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    TITEL kulturmagazin
    Samstag, 22. Juli 2017 | 02:39

     

    Theo Breuer: Deutschsprachige Prosa seit 1999 (Teil 3)

    14.03.2005

    Berg- und Talfahrt

    Neue bzw. neu aufgelegte deutschsprachige Bücher aus den Jahren 1999 bis 2004 (Teil 3).

    Zu Teil 1
    Zu Teil 2

     

    Bertolt Brecht gehörte zu den lesebesessenen Schriftstellern, die einem Kriminalroman nie aus dem Weg gehen konnten. Mir geht es ebenso: Dabei liegen meine Vorlieben auch hier in erster Linie im anglo-amerikanischen Bereich – wohl auch deshalb, weil die Qualität der Kriminalromane hierzulande selten an die der dortigen Kollegen heranreicht... Nun habe ich allerdings den ersten Roman des 1963 geborenen Österreichers Manfred Wieninger gelesen, und es fehlen mir fast die Worte, meine außerordentlich positiven Eindrücke von "Der dreizehnte Mann" einigermaßen festzuhalten... Wer hat sich in den letzten Jahren nicht alles versucht an einem Genre, das seit einiger Zeit ein derartiges Leserinteresse weckt, daß die Verlage kaum mit neuen Titeln nachkommen? Da wird allerdings mehr Schrott als Gutes publiziert, der sich geschickt durch griffige Formeln wie KÖLNKRIMI, EIFELKRIMI usw. zu tarnen versteht. – Es ist nämlich keineswegs damit getan, sich für irgendeine Gegend irgendeinen Mord auszudenken und diesen in irgendeine (möglichst verzwickte) Handlung einzubinden, wie es allzuoft geschieht. Ich denke, gerade der Kriminalroman bietet eine erstklassige Möglichkeit (die von manchem Leser, der den Krimi von vornherein als nichtliterarisch abtut, unterschätzt wird), Individualität, Lokalkolorit und Zeitgeist auf spannende Art und Weise vorzustellen und das Typische der Menschen und Lebensweisen einer Stadt, einer Region, einer Schicht, einer Randgruppe mit ihren individuellen, psychologischen, soziologischen Eigenarten in einem bestimmten Jahrzehnt sichtbar zu machen. (Die Krimis um den in Stockholm agierenden Kommissar Beck des schwedischen Autorenteams Sjöwall/Wahlöö sind hierfür ein ausgezeichnetes Beispiel – sicherlich auch die Kriminalromane des Belgiers Georges Simenon.) Wo diese conditio sine qua non ignoriert bzw. nicht stimmig verwirklicht wird, wo einfach drauf los gesponnen wird, kann letztlich nur Krampf herauskommen, der die Leser an der Nase herumführt, ja, regelrecht zum bloßen Käufer degradiert, der liest, was auf einer Liste steht. Daß Verlage eine Verantwortung zu übernehmen haben für die Entwicklung eines guten literarischen Geschmacks (auch und gerade im eher unterhaltenden Bereich), scheint bei vielen zuständigen Verlagsleitern bzw. Lektoren in Vergessenheit geraten zu sein. Manfred Wieninger hat nach meinem Dafürhalten einen der besten deutschsprachigen Kriminalromane der letzten Jahre geschrieben: Nachdem ich das Buch in einem Zug durchgelesen hatte (und ich konnte gar nicht anders, der Sog der 189seitigen Erzählung ist so enorm, daß ich mich bis zum Ende an das Buch gefesselt fühlte), hätte ich am liebsten gleich den zweiten Wieninger gelesen. Der Titel "Der dreizehnte Mann" weist bereits darauf hin, an welchem Ort die Geschichte spielt: in Wien, wo einst auch Graham Greenes Der dritte Mann angesiedelt war... Wieninger gelingt mit der Person des Privatdetektivs Marek Miert endlich einmal wieder ein wirklich glaubwürdiger Typ Mensch, dem ich seine ganze chaotisch-zielgerichtete Arbeits- und Lebensweise ohne weiteres abnehme. Das Buch, das auf einem für Kriminalliteratur ungewöhnlich hohen Niveau geschrieben ist und einen ausgeprägt originellen Stil hat (hier erweist der Lyriker Wieninger dem Romancier manch wertvollen Dienst), zeigt in bester Tradition von Chandler und Hammett (aber eben auf die österreichische Art des Manfred Wieninger!) den Kampf des nicht anerkannten Einzelgängers gegen ein versumpftes Establishment, das aus den Desastern des 20. Jahrhundert nichts gelernt hat und vor allen Dingen nicht bereit ist, auf Machtansprüche zu verzichten, die für die ganze marode Situation verantwortlich sind. Mit dem ehemaligen Polizisten und (natürlich!) unter ständiger Geldnot leidenden Schnüffler Marek Miert, erleben wir eine Wiener Kriminalgeschichte mit politischen, polizeilichen und gesellschaftlichen Seilschaften, miefigem Milieu, asozialen Außenseitern, radikalen Randfiguren, einmal schnodderig, dann wieder elegisch, einmal humorvoll, dann radikal und insgesamt als Beispiel unseres absurden Daseins, das mit solch seltsam verwickelten Geschichten auf ironische Weise deutlich gemacht wird. Aufbau und Struktur, Sprache und Stil, Charaktere und Handlung (alles funktional im Hinblick auf die Durchschlagskraft und Nachvollziehbarkeit der Story bearbeitet – ohne dümmliche Sperenzchen oder künstlichen Firlefanz, sondern literarisch und psychologisch fundiert) machen diesen Roman zu einem Thriller, der Lust auf mehr macht: Ich warte bereits gespannt auf den zweiten Roman mit Marek Miert. (22)

