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Mittwoch, 29. März 2017 | 21:02

 

Jazzwoche Burghausen: Chick Corea und Gary Burton live

26.03.2011

Lecker, aber keine leichte Kost

Am Mittwoch Abend begann das offizielle - man könnte auch sagen, das traditionelle - Festival-Programm der 42. Internationalen Jazzwoche Burghausen. Und das gleich mit einem - zunächst einmal nominellen - Knaller: Chick Corea und Gary Burton mit ihrem einzigen Deutschland-Konzert in diesem Jahr. Es wurde ein spannender Abend ... Von JÖRG ESCHENFELDER

 

Den Anfang machte die »Beats and Pieces Big Band« aus England, die am Vorabend den 3. Europäischen Nachwuchsjazzpreis gewonnen hatte. Sie boten freche, unkonventionelle, junge Jazz-Musik mit flottem, vollen Big Band Sound und konnten auch in der großen Halle überzeugen, auch wenn manche meinten, am Vorabend wären sie in dem intimeren Stadtsaal noch besser gewesen.

 

Sie waren auf jeden Fall so gut, dass Chick Corea sie nicht nur lobte, sondern auch - mit einem Augenzwinkern - meinte: Er würde vielleicht die ein oder andere Idee von ihnen klauen. Aber Chick Corea (Piano) und Gary Burton (Vibraphon), die arrivierten Altmeister des Jazz, haben das nicht nötig. Das zeigten sie auch in ihrem anschließenden Auftritt, der aus dem Zusammenspiel zwischen Piano und Vibraphon wieder einen musikalischen Leckerbissen machte, auch wenn es nicht immer leichte Kost war. Sie boten im ihrem bekannten, ausgefeilten Sound und Zusammenspiel Klassiker wie »Chega de Saudade« (Antonio Carlos Jobim) und »Time remembered« (Bill Evans), eine Cover-Version von »Eleanor Rigby« (Beatles), eine Hommage »Mozart goes dancing« und mit »Can’t we be friends« sogar ganz Neues.

 

Das Ergebnis: Applaus, Pfiffe, Fußtrampel - und zwei Zugaben! Diesmal vierhändig am Vibraphon.

 

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