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    TITEL kulturmagazin
    Samstag, 22. Juli 2017 | 02:34

     

    Petits riens (13)

    04.08.2008

    Verstimmte Begräbnis-Violine

    WOLFRAM SCHÜTTE über die leider oft genug zu gering geschätzte Kunst der Übersetzung, den Chilenen Luis Harss, der 1967 unter dem Titel “Into the Mainstream: Conversations with Latin American Writers” zehn lateinamerikanische Autoren interviewte und damit so etwas wie einen “Kanon” der Großen konstituierte - und über Rohan Kriwaczeks Buch “Eine unvollständige Geschichte der Begräbnisvioline”.

     

    Übersetzer-Ehre - Die deutschen Kritiker, zu deren regelmäßiger Lektüre fremdsprachige Literatur in deren Landessprachen zählt, lassen sich wohl an den Fingern einer Hand ablesen, die einem nachlässigen Sägewerksarbeiter gehört.
    Item: ohne Übersetzer, die uns unseren “Stoff” liefern, wären wir alle Ignoranten ausländischer Literatur. Im Grunde können wir die Arbeit der Übersetzer und vor allem deren Qualität doch nur danach beurteilen, ob das Deutsch, in das sie die ausländischen Autoren übersetzt haben, so stimmig ist, als sei das uns vor Augen Gekommene auf deutsch geschrieben worden; anders gesagt: als sei es nicht von einem Übersetzer oder einer Übersetzerin geschaffen worden.

    Je origineller, subtiler, komplexer ein (derart übersetzter) Autor sich uns darbietet, desto mehr wird ihm allein diese Qualität zugesprochen, obwohl er deren Wahrnehmung durch die Kritik diese doch einzig der Kunst, Sensibilität und Empathie seines deutschen Übersetzers verdankt.
    Und manche Übersetzer sind noch mehr als brillante Vermittler, nämlich Anstoßer, Drängende, Scouts, die Verleger dazu bewegen, von Übersetzern geschätzte Autoren & Werke zu publizieren. Man muss als Kritiker sich dieser (oft unerkennbaren) Dankesschuld immer wieder bewusst sein.

    Elke Wehr, die jetzt an Krebs gestorben ist, war so eine übersetzende Enthusiastin der Literatur. Sie hat z.B. Siegfried Unseld dafür gewonnen, einen Jahrhundertroman wie “ICH - der Allmächtige” von dem Paraguayaner Augusto Roa Bastos neu zu übersetzten, damit dieses grandiose Meisterwerk der südamerikanischen Literatur seinem weltliterarischen Rang entsprechend auf deutsch vorliege. Dass sie fast den “ganzen” Mario Vargas Llosa übersetzt hat oder Javier Marias, das war ihr selbst vielleicht gar nicht soviel wert wie die Möglichkeit, ebenfalls bei Suhrkamp, “Das böse Spielzeug” des argentinischen Klassikers Roberto Arlt vorlegen und über die Arbeit daran berichten zu können. Wer Elke Wehr gekannt hat, der weiß, was uns fehlt. Javier Marias, der kein Deutsch kann, hat ihr kürzlich in El Pais einen Nachruf gewidmet. Was für eine schöne Geste!

    Als nun kürzlich des 100. Geburtstags von Joao Guimaraes Rosa bei uns gedacht wurde - eines brasilianischen Sprach-& Erzählgenies, dessen “Grande Sertao” ebenso klassisch ist wie “ICH- der Allmächtige”, “Hundert Jahre Einsamkeit” oder “Pedro Paramo”, brachte der Deutschlandfunk ein “Kalenderblatt” von Christian Linder. Eine (kleine) literaturhistorische Wohl-, aber auch, böse gesagt: zugleich eine literaturkritische Untat.