    Von Österreich wandern wir weiter in die Schweiz, und an dieser Stelle möchte ich auf einen Querdenker aufmerksam machen, den in Deutschland vielleicht manche Leser als Herausgeber der Literaturzeitschrift ORTE und Verleger des gleichnamigen Verlags kennen, kaum jedoch als Autor. Dabei hat Werner Bucher in den letzten Jahrzehnten eine Reihe von wichtigen Zeit- bzw. Gesellschaftsromanen (unter dem Pseudonym Jon Durschei auch Kriminalromane) geschrieben, deren Helden die kleinen Leute, die Außenseiter oder die Menschen sind, die nicht anders können, als Sand ins Getriebe der Welt zu streuen. Ich schätze Werner Bucher als engagierten Herausgeber und Verleger, als beherzten Lyriker sowie als Autor von Romanen, die mir unter die Haut gehen: Unter den mir bekannten vier Romanen Werner Buchers – "Tour de Suisse" (1977), "Ein anderes Leben" (1981), "Unruhen" (1998), der ihm den Schillerpreis der Stadt Zürich einbrachte, und "Im Schatten des Campanile" (2000) ist es vor allem der Roman "Ein anderes Leben" (die Aufarbeitung der traurigen Lebensgeschichte seines Vaters) gewesen, der mich besonders berührte. Die Helden Buchers sprechen ihre eigene klare Sprache. Sie werden als kritische Querdenker in Unruhen oder Im Schatten des Campanile bekämpft bzw. argwöhnisch beäugt, und ihnen liegt eins am Herzen: die Welt wenigstens ein bißchen besser zu machen. Dieses Sendungsbewußtsein hält der Schriftsteller Bucher formal in Schach, indem er die Gedanken, Gefühle, Beschreibungen und Erzählungen wachsam und vorsichtig, klar und zupackend verfertigt; darüber hinaus spielen die die stets zündstoffgeladenen Geschichten 'Individuum contra Gesellschaft' gern auf verschiedenen geistigen und zeitlichen Ebenen – so wird ihnen eine komplexe Struktur zuteil, die entscheidend zur Zeitlosigkeit der engagierten Prosa Werner Buchers beiträgt.

    Zündstoffgeladen ist auch die Frage "Wer war Klaus Störtebeker?", die Harald Gröhlers 2002 erschienenem Roman den Titel gibt. Und der im Osten Berlins lebende Gröhler wäre nicht Gröhler, wenn er nicht mehr als eine bloße historische Erzählung liefern würde. Nein, linguistisch, psychologisch, dramaturgisch, ironisch, witzig, pointiert und raffiniert fact and fiction verbindend bzw. gegeneinander ausspielend, steuert der Autor durch die gefährlichsten Untiefen, an Riffen vorbei und präsentiert uns schließlich den Kopf unterm Arm. Gröhler, der gern verschweigt, daß er 1938 geboren wurde, sprüht nachgerade vor jugendlicher Frische in diesem Buch, das nach Ausfahrten mit der Chaise (der Goethe-Novelle) ein weiterer Beweis ist für Lust an gründlicher Recherche sowie literarische Originalität dieses vitalen, sympathischen Kauzes mit dem unverwechselbaren Stil, den ich seit Gröhlers Großstadtroman "Rot" (1984) liebe.

    Als "Zettels Traum" 1970 erschien, war der Roman – oder was immer das für eine Art Buch war – die Sensation der Literatursaison: Riesenbuch, Buch der Bücher, Schmidt – der Außenseiter der Außenseiter! Kritik und Leserschaft überschlugen sich mit ihren Kommentaren, Berliner Studenten erstellten einen Raubdruck – wohl etwas Einmaliges in der Geschichte der deutschen Literatur des 20. Jahrhunderts – und ein Werk, dem Arno Schmidt (1914 – 1979) selber höchstens 300 bis 400 echte Leser zugetraut hatte, wurde vom Bestseller zum Longseller, der bis heute nicht vergessen ist – im Gegenteil. Warum besitze ich das Buch erst seit relativ kurzer Zeit in der Sonderausgabe von 2002, obwohl es schon seit über 30 Jahren auf dem Markt ist und seit 20 Jahren auf meiner Wunschliste steht? Ganz einfach – die reguläre Ausgabe ist teuer, 200 Euro oder mehr, und obwohl ich Arno Schmidt sehr schätze – sein Roman "Das steinerne Herz" ist eines meiner Lieblingsbücher –, hat er bei mir doch nicht den Stellenwert eines Rolf Dieter Brinkmann, für dessen Erstausgaben ich durchaus bereit bin, ähnliche Summen wie die eben genannte auf den Tisch des Antiquars zu blättern. Seit vielen Jahren allerdings lese und blättere ich immer wieder in diesem DIN A 3 großen und 1334 Seiten dicken Wälzer "Zettels Traum" (und hier über meinem Schreibtisch hängt ein Action Painting bestehend aus zahllosen Zetteln und Farben mit dem gleichen Titel) – in Bibliotheken, bei Freunden oder auch in Buchhandlungen, wo das Buch gelegentlich zu finden ist. So habe ich schon seit Jahren einen recht guten Eindruck von dem, was ich nun – endlich – zuhause erlebe, und dieses Werk fesselt und berauscht mich derart, daß ich an nichts anderes denken kann:

    - obwohl die "Handlung" dieses schweren Schinkens von lediglich vier Personen getragen wird – dem hochgebildeten (kauzigen und höchst sarkastischen) 55jährigen Gastgeber Daniel Pagenstecher (Schriftsteller, Übersetzer, Bücherwurm) und dem befreundeten Ehepaar Wilma und Paul Jacobi sowie deren 16jähriger Tochter Franziska, die sich in Pagenstecher verliebt und ihm Avancen macht, auf die dieser allerdings letztlich aus Versagensangst nicht eingeht – und die Geschichte nur einen einzigen Tag andauert und...

