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    TITEL kulturmagazin
    Donnerstag, 25. Mai 2017 | 06:51

    Interview Bodo Birk

    15.04.2010

    Zwei, drei Tage eintauchen in die Welt der Comics

    Der 14. Internationale Comic-Salon Erlangen vom 3. bis 6. Juni wirft seine Schatten nicht voraus. Während Fremdenzimmer in der Gegend schon praktisch ausgebucht sein dürften, sind noch kaum Inhalte des größten deutschen Comicfestivals an die Öffentlichkeit gedrungen. Was auch an Finanznöten der Stadt liegt, gegen die wieder einmal angekämpft werden musste. ANDREAS ALT hat dem Organisator im Erlanger Kulturbüro, Bodo Birk, nun Näheres über Programmschwerpunkte und Weiterentwicklungen entlockt.

     

    Nur noch zwei Monate bis zum Comic-Salon, und es ist noch wenig vom Programm bekannt. Ist das normal?

     

    Bodo Birk: Wir haben immer eine relativ kurze Vorbereitungszeit. Mit der konkreten Organisation beginnen wir in der Regel Anfang des Jahres. In diesen Tagen würde eigentlich unsere erste große Programm-Pressemitteilung rausgehen. Wir sind ein bisschen später dran, weil wir auf Grund der Finanzlage der Kommunen eine Reihe kulturpolitischer Turbulenzen zu überstehen hatten. Wir mussten fürs Figurentheaterfestival 2011, das gestrichen werden sollte, immer neue Rettungsvorschläge machen, neue Finanzierungskonzepte erarbeiten, mit Sponsoren und der Politik sprechen, Anfragen beantworten. In dieser Zeit ist vieles liegen geblieben, was wir jetzt aufarbeiten müssen.

     

    Stimmt es, dass es eine Budgetkürzung von 20 Prozent beim Comic-Salon gibt? Macht sich das für die Besucher im Programm bemerkbar?

     

    Die Mittel des Kulturbüros sind tatsächlich um ungefähr 20 Prozent fürs ganze Jahr gekürzt. Der Comic-Salon ist die größte Veranstaltung in diesem Jahr, wir können das also nicht an anderer Stelle kompensieren. Und an bestimmten Dingen kann man nicht sparen: Die Messe muss aufgebaut, das Personal bezahlt werden, die technischen Voraussetzungen müssen gegeben sein, die Drucksachen müssen gemacht, die Hallen gemietet werden. Also müssen wir am Programm sparen. Wer die Veranstaltung kennt, für den wird das nicht unsichtbar bleiben. Trotzdem wird es 20 Ausstellungen und ein volles Programm geben. Wir haben nichts, was wir vorhatten, ganz gestrichen. Wir halten ein, was wir im Vorfeld mit Künstlern und Verlagen vereinbart haben. Der Salon hat sich in den vergangenen Jahren positiv weiterentwickelt. Wir hatten begonnen, im Rahmenprogramm performative Sachen zu machen, ein Festival ganz um den Comic und verwandte Bereiche zu gestalten. Die Kürzung wirft uns da ein bisschen zurück.

     

    Zunächst hieß es ja, der Salon 2010 werde eventuell gestrichen, obwohl es solche Gerüchte vor dem Salon immer zu geben scheint. Wie dicht sind wir diesmal an der Katastrophe vorbeigeschrammt?

     

    Richtig ist, dass der Salon in der Vergangenheit immer wieder zur Disposition stand. Der Comic-Salon ist einerseits, wie die Verantwortlichen inzwischen wissen, ein Wirtschaftsfaktor für die Stadt. Es kommen tausende Menschen in die Stadt, buchen Hotelzimmer, gehen abends essen. Andererseits ist die Veranstaltung nicht unbedingt ganz stark in Erlangen verankert. Sie hat eher überregionale Wirkung. Die Erlanger kommen zu unserer Freude in den letzten Jahren verstärkt. Wir wollen ja daraus eine Veranstaltung nicht nur für eingefleischte Comicfans machen, sondern für jeden, der sich für Kunst und Kultur interessiert. Zum Figurentheaterfestival kommen 90 Prozent der Besucher aus Erlangen und der Region Nürnberg-Fürth. Zum Comic-Salon kommen zwei Drittel von außerhalb der Region. Toll für die Außenwirkung, für die Lobbyarbeit vor Ort aber vielleicht ein bisschen schwieriger. Der Comic-Salon findet statt, weil wir Jahr für Jahr intensiv dafür kämpfen und weil wir nachdrücklich erklärt haben, warum er wichtig ist für Erlangen und nicht nur für die Branche. Eine gewisse Aufmerksamkeit der Medien und der Öffentlichkeit ist da sicherlich angebracht.

