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    TITEL kulturmagazin
    Mittwoch, 23. August 2017 | 00:22

    Das Ihme-Zentrum in Hannover - ein Mindset der 70er Jahre

    30.11.2010

    Tristesse brutale - der größte Klotz der Republik

    Vom Wohntraum zum Alptraum: Das Ihme-Zentrum in Hannover verfällt zusehends. Die überfällige Renovierung verkommt zum politischen Stellungskrieg. JAN FISCHER macht eine Ortsbegehung.

     

    So sehen also Träume aus, wenn sie verfallen. Rostiges Drahtwerk, das aus zerbröckelndem, rohem Beton schaut, Durchgänge, die mit Brettern vernagelt sind, Fahrstühle, die sich nur mühsam auf die höheren Ebenen hochächzen, Etagen, die einfach komplett gesperrt sind, weil im Boden riesige Löcher klaffen, der Weg zur KiTa ein einziger dunkler Gang, den man Kinder und Erwachsene noch nicht einmal am hellen Tag entlang schicken würde. Und über allem das ständige Tropfen von Wasser und das Surren flackernder Neonröhren.

     

    Das Mindset der 70er

    Die grauen Betonklötze auf der von der Ihme umflossenen Insel ragen wie selbstverständlich die grauen Winterhimmel. Das ist das unglaublichste am Ihme-Zentrum: Dieses Mindset der frühen 70er Jahre, als irgendjemand es für eine gute Idee hielt: Man glaubte an den Fortschritt, damals, auf eine Art, wie es heute kaum mehr vorstellbar ist. Die Menschen liefen gerade erst auf dem Mond, die Atomkraft war noch nicht das Teufelszeug, das sie heute ist, sondern eine saubere Alternative, die praktisch endlose Energie versprach. Die ganze Gesellschaft hatte sich gerade umgekrempelt. Niemand wollte mehr zurückblicken, außer vielleicht aus dem Fenster von futuristischen Raketen, die atomgetrieben in ferne Welten aufbrachen. Das Material der Wahl war Sichtbeton, also Beton, der sich nicht als etwas anderes als Beton ausgibt. Brutalismus, heißt der Baustil passenderweise. Das Ihme-Zentrum war Kind des Zeitgeistes. Heute ist es eher so etwas wie das ungewollte Stiefkind aus dritter Ehe. Am Beton wächst Moos, wenigstens dort, wo nicht Metall rostet.

     

    Selbst die Website ist eine Ruine

    Das Ihme-Zentrum steht in einer toten Ecke der Stadt, in einem Zwischenraum. Ob das Zentrum die Ecke hat verwaisen lassen, oder die Ecke schon immer verwaist war, ist schwer zu sagen: Kurz davor hören die dubiosen Elektroteilehändler und Sexkinos auf, die sich an die Peripherie der Fußgängerzone schmiegen. Kurz dahinter beginnt das Studentenviertel Linden-Limmer. Die Gänge und Plätze im Ihme-Zentrum sind mit Metallgittern abgesperrt: Die Relikte zweier begonnener Revitalisierungsversuche, die beide mit Abriss begannen und dann versandeten.

     

    In den Jahren 2000 bis 2006 versuchte der Investor Engel sein Glück. Engel wurde 2006 vom US-Investor-Riesen Carlyle übernommen. Der versprach bis 2009 ein in den verwaisten Ladengebieten ein Einkaufszentrum namens Linden-Park einzurichten. Am 23. Februar 2009 beantragte Carlyle für die am Umbau des Ihme-Zentrums beteiligten Projektgesellschaften Insolvenz. Heute ist selbst die Website von Linden-Park eine Ruine - ewig nicht aktualisiert und die Mieter, die dort versprochen werden, gibt es nicht mehr. Kürzlich wurde die Straßenbahnhaltestelle „Küchengarten / Ihme-Zentrum“ in „Küchengarten“ umbenannt. Als könne man die Unsicherheiten aus der Welt schaffen, indem man sie ignoriert. „Was jetzt passiert, das steht doch in den Sternen, da kann ich Ihnen auch nicht weiterhelfen“, sagt Monika Großmann, die Sprecherin der Bürgerinitative „Linden-Ihmezentrum“, bevor sie jeden weiteren Kommentar verweigert und auf die Website der Bürgerinitiative verweist. Sie wolle, sagt sie, keine Interna preisgeben.

