Aus dem 2011 Battles-Release Gloss Drop wird nun also Dross Glop. Aus dem rosafarbenen Kunstkackhaufen wird ein im Farbspektrum erweiterter. Namensgebung und Covergestaltung könnten einen auf eine falsche Fährte locken: Kurz was verdreht und mal schnell was drübergekleckst, fertig ist das Remix-Album. Doch das hat in Wirklichkeit viel mehr zu bieten und ist über weite Strecken (noch) interessanter als das Ausgangsmaterial. Es ist klar zu erkennen, dass die Band sich um Produzenten/ Musiker gekümmert hat, zu denen bzw. deren Werk eine persönliche oder zumindest emotionale Beziehung besteht. So hat man – naheliegend – den Label-Mate Hudson Mohawke angeheuert, der mit seinem Rolls Bayce-Remix einen der zahlreichen Höhepunkte von Dross Glop abliefert.
Deutlich geehrt fühlt sich die Band durch die Beteiligung von The Alchimist (Futura Remix), »the greatest hip hop producer of all time« oder von Alex Willner, besser bekannt als The Field (Sweetie & Shag Remix) – einem Mann, dem sie schon lange für seine Musik huldigen. Die unterschiedlichen musikalischen Bereiche, in denen sich die beteiligten Personen normalerweise tummeln, sorgen für Abwechslung und motzen das ohnehin hochwertige Ausgangsmaterial oft noch auf. Die Spielzeit erhöht sich in der Remix-Variante deutlich, ohne dass es langweilig wird. Dazu erscheinen die Tracks in einer völlig neuen Anordnung. Ach ja: Toll ist auch der Dominican Fade Remix von Qluster, der Gegenwartsversion von Cluster/Kluster um Hans-Joachim Roedelius – eine weitere Beteiligung, über die die Battles-Herrschaften sich zurecht freuen.