     

    Der Salon ist natürlich immer durch Kürzungen in seinem Umfang gefährdet, aber in den letzten Jahren nicht mehr komplett in Frage gestellt worden. Als ich im Herbst die ungedeckte Haushaltslücke der Stadt von rund 30 Millionen Euro sah, war ich in großer Sorge um den Salon und das Poetenfest. Wir haben deutlich machen können, dass man im Herbst am Salon nicht mehr rütteln kann, weil man vertragsbrüchig würde: Verlage hatten sich angemeldet, zahlreiche Verträge mit Künstlern und für Ausstellungen waren geschlossen worden, an denen schon gearbeitet wurde. Dann hat es plötzlich das Figurentheaterfestival 2011 beinahe getroffen – die Absage konnte zum Glück verhindert werden. Das zeigt, dass es ein anderes Verhältnis der Stadt zum Salon gibt als noch vor fünf oder zehn Jahren. Es muss inzwischen eine emotionale Bindung entstanden sein. Die Politiker sehen halt erstmal, dass sie 250 000 Euro Haushaltsmittel ins Festival reinschießen müssen. Der Salon kostet ungefähr 450 000 Euro. Knapp 200 000 Euro erzielen wir durch Eintritte und Messeeinnahmen. Ich glaube aber, dass sich die Bevölkerung und Politik von Erlangen stärker mit dem Salon als Festival identifizieren und er deshalb nicht mehr so ständig in Frage gestellt wird wie früher.

     

    Was können Sie denn schon zum Programm sagen?

     

    Ein wesentlicher Programmschwerpunkt sind Zeitungscomics mit einer Reihe von Ausstellungen. Alexander Braun, ein bildender Künstler und Comicsammler, kuratiert die Ausstellung Jahrhundert der Comics mit amerikanischen Zeitungs-Sonntagsseiten und Originalzeichnungen. Comics waren in deutschen Zeitungen ja fast tot und haben sich in den vergangenen Jahren wieder toll entwickelt. Zeitungen haben ihre eigenen Strips und Vertragszeichner. Das hat sich für eine Reihe deutscher Zeichner zu einem wichtigen Betätigungsfeld entwickelt. Wir wollen auch die Zeitungsredakteure, die das betreuen, in einer Gesprächsrunde zu Wort kommen lassen. Vom Wilhelm-Busch-Museum übernehmen wir eine Mecki-Ausstellung mit rund 200 Originalen, eine eindrucksvolle Zusammenstellung aller Mecki-Zeichner. Sie wird das Bindeglied zwischen den Ursprüngen in USA und den heutigen Zeitungsstrips. Wir wagen auch einen Ausblick in einer Schau aktueller deutscher Strips und in Diskussionen und Vorträgen darüber, was sich bei Comics online tut.

     

    Man las von einem Schwerpunkt Graphic Novels.

     

