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    TITEL kulturmagazin
    Mittwoch, 28. Juni 2017 | 19:18

     

    Vor 80 Jahren: Deutschlandpremiere von Im Westen nichts Neues

    04.12.2010

    »Geld heraus, Juden heraus, Schluss mit diesem Judendreck!«

    In späteren Fassungen wurde Im Westen nichts Neues stark gekürzt und teilweise mit neuer Filmmusik unterlegt, sodass aus dem einstigen Antikriegsfilm immer mehr ein Kriegsfilm wurde, ehe er sich nach mehreren Restaurationen wieder der Fassung annäherte, die 1930 den Oscar gewonnen hatte. Von STEFAN VOLK

     

    Als Carl Laemmle sen. (1867-1939), der 1867 im oberschwäbischen Laupheim geborene, jüdische Gründer und Vorsitzende der Universal Studios, im Sommer 1929 nach Deutschland reiste, um seine ehemalige Heimat zu besuchen und sich nach möglichen Stoffen für eine Verfilmung umzuhören, musste ein Buch mehr als jedes andere seine Neugier wecken. Mit der Vorabveröffentlichung eines Kriegsromans hatte Ende 1928 ein bis dahin gänzlich unbekannter Schriftsteller in der Vossischen Zeitung für Aufsehen gesorgt. Angekündigt von einer aufwändigen Reklamekampagne erschien Im Westen nichts Neues Ende Januar 1929 als Buchausgabe und entwickelte sich binnen kurzer Zeit zum bis dahin größten Verkaufserfolg in der Geschichte der deutschen Literatur. Gleichzeitig entfachte der Roman jedoch eine erbitterte Kontroverse. Teile der Linken sahen die gesellschaftlichen Ursachen des Krieges im Roman vernachlässigt. Konservative, reaktionäre Kräfte und nicht zuletzt die Nationalsozialisten warfen Remarque vor, das Andenken der deutschen Soldaten in den Schmutz zu ziehen.

     

    Laemmle konnte also ahnen, dass er sich mit Im Westen nichts Neues nicht nur einen äußerst populären, sondern einen ebenso umstrittenen Stoff ins Hause holte. Tatsächlich wurde die von Laemmles Sohn, Carl Laemmle, Jr. (1908-1979), produzierte Verfilmung von vielen in Deutschland argwöhnisch beobachtet. Bereits während der Dreharbeiten hatte der deutsche Generalkonsul in San Francisco, Werner Otto von Hentig, die »Schleiferszenen« des Films beanstandet. Die kritischen Stimmen und die Rufe nach einem Verbot in Deutschland mehrten sich, als der Film nach seiner Weltpremiere am 21. April 1930 in Los Angeles große Erfolge in den USA feierte und bei der dritten Oscarverleihung am 5. November 1930 im Ambassador Hotel in Los Angeles die Preise für den besten Film und die beste Regie errang.

     

    Still und im Innersten aufgewühlt

    Aus Rücksicht auf die deutschen Befindlichkeiten und um einer drohenden Zensur zu entgehen, kürzte Universal International Pictures für die deutsche Fassung des Films freiwillig einige Szenen, noch ehe sie den Film der deutschen Filmprüfstelle vorlegte. In der US-Presse wurde dieser Akt der Selbstzensur scharf kritisiert. Dennoch schien die Rechnung von Universal zunächst aufzugehen. Trotz Einwänden des Reichswehrministeriums wurde die deutschsprachige Fassung des Films am 26. August 1930 mit Jugendverbot und kleineren Schnittauflagen von der Filmprüfstelle in Berlin zur Aufführung zugelassen. Am 4. Dezember 1930 folgte dann im Berliner Mozartsaal vor geladenen Gästen die Deutschlandpremiere des Films, die wie die Vossische Zeitung schrieb, »mit großer Spannung erwartet« worden war. »Um so mehr als der Film von gewissen politischen Kreisen in Deutschland aufs heftigste angegriffen worden war.« Zur Uraufführung war reichlich Polit- und Kulturprominenz erschienen. Die sozialdemokratischen Innen- und Kulturminister Preußens, der amerikanische Botschafter und die drei ehemaligen Reichskanzler Wilhelm Marx, Hermann Müller und Philipp Scheidemann waren ebenso gekommen wie die Schriftsteller Alfred Döblin, Carl Zuckmayer, der Maler George Grosz und der »rasende Reporter« Egon Erwin Kisch. Die Premiere verlief ohne Zwischenfälle, hinterließ laut Vossischer Zeitung bei den Zuschauern jedoch eine »tiefe Erschütterung«: »Das Publikum, das noch in der Mitte des Films einigen Dialogen, die sich gegen den Krieg richteten, demonstrativ Beifall gespendet hatte, verließ zum Schluss das Haus still und im Innersten aufgewühlt, unfähig Beifall zu äußern. Noch nie hat ein Filmwerk so unmittelbar auf die Zuschauer gewirkt.«

