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    Uncharted: Golden Abyss

    15.05.2012

    Besser als der Goldene Kompass (und trotzdem mobil)

    Es gab ein Spiel, welches zum PlayStation Vita Launch große, gar größte Aufmerksamkeit erfuhr. Es soll das Flaggschiff der neuen Handheld-Ära sein und Stärken sowie Grenzen des noch frischen Systems offenlegen. Gemeint ist Uncharted: Golden Abyss, sagt STEFANIE MARX.

     

    Wenn Ableger einer großen Serie ohne Nummerierung und stattdessen mit Namenszusatz auf einem portablen Gerät erscheinen, werden sie oft und schlechthin zurecht belächelt. Meist mit anderen, kleineren Entwicklerteams und geringen Budget entworfen, können sie die gesetzten Serien-Standards nicht halten. Anders soll es mit Uncharted: Golden Abyss werden. Sony Entertainment ist sich immerhin um die Bedeutsamkeit des Titels bewusst: es soll eine breite Masse an Spieler an Sonys kleine Schwarze binden und den Appetit nach „mehr“ anregen!

     

    Massenbewegung

    Es braucht nur kurze Spielzeit bis man feststellt wie gut sich das Spiel anfühlt und wie gut es aussieht. Zwar sollten Spieler nicht die grafische Perfektion eines Uncharted 3 erwarten, doch ohne Frage ist es der grafisch prachtvollste und aufwendigste Titel der langen, langen PlayStation Vita Startliste. Animationen und Umgebungsdetails sind serientypisch erstklassig und Anhänger des Grafik-Kults werden spätestens bei eingeschalteter Taschenlampe über fabelhafte Ausleuchtung und Reflektionen staunen. Zusammen mit der Leichtigkeit der Zwei-Stick Steuerung, ein echtes Novum unter den Handhelds, nimmt man Uncharted: Golden Abyss sofort als vollwertiges Nathan-Drake-Abenteuer wahr. Etwas aufgesetzt wirkt dagegen Sonys Bend Studios Feature-Flut. Fast zwanghaft wurden alle neuen Steuerungsmöglichkeiten der PlayStation Vita integriert. Von sinnvoll bis abwegig, von spaßig bis lästig. In die erste Kategorie fällt die Möglichkeit, sich Sprungpassagen zu erleichtern. Anstatt sich mit einem Knopf geistlos von Vorsprung zu Vorsprung zu hangeln, kann man nun über den vorderen Touch-Screen den Kletterweg entlang fahren und sich so zusätzliche (Knopf-)Arbeit ersparen.

     

    Darf es noch ein Feature sein, Sir?

    Der weitere Touch-Einsatz im Nahkampf gestaltet sich spaßig und kurzweilig. Ein Problem stellt der Wechsel von Nahkampf zum Schusswechsel dar, denn dann ist ein Umgreifen der Hand erforderlich und man verliert Sekunden, im dramatischsten Fall das eigene Leben. Auf seiner Reise stößt Mr. Drake neben allerlei Grobianen aber auch auf zum Teil stark verschmutzte Artefakte und Hinweise. Hierfür werden gleichermaßen Finger- und Wischfertigkeiten von Nöten. Etwas ärgerlich ist dabei, dass man die Kostbarkeiten zu 100% vom Schmutz befreien muss um das Spiel fortsetzen zu können, selbst wenn man das Geheimnis eines Gegenstandes zuvor entdeckt hat. Eine gewisse Genauigkeit fordert auch der Foto-Modus. An sich würde es mir viel Freude bereiten ein Motiv zu suchen und finden, stattdessen fotografiert man ein vorgegebenes Motiv in einem vorgegebenen Winkel. Stimmt der Winkel und die Ausrichtung nicht mit der Vorlage überein, wird der Schnappschuss nicht gewertet. Eine recht ärgerliche Angelegenheit. Und es reihen sich weitere Spielereien ein: balancieren über Baumstämme und optionales Zielen mittels Bewegungs-Sensor, Quick-Time Events per Touch-Screen und Drehung von Gegenständen mit Hilfe des rückseitigen Trackpads. Es bleibt fraglich, ob all die Features zum Spielspaß beitragen. Ich würde es verneinen. Dennoch schafft Uncharted: Golden Abyss großartiges. Die Erinnerung an Uncharted 3 ist noch frisch und umso größer waren die Erwartungen an eine Fortsetzung der Geschichte. Der PS Vita-Ableger braucht sich jedoch keinesfalls hinter seinen „großen Bruder“ verstecken, er macht sogar wenige Dinge besser und schafft es, die vielen Vorzüge der PS Vita aufzuzeigen, wenn auch ein wenig überengagiert. 

     

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    TITEL ist umgezogen!

    Liebe Leserinnen, liebe Leser!


    Das neue TITEL kulturmagazin ist ...

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