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Donnerstag, 20. Juni 2013 | 10:15

DJ Hell: Coming Home

28.04.2011

Münchner Hell

Der Münchner Plattenleger und Produzent mit einer Zusammenstellung von Lieblingsliedern deutschsprachiger Musiker. Löst wahrscheinlich ähnlich kontroverse Reaktionen aus, wie des Künslers Name. Was für den einen das schönste auf der Welt ist, ein Münchner Hell(es), ist für den anderen einfach nur die Hölle. TOM ASAM gefällts.

 

Heimkehrer der Woche ist DJ Hell. Auf der fünften Ausgabe der Compilation-Reihe Coming Home macht er uns vertraut mit deutschsprachigen Songs, die ihn persönlich, vor allem aber auch als Künstler und Produzent beeinflusst haben. Das Ergebnis gefällt mir persönlich besser, als das was Kollege Dorfmeister kürzlich in der G-Stone Master Series Private Collection abgeliefert hat.Vielleicht weil viele eigene, frühe Musikerinnerungen dabei sind. Ob Der Räuber und der Prinz der zeitlos genialen DAF, Fehlfarbens Paul ist tot, die zwei Berlin-Songs von Fischer Z und Ideal oder Rheingolds Dreiklangdimensionen: da ist viel dabei, was auch mir damals wie heute gefällt. Völlig schmerzfrei und ehrlich werden von DJ Hell (weitere) Lieblingsstücke hinzugefügt, die man damals nicht erwähnte, da sie in der Klicke uncool waren.

 

City mit Am Fenster oder gar der obskure deutsche Soul-Schlager Mamy Blue von Ricky Shayne, den ich völlig verdrängt hatte. Und ja, es geht von Hildegard Knef bis Reinhard Mey! Ein kurzweiliger Aufruf dazu, zu dem zu stehen, was einem ein gutes Gefühl bereitet. Und dazu, mal wieder in den Second Hand Plattenladen zu gehen oder über den Flohmarkt zu streichen, wo man einiges davon für kleine Münze auf Vinyl finden kann. Wer vor allem an den Ausprägungen des New Wave im Deutschland um 1980 interessiert ist, und wissen will was da neben DAF, Fehlfarben und den ebenfalls vertretenen Der Plan, noch so geboten war: Die Zusammenstellung New Deutsch von DJ Hell und Thomas Bär auf International Deejay Gigolo Records aus dem Jahr 2003 ist da ein guter Einstieg.

 

 



 

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