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Dienstag, 28. März 2017 | 17:56

Facebook als Forum

08.11.2010

A game for fools

Mein Lieblings-Facebook-Moment? Die Pinnwand-Diskussion in meinem Freundeskreis über den taz-Artikel "Allein erziehend im Prenzlauer Berg: Die verlassenen Macchiato-Mütter". Von STEFAN MESCH

 

Stefan Mesch »Plötzlich bleibt alles an Mutti hängen. Wie konnten wir uns nur selbst so täuschen? In Watte gebettete Weicheier sind wir, dass wir das nicht bedacht haben.« Allein erziehend in Prenzlauer Berg: Die verlassenen Macchiato-Mütter – www.taz.de

17. Juli um 11:59

 

Stefan Mesch Mich nervt dieser Artikel. Aber warum? Wegen dem fiesen, protestantischen »Da kuck, wohin dich dein Konsum geführt hat!«-Subtext? Weil alle Frauen im Text dumm sind, und alle Männer unreif und versantwortungslos? Weil die Autoren sich irgendwie FREUT, dass Leute, die sich für was Besseres hielten, jetzt dieselben Sorgen haben wie die normale RTL2-Kuckerin?

17. Juli um 12:02

 

Stefan Mesch Nein. Ich glaube, wenn Betty Draper (oder irgend eine andere Vorstadthausfrau aus den

frühen 60ern) einen Text über Scheidung schreiben würde, schon genau dieselben Dinge drin stehen würden: »Wir haben einen schicken Mann gewollt und all die schönen Dinge, die wir uns gemeinsam finanzieren können. Jetzt ist der Mann weg, und unser Leben vorbei.«

17. Juli um 12:05

 

Stefan Mesch Elisabeth Hubbard hat fast 30 Jahre lang in einer US-Seifenoper eine reiche, alleinstehende Konzernchefin gespielt: patent, laut, SEHR schneidend, witzig und intelligent. Nur Liebesgeschichten und Beziehungen gab es für diese Figur VIEL weniger als für die anderen Frauen im Ensemble. Hubbard sagt, das liegt daran, dass die Zuschauer(innen) nicht sehen wollen, wie jemand, dem Karriere SO wichtig ist, auch noch mit einem Mann belohnt wird – es ist befriedigender, beim Anblick einer kompetenten Frau zu denken: »Na ja – sie sieht zwar stark aus ... aber sie geht bestimmt jeden Abend allein ins Bett und weint!«

17. Juli um 12:15

 

Stefan Mesch Der Artikel tut dasselbe, mit einer der (wenigen) Frauenfiguren, die wir gemeinhin für glücklich, stark und erfolgreich halten: Wenn das nächstes Mal eine selbstbewusste Prenzlauer-Berg-Mutti irgendwo auftaucht, soll ich – wenn’s nach der TAZ geht – denken: »Och! Dummes Huhn, gefangen in der Lifestyle-Tretmühle. Die hat’s doch auch nicht weiter gebracht im Leben als jemand, der in einem Plattenbau Hartz IV bezieht.« Träumt, so lange ihr wollt, Mädchen: Am Ende seid ihr immer Opfer!

17. Juli um 12:18

 

Jules Heuser Ach, wir snd doch alle Opfer von irgendwas, wen wirs geschickt drehen und wenden. Hätten auch alle im Kindbett sterben können, damals, 1900 irgendwas.

Mein Gott, wirkliche Weicheier. Dann zieh halt um, du Tussi. Ist doch wurscht in welchem angesagtem billigerem Stadtteil von Berlin du wohnst. Mann mann mann. Also mir wurde von beiden Eltern eingebleut, das man gefälligst solche Sachen schriftlich regelt, egal wie groß die Liebe ist. Ehevertrag, Mietvertrag usw.

17. Juli um 12:49

 

Felicitas Schmitt Die Freude der Autorin kann ich nicht so richtig rauslesen ... und ich glaube, es geht auch nicht darum. Es geht darum, dass die Illusion vertreten wurde (manifestiert in den Prenzlauer-Berg-Familien), dass es ganz einfach sei, eine Familie ... aufrechtzuerhalten, wenn nur bestimmte Dinge stimmen: Bildung, Geld, Toleranz gegenüber dem Partner, Pädagogisches Kinderspielzeug. Und das man dann genauso selbstbestimmt und unabhängig sein und bleiben kann, als wäre man immernoch Student. Aber – und das ist die Quintessenz – so ist es nicht. Du kannst keine Familie gründen und es bleibt alles beim Alten. Die hippen, jungen Eltern, die obwohl zwei kleine (natürlich gut erzogenen und unglaublich klugen) Kindern (die sich natürlich auch in der Ganztagskrippe pudelwohl fühlen) jeden Abend ins Theater oder ins Restaurant gehen und dabei angeregt über Politik oder Wirtschaft oder Atomkraft oder wer weiß was diskutieren – es gibt sie nicht! Alles Illusion! Es fehlt der realistische Blick auf das, was es bedeutet, Kinder zu haben. Man (Frau) kann alles haben, natürlich, aber eben nicht, bis das Kind 6 Jahre alt ist.