    Dazu gibt es eine Ausstellung der Zeichnerinnen und Zeichner, die sich mit Szenarien von Peer Meter beschäftigen. Er ist ein Schriftsteller aus Worpswede, der zusammen mit Gorny den legendären Haarmann gemacht hat, der nie zu Ende geführt wurde, weil Gorny sich vom Comic abwandte. Seither hatte auch Meter keine Szenarien mehr geschrieben. Vor zwei Jahren hat der Zeichneragent Paul Derouet den Kontakt zwischen Meter und der Szene wieder hergestellt. Barbara Yelins Gift (Reprodukt) ist jetzt das erste Ergebnis. Isabel Kreitz zeichnet den Haarmann neu, und dann gibt es weitere weniger bekannte, aber ebenso professionelle Zeichner/innen, die sich Szenarien von Meter vorgenommen haben: David von Bassewitz, Gerda Raidt, Nicola Maier-Reimer und Julia Briemle. Es wird eine schöne Originale-Ausstellung, aber wir wollen auch versuchen, damit die Zusammenarbeit zwischen Szenarist und Zeichner zu erzählen. Jedes Mal gestaltet sie Peer Meter anders, und man kann die Entstehungsgeschichte solcher Geschichten von den ersten Skizzen über die redaktionelle Betreuung bis zum fertigen Comic verfolgen.

     

    Damit kann man sich auch intensiver mit dem Thema Schreiben für den Comic beschäftigen. Das wollen wir im Gesprächs- und Vortragsprogramm vertiefen, weil die Arbeitsteilung zwischen Szenarist und Zeichner in Deutschland nicht so üblich ist wie im frankobelgischen Raum. Die jüngeren deutschen Zeichner haben ja bisher viel autobiografisch gearbeitet. Bei aller Freude über die schönen Sachen, die dabei entstanden sind, könnte man die These vertreten, es fehle ein bisschen an den starken, gewichtigen Stoffen, wenn man schon von grafischer Literatur und Erzählung spricht. Wir wollen thematisieren, wie wirklich gute Geschichten in Deutschland Eingang in die grafische Literatur finden.

     

    Was bietet das Programm sonst noch?

     

    Wir wollen auch etwas für das klassischere Erlanger Publikum tun. Als wir vor ein paar Jahren die Organisation von Karl Manfred Fischer übernommen haben, hat man dem Salon vorgeworfen, zu sehr an klassischen frankobelgischen Stoffen festzuhalten. Wir haben seither versucht, uns der deutschen Szene stärker zu öffnen, haben uns letztes Mal mit China beschäftigt. Und jetzt bestand die Gefahr, dass wir unser klassisches Publikum und die klassischen Themen bestimmter Verlage vernachlässigen. Deshalb bereiten wir jetzt eine Gruppenausstellung zum Thema Faszination Western vor. Einerseits werden wir eine Reihe von Westernklassikern von Jean Giraud über Jijé bis Hermann präsentieren, wollen aber auch untersuchen, wo das Thema Western auch von jungen Zeichnern, die nicht unbedingt den realistischen klassischen Western zeichnen, zitiert und aufgegriffen wird. Scheinbar hat dieses Genre, so überkommen und teilweise anachronistisch es wirken mag, nach wie vor eine große Bedeutung. Es soll eine opulente Originale-Schau werden.

     

    Ich spreche noch ein paar kleinere Themen an: Die Peanuts werden 60 Jahre alt, dazu wird es eine kulturhistorische Ausstellung ohne Originale geben, die Andreas C. Knigge vorbereitet. Der Medienwissenschaftler Herbert Heinzelmann bereitet eine Ausstellung Religion im Comic vor. Damit beschäftigen sich ja jetzt einige Zeichner von Robert Crumb bis Ralf König oder Joann Sfar. An der Augsburger Uni gibt es dazu zurzeit ein Forschungsprojekt.

     

    Dann wollen wir auch etwas für das Mangapublikum in Erlangen tun. Wir haben uns entschieden, nicht einen Manga-Superstar zu holen – vor vier Jahren war Gosho Aoyama (Detektiv Conan) hier -, sondern nachzusehen, was sich in der jungen Mangaszene in Japan tut, und verbinden das mit unserem Jungen Forum, den Ständen von Hochschulen. Wir haben diesmal die Manga-Fakultät der Kyoto-Universität eingeladen. Es werden fünf Manga-Studenten aus Japan kommen, von ihrer Ausbildung erzählen und auch ein paar Arbeiten mitbringen. Die sehr erfolgreiche deutsche Mangaka Christina Plaka, die bei Tokyopop verlegt wird, studiert übrigens seit kurzem an der Manga-Fakultät in Kyoto und wird zum Salon nach Erlangen zurückkommen. Die Fakultät ist eine Elite-Schmiede; für die Mangafans dürfte es interessant sein, Arbeiten der Stars von morgen zu sehen.

