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Buchmesse 2006: Schwerpunktland Indien

06.10.2006

 
Pendler zwischen den Welten

Auf der diesjährigen Frankfurter Buchmesse zeigt sich ein vor Kraft strotzender junger literarischer Kontinent, der nur noch darauf wartet, von seinen Lesern entdeckt zu werden. Titel stellt Ihnen einige der bemerkenswertesten Bücher indischer Autoren vor.

 

„Früher fiel allen zum Thema Indien immer nur Armut ein“, sagt Kiran Nagakar, der zu den bemerkenswertesten indischen Schriftstellern der Gegenwart gehört. „Heute assoziiert man uns mit Informationstechnologie oder mit Indien auf dem Sprung.“ Tatsächlich ist Indien ein Land voller Spannungen und Gegensätze, ein Schmelztiegel aus ultrareich, bettelarm, Hightech und Dreck.

Wie zeigt sich hier die indische Literatur? Wie schreiben indische Autoren und Autorinnen heute über das Land, in dem sie leben? Tatsächlich spiegelt sich das Indien von heute in seiner Literatur, mitsamt seinen vielen schrillen Realitäten. Fernab einer postkolonialen Haltung westlichen Denkens hat sich im Indien der Neuzeit eine Literaturszene entwickelt, die nach einer eigenen Identität sucht. Außerhalb alter Traditionen und sozialer Strukturen, jenseits des kommerziellen Literaturbetriebs, hat dort ein literarisches Ereignis stattgefunden, das einem verstaubten Westen Unerwartetes zu bieten hat.

In der zeitgenössischen indischen Literatur finden sich vielschichtige Themen, die auf spannende Weise das gesellschaftliche Leben eines unbekannten Planeten reflektieren. Titel stellt Ihnen einige der bemerkenswertesten Bücher indischer Autoren vor.


 Cornelia Zetzsche (Hrsg.): Geschichten aus dem modernen Indien

Wer sich Indien literarisch annähern will, dem wird dieses Buch eine gute Unterhaltung sein.







Suketu Mehta: Bombay. Maximum City

Suketu Mehtas spannende Reportagen bieten genau recherchierte Einblicke in die Macht und Ohnmacht einer Mega City.







 Vikram Chandra: Der Gott von Bombay

Chandra ist einer dieser Autoren, die keine Hemmungen haben, eine Geschichte auch mal breit zu machen – was er mit seinen Vorgängerromanen bewiesen hat, treibt er nun zur Perfektion und legt einen Stadtroman vor, der dem riesigen Bombay gerecht wird.




 Vikas Swarup: Rupien! Rupien!

Das Märchen vom ahnungslosen Kellner, der es zum milliardenschweren Wohltäter bringt, ist ein ebenso unterhaltendes wie erschütterndes Sittenbild Indiens.






 Shashi Tharoor: Bollywood

Shashi Taroors Roman Bollywood schaut nicht nur hinter die Kulissen, sondern ist zugleich ein scharfes, tiefgründiges Porträt der indischen Gesellschaft.






 Altaf Tyrewala: Kein Gott in Sicht

Schlächter und Poesielehrer, Drogendealer und Geschätsmänner lernt man unter anderem kennen bei dem Zug durch Mumbai, den Tyrewala mit seinem Roman für den Leser unternimmt. Die entstehende Stimmenvielfalt verwaltet er sehr geschickt.




 Arvid Krishna Mehrotra (Hrsg.): Indische Dichter der Gegenwart

Mit der Anthologie Indische Dichter der Gegenwart bekommen die Leser und Leserinnen eine überschaubare und spannende Einführung in die indische Poesie.

TITEL ist umgezogen!

Liebe Leserinnen, liebe Leser!


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