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    TITEL kulturmagazin
    Mittwoch, 28. Juni 2017 | 23:00

    NBA 2K13

    23.10.2012

    Es schlägt 13

    Wenn Konkurrenz das Geschäft belebt, dann scheinen die Macher von NBA 2k13 gar nicht zu wissen, dass man seit 2009 nichts mehr vom einstigen Konkurrenten NBA Live gehört hat. Oder es kümmert sie ganz einfach nicht und sie entwickeln zum Trotz jedes Jahr eines der besten Sportspiele, weil sie es können. NORMAN VOLKMANN ist sich nicht ganz sicher, hat sich aber wieder gern ein Trikot übergeworfen, um vor allem Justin Bieber einmal knallhart ins Gesicht dunken zu können.

     

    In knapp einer Woche ist es soweit: Die NBA-Saison 2012/13 startet dieses Jahr wieder pünktlich in den letzten Oktobertagen. Nach der turbulenten weil verkürzten Lockoutsaison, dominiert in diesen Tagen nicht der Streit zwischen Liga und Spielergewerkschaft, sondern die Vorfreude auf eine längere und hochwertigere Spielzeit. Sollen sich doch die anderen zanken (looking at you, NHL), die NBA muss sich vom Image-Schaden erst wieder erholen. Darüber muss sich NBA 2K13 aber keine Sorgen machen: Nachdem die Legenden der Vergangenheit in den letzten zwei Jahren im Fokus der NBA 2K Reihe standen, sind nun die zukünftigen Kandidaten für diesen Status dran. Blake Griffin, Kevin Durant und Derrick Rose werden in 20 Jahren Michael Jordan sicher nicht vergessen machen – sie sind aber auf dem besten Weg sich ihr eigenes Denkmal zu setzen.

     

    Wir werden jetzt Stars

    Den Kern des Spiels bildet der Jahr um Jahr verbesserte MyCareer-Modus, in dem ich mit meinem eigenen Avatar alle Stationen einer NBA-Karriere durchlaufen kann: vom Rookie-Showcase, Interviews mit General Managern, der Draft (die wieder David Stern moderiert wird) bis hin zum Eintritt in die Hall of Fame. Zugegeben, große Veränderungen gibt es kaum, diese waren aber auch nicht nötig. Die zahlreichen kleinen Veränderungen sind es, die MyCareer erneut so spielenswert machen: So werden zum Beispiel die Antworten, die man bei Pressekonferenzen gibt, in späteren Spielen von den Kommentatoren erwähnt und eingeschätzt. Eine neue, Twitter-ähnliche Funktion ermöglicht die Interaktion mit Fans, bekannten Journalisten und NBA-Spielern. Nach einer Partie gibt es Lob oder Häme von Fans und Gegenspielern oder eine neutrale Analyse von Leuten wie Sekou Smith oder Lang Whitaker. Zusätzlich kann man sich mit dem GM des Teams zusammensetzen und über die eigene Rolle im Team sprechen, einen Trade fordern oder versuchen den Trainer feuern zu lassen (Dankeschön, Dwight Howard).

     

    Insgesamt kann ich meine virtuelle Karriere viel individueller gestalten als bisher. Unterschiedliche Spezialfähigkeiten können meinen Spieler und die eigene Spielweise nun einzigartig machen. Als »Posterizer« kann ich meinen Gegenspieler in bester Blake Griffin Manier bloßstellen, ein »Scrapper« dagegen kämpft im Bereich unterm Korb besonders effizient um jeden Rebound. Je nachdem, wo das eigene Team Defizite hat, können Spezialfähigkeiten gewechselt und ausgetauscht werden.

     

    Ebenfalls neu ist die virtuelle Währung (VC), mit der sämtliche zusätzliche Spieleinhalte freigeschaltet werden: Ausrüstung, Anzüge, Spezialfähigkeiten. Zwar wird nahezu alles belohnt, was ich im Spiel anstelle, dennoch müsste ich wohl bis zur Veröffentlichung des nächsten Teils spielen, um genügend VC für alle Freischaltungen zu bekommen. Dafür stehen zum Glück genügend unterschiedliche Spielmodi zur Verfügung.

     

    Der Soundtrack soll dieses Jahr etwas ganz Besonderes sein: »Executive Produced by Jay-Z« wird stolz auf der Verpackung angekündigt. Der Rapper, der selbst Teilbesitzer der frisch umgezogenen Brooklyn Nets ist, hat die Songs höchstpersönlich ausgesucht und recht guten Geschmack bewiesen. Bis auf U2 und Coldplay passt alles zur Stimmung im Spiel. Das trifft aber auf die Vorgänger ebenfalls zu, daher ist die Unterstützung von Jay-Z zwar ein netter Bonus, aber nichts, das dem Spiel neue oder wichtige Züge verpasst. Wirklich deplatziert ist dagegen die Einbindung eines »Celebrity-Teams« um Justin Bieber und den Quantenforschern von der Jersey Shore.

     

    Diese haben als Mannschaft zu allem Überfluss auch noch ein besseres Rating als einige der tatsächlichen NBA-Teams. Als Entschädigung gibt es dafür aber auch das Dream Team aus dem Jahr 1992 – mit dem digitalen Debüt von Charles Barkley – mit dem man unter anderem gegen die Olympiasieger von 2012 antreten kann. Ein Spiel, über dessen möglicher Ausgang in diesem Jahr häufiger als je zuvor debattiert wurde. Jordan, Larry Bird und Magic Johnson gegen Lebron James, Kobe Bryant und Kevin Durant – schade, dass man daraus keinen eigenen Modus gesponnen hat oder gar ein olympisches Turnier einbaute.

     

    NBA 2K13 rechtfertigt auch in diesem Jahr den Status eines Vollpreistitels und ist weitaus mehr als nur ein jährliches Update mit neuen Kadern und angepassten Hallen. Auch wenn die spielerischen Neuerungen geringer ausfallen, der Fokus auf Details und die Verbesserung der bestehenden Modi sind genau das, was die Reihe brauchte. Grafisch merkt man, dass man langsam ans Ende der Konsolengeneration kommt und auch hier nur noch kleine Verbesserungen möglich sind.

     

    Im Vergleich zu dem, was EA dort bis vor kurzem noch bringen wollte, zeigt es aber auch, wie weit voraus die NBA 2K Reihe dem ehemaligen Rivalen ist. Als Gesamtpaket ist NBA 2K13 genau das was jedes Sportspiel zu sein versucht: Eine perfekte Mischung aus Alt und Neu, aus Innovation und Tradition und jeder Menge Liebe zum Spiel.

    TITEL ist umgezogen!

    Liebe Leserinnen, liebe Leser!


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