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    TITEL kulturmagazin
    Sonntag, 23. Juli 2017 | 08:37

     

    Die Fälle Münster und Biller. Eine Zensur findet nicht statt

    23.02.2004




    Eine Zensur findet nicht statt

    Ein paar grundsätzliche ÜberlegungenZu den (Un-)Fällen von Münsters Bloch & Billers „Esra“


     

    Selbstverständlich muss die Kunst bei uns so frei sein & bleiben, wie es ihr unser Grundgesetz versichert; und eine Zensur findet nicht statt, solange der Staat – im besonderen also Polizei und Justiz – nicht Hand an die Kunst legt.
    Zwei zeitgleiche Fälle, bei denen beides, die Kunstunfreiheit und die Zensur, in Sichtweite gekommen scheinen, erlauben, darüber nachzudenken, ob die davon Betroffenen mit ihren Befürchtungen recht haben.
    1. Der Roman „Esra“ von dem Münchner Schriftsteller Maxim Biller war auf Betreiben zweier Frauen, Mutter & Tochter, die sich darin von Biller porträtiert sahen, aufgrund einer einstweiligen Verfügung erst vollständig verboten worden, und nun darf der Verlag, bis zu einem endgültigen Entscheid des Münchner Oberlandesgerichts, das Buch wieder vertreiben, allerdings versehen mit einer Vielzahl deutlich erkennbarer Zeilen mit inkriminierten Tilgungen, die einem geradezu vor Augen führen, was man nicht lesen darf.
    2. Die Ernst-Bloch-Biographie des in Paris lehrenden deutschen Blochkenners Arno Münster, die auf französisch vor 2 Jahren publiziert worden und vom Suhrkamp-Verlag, in dem das Oeuvre Blochs erschienen ist, angekauft worden war mit der Maßgabe, dass der Autor Münster sein Buch sowohl übersetze als auch die darin enthaltenen Fehler korrigiere, soll nun – nach einer offenbar langen verlagsinternen Diskussion, an der zuletzt sowohl das „Ludwigshafener Blochzentrum“, Blochs Sohn Jan Robert als auch Ulla Berkéwicz-Unseld teilnahmen – nicht im Suhrkamp-Verlag erscheinen.