17. Juli um 13:06

 

Felicitas Schmitt Muss ich das noch sagen: Ich bin natürlich nicht gegen Kinder und nicht gegen Familiengründung, ich bin nur gegen (und das ist es ja, was die Frauen mit ihrer eigenen Naivität meinen) die Illusion, man könne Kinder bekommen, wie man ein Auto kauft: Finanzierung klären, Parkplatz suchen und dann immer aufpoliert vorzeigen.

17. Juli um 13:08

 

Brigitta Huegel Mmmh, also ich habe in meinen Beratungen wieder viel mehr junge Frauen, die der (erträumten) Familie wegen entweder kürzere Ausbildung oder Studium (Bachelor reicht – Chemie? Nein, das dauert viel zu lange!) wollen. Die ich unromantisch auf ... das neue Scheidungsrecht und seine Folgen für die »Lebensplanung« hinweise (das alte Scheidungsrecht war auch nicht o.k. – ich kenne persönlich etliche Frauen, die ihre Männer richtig ausgenommen haben). Die Zwickmühle bleibt, ein Ehevertrag ist unromantisch – aber klug.

Prenzlauer Berg, da hat Jule Heuser schon recht: zieht um. Und »Mutti« sagt ja schon alles über den Tenor des TAZ- Artikels.

17. Juli um 13:08

 

Stefan Mesch ‎@Felicitas: Das stimmt. Nur sind DIESE Frauen halt immer noch die Leute in Deutschland, die die Herausforderung, Kinder und Familie (und Selbstverwirklichung, und ›weichere‹ Geschlechterrollen usw.), annehmen und sich Mühe geben. Ich bin a...uch genervt von Manufactum und NIDO und eitlem Holzspielzeug und Hippster-Eltern – aber was will mir der Artikel sagen? »Experiment gescheitert! Man KANN nicht alles haben!«? Oder »Da kuck! Alle kochen nur mit Wasser!«? Ich verstehe die Warnung. Ich verstehe, wie leicht so ein (sehr anspruchsvoller) Lebensentwurf zu dummen »Illusion« wird.

17. Juli um 13:16

 

Stefan Mesch Ich glaube, wenn in einer Rama-Werbung eine perfekte, immer modernere Familie (also: nicht immer nur der Mann als Geldquelle, die Frau als Sorgekraft) gezeigt wird, kann das zwei Signale senden: Entmutigung, weil solche Szenen nicht zu schaffen sind. Oder Inspiration. Und genau so sind auch solche »schlechten Nachrichten« aus dieser Welt, wie der Artikel: Er k...önnte mir das Gefühl geben, Eheverträge sind wichtig und realistische Vorstellungen. Oder er könnte mir das Gefühl geben, alles sei nur seichtes Theater, und auch die (oberflächlich) stärkste Frau ein ganz schön dummes Huhn. DAS ärgert mich: Das »Du dummes Huhn! Du hast zu viel gewollt!«, das da durch den Artikel gackert.

17. Juli um 13:20

 

Jules Heuser Was reden denn immer alle davon, dass Eheverträge unromatisch ist? Romantischer, als das ich will, das es meiner Liebe gut geht auch dann, wenn ich ihr höchstwahrscheinlich den Hals umdrehen will und mich erst in ein paar Jahren wieder daran erinnern kann, warum ich sie/ihn geliebt habe oder Tod bin und meine Verwandtenaasgeier versuchen sich alles erbliche unter den Nagel zu reißen oder was auch immer, gehts doch nicht mehr.

Eine Ehevertrag ist doch kein Scheidungsversprechen, er ist Freiheit für beide. Keine (weniger) Chance für Ausbeutungsmütter und Ich-führe-jetzt-ein-neues-Leben- mit-einer-Zwanzigjährigen-mir-egal- Klischee-Vätern. Und wer das nicht kapiert, der sollte einfach nicht geheiratet werden (also zumindest nicht von mir.) Wer will denn schon in einer Ehe feststecken und irgendwann heulend zu Leon (6) und Romy (11) sagen müssen, ich würd deinen Vater ja gerne verlassen, aber ich kann nicht, weil ich kein Recht auf euch, auf Geld, auf eigentlich ncihts habe und meine Rente 86 Euro beträgt, da ich wegen euch aufgehört habe zu arbeiten? D A S ist unromantisch.

17. Juli um 13:21

 

Heiner Müller-Pfohschneider Der weinerliche Tonfall des Artikels passt zur weinerlichen Stimmung im Prenzlauer Berg. 800 Euro für eine 3-Zimmer wohnung, die »zu klein« ist ... naja, da sind die Latte-Macciato-Ansprüche halt zu groß. Ich bin ein schlechter Mensch, I kn...ow, aber ich muss sagen: Ein bisschen hämisch bin ich auch. Ich kann diese Klischee-Leute mit ihrer glatten Oberfläche und ihrem »Bei-uns-ist-alles-MacBookPro-toll« auch nicht leiden. Auch wenn ich ihnen glaube, dass sie am Anfang nicht geglaubt haben, dass es so kommen könnte.