     

    Doch schon am anderen Tag folgte auf die nachdenkliche Stille ein vom damaligen Berliner Gauleiter der NSDAP, Joseph Goebbels, detailliert geplanter Proteststurm. In der Zeit, die zwischen dem Erscheinen des Romans und der deutschen Kinopremiere vergangen war, hatten die Folgen der Weltwirtschaftskrise die politische Krise in Weimar verschärft. Die NSDAP war aus den Reichstagswahlen vom 14. September 1930 nach der SPD als zweitstärkste Partei hervorgegangen und konnte mit Abstand den größten Wählerzuwachs verzeichnen. Remarque musste in der nationalsozialistischen Propaganda als Symbol einer verhassten Republik herhalten. Die Verfilmung selbst kannte Goebbels zwar nicht. In den von ihm organisierten Protestaktionen erkannte er aber die Gelegenheit, seine eigene Position innerhalb der Partei zu stärken und gleichzeitig die Vertreter der Weimarer Republik und des Berliner Polizeipräsidiums in die Rolle der Beschützer des Remarque-Films zu drängen und ein mögliches Filmverbot zugleich als Sieg der Straße und Niederlage der Regierung erscheinen zu lassen. Am Mittwoch, den 3. Dezember 1930 notierte Goebbels in seinem Tagebuch: »Am Freitag gehen wir in den Film Im Westen nichts Neues. Da soll den Eunuchen Mores beigebracht werden. Ich freue mich darauf.«

     

    Schupogefechte am Nollendorfplatz

    In Zivil mischten sich an diesem Freitag, den 5. Dezember zahlreiche SA-Mitglieder unter die Kinogäste, um die Vorstellung zu einem vorher verabredeten Zeitpunkt mit empörten Zwischenrufen zu stören. »Nachdem die ersten Szenen ohne Störung verlaufen waren«, berichtete die Deutsche Tageszeitung am nächsten Tag, »erhob sich, als zum ersten Mal das Heulen und Kreischen der Freiwilligen im Unterstand gezeigt wurde, ein Proteststurm des Publikums, der die Theaterleitung zur Unterbrechung der Vorführung zwang. Es entwickelten sich schwere Schlägereien. Bald wiederholten sich die stürmischen Proteste, sodass sich die Leitung entschließen musste, die Vorführung abzubrechen. Die Direktion forderte Polizei an, die das Theater räumte. Die Störer warfen Stinkbomben, provozierten Schlägereien, ließen weiße Mäuse los, zerschlugen die Fensterscheiben der Kassenhäuschen und überfielen eine Kassiererin mit den Worten: »Geld heraus, Juden heraus, Schluss mit diesem Judendreck!« Eine antisemitische Tirade, die sich außer gegen die jüdischen Produzenten des Films auch gegen den ebenfalls jüdischen Theaterleiter des Mozartsaals, Hanns Brodnitz, gerichtet haben dürfte. Anschließend versammelten sich mehrere Tausend Anhänger der Nationalsozialisten und Schaulustige rund um den Mozartsaal am Nollendorfplatz, wo Goebbels vor die Menge trat und eine Rede hielt.

     

    Die Demonstrationen vor dem Mozartsaal wiederholten sich in den darauffolgenden vier Tagen. Die Kinovorführungen konnten nur unter dem Schutz eines massiven Polizeiaufgebots stattfinden, die Demonstranten randalierten und lieferten sich gewalttätige Auseinandersetzungen mit der Polizei, was die von Goebbels herausgegebene Berliner Propagandazeitung Der Angriff am 8. Dezember dazu nutzte, um gegen den sozialdemokratischen Berliner Polizeipräsidenten und ehemaligen Innenminister Preußens, Albert Grzesinski, zu polemisieren: »’Schupogefechte’ am Nollendorfplatz. Berlin protestiert weiter gegen den Schand-Film. Grzesinskis Polizei schützt profitgierige amerikanische Filmjuden.« Doch nicht nur auf der Straße und in ihren Zeitungen machten neben den Nationalsozialisten auch nationalistische und konservative Kräfte gegen den Film Front. Bereits am Samstag, den 6. Dezember stellte das Innenministerium der Regierung von Sachsen bei der Berliner Film-Oberprüfstelle einen Antrag auf »Widerruf der Zulassung des Bildstreifens Im Westen nichts Neues«, da er »Sicherheit und Ordnung« sowie das »deutsche Ansehen« gefährde. Am Montag, den 8. Dezember folgten die Innenministerien der Landesregierungen von Thüringen und Braunschweig mit eigenen Anträgen. In keinem der drei Länder war der Film bis zu diesem Zeitpunkt gelaufen. Dafür stellten die Nationalsozialisten mit Wilhelm Frick in Thüringen und Anton Franzen in Braunschweig die Minister für Inneres und Volksbildung.