    Der falsche Ort

    Nun ist es durchaus schon vorgekommen, dass Verlage wissenschaftliche Sachbücher sei´s von einem anderen Lizenzgeber zur Publikation erworben, sei´s selbst initiiert haben und dennoch im letzten Augenblick von einer Publikation Abstand genommen haben. Es kann dafür viele Gründe geben: dass man dem Buch keine geschäftliche Chance mehr gibt (weil z.B. die Konkurrenz zum gleichen Thema schneller und erfolgreich war), oder dass man schließlich an der ursprünglichen Entscheidung zweifelt, weil Qualitätsgesichtspunkte, die man nun sich gesetzt hat, nicht erfüllt wurden oder das Buch – so wie es nun einmal ist – nicht ins Programm passt. Vernünftigerweise ist ein Verlag gut beraten, wenn er erst am Ende eines solchen internen Entscheidungsprozesses das Buch in seine Verlagsvorschau aufnimmt und zwar sowohl im Eigen- wie im Autoreninteresse. Das ist offenbar im Hause Suhrkamp mit Arno Münsters Buch nicht geschehen.
    Im Gegenteil: ohne dass Münsters Bloch, wie im Verlagsprospekt angekündigt, überhaupt erschienen wäre, sind bereits 4 (!) ausführliche Rezensionen in überregionalen Zeitungen erscheinen, die aufgrund der – wie mittlerweile Usus – vorab verschickten Fahnen verfasst worden waren. Keine dieser Rezensionen eines für potentielle Leser/Käufer gar nicht greifbaren Buches – man fühlt sich an das letztjährige Zeter- & Mordio-Geschrei der Rezensionsbranche über Frank Schirrmachers vorauseilendes Verdikt gegen den ebenfalls bei Suhrkamp noch gar nicht erschienen Roman „Tod eines Kritikers“ von Martin Walser erinnert – : keine dieser Besprechungen von Münsters Bloch-Buch-Fahnen war ein Verriss oder hätte dem Autor oder dem Verlag wegen offensichtlicher Fehler oder Fehlinterpretationen einen Vorwurf gemacht.
    Das kann, an die eigene Nase gegriffen, natürlich auch heißen, dass alle (wohlwollenden) Rezensenten sachlich-positivistisch inkompetent waren und sie gar nicht begriffen haben, dass da ein Buch vorliegen würde, das der „Suhrkamp-Culture“ nicht entspräche. Es müsste den Rezensenten aber ein Buch in Fahnen vorgelegen haben, das noch gar nicht in die Nähe des Zustandes gekommen war, den der Verlag in der nun endgültig geplatzten Kooperation mit dem Autor als beider Fassung letzter, mit einander ringender Hände angestrebt hatte. Auch das ergäbe eine denkwürdige Parallele zum Walser-Casus, wo ja auch von unterschiedlichen, noch nicht endgültig redigierten Fassungen die Rede war, die unter den Rezensenten kursierten.
    Aus den Berichten, die nun über Münsters revoziertes Bloch-Buch erschienen sind, geht aber auch hervor, dass Blochs Sohn Jan Robert, dem einzigen Erben des Philosophen, mit dem ganzen Tenor von Münsters Monographie über seinen Vater nicht einverstanden war, erstaunlicherweise, weil Münster, der sowohl Blochs „Messianismus“ als auch seinen „Marxismus“ betont habe, zu „hagiographisch“, will sagen: zu ehrerbietig & zu wenig kritisch, vorgegangen sei. Das wäre insofern bemerkenswert, weil üblicherweise die Erben eher einen zu kritischen und zu sehr den „nackten“ Tatsachen verpflichteten Umgang befürchten und dagegen einzuschreiten gewillt sind.
    Das ist z.B. im Falle eines anderen, ursprünglich von Suhrkamp angekündigten Buches so gewesen, nämlich mit der Uwe-Johnson-Biografie von Bernd Neumann (1994. Da war es gerade die Akribie des Autors, die den Verleger Siegfried Unseld (in Personalunion aber auch Freund und Nachlassverwalter seines Autors) in die Bredouille brachte, weil Neumann das heikle Thema von Johnsons Beziehung zu seiner Ehefrau und Tochter mit einer Flaubertschen Impassibilité zu Sprache und Darstellung brachte, die es Unseld aus Respekt vor den Überlebenden des familiären Konflikts, den allerdings Johnson selbst publik gemacht hatte, geraten erscheinen ließ, das wissenschaftlich untadelige Buch Neumanns nicht in „Uwe Johnsons Verlag“ zu publizieren. Es ist dann andernorts erschienen. Die spätere Publikation des Briefwechsels Johnson/Unseld als verheimlichten Grund der Zurückweisung Neumanns zu insinuieren, wie das eben Lothar Müller in der SZ v. 24.7.03 tut, ist unseriös. Umgekehrt wird ein Schuh draus: der Briefwechsel erschien, damit keine falschen Mythen in die Welt kämen.

