Die Einen, sind die Hälfte der Spex-Redaktion und ein Teil ihrer Leser. Da die meisten Leute die Band gar nicht kennen, sind die anderen wohl auch eine überschaubare Familie, die sich denkt: Es wird schon seinen Grund haben, warum dem nach zig Jahren so ist. Die Frage, die sich stellt: Heißt es Hör nicht auf, Mutter oder Hör nicht auf Mutter?
Mein kleiner Krieg entstand ziemlich spontan und erscheint nur ein knappes Jahr nach dem Vorgänger trinken. singen. schießen. Von dem schönes Schein und dem dummen Sein erzählt uns Mutter davon, dass die Menschheit eine traurige Maschine ist. »So ein Regenwurm hat´s gut, so ein Regenwurm hats fein – ach könnt ich doch ein Regenwürmchen sein« heißt es in Regenwurm – die Worte sind einem Rühmann-Lied aus den 30er Jahren entnommen. Der Mensch ein Wurm – nein noch nicht mal das. Mein kleiner Krieg handelt vom verzweifelten Versuch, etwas zu finden, dass man wirklich mit seinen Mitmenschen gemein hat und geteilt empfindet.
In Wo die Sonne nicht scheint geht es schnell vorbei an dem Ort, der für vergangene Tage steht, die auch nicht besser waren. »Bloß hier nicht sehen bleiben/ das Böse es lauert auf symmetrischen Pflastern/ zwischen Geranien und blauen Säcken.« Ob Vergangenheit, Gegenwart oder Zukunft – wir können uns das Suchen nach Schuldigen, nach Ursachen und Zusammenhängen sparen – oder gerade nicht. Es bleibt ein Kreuz, jeder und alle im Krieg mit allen und mit sich selbst. Die Musik bleibt dabei, bis auf einzelne Punkeruptionen eher ruhig, schwer und langsam. Ich hab mich immer schwer getan mit Kommaregeln, möchte aber dazu aufrufen selbst herauszufinden, ob es nicht doch korrekter Weise heißt: Hör nicht auf, Mutter!