     

    Am 10. Dezember, einen Tag bevor die Film-Oberprüfstelle erneut über die Zulassung der Remarque-Verfilmung entschied, verhängten der sozialdemokratische preußische Innenminister Carl Severing und der Berliner Polizeipräsident Grzesinski als Reaktion auf die anhaltenden Krawalle ein vorläufiges Demonstrationsverbot. Im Gegensatz zur Reichsregierung (Kabinett Brüning) sprach sich die preußische Landesregierung in einer Debatte im preußischen Landtag am 11. Dezember für die Aufführung des Filmes aus, da dieser weder in der deutschen noch in der amerikanischen Fassung eine anti-deutsche Hetze betreibe.

     

    Lex Remarque

    Am selben Tag, Donnerstag, den 11. Dezember 1930, eine Woche nach der deutschen Premiere von Im Westen nichts Neues, verhandelte die Film-Oberprüfstelle über die bei ihr eingegangenen Widerrufsanträge. Unter Vorsitz des Ministerialrats Dr. Ernst Seeger (Reichsinnenministerium) – der im März 1933 zum Leiter der Abteilung Film des von Goebbels geführten Reichsministeriums für Volksaufklärung und Propaganda ernannt werden sollte – wurden neben Vertretern der antragstellenden Landesregierungen, Vertreter der Deutsche Universal-Film A.G. sowie als »Sachverständige« Vertreter des Reichswehrministeriums, des Auswärtigen Amtes und des Reichsinnenministeriums gehört.

     

    Wie nicht anders zu erwarten, folgte die Film-Oberprüfstelle den Anträgen auf Widerruf der Zulassung von Im Westen nichts Neues und verbot den Film »aus dem Verbotsgrund der Gefährdung des deutschen Ansehens.« Da das Filmverbot nach Ansicht der Oberprüfstelle damit bereits ausreichend begründet war, verzichtete sie darauf, zu prüfen, ob möglicherweise noch weitere Verbotsgründe gegen eine Aufführung des Films sprachen. Dadurch konnte die Oberprüfstelle den Eindruck erwecken, dass die Frage, ob die Zulassung des Films eine Gefahr für die öffentliche Ordnung bedeute, bei der Urteilsfindung letztlich keine Rolle gespielt habe. Eine Argumentation, die es ihr dann auch erlaubte, Vorwürfe, sie habe sich mit ihrem Entscheid dem Druck der Straße gebeugt, als scheinbar unbegründet zurückzuweisen.

     

    Das wiederum hielt Goebbels und die Nationalsozialisten nicht davon ab, das Verbot als ihren »Filmsieg« zu verbuchen und entsprechend propagandistisch auszuschlachten. Am Tag nach der Entscheidung der Oberprüfstelle triumphierte Goebbels im Angriff: »zum ersten Male haben wir in Berlin die Tatsache zu verzeichnen, dass die Asphaltdemokratie in die Knie gezwungen wurde.«

     

    Vorläufig aber gelang es noch nicht, die preußische Regierung zu stürzen. Ein von den Nationalsozialisten gemeinsam mit den Deutschnationalen am 19. Dezember 1930 im preußischen Landtag gegen Ministerpräsident Braun und Innenminister Severing gestellter Misstrauensantrag »wegen der Haltung der preußischen Regierung gegenüber dem Remarque-Film« wurde mit 224 gegen 182 Stimmen abgelehnt. Und auch sonst regte sich Widerstand. Nicht nur die ausländische Presse reagierte teilweise entsetzt über das Verbot, das die französische Zeitung Le Matin als »den ersten großen Sieg« wertete, »den der Hitler-Terror nach den Wahlen vom 14. September erkämpft« habe, auch in Deutschland stieß es bei den liberalen und linksoppositionellen Kräften auf scharfe Ablehnung. Bekannte Persönlichkeiten wie Käthe Kollwitz, Heinrich Mann oder Carl Zuckmayer setzten sich für eine Aufhebung des Verbots ein, unter anderem im »Kampfausschuss gegen die Zensur«, dem auch Severings Vorgänger im preußischen Innenministerium, der Sozialdemokrat Wolfgang Heine, angehörte. Es kam zu Demonstrationen und Protestkundgebungen, etwa des sozialdemokratisch geprägten Veteranenbundes Reichsbanner.