    Vor- & Fürsorge

    Ungeachtet der literarischen Verschiedenartigkeit der beiden Biografika, die sich der Suhrkamp-Culture nicht einfügen, muss man an eine literaturpolitische Banalität erinnern: die Publikation einer Biografie, die im gleichen Verlag erscheint, in dem der biografisch durch- oder erleuchtete Autor publiziert hatte, fügt dem Werk a priori den Schatten des „Offiziösen“ hinzu. Je souveräner ein Biograf mit dem umgeht, den er sich zu seiner Beschäftigung ausersehen hat, desto ferner sollte er sich von dem Haus halten, in dem sein Objekt seine postume Bleibe hat. Das gilt auch vice versa: der Verlag, der nicht nur aus juristischen, sondern auch aus ethischen Gründen sich gegenüber der fortdauernden Präsenz eines seiner Hausautoren „familiärer“ verhalten muss, bzw. sollte als bei einem ihm fernstehenden Autor, muss eben damit leben, dass ihm eine souveräne, ohne Wenn und Aber geschriebene Biographistik in diesem Konfliktfall verwehrt ist. Die Eigenwilligkeiten eines Biographen so hinzubiegen zu versuchen, dass sie den verlagsinternen Bedürfnissen oder Strategien entspricht und auch noch Rücksicht auf die Wünsche von Erben nimmt, dürfte kein Ziel sein, das mit Ehre und Respekt sowohl vor dem Andenken des Porträtierten als auch der Arbeit des Porträtisten zu vereinbaren ist. Mit Zensur hat das nichts zu tun, sondern nur mit der fundamentalen Unvereinbarkeit unterschiedlicher Intentionen. Freilich hätte man annehmen dürfen, diese Erkenntnis als selbstverständlich im Hause des Suhrkamp-Verlages voraussetzen zu können. Bedauerlicherweise ist das aber wohl nicht der Fall gewesen. Aber Münsters Blochiana werden nun im Philo-Verlag erscheinen, freilich „überarbeitet“, wie es dort heißt.

    Abrechnung (ohne Wirt?)

    Die Rücksichtnahme Siegfried Unselds auf Uwe Johnsons Frau & Tochter führt zu Maxim Billers Roman „Esra“, in dem der Autor offenbar so sehr im Trüben seines autobiografischen erotischen Lebens gefischt hat, dass zumindest im Münchner Milieu, in dem alle in seinem Roman Porträtierten leben, das Buch als „Schlüsselroman“ verstanden werden konnte, wenn nicht sogar musste, um dem literarischen opus den richtigen medienwirksamen Drive bei seiner Publikation zu geben. (Das ist, nebenbei gesagt, genau die gleiche öffentliche Erregungsmassage mit „Privatem“, die als lauthals verschwiegene Zufütterung Martin Walsers dürftige Parodie des Literaturbetriebs medial aufgebläht hat und in seinem Fall M.R.-R als humorloses Opfer wie im Casus Biller zwei von ihm bloßgestellte Frauen als undankbare „Klage-Weiber“ einbezogen hat.
