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    TITEL kulturmagazin
    Sonntag, 30. April 2017 | 07:08

    Surrogates - Mein zweites Ich

    21.01.2010

    Extensions of Man

    Die Prämisse von Surrogates klingt nach einer wahren Utopie: Eine Zukunft, in der man die Welt mithilfe eines menschlich aussehenden Roboters erleben kann; ein Leben mit Garantie auf körperliche Unversehrtheit, da der Mensch an sich ja im sicheren Heim bleibt. Doch wie bei quasi jeder filmischen Utopie verdrängt die Illusion der schönen neuen Welt lediglich Probleme. Von NILS BOTHMANN

     

    Gemeinsam mit der Hauptfigur Tom Greer lernt der Zuschauer, das Heilsversprechen zu hinterfragen, als eine besonders raffinierte Mordwaffe in den Umlauf gerät, deren Besitzer Menschen töten kann, indem er ihre Surrogates ermordet. Dies ist der Ausgangspunkt von Jonathan Mostows Science-Fiction-Thriller, der trotz starker Anleihen bei Filmen wie Blade Runner und I, Robot recht spannendes Genrekino bietet.

     

    Erfreulicherweise ist Surrogates ein Unterhaltungsfilm mit einer starken Idee, welche die geschilderte Zukunftsvision auch wirklich kritisch unter die Lupe nimmt. Gerade die Unterschiede zwischen dem Aussehen der Surrogates, makellosen, künstlich anmutenden Figuren, und der tatsächlichen Erscheinung ihrer Nutzer inszeniert Mostow als Zerschlagung einer Utopie: Unahnsehnliche Kerle geben sich als hübsche Frauen aus, und selbst die User, die einen Surrogate nach eigenem Ebenbild benutzen, sind oft kränklich aussehende, beinahe bettlägerige Schatten ihrer selbst. Moderne CGI-Effekte werden hierbei unterstützend eingesetzt, die Surrogates bewußt als unnatürliche Figuren in Szene gesetzt – in ironischer Anspielung besitzt die Surrogate-Variante von Hauptdarsteller Bruce Willis langes Haar, der reale Protagonist hingegen trägt die bewährte Stirb langsam 4.0-Glatze.

     

    Zu bahnbrechendem Kino fehlt es dann an innovativen Ideen abseits der Prämisse, doch unterhaltsam ist Surrogates allemal, nicht zuletzt, da Mostow eine Absage an die modern-hektische Actionästhetik erteilt und die Verfolgungsjagden des Films im Stil der 1990er inszeniert: Einstellungen innerhalb einer Actionszene dauern mehrere Sekunden, die Schauwerte bestehen aus tatsächlich abgefilmten Bewegungen, die der Schnitt zwar unterstützt, aber nicht erst generiert.

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