Auch Rachel Evans hat es innerhalb von vier Jahren zu Underground-Ruhm geschafft. Das liegt einerseits an einer beeindruckenden Veröffentlichungsrate – je nach Zählweise handelt es sich beim neuesten, selbstbetitelten Motion Sickness Of Time Travel-Album um das siebte oder dreizehnte –, andererseits liegt Evans‘ Finger auch direkt auf dem Puls der Zeit. Die meditativen Synthie-Mantras von Evans haben den verspulten Charakter dessen, was gerne mal unter dem Chillwave-Schlagwort läuft und zeigen sich trotzdem experimentell. Diskursgewaber, das nicht unbedingt begeistert, aber trotzdem überzeugt.