    - obwohl dieses Werk – das in normalem Druck einem Buch von 5000 Seiten entsprechen würde – in erster Linie aus einem in unendlich viele literarischen, psychologischen (psychoanalytischen), esoterischen, soziologischen (...) Richtungen und Nischen mäandrierenden, mit Assoziationen, Erinnerungen, Querbezügen und (Poe-)Zitaten aller Art gespickten Monologs des Gastgebers besteht – das alles nicht etwa sauber abgetippt oder gar gedruckt, sondern als ein mit allen Berichtigungen (und total nonkonformistischem Umgang mit Rechtschreibung und Zeichensetzung) als photomechanisch reproduziertes Faksimile des auf einer übergroßen Schreibmaschine getippten dreispaltigen (!) Originalmanuskripts...

    Denn trotz all dieser Fakten ist "Zettels Traum" (der Titel geht u.a. auf die Tatsache von 120.000 [!] Zetteln, die Schmidt während der Niederschrift anlegte, sowie auf Shakespeares Sommernachtstraum zurück) auch ein außerordentlich spannendes und sinnliches Buch, in dem es auf beinahe jeder Seite "knistert" – von Anfang an wird gestritten und geflirtet auf Teufel komm raus: Pagenstecher glaubt nämlich über Freuds Ich, Es und Über-Ich hinaus eine vierte – pornographische (?!) – Dimension gefunden zu haben, gegen die sich Wilma (die ihre Tochter offenbar noch vor den facts of life schützen will), aber auch Paul zunächst heftig zur Wehr setzen, würde doch der idealisierte (und von ihnen zu übersetzende) Edgar Allen Poe plötzlich zu einem ziemlich verschweinten Literaten – wenn nämlich ein harmloses Wort wie PEN auch als PENIS, GENIAL als GENITAL oder FOUQUÉ als ******É und schließlich als ****** gelesen werden kann (das Hin- und Herspringen zwischen deutscher, französischer und englischer Sprache gehört eben auch zu den Idiosynkrasien dieser offenbar an Arno Schmidt selbst orientierten Hauptperson). Insgesamt werden Tausende von Beispielen pornographischer oder anderer Art gebracht. Brinkmanns Wortschöpfungen wie Viehlologie und Ziviehilsation oder seine mehrspaltige Schreibweise in den Materialienbänden gehen gewiß auf den Einfluß seiner Lektüre von "Zettels Traum" zurück, in dem ich bereits auf den ersten Seiten die Randnotiz phil – viehl finde. "Der Mann ohne Eigenschaften" von Robert Musil, "Ulysses" von James Joyce (der Roman des 20. Jahrhunderts) oder "Fluß ohne Ufer" von Hans Henny Jahnn (um nur einige wenige zu benennen) sind bereits monumentale Bücher, an denen mancher Leser gescheitert ist – aber "Zettels Traum" sprengt nun allein wegen seiner gigantischen Ausmaße buchstäblich alle Dimensionen – ganz zu schweigen von der ungeheuren strukturellen Komplexität des Romans. Auch wenn Sie jetzt bereits sicher sein sollten, sich dieses Buch nicht anzuschaffen (obwohl der Preis für die solide verarbeitete "Taschenbuch"-Sonderausgabe ja sehr verführerisch ist): Schauen Sie es einmal an, blättern Sie darin, denn allein das ist schon ein Erlebnis. Ich glaube übrigens nicht, daß ich das Buch in einem durchlesen kann. "Zettels Traum" ist ein Buch fürs ganze Leben. (23)

    Hoffentlich bleiben also noch viele Jahre zum Schmökern; Videorecorder hin oder her (24): Das Leben und die Bücher sind – und diese Platitüde erlaube ich mir jetzt einfach mal am heutigen Freitag, den 16. April 2004, einem herrlichen sonnigen Frühlingstag, niederzuschreiben – einfach schön, gell?!
    Bitte erwarten Sie abschließend – außer der umfangreichen Bibliographie – keine weitere Zusammenfassung: Wie denn? Ich mag sie nicht, die oft unscharfen Ergebnisse, die apodiktischen Festschreibungen, die abstrahierenden Begrifflichkeiten, die immer richtig und stets falsch sind, die bürokratistischen Klassifizierungen, die hier zu kurz greifen, dort haken und zwicken. Lassen wir doch jedes Buch sein eigenes, ihm vom Autor eingehauchtes Leben leben, uns als Leser einmischen in die Gedankengänge und Formulierungen, es in Gedanken immer wieder auch besser machend, warum nicht... In diesem Sinne wünsche ich Ihnen viele, viele Stunden bei brennender Ofenlampe, na, Sie wissen schon! Was darf's als nächstes sein?

