Der Britische Sänger, Komponist und Hobbygolfer stellt heute das neue Album Broken Record seinen treuen und mit ihm reifer gewordenen Freunden vor. „Früher habe ich Lieder über das Alt werden gesungen, heute singe ich Lieder über das Alt sein“, mit der Ansage kann der Sänger punkten und eröffnet die entspannte Darbietung von alten und neuen Songs aus seiner mehr als ein viertel Jahrhundert dauernden Schaffensphase. Die Interpretation erfolgt rein akustisch. Zu den obligatorischen Gitarren gesellen sich Banjo und Mandoline. Die prägnante Stimme vom Meister ist selbstverständlich. Die eh schon zurückhaltenden Songs werden dadurch noch ein wenig ruhiger, was besonders vor der Pause ein wenig einschläfernd wirkt. Nach der Halbzeitunterbrechung, in der man sich bei Volunteer Patrick mit CDs und Portraitfotos versorgen kann, wird ein Zacken zugelegt und es entwickelt sich fast so etwas wie ein Rockkonzert. Einige Mutige sind sogar kurz davor, ihre Stühle zu verlassen um ihren Respekt Ausdruck zu verleihen. Zu so viel Ekstase kommt es dann aber letztlich nicht, was sollte sonst der Sitznachbar denken. Lloyd Cole weiß das Publikum zudem mit kleinen Scherzen zu unterhalten und so kommt am Ende jeder auf seine Kosten – akustisch wie kulinarisch.