    In keiner der erschienenen Rezensionen des Buches wurde die autobiographische Nähe seines Stoffes denn auch unerwähnt gelassen, wobei die offenbar informierten Rezensenten, die nicht zur Münchner Augenzeugenschaft gehörten, darüber reflektierten, wie sich der Schriftsteller zu seinem Selbsterlebten und den von ihm dabei „verarbeiteten“ Personen verhalten habe. Joachim Güntner von der NZZ hat die Rezensionen nachgelesen und dabei bemerkt, dass Biller und seinem Buch von zwei Berliner Kritikern und einer Hamburger Rezensentin vorgeworfen wurde, er habe „eine sehr private“ Geschichte „voller Vorwürfe“ abgehandelt und den Roman zu einer „kleinkarierten“ Abrechnung mit seiner ehemaligen Geliebten und deren Mutter verwendet. Ein „Racheakt“ also des Autors, der sich jederzeit öffentlich rühmt, keine „Schlappschwanz“-Literatur zu verfassen, den auch die dabei ins Räderwerk der Billerschen Wüterei gekommenen beiden Betroffenen in dem Buch erblickten und vor Gericht gingen, um ihre „Menschenwürde“ schützen zu lassen.
    Natürlich beginnt der Skandal, wie Karl Kraus schon wusste, wenn sich die Polizei (oder in diesem Fall die Justiz) mit ihm befasst, und ob es im Eigeninteresse als Betroffener klug ist, die Justiz anzurufen, wenn man sich literarisch verunglimpft sieht, mag dahingestellt sein. Es gehört wahrscheinlich sehr viel, unendlich viel machiavellistische List dazu, die einem angetane öffentliche Demütigung mit Kohlscher Coolness „auszusitzen“, als die psychische Verletzung mit Wut und Empörung rächen zu wollen. Damit wird ein fast allemal überforderter Richter belastet, weil er gezwungen ist, die „Freiheit der Kunst“ im „öffentlichen Interesse“ gegen den „Schutz der Privatsphäre“ und der „üblen Nachrede“ abzuwägen. Er ist – und er gewiss nicht allein – dazu nicht in der Lage, jene Grenze zu bestimmen, wo „Kunst“ beginnt und ob, was sich dafür hält, es auch ist.
    Jens Jessen in der „Zeit“ hat ganz am Anfang der Diskussion über (& gegen) Billers „Esra“ geschrieben: „Auf die Freiheit der Literatur kann sich ein Autor nur berufen, wenn auch dem Porträtierten eine Freiheit bleibt: nämlich die Freiheit, sich nicht gemeint zu fühlen“. Von Literatur – oder noch etwas genauer: Kunst –, soll damit gesagt werden, kann überhaupt erst dann gesprochen werden, wenn der autobiografische Stoff, aus dem ein Autor schöpft, derart verändert ist, dass die darin zitierten Personen – ebenso wie alle anderen Leser – hinlänglich Anlass haben, darin mehr und anderes zu erblicken, als einzig und allein die „üble Nachrede“ des Schreibers auf sie.
    Nun bezog sich die „klassische“ Form der „üblen Nachrede“ vornehmlich auf charakterliche Fehler oder Fehlverhalten, die den sich davon betroffen und damit öffentlich identifiziert fühlenden, sprich: gebrandmarkten Personen vom Autor eines Buches unter dem Siegel der Kunstfreiheit nachgesagt werden. In der jüngsten Zeit aber tritt immer öfter ein weiteres Motiv & Sujet hinzu: die Veröffentlichung erotisch-sexueller Intimitäten, die auf einen Voyeurismus spekulieren, dessen anthropologische Energie so stark ist, dass sie solche intimste Details eher der „Wahrheit“ und „Faktizität“ des Geschehenen zuschreibt, als der Annahme zuneigt, der Autor habe dabei von seiner „künstlerischen Freiheit“ und Phantasie Gebrauch gemacht.