    Theo Breuer



    POST SCRIPTUM: Unmittelbar vor der endgültigen Fertigstellung dieses Aufsatzes trage ich die Bücher, die in ihrer Gesamtheit die Grundierung für diesen Text geliefert haben, (25) für die anschließende Liste zusammen und muß nun doch ein wenig über eine Lesewut schmunzeln, die sich vor meinen Augen auf 5 Bücherstapeln manifestiert: Gleichzeitig rechne ich die Bücher hinzu, die ich zusätzlich während der letzten Monate gelesen habe und die hier nichts zu suchen haben: die bei EBAY ersteigerten, die englischen und amerikanischen Romane sowie – last but not least – die vielen Lyrikbände. (26) Ja, viel lesen ist schön, Lesen ist gleichsam das Atemholen der Seele – schade, daß ich natürlich ungeheuer viel vergesse von dem Gelesenen; nun ja, man kann nicht alles haben im Leben, aber viel, beispielsweise diese...

    Bücher von A – Z (27)

    Elisabeth Alexander, Die sieben Häute der Hanna Winter, Roman; 192 Seiten, Broschur; éditions trèves, Trier 2002.
    Hans Bender, Jene Trauben des Zeuxis, Aufzeichnungen; 88 Seiten, Hardcover; Rimbaud, Aachen 2002.
    Marcel Beyer, Non-Fiction, Essays; 322 Seiten, Hardcover mit Schutzumschlag, Lesebändchen; DuMont, Köln 2003.
    Hermann Bausinger, Fremde Nähe, Essays; 216 Seiten, Hardcover mit Schutzumschlag; Klöpfer und Meyer, Tübingen 2002.
    Werner Bucher, Ein anderes Leben, Roman; 170 Seiten, Broschur; Eco, Zürich 1981.
    Werner Bucher, Unruhen, Roman; 544 Seiten, Hardcover mit Schutzumschlag, Lesebändchen; Appenzeller Verlag, CH-Herisau ²1998.
    Werner Bucher, Im Schatten des Campanile, Roman; 312 Seiten, Hardcover mit Schutzumschlag, Lesebändchen; Appenzeller Verlag, CH-Herisau 2000.
    Werner Bucher, Tour de Suisse – EIN RAPPORT, Roman; 126 Seiten, Broschur; Sauerländer, CH-Aarau 1977.
    Louis-Ferdinand Céline, Reise ans Ende der Nacht, Roman; Deutsch von Hinrich Schmidt-Henkel; Nachwort des Übersetzers; 672 Seiten, Taschenbuch; Rowohlt, Reinbek 2004. (28)
    Friedrich Christian Delius, Der Sonntag, an dem ich Weltmeister wurde, Erzählung; 120 Seiten, Taschenbuch; Rowohlt, Reinbek 2004.
    Alfred Döblin, Berlin Alexanderplatz, Roman; 588 Seiten, Hardcover mit Schutzumschlag; Artemis & Winkler, Düsseldorf 2003.
    Alfred Döblin, Berlin Alexanderplatz, Roman; Hörbuch; Patmos, Düsseldorf 2003.
    Alfred Döblin, Die Ermordung einer Butterblume, Sämtliche Erzählungen; 582 Seiten, Leinen mit Schutzumschlag; Walter, Düsseldorf u. Zürich 2001.
    Alfred Döblin, Wallenstein, Roman; 1024 Seiten, Leinen mit Schutzumschlag; Walter, Düsseldorf und Zürich 2001.
    Draginja Dorpat, Und zu Küssen kam es kaum, Roman; 331 S., Hardcover mit Schutzumschlag; Klöpfer und Meyer, Tübingen ²2003.
    Wolfgang Duffner, Der Gesang der Hähne, Miniaturprosa; 160 Seiten; Hardcover mit Schutzumschlag; Klöpfer und Meyer, Tübingen 2004.
    Heiner Feldhoff, Kafkas Hund oder Der Verwirrte im Sonntagsstaat, Kürzestgeschichten; 160 Seiten, Hardcover mit Schutzumschlag; Klöpfer und Meyer, Tübingen 2001.
    Wolfgang G. Fienhold, Orcan von Choleria; Roman; 114 Seiten, Taschenbuch; G. Meyer, Hanau 2003.
    Kersten Flenter, Junkie-Ufer, Erzählung; 80 Seiten, Hardcover; KILLROY media, Asperg 2000.
    Wilhelm Genazino, Der Fleck, die Jacke, die Zimmer, der Schmerz, Roman; 222 Seiten, Taschenbuch; Rowohlt, Reinbek 2004.
    Harald Gröhler, Ausfahrten mit der Chaise, Novelle; 36 Seiten; Broschur, japanische Handfadenbindung; Corvinus Presse, Berlin 1999.
    Harald Gröhler, Wer war Klaus Störtebeker?, Roman; 130 Seiten; Broschur; Barbarossa, Zülpich 2002.
    Günter Grass, Im Krebsgang, Novelle; 216 Seiten, Leinen mit Schutzumschlag; Steidl, Göttingen 2002.