     

    Nochmal zur Weiterentwicklung des Salons: Was wird da jetzt durch die Finanznot behindert?

     

    Wir versuchen, inszenatorisch darauf einzugehen, wie Ausstellungen aussehen könnten, wenn nicht nur einfach eingerahmte Originale gezeigt werden. Zum Beispiel haben das letzte Mal, als wir uns mit Kindern beschäftigt haben, die eingeladenen und ausgestellten Zeichner in einer Videoprojektion live gearbeitet. Ausstellungen werden in Zukunft anders aussehen müssen als vor 10 oder 20 Jahren. Man muss, denke ich, mehr erzählen, anders aufarbeiten, multimedialer arbeiten. Das sind die Herausforderungen, vor denen wir stehen. An der Messe ist nicht zu rütteln, schließlich wollen wir auch eine Veranstaltung, die dem Comicmarkt zu Gute kommt. Abgesehen davon ist sie für uns eine ganz wesentliche Einnahmequelle. Die Verlage sponsern durch ihre Teilnahme an der Messe das Programm des Salons und müssen sich daher auch in den Ausstellungen widerspiegeln. Uns beschäftigt aber zusätzlich die Frage, wie man gerade jetzt, da wir verstärkt über Graphic Novels und den Autorencomic reden und einige Verlage sich auf der Leipziger Buchmesse durchaus im Bereich Junge Literatur finden, Comic anders präsentieren und Neuerscheinungen anders bewerben kann als durch das Einrahmen und Aufhängen von Bildern. Was gibt es für Ansätze in der darstellenden Kunst? Was gibt es für Formen von Comiclesungen? Das steckt in den Anfängen.

     

    Ich habe bisher nur ganz wenige vielversprechende Ansätze von szenisch inszenierten Comiclesungen gesehen. Im Literaturbetrieb ist die Lesung ein wesentliches Element der Vermarktung eines Buches. Da haben wir noch nichts Adäquates im Comicmarkt gefunden. Das Vorlesen von Comics und dahinter das Projizieren der Seiten ist keine künstlerisch befriedigende Form und ist auch von der Vermarktung her nicht so sinnvoll, weil man in der Regel in einer einstündigen Veranstaltung einen kompletten Comic vorlesen kann, während ein Roman in der Zeit nur angelesen werden kann. Es gibt Leute, die das im Comedybereich gut können: etwa Flix oder Ralf König. Aber für die literarischeren Stoffe gibt es noch keine guten Beispiele. Im Grunde muss man sich da andere Formen einfallen lassen. Das Freiburger Stadttheater hat mal eine tolle Popeye-Inszenierung gemacht. So etwas würden wir in unserem Theater gern mehr zeigen, aber da kommen wir gleich in richtig kostspielige Bereiche.

     

    Um so etwas weiterzuverfolgen, haben wir vor zwei Jahren einer Mediendesignerin, einer Schauspielerin und einem Regisseur den Auftrag gegeben, mal den Bibel-Comic von Siku (Ehapa) in der Neustädter Kirche zu inszenieren. Die haben daran Wochen lang gearbeitet, das hat ein paar 1000 Euro gekostet. Man hat ansatzweise gesehen, dass da schon Dinge möglich sind durch Verbindungen, durch das Hereinnehmen von assoziativen Texten und weiteren Materialien, auch von Filmszenen, musikalischen Elementen. Der Begriff Motion Comic, der gerade geprägt wird, teilanimierte und nicht nur abfotografierte Panels – in diesem Bereich gäbe es großen Handlungsbedarf, das wäre ganz spannend, da würde ich mir eine Weiterentwicklung wünschen. Auch das Thema Schreiben für den Comic. Da könnte man sich Schreibwerkstätten beim oder im Vorfeld des Salons vorstellen, dass man Schriftsteller und Zeichner aktiv zusammenbringt, dass man vielleicht auch Film- und Theaterautoren hinzu gewinnt. Aber dafür braucht man halt immer Geld …

     

    Ist der Familientag am Sonntag eigentlich neu?