Aber gleichzeitig weist der Artikel auf ein REALES Problem hin, das er vielleicht nicht genügend journalistisch- dokumentarisch aufbereitet: Dass es IMMER NOCH so ist, dass sobald Kinder da sind, die alten Geschlechterrollen ganz schnell zurückkehren. Und dass »Bildung« oder sonstiger Schnick-Schnack da gar nichts helfen. Da darf man auch ruhig mal ein bisschen daneben liegen im Tonfall, das ist ein Problem. Ein Ehevertrag ist vielleicht ein guter pragmatischer Anfang, schützt aber trotzdem nicht davor, dass die Frauen ganz schnell zu Hause landen und sich um alles kümmern und der Mann sich plötzlich eingesperrt fühlt zu glauben, dass man sich irgendwie rausnehmen kann aus Sturkturen, die so tief verwurzelt, weil so angenehm herzustellen sind, ist Phantasie. Ich glaube, es steckt viel Arbeit und Konsequenz dahinter (oder riesige Liebe), das alles so zu managen, dass nicht am Ende der Beziehung eine ziemlich blöd dasteht. Das ist ein gesamtgesellschaftliches Problem. Dass es auch den Prenzlauer Berg trifft, das amüsiert auf gewisse bösartige Art und Weise – zeigt aber umso deutlicher, wo das Problem ist. Wie es den alleinerziehenden Müttern ohne Hochschulabschluss geht, das will man ja gar nicht mehr lesen ...

17. Juli um 13:39

 

Brigitta Huegel Ist ja schön, dass Jule so vernünftig ist – ich bleibe dabei: ein Großteil der jungen Frauen (und die sehe ich täglich) sind es eben nicht. Sie sind z.T. sogar so romantisch, dass die Frage einer sehr herben alten Beraterin in den späten 70ger Jahren wieder angebracht ist: wenn da eine sagte:»Ich will lieber eine kurze Ausbildung, weil ich heiraten will« fragte Frau L. mit tiefer Stimme: »Haben Sie denn schon jemanden?« – was nicht mal bei 50% immer der Fall war ...

17. Juli um 13:45

 

Jules Heuser merkt: wenn sie sich ereifert, klappt das mit der Rechtschreibung eher so unter dem Begriff originell.

Wir wollen alle immer zuviel, habe ich das Gefühl und pflastern dann die Wände mit diesen Geht-leider-nichts und Mach-ich-später- (nie)s u...nd ärgern uns weil alle immer weiter sind: im Job, in Sachen Sport, Liebe, persönlicher Mitte und dem ganzen Krempel. Wenn man da unterscheiden kann zwischen: das will ich wirklich und das will ich, weil meine Eltern das wollen und das will ich, weils gerade so schick ist und so gut aussieht an mir, und das weil ich auch so lässig, wie meine beste Freundin sein will, dann hat man schon viel gewonnen. Und außerdem: kommt immer anders als man denkt und plant. Gesunder Menschenverstand hilft dann bei den meisten Sachen weiter.

Leider ist er ein bissche aus der Mode geraten, würde Tucholsky jetzt ätzend anschließen. Aber manchmal hat man doch genau dieses Gefühl.

Gehe jetzt einen Teppich für ein eigenrenovierten Teil des Hauses kaufen in der ehemaligen udn jetzt schon wieder Szenestadt Tisvilde mit meiner bedingt hippen ehevertraglichenverheiraten herrlichen Mutter, die eher Klassik, als Trend und eher Werte, als Mode ist. Wofür ich unendlich dankbar bin. Wenn ich so cool werde, habe ich Glück.

17. Juli um 13:50

 

Brigitta Huegel »Nach dem Studium will Albrecht endlich Vollzeit arbeiten. Sie will eine größere Wohnung und ein zweites Kind. Zielbewusst setzt sie die Pläne in die Tat um.« Finde ich etwas knapp formuliert: den ganzen Plan? Eine Vollzeitkarriere als Germanistin – einfach so? Und ich verstehe Stefans Einwand auch: der Artikel ist eher »schadenfroh« denn Perspektiven-aufzeigend. Wäre sicher nicht so über Frauen in Plattenbauten formuliert worden.

17. Juli um 13:52

 

Felicitas Schmitt Ach, was ne schöne Dikussion! :)

Das »zuviel wollen« hängt eben mit der Illusion des »alles möglich« zusammen, (wobei ich niemandem persönlich die schuld zuweisen will, wenn er dieser illusion verfällt – die ist eine gesellschaftlich von ... vielen zusammengebastelte, in der die rama-werbung nur ein teilaspekt ist) und das gilt vor allem für junge Väter so scheint mir. da heißt es, er müsse natürlich die familie nicht allein ernähren, weil die frau ja auch dabei ist und wenn er am samstag mal die kinder im buggy über den delikatessen-markt schiebt und auch weiß, wie man eine windel wechselt, ist er auch gleich ein toller »neuer« Vater. Noch zwei Monate Vaterzeit (meist genommen in den ersten monaten mit der frau ZUSAMMEN) und er ist ein echter held. und dann auf einmal ist das kind da und doch alles ganz anders? Und vor allem nicht nur für den übersichtlichen zeitraum eines begrenzten arbeitsvertrags sondern ein leben lang? umso wichtiger – jules, du hast so recht – menschenverstand und ein realistischer blick.

und die frauen, deren erklärtes ziel die zeitnahe ehe und kinderglück ist, hängen die nicht evtl. an der gleichen illusion? Möglichst schnell eine coole latte-macchiatto-Mutti werden, denen ja alles scheinbar so leicht fällt?