    Hans-Jürgen Heise, Am Mischpult der Sinne – Ausgewählte Schriften, Essays; 365 Seiten, Leinen; Wallstein, Göttingen 2004.
    Thomas Hettche, Der Fall Arbogast, Kriminalroman; 352 Seiten, Hardcover mit Schutzumschlag, Lesebändchen; DuMont, Köln 2001.
    Walter Hinck, Literatur als Gegenspiel, Essays; 252 Seiten, Hardcover mit Schutzumschlag; Klöpfer und Meyer, Tübingen 2002.
    Franz Hodjak, Ein Koffer voller Sand, Roman; 244 Seiten, Hardcover mit Schutzumschlag; Suhrkamp, Frankfurt am Main 2003.
    Hans Peter Hoffmann, Der Nichtstuer, Roman; 176 Seiten, Hardcover mit Schutzumschlag; Klöpfer und Meyer, Tübingen 2002.
    Hans Peter Hoffmann, Langsame Zeit, Roman; 184 Seiten, Hardcover; Klöpfer und Meyer, Tübingen 2004.
    David Honigmann, Ein Ort, an dem seit Tagen kein Wunder geschah, Roman; 140 Seiten, Broschur; Donata Kinzelbach, Mainz 2003.
    Michel Houellebecq, Lanzarote, Erzählung; Deutsch von Hinrich Schmidt-Henkel; 94 Seiten, Taschenbuch; Rowohlt, Reinbek 2004.
    Hadayatullah Hübsch, Als die Wildbumen blühten, Erzählung; 42 Seiten, Broschur; Wiesenburg, Schweinfurt 1999.
    Hadayatullah Hübsch, Die Puppenspelunke, Erzählung; 46 Seiten, Broschur; Wiesenburg, Schweinfurt 2001.
    Hadayatullah Hübsch, Something happened to me yesterday, Erzählung; 62 Seiten, Broschur; Wiesenburg, Schweinfurt 1999.
    Boris Kerenski & Sergiu Stefanescu (Hg.), Kaltland Beat – NEUE DEUTSCHE SZENE, Prosa und Lyrik; mit einem Vorwort von Peter O, Chotjewitz; 392 Seiten, Broschur; Ithaka, Stuttgart 1999.
    Gerhard Köpf, Die Vorzüge der Windhunde, Essays; 200 Seiten, Hardcover mit Schutzumschlag; Klöpfer und Meyer, Tübingen 2004.
    Laabs Kowalski, Ich, Jesus, Scharlatan, Roman; 142 Seiten, Hardcover; KILLROY media, Asperg 2003.
    Johannes Kühn, Ein Ende zur rechten Zeit, Erzählung; mit einem Nachwort von W. Genazino; 142 Seiten; Hardcover mit Schutzumschlag; Hanser, München 2004.
    Günter Kunert, Die Botschaft des Hotelzimmers an den Gast, Aufzeichnungen; 348 Seiten, Hardcover mit Schutzumschlag; Hanser, München 2004.
    Heinz Küpper, Seelenämter, Roman; 568 Seiten, Hardcover, Lesebändchen; Landpresse, Weilerswist 2000.
    Karl-Josef Kuschel, Walter Jens: Literat und Protestant, Biographie; 240 Seiten, Hardcover mit Schutzumschlag; Patmos, Düsseldorf 2003.
    Eva Leipprand, Woher alles kommt, Erzählung; 144 Seiten, Hardcover mit Schutzumschlag; Klöpfer und Meyer, Tübingen ²2003.
    Olga Martynova, Wer schenkt was wem, Buchbesprechungen; 160 Seiten, Taschenbuch; Rimbaud, Aachen 2003.
    Jürgen Nendza, Eine andere, eine Nacht, Erzählung; 80 Seiten, Broschur; Landpresse, Weilerswist 2002.
    Kurt Oesterle, Der Fernsehgast, Roman; 192 Seiten, Hardcover mit Schutzumschlag; Klöpfer und Meyer, Tübingen 2002.
    Markus Orths, Lehrerzimmer, Roman; 162 Seiten, Hardcover mit Schutzumschlag, Lesebändchen; Frankfurt am Main, Schöffling 2003.
    Lutz Rathenow, Sisyphos, Erzählungen; 160 Seiten, Taschenbuch; Berlin Verlag, Berlin, 4. Auflage 2000.
    Lutz Rathenow, Fortsetzung folgt – PROSA ZUM TAGE, Kurzprosa; 144 Seiten, Taschenbuch; Landpresse, Weilerswist 2004.
    Arne Rautenberg, Der Sperrmüllkönig, Roman; 159 Seiten, Hardcover mit Schutzumschlag; Hoffmann & Campe, Hamburg 2002.
    Walle Sayer, Kohlrabenweißes. MENSCHENBILDER, ORTSBESTIMMUNGEN, Prosazyklen; mit einem Nachwort von Hermann Bausinger; 172 Seiten, Hardcover mit Schutzumschlag; Klöpfer und Meyer, Tübingen ²2001.
    Norbert Scheuer, Flußabwärts, Roman; 151 Seiten, Hardcover mit Schutzumschlag; C.H.Beck, München 2002.
    Robert Schindel, Kassandra, Roman; 128 Seiten, Broschur; Innsbruck, Haymon 2004.