    Denn mit keinem einzigen Wort wurde die immense Arbeit erwähnt, gar gewürdigt, die der Pionier & Doyen der lusitanischen Übersetzung ins Deutsche, Curt-Meyer Clason, 1964 aufgewendet hat, um dem brasilianischen Diplomaten und Schriftsteller, mit dem er befreundet war, im Deutschen eine ihm adäquate Präsenz zu verschaffen. Einzig Dank Curt-Meyer Clasons wurde der Autor dieses brasilianischen Nationalepos bei uns schon als literarisches Genie bekannt gemacht, bevor der “Lateinamerika-Boom” bei uns angekommen war. Dass aber zum 100. Geburtstag eines seiner wirklich großen Autoren Kiepenheuer & Witsch, sein ehemaliger deutscher Verlag, keines der Werke Joao Guimaraes Rosas noch im Programm hat, steht auf einem anderen Schand-Blatt.

                                     *

    Boom-Erinnerung.- Seine weltweite Bekanntheit verdankt Guimaraes Rosa, wie jetzt durch ein Gespräch enthüllt wurde, einer Deutschen namens Barbara Dohmann. Sie führte (auf deutsch!) das Gespräch mit dem Brasilianer, der als einziger nicht-spanischsprachiger Lateinamerikaner unter jenen 10 Autoren war, die der Chilene Luis Harss interviewt und unter dem Titel: “Into the Mainstream: Conversations with Latin American Writers” 1967 in den USA publiziert hatte.
    Madame de Staels “De L´Allemagne” hat am Beginn des 19.Jahrhunderts den Franzosen die deutsche Literatur der Klassik und Romantik bekannt gemacht. Luis Harss aber, ein glückloser argentinischer Schriftsteller, der nach Europa emigrierte und heute in den USA lebt, hat mit seinem Buch, ohne es zu ahnen, den weltweiten “Boom” der lateinamerikanischen Literatur bewirkt und den Kanon ihrer Großen erstellt: Asturias, Borges, Rulfo, Carpentier, o­netti, Cortázar, Fuentes, Vargas-Llosa und García Márquez. Weil Harss kein Portugiesisch sprach, hatte er Barbara Dohmann für das Selbstporträt von Guimaraes Rosa um Hilfe gebeten.

    Der gleich ihm heute in den USA lehrende argentinische Schrifsteller Tomás Eloy Martinez (bei uns durch seine romanhaft verspiegelten Monografien über Evita & Juan Peron bekannt geworden) hat mit seinem Landsmann über dessen folgenreiches Buch und dessen Entstehung in diesem Jahr ein Gespräch geführt, das kürzlich die “Neue Zürcher Zeitung” (21./22. 6. 08) auf deutsch publiziert hat. Unter dem Titel “Die Erfindung der lateinamerikanischen Literatur” ist es im Internet nachlesbar: eine ebenso amüsante wie erregende Lektüre.
    Denn in gewisser Weise ist die Harss´ “Erfindung der lateinamerikanischen Literatur” ebenso zufällig zustande gekommen, wie die Findung des amerikanischen Kontinent durch Christoph Kolumbus. Gesucht haben beide ursprünglich nicht, was sie dann entdeckt haben: neue Kontinente.

    Eine ganze Reihe von Zufällen hat den in Paris schon einige Jahre lebenden Emigranten Harss zuerst auf seinen dort bei der Unesco als Konferenzdolmetscher lebenden Landsmann Julio Cortázar hingeführt - obwohl ihm bei seiner Abreise aus Argentinien von einem befreundeten japanisch-argentinischen Maler (!) der Name des ihm damals Unbekannten empfohlen worden war. Erst als ihm im Schaufenster der spanischen Buchhandlung in Paris Cortázars großer Roman “Rayuela“ Liebesblicke zuwarf und er das Buch kaufte, las, begeistert davon war und Cortázar aufsuchte, hatte er Feuer gefangen. Jetzt schien ihm denkbar & möglich, wozu ihn ein befreundeter amerikanischer Lektor immer wieder anstiften wollte, nämlich eine Reihe lateinamerikanischer Autoren zu interviewen, die Harss so wenig kannte wie ihre Bücher. Das sollte sich für Luis Harss wie durch ihn für die literarische Weltöffentlichkeit ändern.