     

    Relikte alter Industrien

    Geradezu übermetaphorisch standen auf dem Gelände vor dem Bau des Ihme-Zentrums Relikte von Industrien, die niemand mehr brauchte: Eine Weberei und Spinnerei, ausgediente Überbleibsel der Industriellen Revolution. Das ist das unglaublichste am Ihme-Zentrum: Dass es eine absolut logische und durchdachte Entscheidung war, es zu bauen, kein Schnellschuss, keine städtebauliche Fehlentscheidung: Die damaligen Baubeauftragen waren extra in die USA gefahren und hatten sich dort die in den späten 60ern modernste Wohnungs- und Einkaufsutopien angeschaut. Sie hatten sich theoretisch und praktisch informiert, sie kannten die aktuellen Trends in der Architektur und die Bedürfnisse der Menschen. Sie ließen sich jahrelang Zeit mit der Planung. Das Ihme-Zentrum sollte eine neue Architektur für eine neue Gesellschaft sein, in der sich die Klassenunterschiede nicht mehr in der Adresse niederschlagen sollten. Es sollte modernster, urbaner Wohnraum für die in den 60ern explodierende Hannoveraner Bevölkerung sein. Das volle Le-Corbusier-Programm.

     

    Gleichzeitig sollte das Ihme-Zentrum aber auch ein Symbol für die Wiederauferstehung Hannovers aus dem Kriegschutt sein, die Krönung des Wirtschaftswunders, ein Symbol dafür, dass man die alte Zeit hinter sich gelassen hatte. „Zwischen 1965 und 1975 herrschte nicht nur in Hannover ungeheure Aufbruchstimmung“, schreibt Marianne Adrian, Witwe des damaligen Stadtbaurats. „Das Ihme-Zentrum ist ein Experiment. Es ist legitimes Kind einer kurzen Zeit, in der alles möglich schien: U-Bahnbau und Stadtumbau, Städtebauförderungsgesetz und Sanierung, komplexe Großprojekte, Fußgängerstraßen und Modernisierung. Die Schlüsselworte dieser Zeit hießen: 'Stadtpolitik' und 'Experimenteller Städtebau'." Die Hannvoveraner dachten in großen Maßstäben, und gossen als Fundament des Ihme-Zentrums das größte zusammenhängende Betonfundament Europas.

     

    Das einzige Geschäft, das übrig blieb

    So verfallen Träume. Träume, die man 1972 träumte, von sozialer Gleichheit mit nahegelegenen Einkaufsmöglichkeiten: Es gab Sozialwohnungen, luxuriöse Penthouseanlagen und Wohnungen für jedes Budget dazwischen, es gab ein Studentenwohnheim, es gab eine ganze Etage, die nichts war als ein Einkaufszentrum nach amerikanischem Vorbild. Idealerweise hätten die Menschen ihr Wohngebiet, groß wie ein eigenes, kleines Stadtviertel, gar nicht mehr verlassen müssen. Die Wohnungen, ist auf der Website der Bürgerinitiative zu lesen, sind großzügig geschnitten, sie sind einigermaßen in Schuss, weil die Mieter sich privat darum kümmern. „Die Menschen wohnen gerne dort“, heißt es dort.

     

    Das Ihme-Zentrum schweißt zusammen. Das größere Problem ist das Untergeschoss, die Untergeschosse, dort, wo, wie man es auf der Website von „Linden-Park“ lesen kann, „ein Einzelhandelszentrum mit Fachmärkten und einer weiträumigen Shoppingmall zum Einkaufen und Verweilen einladen“ und „in neuem Glanz“ erstrahlen sollte. Das war vor dem Baustopp im Januar 2009, als die weltweite Bankenkrise bei der Carlyle-Group zuschlug. Das einzige Geschäft, dass es in der ehemaligen Ladenzeile des Ihme-Zentrums noch gibt, muss man lange suchen: Einer dieser vollgestopfen Läden, die Briefmarken, Münzen und Antiquitäten aller Art verkaufen. Öffnungszeiten nach Absprache, steht an der Tür. Der ganze Rest der Ladenzeile ist verlassen, meistens auch verfallen, abgesperrt, vermoost, abgerissen.