    Robert Schindel, Mein liebster Feind, Essays, Reden, Miniaturen; 148 Seiten, Taschenbuch; Suhrkamp, Frankfurt am Main 2004.
    Arno Schmidt, Zettels Traum, Roman; 1330 Seiten, Taschenbuch (Format 32 x 23cm!); Fischer, Frankfurt am Main 2002.
    Michael und Joachim Schönauer (Hg.), Social Beat, Slam Poetry – DIE AUSSERLITERARISCHE OPPOSITION MELDET SICH ZU WORT, Prosa und Lyrik; 218 Seiten, Broschur; KILLROY media, Asperg 1997.
    Raoul Schrott, Tristan da Cunha oder Die Hälfte der Erde, Roman; 720 Seiten, Hardcover mit Schutzumschlag, Lesebändchen; Hanser, München 2003.
    W.G. Sebald, Campo Santo, Prosa und Essays; hg. von Sven Meyer; 268 Seiten, Hardcover mit Schutzumschlag; Hanser, München 2003.
    Burkhard Spinnen, Der schwarze Grat – DIE GESCHICHTE DES UNTERNEHMERS WALTER LINDENMAIER AUS LAUPHEIM, Roman; 305 Seiten, Hardcover mit Schutzumschlag, Lesebändchen; Schöffling, Frankfurt am Main 2003.
    Tina Stroheker, Pommes Frites in Gleiwitz; Reiseaufzeichnungen; 232 Seiten, Hardcover mit Schutzumschlag; Klöpfer und Meyer, Tübingen 2003.
    Rüdiger Stüwe, Von Gummibriketts, Katapulten und Heidjern – ERINNERUNGEN EINES FLÜCHTLINGSKINDES; zahlr. Abbildungen; 144 Seiten, Broschur; Atelier im Bauernhaus, Fischerhude ²2004.
    Thomas Vogel, Die letzte Geschichte des Miguel Torres da Silva (eine Art historischer) Roman, 192 Seiten, Hardcover mit Schutzumschlag; Klöpfer und Meyer, Tübingen 2001.
    Thomas Vogel, Rom, Sixtina, Roman; 208 Seiten, Hardcover mit Schutzumschlag; Klöpfer und Meyer, Tübingen 2003.
    Christian Wolter, Die FRÖSI-Bande, Roman; 248 Seiten, Hardcover; KILLROY media, Asperg 2001.
    Martin Walser, Tod eines Kritikers, Roman; 219 Seiten, Leinen mit Schutzumschlag; Suhrkamp, Frankfurt am Main 2002.
    Rainer Wedler, Zwielichtzeit, Roman; 160 Seiten, Hardcover mit Schutzumschlag; Klöpfer und Meyer, Tübingen 2000.
    Rainer Wedler, Die Farben der Schneiderkreide, Roman; 228 Seiten; Hardcover mit Schutzumschlag; Casimir Katz, Gernsbach 2003.
    Rainer Wedler, Die kaschubische Wunde, Roman; 176 Seiten, Hardcover mit Schutzumschlag; Gollenstein, Blieskastel 1995.
    Peter Weibel, Lenz, später – UNVOLLENDETE ERZÄHLUNG; 82 Seiten, Hardcover; Verlag im Waldgut, CH-Frauenfeld 2003.
    Ruth Weiss, Blutsteine, Roman; 266 Seiten, Broschur; Maro, Augsburg 2003.
    Ruth Weiss, Meine Schwester Sara, Roman; 260 Seiten, Broschur; Maro, Augsburg 2002.
    Manfred Wieninger, Der dreizehnte Mann, (Kriminal-)Roman; 189 Seiten, Hardcover mit Schutzumschlag; Europa Verlag, Wien und Hamburg 1999.
    Manfred Wieninger, Falsches Spiel mit Marek Miert, Kriminalroman; 124 Seiten, Taschenbuch; Rowohlt, Reinbek 2001.
    Hubert Winkels (Hg.), Beste deutsche Erzähler 2003, Erzählungen; 320 Seiten, Hardcover, Lesebändchen; Deutsche Verlags-Anstalt, München 2003.
    Gabriele Wolff, Das dritte Zimmer, Kriminalroman; 283 Seiten, Hardcover mit Schutzumschlag; Haymon, Innsbruck 2003.
    Manfred Zach, Bolero, Roman; 208 Seiten, Hardcover mit Schutzumschlag; Klöpfer und Meyer, Tübingen 2002.
    Manfred Zach, Die Bewerbung, Roman; 420 Seiten, Hardcover mit Schutzumschlag; Klöpfer und Meyer, Tübingen 1999.
    Manfred Zach, Monrepos oder Die Kälte der Macht, Roman; Sonderausgabe, 496 Seiten, Hardcover mit Schutzumschlag; Klöpfer und Meyer, Tübingen, 8. Auflage, 2001.
    Joachim Zelter, Betrachtungen eines Krankenhausgängers, Erzählungen; 192 Seiten, Hardcover mit Schutzumschlag; Klöpfer und Meyer, Tübingen 2004.
    Joachim Zelter, Das Gesicht, Roman; 224 Seiten, Hardcover mit Schutzumschlag; Klöpfer und Meyer, Tübingen 2003.
    Werner Zillig, Die Festschrift, Roman; 216 Seiten, Hardcover mit Schutzumschlag; Klöpfer und Meyer, Tübingen 2004.