    Denn Cortázar, der ihn an einen jungen Peruaner verwies, der gerade sein erstes Buch geschrieben hatte und “um die Ecke in einem kleinen dunklen Zimmer wohnte”, machte ihn nicht nur mit Mario Vargas Llosa bekannt, sondern auch den anderen der “Mafia”, wie die beiden samt dem Mexikaner Carlos Fuentes ihre gegenseitige Respektsbeziehung nannten. Sie alle, erklärte Harss nun seine Auswahl, hatten “eine gemeinsame Heimat: die spanische Sprache”. Aber das war “ein alertmodischer, schwerfälliger Apparat, der zu neuem Leben erweckt werden musste und dringend frisches Blut benötigte”, das Harss, der vor allem darauf sein Augenmerk richtete, nun als Gemeinsamkeit der zumeist in Europa im Exil lebenden Autoren des Kontinents entdeckte. Dass er mit seinen zehn Gesprächspartnern so etwas wie einen “Kanon” der Großen konstituierte, war ihm nicht bewusst und von ihm nicht gewollt, weil er ja seine Präferenzen ganz subjektiv getroffen und seine Gesprächspartner nach der Möglichkeit eines Interviews ausgewählt hatte. Aber die Phalanx dieser zehn lateinamerikanischen Autoren kam auch den anderen Schriftstellern des südlichen Amerika zugute, die daneben & danach erst “entdeckt” wurden - wie u.a. Octavio Paz, Felisberto Hernández, Guillermo Cabrera, Clarice Lispector, José Lezama Lima oder eben: Augusto Roa Bastos.

                                    *

    Verstimmte Begräbnis-Violine - Sehr bald, nachdem ich Rohan Kriwaczeks Buch “Eine unvollständige Geschichte der Begräbnisvioline” in der “Anderen Bibliothek“ zu lesen begonnen hatte, hatte ich die Vermutung, dass es sich dabei um einen literarischen Fake handelte. Vielleicht hatte mich der Klappentext der mit Bildern, Dokumenten und Faksimiles aufwendig und reich instrumentierte Recherche nach einer musikalischen Geheimgesellschaft, die bei Begräbnissen aufgespielt habe, schon auf diese Fährte gesetzt.

    “Das Buch”, hieß es da, “2006 in England und in den USA erschienen, erregte ungemeines Aufsehen: Hatte sich der Autor einen komplizierten Scherz erlaubt oder hatte er einen historiographischen Coup gelandet, der andere Musik-Historiker ihm neideten? So oder so - der empfindsame, mitfühlende und mithörende Leser dieses unwahrscheinlichen Buches wird die Wahrheit im eigenen Herzen entdecken”.
    So oder so spricht man wohl kaum von einer tatsächlichen, “sensationellen” Entdeckung in abgelegenen Musikarchiven, mag die Sache selbst so skurril und esoterisch dargestellt sein, wie sie mag.

    Als ich schließlich in dem Buch, das ganz dem literarischen Gestus einer exzentrischen britischen Liebhaberei entsprach, wie sie seit Laurence Sterne & Jonathan Swift zu den privatistischen “großbritannischen Gemüthsergötzungen” (Arno Schmidt) gehört, aufs Umständlichste und Retardierendste (um “Spannung” zu erzeugen) zu der Behauptung gelangte, die lückenhaften Noten-Bestände eines geheimen Londoner Archivs seien auf mehrere “Brände und Überschwemmungen” zurückzuführen, fand ich das zwar mit Maßen witzig erfunden, um der Phantasie Auslauf geben zu können; aber die (von mir erkannte) parodistische Absicht, die fanatische Penibilität des Privatgelehrten zu imitieren, der hier mit seinem Fake mich als Leser an der Nase herumführen wollte, hatte mich schon, durch die Wiederholung bestimmter Gags, hinlänglich gelangweilt, so dass sich bei mir - literarisch betrachtet - der Verdacht verdichtete, der Autor des Buchs habe sein parodistisches Pulver schon verschossen und sein (britischer) Witz, von dem ich eine hohe Meinung habe, sei bereits taub geworden, so dass mein Leser-Vergnügen nichts Erheiterndes mehr zu erwarten habe.