Der Artikel nennt sich »Erfahrungsbericht« – mehr ist er auch nicht.

17. Juli um 14:19

 

Jules Heuser Ich freu mich auch ganz schrecklich. Endlich macht Facebook mal das, was es seiner Illusion nach kann. Und nicht nur seltsame Fotos von Ehemalsbekannten durchposten.

Eine coole Latte Macchiatto Mutti werden als Lebensziel, das stelle ich mir genauso attraktiv vor zu hören, wie neulichder Dialog in einer nicht näher benannten Prolldisko meiner Heimatsstadt (wenn mich einer fragt: ich war nie da):

Ein ehemaliger netter Typ meiner Schule, zwei Jahre über mir: »Nee, ich studier noch, ist ja klar. Wer will denn bitteschön raus in die Welt mit ihrem ganzen Mist an Finanzkrisen, Versicherungen, festen Arbeitszeiten und im Jahr nur sechs Wochen Urlaub. Nee, ich versuch auch so lange wie möglich zu studieren, echt, so lange wie möglich.« Sagte es und nahm noch einen Schluck aus der Flasche, während ich innerlich anfing zu jaulen: »Du warst mal so cool! Du warst sogar mal mit meiner wunderhübschen besten Freundin zusammen! Was ist aus dir geworden, du abgehalfterter Harz vier Empfänger in spe?!« und äußerlich so was geistreiches wie »ähm, eh, na ja, finde ich jetzt zwar nicht so..«

Und so hat jeder seinen ganz eigene illusionsreichen Traum, der unwiderbringlich an der Realität zerplatzen muss (oder Irrenanstalt, da darf man ja alles auf Lebenszeit sein, was man will.)

Ich bin auf jeden Fall selber auch schon total innerlich zerfressen und zersetzt von diesen Illusionen des alles möglich, alles geht und dem Bionadekult. Da komm ich gar nicht mehr raus, dafür habe ich zuviel Kino, Bücher und Fernsehen gehabt und strebe einen völlig verschrienen Wolkenkuckucksheimberuf an. Ich will auch ein IPhone, weils so schön und so praktisch ist, aber wenn ich es wirklich wirklich wollen würde, würde ich halt dafür arbeiten und es kaufen. Und basta. So leih ichs mir nur manchmal aus und bin fasziniert.

Wie wärs dann auch mal mit der Lightversion für all den anderen Quatsch? Der leichten, schaumigen Illusion, die dir diese Schuhe, diese Wohnung verspricht und auf kurze Zeit schenken kann. Und du das dann auch weißt und die Sachen eben auf dem Flohmarkt wieder verkloppst, die Wohnung nicht kaufst, sondern untermietest, weil die anderen Coolen im Urlaub sind. Fänd ich glaube ich gut. Erst mal ausprobieren, obs auch wirklich geil werden kann.

17. Juli um 15:13

 

Brigitta Huegel Aber man probiert (sich) doch die ganze Zeit aus, oder nicht? Ein Leben lang – hoffe ich. Wem ist man (ohne Kinder) verpflichtet? Vorhin hast du geschrieben, dass man (sich) selbst verantwortlich ist, das sehe ich auch so – dann versteh ich aber nicht die Schuldzuweisung an »zu viel Kino, Bücher und Fernsehen«. So lange man einer Illusion nachjagt, mag es ja noch angehen – schlimm wird es, wenn man diese als ein Ziel definiert, das man erreichen muss und an dem man sich mißt (oder messen läßt).

17. Juli um 15:59

 

Stefan Mesch Oh ja. Das höre ich viel zu oft: »Was? NEIN! Ich bin 26 / 27 / 28! Ich kann doch nicht mehr so einfach umziehen / Schluss machen / kündigen / Kunst machen! Mein Auto / Handy / Konto / Lebenslauf lässt solchen Quatsch ECHT nicht mehr zu! Hast du den Schuss noch nicht gehört? Wir müssen jetzt erwachsen sein!«

17. Juli um 16:15

 

Stefan Mesch Wenn Leute mit Familien / Verpflichtungen so sprechen: klar! Aber als BEGRÜNDUNG

(Entschuldigung), warum man mit Ende 20 in einer schlechten Stadt / einem schlechten Job / einer schlechten Beziehung bleibt? Nicht, dass ich SOOOO viel besser wäre oder mich da aus nähme (wir haben alle Riesenängste!) – aber so Diskussionen kommen immer häufiger, und sie deprimieren mich immer mehr.