    Anmerkungen

    22) Ein Fiasko: Alles, was ich an DER DREIZEHNTE MANN loben konnte, mißrät hier. Ein ganz schlechtes Buch ist FALSCHES SPIEL MIT MAREK MIERT, das Rowohlt (!) trotzdem 2001 herausbrachte. Ich lach mich halbtot, wenn ich daran denke, wie ein Lektor eines so renommierten Verlags auf ein solches Manuskript hereinfallen und eine derartige Fehlentscheidung fällen kann. Manfred Wieninger jedenfalls hat sich mit diesem Schnellschuß keinen Gefallen getan. Ärgerlich, immer wieder diese vertane Zeit mit den schlechten Büchern...
    Empfehlen hingegen kann ich einen anderen neuen Krimi: DAS DRITTE ZIMMER von Gabriele Wolff führt u.a. ins Finanzministerium, wo sich hinter bürgerlicher Fassade die üblichen Abgründe auftun. Nicht, daß mich das verwundert, aber die Geschichte ist souverän erzählt, und es geht um mehr als nur Spannung – wie schon in den Kölner Krimis der Autorin (KÖLSCHER KAVIAR, ARMER RITTER), die ich vor Jahren mit Lust gelesen habe.
    Grandios finde ich darüber hinaus den bei DUMONT erschienenen Kriminalroman DER FALL ARBOGAST von Thomas Hettche, der zu den Büchern gehört, zu denen ich sage: auf keinen Fall verpassen!
    23) In diese Kategorie gehört auch noch ein Buch wie Alfred Döblins WALLENSTEIN, bei dem ich – wie etwas bei Kafka – jede einzelne Seite für sich genießen kann; allein die erste Seite habe ich mehrfach gelesen – herrlich. Jede der 1023 kleingedruckten Seiten bietet dem Liebhaber der deutschen Sprache einen sprachlichen Leckerbissen, wenn nicht gleich mehrere. Von Alfred Döblin gibt es noch weitere neue Herausgaben, die dazu auffordern, das Werk eines der großen deutschen Schriftsteller des 20. Jahrhunderts (wieder) zu entdecken: BERLIN ALEXANDERPLATZ (als Buch und Hörbuch), seit Jahrzehnten einer meiner erklärten Favoriten, den ich zweimal gelesen habe und sicherlich ein drittes Mal lesen werde – oder hören, wer weiß... Schließlich gibt es noch als Neuausgabe den Band mit sämtlichen Erzählungen: DIE ERMORDUNG EINER BUTTERBLUME, der ebenfalls die literarische Größe Döblins dokumentiert.
    24) und Sie haben sich sicherlich schon gedacht, daß ich Ihnen das unwiderrufliche Ende der Geschichte bisher vorenthalten habe: In der Tat war es unser Freund Dirk Dillbohner, der eine Woche später mit seiner ihm offenbar angeborenen Ruhe das mühevoll verkabelte Stecker-Gedöns wieder zerlegte (der Dreifachadapter erwies sich nicht nur als überflüssig, sondern gar als störend, nun denn...), um uns endlich, endlich einen richtig satten Empfang sowie Simultanaufnahme ohne Pi und Pa und Po zu bescheren: in der Tat besser denn je, wie es sein soll, wenn man sich etwas Neues anschafft!
    25) Sämtliche Bücher vorzustellen ging ja nicht: Erik Martin hätte mir den gesamten MUSCHELHAUFEN zur Verfügung stellen müssen (was er mir glatt verweigerte!); deshalb bitte ich noch einmal, den exemplarischen Charakter der Auswahl zu berücksichtigen: Die Schwerpunkte innerhalb der Bücherliste von A – Z hätten beinahe beliebig verlagert werden können – von einigen Ausnahmen abgesehen.
    26) Ganz zu schweigen von den zum Teil rigoros aussortierten Büchern, die so schlecht sind, daß wir den Mantel des Schweigens darüber hüllen wollen. Diese Titel sind erfreulicherweise deutlich in der Minderzahl – trotzdem, auch auf der Strafbank kommt so einiges zusammen. Strafbank? So habe ich vor einiger Zeit eins der großen schwarzen Regale im großen Allzweckraum des Kellers getauft, auf das die lausigen Romane und Gedichtbände verbannt werden, die nun in der Nähe der zu trocknenden Wäsche, der Tischtennisplatte, der Lebensmittelvorräte, der leeren Gläser und des Altpapiers bis auf weiteres Asylrecht genießen – denn Bücher "entsorgen", nein, das kann ich nicht, und im übrigen ist ihr dokumentarischer Charakter innerhalb der großen Büchersammlung nicht zu unterschätzen.
    27) Das hier zusammengestellte Verzeichnis literarischer Titel (beginnend mit der eigenwilligen Elisabeth Alexander und dem zu ihrem 80. Geburtstag erschienenen bedrückenden Roman DIE SIEBEN HÄUTE DER HANNA WINTER), das wohl auch die Prozeßhaftigkeit literarischer Rezeption per se vermittelt, mag zunächst einmal für sich sprechen. Gerade weil es kommentarlos daherkommt (und so die teilweise riesigen literarischen Qualitätsunterschiede großzügig nivelliert), bietet es die Möglichkeit zu endlosen Gedankenverbindungen – für mich sind derartige Aufstellungen stets Angebote, eine kleine Reise durch die Literaturgeschichte anzutreten; ersten Gang einschalten, ein wenig Gas geben, und los geht‘s. Nehmen Sie dabei bitte diese Zusammenstellung als das, was sie ist: eine kleine Mustersammlung, die fürwahr riesenhafte deutschsprachige Literaturlandschaft mit ihren mehreren tausend Verlagen und Zehntausenden Romanen, Erzählungen, Aufzeichnungen, Essay- und Kurzprosabänden, die dort Jahr für Jahr veröffentlicht werden, zu repräsentieren. Für mich ist schon interessant, daß hier die Mehrzahl der zur Zeit im Mainstream schwimmenden Namen fehlt – was nicht eigentlich Absicht gewesen ist, jedoch zeigt, auf welch vielfache Weise sich der Literaturmammutbaum verzweigt, in dem man viele verschiedene Äste erklettern kann, aber eben beileibe nicht alle. (Daß die kleineren Verlage im Blickpunkt dieser Ausführungen stehen, dürfte meine Leser nicht weiter verwundern, falls doch, mag hier der Hinweis genügen, daß dies ausschließlich daraus zu erklären ist, daß die Erzeugnisse der großen Verlage in den Medien total überrepräsentiert sind und diese ein schmerzlich einseitiges Bild aktuellen Literaturschaffens vermitteln.) Schon ein einziger Verlag – KLÖPFER UND MEYER ist mein Musterbeispiel – eröffnet Ihnen jeweils einen vollkommen neuen und oft ganz anderen Blick, als die Feuilletons, wo die Normierungsgeschäfte und Schlachtfeste stattfinden, ihn gern suggerieren wollen. Machen Sie sich Ihr eigenes Bild! (Übrigens bin ich keineswegs von meinen literarischen Vorlieben ausgegangen, von denen ich zahlreiche hier sogar schmerzlich vermisse, Jochen Schimmang etwa, oder Dieter Kühn, von Ludwig Fels ganz zu schweigen. Aber um diese ging es ja nicht.
    28) Zwei übersetzte Titel aus der französischen Literatur haben sich in diese Liste "eingeschlichen": An Céline und Houellebecq, beide von HINRICH SCHMIDT- HENKEL vorzüglich ins Deutsche übertragen und die wir plötzlich wie deutsche Literatur lesen, kommen wir nicht vorbei...

