Keine Experimente
Das ausgeklügelte Katz-und-Maus-Spiel, das Maurel mit dem Leser treibt, setzt Hamo versiert, aber auch ohne Experimente in Szene. Seine Seitenarchitektur zeichnet sich durch große formale Strenge aus, die zwischen sechs bis zwölf, zumeist jedoch neun geometrisch präzise angeordneten Panels pendelt. Ihren Schwerpunkt setzt sie mal in der oberen, mal in der unteren Seitenhälfte. Auch die Erzählebenen sind klar strukturiert. Kolorist Benoît Bekaert setzt die Rahmenhandlung durch eine rotbraune Farbgebung deutlich vom Rest der Geschichte ab.
Die zeichnerische und erzählerische Präszision ist für ein Debüt erstaunlich. Maurel und Hamo gelingt es, einen Comic an der Grenze zwischen Fantastik und Krimi zu schaffen, der den Leser in Erwartung des Endes stetig vorantreibt. Neue Facetten gewinnt Der Schwarze Mann dem Genre zwar nicht ab, dem kurzweiligen Lesevergnügen tut dies aber keinen Abbruch.