17. Juli um 16:17

 

Brigitta Huegel Wird bei den meisten auch mit dem Alter nicht besser :-), dieses festklammern an vermeintlichen (!) Sicherheiten, dieses »einen alten Baum verpflanzt man nicht mehr« – und dann ist träumerische Bewunderung noch das das Beste, was dir entgegenkommt (»Was? einfach in eine andere Stadt ziehen? Oder: Was – ganz alleine(?!?) für 1 Monat nach Edinburgh? Und du kennst da niemanden?!? Würde ich ja auch gern, Britta, aber ich muss meinen Garten gießen«)

17. Juli um 16:33

 

Felicitas Schmitt Sorry, aber man kann nicht immer ausprobieren, es gibt überhaupt kein Ausprobieren. Vielleicht kann man sich ein Handy leihen und vielleicht auch mal ein Praktikum machen, aber bei den großen Dingen, bei den Lebensdingen geht es um Entscheidungen. Wo will ich wohnen? Wieviel will ich arbeiten? Wie wichtig ist mir Familie? Und manche Dinge schließen sich eben leider auch aus, d.h. eben auch: Kinder – okay, aber dafür die nächsten sechs Jahre Urlaub auf Noderney. Die Illusion ist die, mit Kleinkindern entspannten Sightseeing-Urlaub in Rom machen zu können. Man entscheidet sich eben immer für etwas und gegen etwas anderes. Leider will man uns glauben machen, es sei nicht so. Und daran stößt man sich irgendwann sehr schmerzhaft. (Und daher fällt es manchen Leuten auch leichter, sich mit unerträglichen Zuständen abzufinden, als auf das eine oder andere zu verzichten.)

Ausprobieren ist die Illusion, unsere Handlungen hätten keine Konsequenzen. Stimmt leider nicht.

17. Juli um 17:43

 

Jule D. Körber oh krass. Ich bin ja normalerweise sehr taz- zugeneigt, aber der Artikel geht (genauso wie seine Protagonistinnen) gar nicht. Es ist unter der taz-Würde so hämisch zu sein und es ist vor allem würdelos, dass die Protagonistinnen sich dafür her geben, zu sagen: Oh je, wir müssen in den Discounter und können nicht mehr 5 Euro für 100gr Himberren auf dem Biomarkt ausgeben.

Haben die denn gar keine Würde?

Anstatt sich mal zu freuen, nen ihrer Ausbildung entsprechenden Job und Kinder zu haben, so grundsätzlich. Und was hat der Stadtteil, indem man lebt, denn bitte mit Freiheit zu tun?

Bah bah bah bah.

Danke für den Diskussionsanstoß, Stefan. Sagt die, die mit 26 ihren sicheren gut bezahlten Job gekündigt hat und nochmal in eine völlig andere Stadt gezogen ist, um sich mit Jobbing durchzuschlagen. Schadet mit grundsätzlich nicht. Sollte man den furchtbaren Prenzelfrauen auch mal empfehlen. Das ist nämlich Freiheit.

17. Juli um 17:43

 

Stefan Mesch ‎[spielt absichtlich kurz mal die BITTERBÖSE Monster-Spießer-Gegenstimme und fragt Jule, so fies, wie er nur kann:] »Ja, Jule? ›Freiheit‹? Und damit bist du sichtbar glücklicher als andere Leute? Echt? Das lohnt sich? Wirklich? Ja? Heute ha...st DU keinen Apple-Rechner, oder? Und morgen hast vielleicht DU auch keine Rücklagen und keine Sicherheit! Und zwischendurch? Wer hat da Respekt vor dir und deinem Leben? Wer versteht dich? Macht so ein Schwebezustand Spaß? So ein Nicht-Wissen-wo-man-hingehört? Ist das was Besseres als eine mittelgute Ehe mit einem mittelguten Mann?«

17. Juli um 18:06

 

Brigitta Huegel Felicitas, aber da widerspreche ich: eine »Entscheidung« ist ja nicht in Zement gegossen oder nicht zu ändern. »Nichts ist beständig und sicher, nichts ist jemals wirklich fertig oder etwa unwiderruflich. Das ist doch beruhigend, nicht wahr?« fragt der Mumrik bei Tove Jansson (Moomins) Und er hat Recht! Denn: »To try make everything perfect – is a game ---for fools«.

17. Juli um 18:13

 

Jules Heuser Wow, Monsterspießer Stefan ist ja ganz erschreckend. Ja mittelgut ist immer dann gut, wenn man nichts besseres zu sehen und zu hören bekommt und erlebt. Dann kannst du dich ja gleich auf deinen Grab setzten mit nem Strauß Veilchen und abwarten bis es endlich zu Ende geht.