    Theo Breuer,

    Sistig/Eifel, den 18. April 2004

    TITEL ist umgezogen!

    Liebe Leserinnen, liebe Leser!


    Das neue TITEL kulturmagazin ist ...

    Vive Le Pop

    Pünktlich zum 10-jährigen Jubiläum der gelungenen Compilation-Reihe gibt es die 7. Ausgabe von Le Pop. Die Reihe für frankophone Musikliebhaber ist ...

    Die Geschichte geht weiter

    Wieder ein Weltbestseller – Carlos Ruiz Zafóns Roman Der Gefangene des Himmels. Von PETER MOHR

    Musik in Schwarz-Weiß

    Noch ein paar Tipps für die Tage in denen Stimmung und Landschaft sich den Grau-Tönen nähern und die richtige Musik dabei hilft, ruhige Momente zu ...

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    Dank eines Deals der Künstlerin mit Domino Records bekommen nun auch hiesige Fans die Möglichkeit, dieses im Frühjahr erschienene ...

    Petraeus und sein Stab

    Die menschliche Existenz ist voll von Paradoxa. Krieg etwa gehört zu den schlimmsten Dingen, die Menschen einander antun können; die Ausführenden des Kriegs allerdings, das ...

    Zum Ausklang

    Hier schließt sich der Kreis
    genießt sich (wer weiß)
    läuft jedenfalls heiß
    sein Leben als Preis

    Psychothriller mit doppeltem Deutungsboden

    Alles beginnt ganz harmlos. Mit einem Schulaufsatz, in dem der französische Oberstufenschüler Claude (Ernst Umhauer) von einem Besuch im Haus seines Klassenkameraden Rapha berichtet. ...

    Vor den »Kindern des Olymp«

    Ein Mann, eine Frau und ein Hund entfernen sich nach hinten in die öde Landschaft eines Hafens. Es sind Bilder wie dieses, die die Magie einer Filmkunst prägen, die nahezu ausgestorben ...

    Wer will fleißige Handwerker sehn

    Der Künstler und ehemalige Hartz IV-Empfänger Van Bo Le-Mentzel hat zusammen mit seiner Crowd ein DIY-Forum geschaffen und mittels Schwarmfinanzierung auch gleich ein Buch drucken lassen. ...

    Die böse Schlange
    und das weiße Kaninchen

    In diesem Land stimmt etwas nicht. Der Feminismus nämlich. Schwach steht er da, der Wind pfeift durch die Löcher seines theoretischen Unterbaus. Ähnlich steht es mit den Frauen. ...

    ... bis sie dann gestorben sind.

    Wenn Comics sich klassischen Märchenmotiven widmen, dann tun sie das meist in Form einer eher überzogenen Parodie. Selbst wenn sich dahinter so viel Sophistication verbirgt wie hinter ...

    Vom Leben gezeichnet

    Der bei Avant erschienene Sammelband Lästermaul & Wohlstandskind beinhaltet die ersten 50 Episoden der ...

    Ein Igel erlebt sein blaues Wunder

    Neue Kartracer haben es nicht leicht. Auch nach 20 Jahren ist der Schatten der einstigen Genregröße Mario Kart so mächtig, dass sich jeder neue Titel einen Vergleich ...

    Auf die gute alte Rock-n-Roll-Freundschaft

    Will man Menschen, die noch nie einen Teil der Call-of-Duty-Reihe gespielt haben, das Spielerlebnis näher bringen, sollte man das Bild eines Menschen zeichnen, welcher von allen Seiten ...

    Ein Geheimnis in einer Graskugel

    Auf die ganz großen Katastrophen im Leben kann man sich selten vorbereiten. Das geht nicht nur den Großen so, auch die Kleinen müssen solche Erfahrungen bewältigen. ANDREA ...

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