     

    Abstieg in das Reich der Großstadtmythen

    Ein bisschen ist es, als käme man, je tiefer man ins Ihme-Zentrum vorstößt, ins Reich der Großstadtmythen, als stiege man immer weiter in die inneren Kreise des Hades hinab: Oben, wo die Menschen wohnen, ist eigentlich alles in Ordnung, wenn man einmal von Wertverfall der Wohnungen absieht, und dass dort, leicht aufzufinden in einschlägigen Internet-Foren, "Romy, die Hure“ arbeitet. Und nicht die einzige Prostituierte sein soll, welche die billigen Mieten und die gute Lage des Ihme-Zentrums als Teil ihres Geschäftsmodells entdeckt hat. Unten, im Erdgeschoss, als wäre es die letzte Bastion zur Verteidigung gegen die dunklen Kräfte, hält „Dr. Lees Kampfschule“ einsam die Stellung. Darunter, wo es dunkler wird, im größtenteils gesperrten und immer wieder überfluteten Parkhaus, da leben die Schatten der Verschwundenen, derjenigen, von denen die Hannoveraner Presse regelmäßig schreibt. Menschen, die verschwinden, wenn sie nachts durch die endlosen Labyrinthe laufen, durch dunkle Gänge, um die sie besser einen Bogen gemacht hätten.

     

    Und ganz unten schließlich, noch unter dem Parkhaus, in den Geschossen unter den Kellern, da wuchert die Phantasie: Unter Turm 8 des fünf Kilometer langen Ihme-Zentrums, sagt man, befände sich ein Schwimmbad, das nie in Betrieb genommen wurde. Und im Dezember 2005 sollen zwei Studenten verschwunden sein, die sich auf der Suche nach dem letzten urbanen Mythos Hannovers machen wollten: Der U-Bahnhof unter dem Ihme-Zentrum, die sogenannte Geisterstation. Was davon stimmt, und was nicht, ist schwer nachzuvollziehen: Das Schwimmbad scheint es zu geben, die Vermissten sicher auch, den U-Bahnhof höchstwahrscheinlich nicht. Aber je mehr das Ihme-Zentrum verfällt, desto wilder wuchern die Legenden, wird es von einem „Schandfleck“ (BILD Hannover) zu einem allmächtigen Spukhauskomplex, der Geld und Menschen frisst. Und taugt höchstens noch als  Anschauungsobjekt für den Zeitgeist vergangener Zeiten oder - „Welt Online“ drehte eine Story über das Ihme Zentrum in diese Richtung - als Lehrstück über internationalen Hyperkapitalismus. Aber damit ist ja auch niemandem geholfen.

     

    Jeder blockiert jeden

    Es ist auch unmöglich, mit dem Finger auf jemanden zu zeigen und ihm die Schuld zu geben, weil gerade alle Beteiligten in einem kompliziert gestrickten Patt feststecken: Zum einen sind die Verhältnisse zwischen Eigentümern, Gläubigern, Schuldern und Verwaltern im Ihme-Zentrum für