     

    Nein, den haben wir 2004 zum ersten Mal gemacht, weil zu wenig junge Menschen und Familien auf dem Salon waren und weil der Sonntag drohte, ein schwacher Tag zu werden wie auf vielen Messen und Festivals. Auch da, im Bereich Programm für Kinder und Jugendliche, kann man viel mehr machen. Die Verlage engagieren sich jetzt mit Gewinnspielen, Rallyes, Sketchen und Character-Spielen, Workshops oder Japanthemen für das Mangapublikum. In diesem Jahr wird es auch die Yakari-Ausstellung mit Aktivitäten beim Salon geben. Kinder bis sechs Jahre zahlen grundsätzlich keinen Eintritt, Jugendliche bis 14 Jahre am Familientag nur einen symbolischen Euro. Das hat dazu geführt, dass deutlich mehr Kinder und Jugendliche zum Salon kommen, und das haben die Verlage auch ganz positiv bewertet, gerade die, die sich an ein jüngeres Publikum wenden.

     

    Sind die Comicleser nicht heute eher älter?

     

    Die Disney-Produkte werden nach wie vor gelesen, Mangas werden von jungen Leuten gelesen – also so ganz stimmt’s, glaube ich, nicht. Aber das sind nicht die Genres, die auf dem Salon im Mittelpunkt stehen. Wir wollen da mehr tun. Es ist ganz gut angelaufen. Das hat dazu geführt, dass die Verlage jetzt auch Publikationen für Kinder und Jugendliche an ihre Stände mitbringen, Programme und Workshops anbieten. Damit ist der Sonntag lebendig geblieben. Es herrscht am Sonntagmittag keine Aufbruchstimmung. Es gibt übrigens jetzt wieder mehr Veröffentlichungen für Kinder und Jugendliche – vielleicht wird man das auch bei den Nominierungen zum Max-und-Moritz-Preis sehen. Da gibt es interessante Dinge im Grenzbereich zwischen Bilderbuch und Comic. Viele Bilderbücher arbeiten zwar nicht mit Sprechblasen, aber doch bilderzählerisch. Das ist durchaus ein Thema für die nächsten Jahre.

     

    Welchen Stellenwert hat für Sie eigentlich der Comic-Salon im Vergleich zu den anderen Festivals, für die Sie auch zuständig sind (Poetenfest, Figurentheaterfestival)?

     

    Man hat die Möglichkeit, mit dem Medium Comic Menschen zu erreichen, die man sonst mit Literatur- und Theaterveranstaltungen oder Konzerten nicht erreicht. Das ist das Spannende für den Kulturvermittler und den kommunalen Kulturveranstalter. Im Grunde hat man die breitest vorstellbare Zielgruppe von den literarisch interessierten Graphic-Novel-Lesern bis zu den Fans, die sich für amerikanische Superhelden oder Cartoons und Funnies interessieren. Und damit natürlich auch vielfältige Chancen, Menschen zusammen und mit Themen und Genres in Berührung zu bringen, mit denen sie sich normalerweise nicht beschäftigen würden. Das gibt es so vielleicht gerade noch im Kino, aber in keinem anderen Genre. Wir können Leute, die in keine Ausstellung gehen würden, durch attraktive Inszenierungen und gute Themen neue Dinge erleben lassen. Die Eintrittskarte gilt für die Messe und alle Ausstellungen. Man taucht ein, zwei, drei Tage lang ein in so eine Veranstaltung und wird mit Dingen konfrontiert, die man mehr oder weniger zufällig mitbekommt und die einen vielleicht trotzdem plötzlich interessieren, prägen oder weiter beschäftigen.

     

    Ganz herzlichen Dank für das Gespräch!

     

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    Name:
    Kommentar:
    interessantes Interview, danke!
    | von emma, 19.04.2010

    ... bis sie dann gestorben sind.

    Wenn Comics sich klassischen Märchenmotiven widmen, dann tun sie das meist in Form einer eher überzogenen Parodie. Selbst wenn sich dahinter so viel Sophistication verbirgt wie hinter ...

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