    Erlaubte Kollateralschäden ?

    Nun hat sich seit den Zeiten von Karl Kraus, der besonders in „Sittlichkeit und Kriminalität“ gegen die öffentliche Ausschlachtung des Sexuellen in Justiz und Journalismus, vehement zu Felde zog, um das Privateste des Menschen geschützt zu sehen, die Boulevard - & Skandalpresse gerade im Bereich unter der Gürtellinie ihr bevorzugtes Betätigungsfeld gefunden. Selbst jene, denen die Ups & Downs von „Prominenten“ sowohl gleichgültig als auch degoutant sein mögen, sind heute bereit, in solchen Ausstellungen von Intimitätsbereichen gewissermaßen notwendige & hinzunehmende Kollateralschäden öffentlicher Prominenz zu sehen – und längst lebt von deren Verbreitung nicht nur ein ganzer Wirtschaftszweig der journalistischen Branche, sondern auch z.B. dieses oder jenes weibliche oder männliche „Luder“ recht ungeniert. Wenn das also auch gewissermaßen zum guten Ton gehört, so kann denn doch ein „öffentliches Interesse“, das sich dem individuellen vorordnet, darin nicht gesehen werden; und weil „die Prominenz“ auf jeden „Schutz ihrer Privatsphäre“ verzichtet, wenn nicht gar deren detaillierteste Verbreitung befördert, kann die juristische Inanspruchnahme dieses Rechtsgutes durch Betroffene nicht damit obsolet geworden sein. Das gilt sowohl für den Journalismus als auch für die Literatur – zumindest für jene, die nicht nur beiläufig oder aus Mangel an künstlerischem Talent den brandmarkenden Blick auf davon betroffene Mitlebende öffnet, sondern auch für jene, die gerade sich ihr künstlerisches Talent, sprich ihre „Kunstfreiheit“, dadurch selbst zuspricht, dass sie eben nichts „verkünstelt“ hat, sondern ihren „radikalen Mut“ in der Präsentation von „Fakten, Fakten, Fakten“ behauptet: ob als täuschend echte Simulation eines literarischen Fotorealismus oder als intime Reportage. „Radikal“ wäre an diesem „Mut“, des Autors Sicht einer Liebes- & Beziehungskiste öffentlich auszubreiten, gar nichts; er wäre gratis zu haben, wenn er sich im Schutze des Anspruchs von „Kunstfreiheit“ unangreifbar machte für jene, die er erkennbar für seine Zwecke instrumentalisiert. Hätte er sich aber erkennbar die Freiheiten der Kunst genommen, so wäre, was ihr möglicher lebensgeschichtlicher Anlass gewesen sein mag, davon literarisch verzehrt worden. Um es anders zu sagen: „Werthers Leiden“ heißt & ist nicht: „Goethes Leiden“.
    Bekanntlicherweise ist es fragloser Usus – der einem juristischen Verbot entspricht –, bei der Publikation von Briefen, Tagebüchern und anderen Werken Verstorbener die Lebenden vor der üblen Nachrede der Toten zu schützen. Warum sollte der gleiche Grundsatz nicht auch für & unter Lebenden gelten? Zwar spekulierte Martin Walser mit seinem „Tod eines Kritikers“ im öffentlichen Resonanzraum auf den gleichen Echoeffekt eines quid pro quo (übrigens auch mit Zuschreibungen unter der Gürtellinie); aber er hat zum einen beträchtliches literarisches Raffinement mobilisiert, um seinen individuellen Racheakt als erzählerische Fiktion juristisch unangreifbar zu machen, und zum anderen konnte er seine Satire des Literaturbetriebs zumindest damit begründen, dass sie sich gegen den persönlichen Übermut einer machtvollen, verletzenden literarischen Instanz richtete, die quasi mit ihm „satisfaktionsfähig“ war. Auch das ist trifft auf Maxim Billers „Esra“ nicht zu.

    Ambition ist keine Kunst

    Der Verlag Billers hat angekündigt, sollte das Buch nun nach der vorläufigen, eher absurden als salomonisch oder „sibyllinisch“ zu nennenden Zwischenentscheidung, verboten werden, alle juristischen Instanzen zu bemühen, um zu einem endgültigen Entscheid zu kommen. Das wäre zu begrüßen.
    Denn da bislang noch niemand aufgetreten ist, der „Esra“ in den Rang eines unbezweifelbaren, großartig gelungenen literarischen Meisterwerks erhoben hat, dessen Verteidigung im kompromisslosen „Interesse der (künstlerischen & kulturellen) Öffentlichkeit“ stünde, wäre es im Interesse der Öffentlichkeit zu erfahren, ob der „Schutz der Privatsphäre“ in unserem Gesellschafts- & Rechtssystem noch die ursprüngliche Priorität besitzt – vor & wider alle Versuche, sie aus individuellem Eigeninteresse Dritter für deren berufliche Ambitionen instrumentalisieren zu können.
    Kunst, könnte man sagen, darf alles; wo aber einer nur auf dem Weg zu ihr ist oder sie verfehlt, kann er sowenig deren Freiheitsspielraum für sich reklamieren wie ein Verlierer den Sieg. Künstlerische Ambition reicht eben nicht, andere rechtlos in das eigene Scheitern einzubeziehen zu dürfen. Wer sich in solche Gefahr begibt, kann darin umkommen; aber die ungefragt und unerwünschterweise darin Einbezogenen müssen das Recht haben, sich selbst zu retten.


    Arno Münster: Ernst Bloch. Gebundene Ausgabe - 440 Seiten - Philo Verlagsges.
    2004. 29,90 ¤. ISBN: 3825703576

    Maxim Biller: Esra. Gebundene Ausgabe - 192 Seiten - Kiepenheuer & Witsch
    Erscheinungsdatum: August 2003. 18,90 ¤. ISBN: 3462033530


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