Ich glaube auch gar nicht, das man dauernd ständig glücklich ist, mit was auch immer man macht. (Nein, eigentlich weiß ich das ziemlich genau) Manchmal ist man halt eben nicht nur selbstbestimmt und glücklich, sondern wünscht sich, das mal jemand anderes das verdammte Ikearegal in die Sandwand dübelt, das ständig wieder runterkracht, eagl, wie oft man in seinem Leben jetzt schon so ein verdammtes Ding angebracht hat. Und man nicht weiß zu wem, was, wozu man gehört. Wir sind ja keine eindimensionalen Wesen, wir können doch gleichzeitig klug und völlig weltfremd und tough aber warmherzig sein. Immer dieses entweder oder: s.o.Hubbard.

Aber das sind doch auch alles Fragen, die du dir in einem »sicheren« Job stellst oder in einer »sicheren« Beziehung. Was heute richtig ist für dich, ist in zwei Jahren grundlegend daneben. Und das ist erschöpfend und manchmal schier unaushaltbar, aber dann auch wieder ganz großartig, wenn du tolle Sachen, Menschen, versteckte Talente finddest. Zwingt dich ja keiner immer wieder die Zelte abzubrechen. Aber seine Position immer wieder zu hinterfragen, ist doch irgendwie immer dabei. Auch wenn man dann sagt: Nee, ist gut so, läuft. So lange man da mit sich selbst einigermaßen im Reinen ist und seine Probleme nicht von Lübeck nach Köln über Rom und Litauen ständig miteinpackt und dann in die neuen leeren Ikearegale wieder fein säuerlich einreiht, dann soll doch jeder machen, was er will.

Und klar, die großen Dinge kann man nicht ausprobieren, da muss man springen. Aber ich glaube, dass es Leuten, die neue Sachen schön öfter ausprobiert haben, (angefangen vom wechseln der Joguhrtsorte bis hin zum Wechsel des Kontinents) leichter fällt zu springen und sich wenigstens Konturen im großen Unbekannten herausbilden, bevor man abhebt.

Und wer behauptet, das alles aus einem selbst herausent springt, der keine Inspiration, Ideale oder auch völlig weltferne Illusionen in der Nonrealität hat oder sucht – das glaube ich einfach nicht. Vielleicht gehöre ich da auch als leicht angenerdeter Charakter zu einer Risikogruppe, aber keiner kann sich den äußern Einflüssen erwehren, die eben nicht immer Eltern, Freunde, Natur und Liebe heißen, sondern immer auch Guerilla Marketing, Zeitung, Kino, Werbung. Insofern finde ich nicht, das es ein Widerspruch ist selbstverantwortlich zu sein und trotzdem zu wissen, das einen diese Dinge faszinieren und beeinflussen. Gerade das man es doch weiß oder zumindest versucht herauszufiltern und dann selbst entscheidet, das ist doch meiner Meinung nach ein selbstverantwortliches Umgehen mit der Nonrealtitätssituation.

17. Juli um 21:27

 

Stefan Mesch Wir sollten uns, als Freunde, gegenseitig aufhelfen (statt vorsichtig zu fragen: »Ja? Sicher? Du willst eine Veränderung? Glaubst du, du schaffst das und das lohnt sich? Hast du denn schon einen perfekten Plan, der dich die nächsten 15 Jahr...e glücklich macht? Wenn nicht, dann lass es lieber!«). Man kann das jetzt als Selbsthilfegruppe oder kollektiven Selbstbetrug belächeln. Oder als ne Gruppe junger Wenigverdiener, die sich gegenseitig suggerieren müssen, IHRE Lebens(nicht)planung hätte »auch einen Wert«, weil ihr so langsam angesichts der Realität die Illusionen und die Puste ausgehen.

17. Juli um 21:36

 

Jules Heuser ‎26 (hiermit 27 Kommentare), ist das ein neuer Rekord Stefan?

17. Juli um 21:37

 

Stefan Mesch Darum geht’s nicht. Oder? Ich will einfach nicht ständig lesen, wie Leute scheitern. Vor allem Leute, die wirklich etwas WOLLTEN. Und die mehr versucht haben. Oder was anderes. Oder sich, in ihrem Probieren, wenig Freunde machten: Hubbard. Die Prenzlfrauen. Mütter, die Karriere wollen. Jule, die ihren Job kündigt. Stefan, der immer an dieses T-Shirt von Max Goldt denken muss: »Ich bin 27. Einige meiner Altersgenossen verdienen bereits ihr eigenes Geld.« Es GEHT ja alles irgendwie. Für alle. Aber manchmal fühlt sich’s halt an wie ein Triumph. Wie etwas, das man schafft – und manchmal nur wie ne Niederlage. Oder eine Serie überflüssiger Kapriolen im Lebenslauf. Und dann kommt diese taz-Frau ... und ich denke: DER Gestus hilft am wenigsten. SO nicht!

