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    TITEL kulturmagazin
    Freitag, 21. Juli 2017 | 06:35

    Edgar Rai: Nächsten Sommer

    26.04.2010

    Roadmovie

    Vier Freunde und ein orange-weißer VW-Bus hauen ab aus dem täglichen Leben, lassen alles hinter sich und erleben, wie für ein paar Tage die Welt still steht. Nach Vaterliebe und Salto rückwärts schreibt Edgar Rai nun vom Nächsten Sommer in Südfrankreich – eine Geschichte wie gemacht für alle Flügellahmen. Von CHRISTIANE MIETH

     

    Wer kennt es nicht, vor allem die Mittzwanziger – die Jahre kommen, die Jahre gehen, aber was hat man gemacht mit seiner Zeit? Und wohin jetzt? Die Jesusfigur steht am Straßenrand und zeigt nach vorn oder zurück. Willst du auf den Fahrer- oder den Beifahrersitz? Egal, Hauptsache du springst auf!

     

    Mit Vollgas in den Süden

    Und ab geht’s ins Haus am Meer. Ein kiffender Musiker, ein Ordnungsfreak, eine Diva und ein Diogenes tauschen die Couch gegen einen Hippie-Bus und Jack-Johnson-Platten. Unterwegs kreuzt die lesbische Scarlett Johanson mit starken Argumenten auf. Ein Pitbull rettet sie vor dem Ertrinken, diverse Alphamännchen-Kontrollfreak-Egomanen raufen sich und eine französische Pietà findet ihr Lächeln zurück. Die Langeweile bleibt zu Hause, zusammen mit Hit and Run. Und was Gaffa nicht reparieren kann, das bleibt eben auf der Strecke. Auch nicht schlimm. Oder man klärt es bei einer Partie Schach.

     

    Aber ist das Leben nun eine Wundertüte, ein Überraschungsei oder eine Losbude? Vielleicht ist der Sinn des Lebens ja einfach nur das Leben selbst, wer weiß es schon. Spielt das überhaupt eine Rolle? Nein. Susi goes Aladin, und damit hat sich’s.

     

    "Ein paar Freunde und ein geiler Ort - mehr braucht es eigentlich nicht"

    Wer genug hat vom Leben, wer nicht weiß, was das alles soll, wer raus will, der sollte Nächsten Sommer lesen und lernen: Scheiß drauf! Das Leben ist, wie es ist. Nicht mehr und nicht weniger. Edgar Rai hat da ein Buch geschrieben, das Zuversicht schenkt und einen für 230 Seiten aus dem tristen Alltag herausholt. Mag sein, dass es eine einfach, seichte Geschichte ist – aber sie ist aus dem Leben gegriffen und sie greift selbst in das Leben hinein. Wer weiß, vielleicht sollte jeder einmal so einen Kurztrip unternehmen … nächsten Sommer.

     

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    eines der schlechtesten und motivationslosesten romane die ich in der letzten woche gelesen habe. kostprobe gefällig? s.155: "...Einer der Gründe, weshalb die meisten Menschen sich, wenn sie ihm begegnen, nur schwer wieder von Zoes Blick lösen können,sind ihre Augen..." yeah, nächste ausfahrt coffeeshop!
    | von der P, 16.02.2011

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