Zu Beginn ihrer Karriere schwer unter Hype-Verdacht, haben sich die Jungs um Frontmann Alex Turner doch schnell in die Riege der Gewinner innerhalb der Indieklasse 2005 gemausert. Spätestens mit dem orchestralen Nostalgietrip des Nebenprojektes The last shadow puppets und dem mit Unterstützung von Wüstenfuchs Josh Homme entstandenen, beeindruckenden dritten Album der Monkeys, steht fest, dass sich hier wohl doch um mehr als den Humbug jugendlicher Großmäuler handelt. Nun also Werk vier mit der flapsigen Aufforderung Suck it and see auf dem Cover, das auf jegliches Artwork verzichtet. Hier will jemand weder den Indierock retten, noch besonders clever wirken. Oder doch?
Zunächst wirkt das alles ziemlich bieder bis belanglos, in Brick by Brick driftet man in klischeehaften Schweinerock ab – Marke Foo Fighters B-Seite. Library Pictures baut ein wenig Black Sabbath ein, allerdings wirkt die gezeigte Härte durch Produktion und Crooning von Turner irgendwie fehl am Platz. Schnell sieht man sich versucht, das Album als große Belanglosigkeit abzuhaken. Doch bei mehrmaligem Hören steigt die Unsicherheit. Ist das belangloser Rock mit Blick auf US-Käufermassen, oder stecken da nicht jede Menge cleverer Querverweise drin, die so verpackt sind, dass es wie die leichteste Fingerübung wirkt? Zum Ende des Albums hin langweile ich mich etwas, dann kommt versöhnlich das abschließende That´s where you´re wrong und erinnert mich doch sehr an die verehrten Echo and the Bunnymen. Die Arctic Monkeys bleiben auch nach dem vierten Album schwer zu kategorisieren. Suck it and see.