    Ein alter Freund, der sein Berufsleben lang Sachbuch-Lektor bei einem renommierten Wissenschaftsverlag war, sprach mir voller Begeisterung von dieser wissenschaftlichen Entdeckung - und war erbost & glaubte mir nicht, als ich ihm von einem bloß mäßig unterhaltsamen literarischen Scherz sprach. Als der Freund jetzt eine Lesereise mit Abonnenten der “Anderen Bibliothek” unternahm und dort von einer Lektorin erfuhr, dass ich recht hatte, war nicht nur er verwundert, sondern auch alle anderen Mitreisenden verstimmt, die den “komplizierten Scherz” für bare Münze gehalten hatten, wie mir mein “unpoetischer“ Freund, “zu seiner Entschuldigung“, mitteilte.

    Nun habe ich noch gut eine Erfahrung in Erinnerung, die ich kürzlich mit einer viel lesenden Freundin gemacht hatte. Sie hatte sich (& mich) gefragt, ob nicht der niederländische Journalist Geert Mak in seinem großartigen, aus Familiendokumenten entwickelten journalistischen Panorama “ Das Jahrhundert meines Vaters” das eine oder andere “erfunden” und er somit einen “Roman“ geschrieben habe, während sie von einem veritablen Roman, den sie gerade gelesen hatte, behauptete, darin sei nichts erfunden.

    Das Leserverlangen, eine für den Leser nachvollziehbare “Glaubwürdigkeit” des Niedergeschriebenen vor Augen zu haben, ist offenbar bei vielen so stark, dass sie sämtliche literarischen Genres ignorieren, um an die literarische Suggestion “glauben” zu können, weil sie in ihnen ein Wunschpotential bestätigt hatte.
    “Eine unvollständige Geschichte der Begräbnisvioline” ist gewissermaßen das als wissenschaftliche Recherche literarisch nobilitierte Pendant für die musikalisch gebildeten Klassen, was weltweit für die “Leserratten” der trivialen Gläubigkeit die Spintisiererei von Dan Browns “Da Vinci Code” war.

    Rohan Kriwaczeks sentimentale Aufdeckung eines “tief im Brunnen der Vergangenheit” (Th. Mann) entstandenen und später untergegangenen musikalischen Begräbnisrituals, das angeblich bis in Beethovensche & Chopinsche Trauermärsche reichen soll, hat in der FAZ, der SZ und literaturkritik.de vorbehaltlos-ernsthafte, positive Rezensionen gefunden, die willentlich oder unwissend das literarische Spiel mit dem englischen Fake fortsetzen, also wie der Autor den Lesern suggerieren, es handele sich in dem angezeigten Buch ernstlich um eine wissenschaftliche Studie - und nicht ganz & gar um eine literarische Erfindung.

    Nur bei Frank Müllers Rezension in literaturkritik.de winkt der Titel “Zu schön, um wahr zu sein“ mit dem Zaunpfahl. Jedoch relativiert Müller in seiner einlässlichen Rezension die Titel-Annonce sibyllinisch, indem er behauptet: “Kritiker, die das ganze Unterfangen für einen rabenschwarzen practical joke halten, liegen allerdings ebenso falsch wie diejenigen, die der aufwändigen Spurensuche im Dickicht der historischen Eventualitäten mit indigniertem Dünkel gegenüberstehen“. So what?

    TITEL ist umgezogen!

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