TITEL kulturmagazin
Montag, 27. März 2017 | 06:51

 

Tatort 793/11

07.03.2011

Vergeltung (ORF)

»Ich brauche einen Assistenten, kein Wrack«, beschwert sich Moritz Eisner über seine ihm neu zugeteilte Kollegin von der Sitte, die unübersehbar mit Alkoholproblemen zu kämpfen hat. Ein Kevin wird beerdigt. Eine alte Frau wird in einem Bus von Jugendlichen ohne Grund geohrfeigt. »Da draußen herrscht Krieg«, stellt Eisners Assistentin unverblümt fest. In einer U-Bahnstation wird ein brutaler, von der Überwachungskamera aufgezeichneter Mord begangen. Ein Serientäter scheint es auf Jugendliche abgesehen zu haben, die verurteilte Straftäter waren und nun selbst Opfer geworden sind. Alle gehörten sie einer Psychotherapie-Gruppe an, die die Resozialisierung unterstützen sollte.

 

Kritik: Eine Szenerie gewaltbereiter Jugendlicher, eher oberflächlich und plakativ, wenig überzeugend in Szene gesetzt. Das kaputte Leben der Kommissare mit ihren gescheiterten Beziehungen setzt sich im Leben der kriminellen jugendlichen Protagonisten, umgeben von lieblosen Eltern, die mehr ihre eigenen Interessen verfolgen, fort. Unabhängig von der sozialen Herkunft. Die Handlung ist filmisch wie inhaltlich überinstrumentalisiert und wird am Ende abstrus.

 

Fazit: Wichtiges Thema verschenkt

 

Wien: Eisner

Drehbuch: Uli Brée

Regie: Wolfgang Murnberger

Schauspieler: Neben der Stammbesetzung u.a. Adele Neuhauser, Harald Schrott, Aglaia Szyszkowitz, Hubert Kramar

 

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