    einen Außenstehenden mehr oder weniger unmöglich auseinanderzufummeln. 1700 Menschen wohnen dort, in etwa 800 Wohnungen. Einige davon sind Mieter ihrer Wohnungen, einige Eigentümer, einige nur teilweise Eigentümer. Es gibt sogenannte Sonderflächen, die in Privatbesitz sind, und solche, die in öffentlicher Hand sind. Dann gibt es die Stadt Hannover, welche im Ihme-Zentrum die Büros der Stadtwerke betreibt, und natürlich auch besitzt, das sind etwa 600 Arbeitsplätze. Die Landesbank Berlin ist Hauptgläubiger für die insolventen Projektgesellschaften der Carlyle-Group ist die Landesbank Berlin. Die LBB bemüht sich um einem neuen Investor, rechnet allerdings nicht vor August 2011 damit, dass Bewegung ins Ihme-Zentrum kommt: Die komplizierten, über die Jahre fast schon organisch gewucherten Verhältnisse zwischen Gemeinschaftseigentum und Wohnungseigentum werden im Moment neu ausgehandelt. "Für eventuelle Investoren sind solche Verhältnisse einfach nicht attraktiv", sagt Constanze Stempel, die Pressesprecherin der LBB.

     

    Dann gibt es noch einen vom Amtsgericht Hannover bestellten Institutszwangsverwalter, dessen Aufgabe es ist, den Anteil der Carlyle-Group zu verwalten, der also zwischen allen Stühlen sitzt,

    aber auch als Ansprechpartner für die Mieter Wohnungseigentümer fungiert. Zumindest der ist - so steht es, mit schöner Regelmäßigkeit brühwarm von der Hannoveraner Regionalpresse aus eigentlich internen Informationsveranstaltungen zitiert - "optimistisch". "Für jede kleine Änderung, selbst für Verbesserungen wie Wintersicherung", sagt Stempel, "müssen wir uns im Moment erst das OK aller Beteiligten holen." Jede dieser beteiligten Gruppen hat außerdem genügend Mitspracherecht und Drohmöglichkeiten, um die Pläne jeder anderen Partei aus diesen oder jenen Gründen zu boykottieren – aktuell drohen die Stadtwerke Hannover zum vierten oder fünften mal seit dem Jahr 2000 damit, das Ihme-Zentrum endgültig zu verlassen. Zwischen allen Parteien schwirren die Vorwürfe hin und her, dass nichts passiert, mal ganz abgesehen von den politischen Grabenkämpfen zwischen den Fraktionen im Stadtrat. Die Rubrik „Politik“ auf der Website der Bürgerinitiative dokumentiert auch das akribisch – ein einziger Stellungskrieg aus offenen Briefen, Emails, Presseverlautbarungen, Anschuldigungen und Missverständnissen, und zwischendrin bestätigen sich alle gegenseitig, dass sie auf jeden Fall wollen, dass das Ihme-Zentrum revitalisiert wird.

     

    Ein Stein auf den anderen

    „Das Problem ist“, sagt der niederländische Künstler Tilmann Meyer-Faje, „dass alle eine Komplettlösung wollen, so schnell wie möglich. Die gibt es nicht.“ Meyer-Faje ist auf Einladung des hub:kunst.diskurs e.V. in Hannover und präsentiert im Rahmen der Ausstellung „Public Art Proposals. Konzepte für Hannover“ seinen Umgestaltungsvorschlag für das Ihme-Zentrum. Denn selbstverständlich haben mittlerweile auch Künstler das Ihme-Zentrum für sich entdeckt, den geräumigen Ruinenteil des kafkaesken Labyrinthes immer wieder in Austellungs- oder Aktionsfläche verwandelt, sind danach aber wieder schnell verschwunden.

     

    „In den Niederlanden“, sagt Thomas Kaestle, der Kurator von hub:kunst.diskurs, „werden Kunst und Stadt ganz anders zusammengebracht als bei uns. Es gibt etablierte überregionale Strukturen und Instrumente, die ein koordiniertes Vorgehen bei Förderung, Beratung und Entwicklung von Kunst für den öffentlichen Raum ermöglichen. Da kommt vor, dass bei Stadtentwicklungsprozessen von vornherein ein Künstler mit am Tisch sitzt. Das merkt man Meyer-Fajes Konzept an.“ 

     