17. Juli um 21:42

 

Stefan Mesch abschließend: Neulich beschrieb jemand den (rechtskonservativen Alte-Leute-Sender) FOX NEWS als Sender, den es gibt »um reichen alten Männern Angst zu machen«, und ich dachte: »Was? Nein! Das ist doch genau die Zielgruppe. Warum sollte man ... DENEN Angst machen wollen?« Na ja – weil Nachrichten so funktionieren. Weil wir Zeitungen (manchmal leider wahrscheinlich vor allem) lesen, weil sie sagen, was wir denken. Und, weil sie uns ne Basis für unsere Ängste/Vorurteile geben. Insofern hat der TAZ-Artikel für uns (als Eher-taz-denn-Fox-News- Publikum) blendend geklappt, oder? Wir waren unsicher (ob das alles so gut geht), und haben jetzt gezeigt gekriegt, dass SOGAR DIE SCHICKEN MUTTIS vom Prenzlauer Berg scharenweise scheitern. Und wenn DIE keine Karriere und Familie nicht vereint kriegen (so wahrscheinlich die absichtsvolle taz-Suggestion:) – wie wird das dann je einer von uns gut balancieren?

17. Juli um 21:56

 

Felicitas Schmitt Nur ein weiteres Wort von meiner Seite: Lasst uns einfach die Dinge richtig durchdenken, wenn wir sie tun, uns nicht blind von suggerierten Illusionen leiten lassen und uns dann mit Herz und Verstand für etwas entscheiden, sei es auch um danach mit ebenso viel Überzeugung zu erkennen, dass es leider schief gelaufen ist. »Ich entscheide« heißt im Gegensatz zu »ich probier mal« eben nicht, nicht einsehen zu können, dass es falsch und schlecht und großer Unsinn gewesen ist, sondern es heißt, die Angst hinter sich zu lassen und hinter seiner (wohl duirchdachten oder durchdachte undurchdachten) Entscheidung zu stehen. UNd dann klappt es vielleicht auch mit dem Balanceakt und man muss nicht irgendwann dasitzen und Soja-Macchiato trinken und sagen: Hätt ich doch nur ... Das wäre doch mal erstrebenswert.

18. Juli um 01:28

 

Jule D. Körber ‎@Jules: Ja, genau, Selbstbestimmung ist das Stichwort. Man muss eben die Dinge aus irgendwelchen Überzeugungen tun (ob richtig oder falsch ist beinahe egal), um »glücklich« zu werden.

und das ist auch genau das, was ich Stefan aufs Bitterböse anworte: Solange man es sich noch selbst ausgesucht hat, klar.

Der wunderbare Stefan Gwildis, Soulsänger, hat mir letztens in einem Interview erklärt (der Mann ist mittlerweile Mitte 40, hat in ca. 15 verschiedenen Berufen gearbeitet und hatte erst mit ca. 40 den Durchbruch als Musiker): »Es gibt Typen und es gibt Nachgemachte. Und wenn Du nen Typ sein willst und kein Nachgemachter, dann musst Du eben irgendeinen Scheiß machen manchmal, um nicht irgendeinen Scheiß zu machen.«

Wenn nun mein höchstes Gut ist, meine Ideale nicht zu verscherbeln, (und die taz-Frauen-Ideale scheinen – warum auch immer – ihr Stadtteil zu sein), dann muss ich eben mit den Konsequenzen leben und stolz auf mich sein.

Das zum Abschluss. Ich muss zur Arbeit und Alkohol an Dorftrottel ausschenken. Hmm

18. Juli um 09:20

 

Jules Heuser So und wer bindet unsere Erkenntnisse nun in eine kleine liebevolle Facebookanthologie, die wir lebensmüden (im Sinne von ausgebrannten, ausgeknockten, seinen Idealismus begrabenen) und lebensmüden (im Sinne von abenteurlichen, verrückten) Erstsemestern und Studienabsolventen übergeben können und verziert sie mit schönen Illustrationen?

18. Juli um 14:46

 

Felicitas Schmitt Das macht der Stefan.

18. Juli um 19:48

 

Jules Heuser Der hat angefangen.

19. Juli um 03:04

 

Jule D. Körber Ich habe gerade die offiziellen Leserbriefe in der taz zu dem Artikel gelesen. Bin ein wenig zwiegespalten und denke, wir sollten unsere Diskussion an die taz weiterleiten. Ernsthaft.

20. Juli um 10:11

 

Stefan Mesch Kannst du genauer erklären, warum? Ich habe durch die (150!) User-Kommentare auf der Website geblättert, aber da stehen nur die üblichen blödbösen Sachen, »Die sollen ruhig mal arbeiten gehen! Dann sehen sie mal!« und »Kein Geld für ein iPhone? Da habe ich kein Mitleid!«. Für mich klingt es, als hätte die taz einen Köder ausgelegt, und genau DIE Reaktionen gekriegt, die zu erwarten waren.