     

    Und die Proteste blieben nicht wirkungslos. Am 31. März 1931 trat das im Reichstag mit den Stimmen von SPD, DVP, Zentrum und der DDP-Nachfolgepartei DStP verabschiedete »Gesetz zur Änderung des Lichtspielgesetzes«, in Kraft. Die auch als Lex Remarque bezeichnete Gesetzesnovelle ermöglichte es Universal, für Im Westen nichts Neues nach dem Verbot vom 11. Dezember 1930 bei der Berliner Filmprüfstelle zumindest eine Zulassung zu Vorführungen, »die von Vereinen und Organisationen veranstaltet werden, die an diesem Bildsreifen besonderes Interesse haben« zu beantragen. Dazu reichte Universal eine nochmals gekürzte Fassung bei der Prüfstelle ein. In dieser Form ließ die erste Kammer der Filmprüfstelle Berlin den Film am 8. Juni 1931 zur Vorführung in geschlossenen Veranstaltungen ausgewählter Organisationen zu.

     

    Wieder der Urfassung angenähert

    Knapp drei Monate später erreichte Universal dann doch noch die allgemeine Wiederzulassung des Films in Deutschland. Am 2. September 1931 gab die Filmprüfstelle den Film in einer noch einmal zusätzlich geschnittenen Fassung mit Jugendverbot frei. Trotz der erheblichen Eingriffe – die ursprüngliche amerikanische Kinofassung mit einer ungefähren Länge von 3.786 Metern war von den im November 1930 der deutschen Zensur vorgelegten 2.884 Metern mittlerweile auf 2.773 Meter, insgesamt also um mehr als ein Viertel, gekürzt worden – bedeutete die Freigabe für das interessierte deutsche Kinopublikum noch immer einen Gewinn, den allerdings alle anderen Länder außerhalb der USA mit einem gewaltigen Verlust bezahlen mussten. Denn die Freigabe war gekoppelt an die Zusage von Universal, den Film künftig auch in allen anderen Exportländern nur noch in der gekürzten Fassung, wie sie der Berliner Prüfstelle vorlag, aufzuführen.

     

    Trotzdem provozierte die Wiederzulassung des von den Nationalsozialisten und nationalkonservativen Kräften so erbittert bekämpften Streifens in Deutschland abermals massive Proteste, ehe er 1933 im Zuge der nationalsozialistischen Machtergreifung wieder verboten wurde. Erst im April 1952 wurde Im Westen nichts Neues in der Bundesrepublik wiederaufgeführt, neu synchronisiert, aber noch immer gekürzt.

     

    Weil er die Schrecken des Krieges so schonungslos realistisch darstellte, dass er fast zwangsläufig als Antikriegsfilm wahrgenommen werden musste, geriet Im Westen nichts Neues weltweit besonders in Kriegs- und Krisenzeiten stets aufs Neue in den Fokus der Zensur, so etwa in Frankreich, China, Japan, Jugoslawien, der Türkei und nicht zuletzt auch in den USA selbst, wo er in immer wieder neu geschnittenen Fassungen zirkulierte. 1934 wurden die Schleiferszenen gekürzt, 1939 verglich ein Off-Sprecher die im Film verhältnismäßig positiv dargestellten deutschen Soldaten des 1. Weltkrieges mit den Nazis, und am Ende des Films wurden Dokumentaraufnahmen eingefügt, die zeigten, wie Nazis Remarques Buch verbrannten. In späteren Fassungen wurde der Film stark gekürzt und teilweise mit neuer Filmmusik unterlegt, sodass aus dem einstigen Antikriegsfilm immer mehr ein Kriegsfilm wurde, ehe er sich nach mehreren Restaurationen wieder der Fassung annäherte, die 1930 den Oscar gewonnen hatte.

     

    Anmerkung: Bei diesem Artikel handelt es sich um einen gekürzten Auszug aus dem Kapitel Im Westen nichts Neues in: Stefan Volk: Skandalfilme – Cineastische Aufreger gestern und heute. Erscheint im Winter 2010/11 im Schüren-Verlag.


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