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    TITEL kulturmagazin
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    15.11.2010

    "ich bin mit dir total okäse"

    Mein Lieblings-Facebook-Moment? Eine Diskussion über Kirche und Kultur - und ein doch recht schneller Konsens ... Von JULE D. KÖRBER

     

    Jule D. Körber weiß mit Blick auf ihre postalische Verdienstabrechnung: Leid und Freude liegen in Bayern nah beieinander: Die Kirchensteuer kostet sie fast 15 Euro, der Sonntagszuschlag brachte ihr allerdings 30% mehr Gehalt an einem Tag und damit 29 Euro zusätzlich. Lehre aus dem: 1.) Endlich aus der Kirche austreten 2.) Mehr sonntags arbeiten

    9. Dezember 2009 um 19:31

     

    Christoph Winter in die kirche sollte man niemals eintreten.

    9. Dezember 2009 um 19:37

     

    Jule D. Körber ach, auf einer norddeutschen Schule hatte ich viele Vorteile dadurch, die einzige Katholikin zu sein – weil sie für mich hätten extra Religionsuntericht hätten bereitstellen müssen, war ich die einzige meiner Schule, die Musik und Kunst im Stundenplan hatte und sich nicht entscheiden musste. Alle anderen hatten in der Zeit – Religion (evangelisch!) oder Werte und Normen.

    9. Dezember 2009 um 19:43

     

    Jo Schneider Und aus Dankbarkeit und Demut bleibt man jetzt schön Kirchenmitglied. Nicht, weil man tiefgläubig ist, sondern nicht immer mit dem überspannten Gehuschel des Individuums vor dem Transzendenten rumwedeln muss. Kirchenmitgliedschaft ist ein nobler Spaß für strukturkonservative Großgeister. Man lässt sie einfach geschehen.

    9. Dezember 2009 um 19:52

     

    Christoph Winter die kirche als dinstinktionselement des weltbürgerlichen snobs?

    9. Dezember 2009 um 19:54

     

    Jule D. Körber Wartet mal. Ich weiß gerade nicht, ob ich beleidigt wurde, finde diese sehr steile These aber an sich total prima. Lieber Johannes, wenn es sich irgendwo anbietet, schreibt bitte einen Essay drüber.

    Und gehe morgen trotzdem zum Amt, um auszu...treten (auch wenn das horrende Gebühren in Bayern kostet wie alles), weil ich bisher schlicht aus Faulheit nicht ausgetreten bin.

    9. Dezember 2009 um 19:57

     

    Christoph Winter überhaupt muss der schneider mal wieder bei subpool texten.

    9. Dezember 2009 um 20:00

     

    Jo Schneider Nein, du wurdest nicht beleidigt, nur Winter ein wenig gefoppt. Und gleich nochmal: Da geht es jetzt echt nicht um Snobismus, sondern – wie gesagt – um Demut. Vor der kulturellen Tradition (zumindest von Teilen unseres Landes), eine gelassene Anerkennung davor, dass die entgeistlichte Jetztzeit nicht einfach so aus der Erde ploppte. Dass man sich dabei wiederum geil fühlt, ist im erbsündigen Protestantismus verzeihlich.

    9. Dezember 2009 um 20:00

     

    Jo Schneider Wäre in der Tat ein »Schneider denkt nach«- Thema. Wenn auch ein extrem Bräsiges. Aber ich kümmere mich.

    9. Dezember 2009 um 20:02

     

    Jule D. Körber Hey, wie gesagt, die These ist eine Steilvorlage – vor allem mit Deiner nachgeschobenen Erklärung. Mach was draus.

    9. Dezember 2009 um 20:03

     

    Christoph Winter vor allem geht es aber darum, dass man seinen kulturellen wurzeln treu bleibt. in meinem fall ist das also die konfessionslose, moralisch überlegene ehemalige sowjetische besatzungszone.

    9. Dezember 2009 um 20:03

     

    Jule D. Körber Christoph, wenn man unter Kommentare ein Gefällt mir Daumen setzen könnte, würde ich das jetzt machen.

    Allerdings: Ich bin in Hamburg-Altona geboren – Altona, das bis zum 2. WK die Stadt war mit der größten Vermischung von Religionsgruppen jeglicher Art. Im friedlichen Beisamensein.

    Und als Norddeutsche katholisch zu sein, das habe ich meiner paranoiden Oma mütterlicherseits zu verdanken, mit der nachts im Schlaf Hildegard von Bingen sprach und sie zu Taten zwang, die ... Mehr anzeigen

    9. Dezember 2009 um 20:09

     

    Jo Schneider so schnell wurde noch nie konsens erzielt. Ich stimme dir zu, das ist ein völlig anderer Kontext. Da wurde alles schon vor Jahren aus der Erde gerissen – die Verwahrlosung ist ja allenthalben zu beobachten. (Zwinker- Smilie, aber ich weigere mich, den Befehl einzugeben, schon gar nicht, wenn’s um Gott geht.)

    9. Dezember 2009 um 20:09

     

    Christoph Winter ich erinner mich an die story von der hildegard-oma.

    9. Dezember 2009 um 20:10

     

    Christoph Winter johannes, würdest du also sagen, dass wir d’accord(eon) gehen?

    9. Dezember 2009 um 20:11

     

    Jo Schneider ich bin mit dir total okäse. Mach’s Guttenberg.

    9. Dezember 2009 um 20:13

     

    Mathias Mertens Sonntagszuschlag gibt es nur wegen Kirche.

    10. Dezember 2009 um 11:24

     

    Jule D. Körber @MM: Ja, genau deswegen ist es ja irgendwie, na, lustig trifft es nicht, sagen wir: Ökonömisch unterhaltsam.

    10. Dezember 2009 um 11:28


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