20. Juli um 10:36

 

Stefan Mesch [ein Beispiel, um den »Köder« kurz zu erklären: Die »Welt« und Springer führen eine Kampagne gegen die »Tagesschau« und den Wettbewerbsvorsprung, den öffentlich-rechtliche Nachrichten haben. Springer hat Angst, dass gebührenfinanziertes Fernsehen ihnen Leser stiehlt, und darum wird in jedem Artikel zu JEDER ARD- oder ZDF-Sendung erwähnt, wie teuer die Sendung ist und, dass sie durch Gebühren finanziert wird. Das Ergebnis? Unter JEDEM Medien-Artikel in der »Welt« steht »Und DER Mist wird von MEINEM Geld finanziert! Eine SCHANDE FÜR DEUTSCHLAND!!!«]

20. Juli um 10:38

 

Stefan Mesch Der taz-Artikel hat also genau DEN Tenor gekriegt, der zu erwarten war. Ich muss der Redaktion nicht sagen: »Sehen Sie mal! Es gibt auch andere Stimmen / Meinungen.« – wenn die taz UNSERE Meinungen hätte hören wollen, wäre schon der Artikel anders geschrieben gewesen und hätte andere Punkte betont. Oder?

20. Juli um 10:40

 

Jule D. Körber Ne, ist ein bißchen anders gelagert. Ich scanns Dir gleich mal ein und verlinke es, das dauert Ewigkeiten, all das abzutippen

20. Juli um 10:44

 

Jule D. Körber Mädels: Stefan und ich halten es für eine gute Idee, unsere Kommentare als eine Art Facebook-Essay beim tollen Titel-Magazin zu veröffentlichen. Wenn ihr das okay gebt, schlage ich das bei Titel mal vor …

20. Juli um 11:18

 

Stefan Mesch Das Titel-Magazin macht im September eine wöchentliche Reihe von Essays darüber, wie Leute auf Facebook leben und diskutieren – entsprechend gut würde das passen. Macht das Sinn (vielleicht auch einfach: anonymisiert?). Ich kann verstehen, wenn nicht. Aber lesenswert wär’s, glaube ich, sehr!

20. Juli um 11:20

 

Felicitas Schmitt Oh ja, bitte anonymisiert mich ... ;) Aber dann nochmal drüberlesen, eigentlich aber gerne. Klar, warum nicht. Vielleicht sind das meine 5 Minuten Ruhm ...!

20. Juli um 12:11

 

Felicitas Schmitt Ach, vergesst das rübergucken. That´s live ... life. Both.

20. Juli um 12:12

 

Jule D. Körber Ach Kathi, Du bist doch schon Facebook-anonym ;-) Und klar, ich schreib gerne meinen Namen über das Gesamte, aber für die Einzeleinträge hole ich dann wohl mal wieder Verena Körner hervor …

20. Juli um 12:14

 

Jules Heuser So lange meine originelle Handhabung von Zeichensetzung und Groß und Kleinschreibung dezent ausgebügelt wird, klar bin dabei. Vielleicht sollte wir jedoch andere Fotos nehmen, ich und Kathi sind ja quasi die Pin- ups der Diskussion ... nur Ste...fan hat ein ernstes: ich bin ein Autorgesicht. Well done. Apropos: Wann kommt ein Link für den strong females artikel von dir? Neugierig.

Irgendwie ist das wie ein nie endendes Telefonat, wo man einfach den Hörer nicht auflegt und Tage später »Ja, finde ich auch. Apropos, du hast noch meinen gestreiften Pullover« in das rumliegende Telefon spricht, um es wieder abzulegen und staubsaugen zu gehen. Surreal, but nice.

20. Juli um 16:10

 

Jule D. Körber Fräulein Heuser, Sie werden aufgrund des schönen Vergleichs eben meinen Essay fürs Facebookessay lieben

20. Juli um 16:58

 

Stefan Mesch @Jules: Gestern veröffentlicht – n langer Artikel über »Wonder Woman« (Link in meinem Profil). @Jule: Schick ihr deinen Facebook-Essay. Schick JEDEM deinen Facebook-Essay – das ist, glaube ich, immer noch mein Text des Jahres bisher! :-)

20. Juli um 18:30

 

Jule D. Körber oh Stefan, das ist echt lieb von Dir. Vor allem, weil ich seit meiner blöden Münchner Rosskur so dermaßen an Schreibqualität verloren habe, vor allem, wenn ich dann deine wirklich sehr guten Zeit- und Tagesspiegel- Artikel lese. Aber nun gut, hoffen wir mal, dass mein Talent wieder auftaucht, sobald ich unter besseren Umständen schreibe.

Aber tatsächlich mag ich meinen Facebookessay auch recht gern und hoffe, bald mal wieder mehr sowas zu schreiben als meine harmlosen globe-M Artikelchen.

Grüße von Lino übrigens.

Und Lena ist gerade in Rohrbach, das weißt Du, oder?

20. Juli um 18:36

 

Jules Heuser @Jule Schick ihn mir. Ich hab damals deine Zerriss-Charakterisierung der Hildesheimer Studenten auch wahnsinnig gern gelesen ...
20. Juli um 20:02

 

Jule D. Körber na, dann schick mir mal per fb-nachricht deine mailadresse, die hab ich nämlich grad glaube ich nicht auf lager. sonst muss ich copy und pasten als fb-nachricht, und das ist immer so unschön …
20. Juli um 20:23

 

Felicitas Schmitt Ja, find ich auch. Apropros, hast du noch meinen gestreiften Pullover?
21. Juli um 01:11


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