Autobiografisch geprägte Romane »Der große Kater« und »Fräulein Stark«
Aufmerksamkeit erhielt der Autor zuletzt durch die Verfilmung seines autobiografisch geprägten Romans Der große Kater. In dem 1998 erschienenen Roman thematisiert Hürlimann neben seiner Zeit am Gymnasium in der Stiftschule Einsiedeln auch die Bundesratschaft seines Vaters Hans Hürlimann. Diese Transformation von eigener Vergangenheit in Literatur hat Hürlimann auch in seinem Roman Fräulein Stark von 2001 angewandt, die in einer Konfrontation mit seinem Onkel gipfelte. Der Film kam 2010 mit deutscher Starbesetzung in die Kinos.
In seiner nun fast 30-jährigen Tätigkeit als Autor wurde Hürlimann mit vielen Literaturpreisen bedacht und zudem in die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung in Darmstadt, als Korrespondierendes Mitglied der Bayerischen Akademie der Künste sowie als Mitglied der Akademie der Künste Berlin aufgenommen. Die Frage ist also nicht nur, welche Gratulation Hürlimann erwarten darf, sondern ob die bald 30jährige Autorschaft nicht viel spannender ist als das vollendete 60. Lebensjahr am 21. Dezember 2010.

