Holzkiste sitzend wieder, wo ich, wie eine Wahrsagerin aus der Hand, aus meinem Reisebuch vorlas und immer dachte, was ist bloß aus mir geworden, wo bin ich geendet?! Dann und wann kam ein nacktes Kind in die Kiste gerannt, starrte mich an, rannte wieder weg, gefolgt von einem Elternteil mit einer Flasche Bier in der Hand oder einem Joint. Hinter meiner Kiste stand ein alter, rostiger LKW. Auf einem Pappschild, das dran hing, wurde für Sauna geworben. Ich verstand nicht, was das sollte. Es entpuppte sich tatsächlich als mobiler Saunawagen. Davor standen zwei Zinkbadewannen voller Wasser. Als ich daran vorüberging, zog sich gerade eine junge Frau nackt aus und setzte sich in eine der Wannen, um auf diese Weise uns Rummelgäste zu animieren, in diese mobile Sauna zu kommen«.

     

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