    „Die Öffentlichkeit“, sagt Meyer-Faje, und klingt dabei ein bisschen kämpferisch, „muss das Ihme-Zentrum zurückerobern“. Damit meint er die verwaiste Ladenzeile, die er zu „einem Campus für innovative Recycling-Ideen“ umfunktionieren möchte. Meyer-Faje möchte Nachhaltigkeit: „Die Kombination von ästhetischen Elementen“, sagt Thomas Kaestle. „Also der Sammlung von städtebaulichen Versatzstücken, und einem tragfähigen Entwicklungskonzept macht hier tatsächlich den Reiz aus - und zeigt, dass Kunst im öffentlichen Raum eben nicht nur entweder Bronzeobjekt oder temporäre Intervention ist.“   

     

    Klar, das sind erstmal nur Luftschlösser, aber das sind alle anderen Pläne für das Ihme-Zentrum im Moment auch – sogar weniger als das. Höchstens Luftfundamente. „Mit der Pleite des amerikanischen Großinvestors“, schreibt Meyer-Faje in seinem Konzept, „scheiterte die die kommerzielle Antwort auf die Frage, wie das Ihme-Zentrum umgestaltet werden kann. Die Kreditkrise hat uns gezeigt, dass herkömmliche, auf Rentabilität ausgelegte ausgerichtete Modell scheitern können.“ Zeit für Visionen der Nachhaltigkeit, also: „Bioabfälle könnten direkt vor Ort in Energie umgewandelt werden. Spermüll könnte sortiert und in einem Second-Hand-Markt verkauft werden. Eine Autofirma könnte ein Rücknahmezentrum eröffnen. Im Obergeschoss haben sich kreative Handwerker angesiedelt, die vielleicht noch aus dem eben abgegebenen Auto ein Möbelstück fertigen können.“

     

    Meyer-Faje schwebt ein nahezu autarkes, sich selbst recycelndes Ihme-Zentrum vor, eine Art umweltfreundliches Design-Utopia. Hannover könne, sagt Meyer-Faje, eine Vorreiterrolle bei der Wiederverwertung klotziger 70er-Jahre Bauten übernehmen. Denn das Ihme-Zentrum ist zwar der größte Klotz der Republik, aber bei weitem nicht der einzige, und die Probleme des Ihme-Zentrums sind kein Einzelfall. Meyer-Faje beeilt sich noch zu sagen, dass seine Vorschläge nur Beispiele seien – er hätte eine Vision, keine Lösung, er wolle „einen Prozess in Gang setzen.“ Immerhin ein Ansatz: Das Luftschloss nicht auf einmal in die perfekte Form gießen. Das hat das ganze Problem ja verursacht. Lieber einen Stein auf den anderen bauen.

     

    Wenn die Winterwolken weiterziehen

    Nein, es gibt keine Lösungen für das Ihme-Zentrum. Nur Pläne, Projekte, Ideen, Visionen und Utopien. Und es gibt eine alte Postkarte, soviel vielleicht zum Schluss, auf der das Ihme-Zentrum im Sonnenlicht glitzert, so sehr, wie Beton eben glitzern kann. Es sind Fotos darauf, in diesen starken Kodakchrome-Farben der 70er Jahre gehalten, Menschen, die längst verschwunden sind, flanieren die Promenade an der Ihme entlang, und manchmal, wenn man die Augen zusammenkneift, die Winterwolken sich einen Augenblick verziehen, ein paar Ruderer auf dem Fluss entlangrudern, kann man sich vorstellen, dass es vielleicht sogar möglich sein könnte, diese Kreise des Hades zu reinigen, irgendwie, auf irgendeine Art. „Denn ein freier Raum“, sagt Meyer-Faje dann noch zum Schluss, „ist immer auch eine Chance zur Entwicklung.“ Und schlimmer kann es ja kaum noch werden.


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    Ein sehr schöner Artikel, der die ganze Misere gut auf den Punkt bringt und dennoch Hoffnung macht. Wenn ich Multimilliardär wäre, würde ich all mein Geld in das Ihmezentrum stecken und gleich auch das Schwimmbad aktivieren. Man kann daraus noch soviel machen. Das Potential ist immer noch da.
    | von MadMarti, 06.08.2012

    TITEL ist umgezogen!

    Liebe Leserinnen, liebe Leser!


    Das neue TITEL kulturmagazin ist ...

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