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    TITEL kulturmagazin
    Donnerstag, 17. August 2017 | 13:45

    Die Tür

    26.11.2009

    Die zweite Chance

    Wer hat sie sich noch nie gewünscht, eine zweite Chance? Doch wäre das Leben dann wirklich besser? Anno Sauls Die Tür spielt die Frage durch: Was wäre wenn …? Ein Film über die Rückkehr zum Wendepunkt des Lebens. Von KERSTIN GERMUND

     

    Es gibt bei jedem Menschen einen Punkt im Leben, an dem man die Zeit zurückdrehen möchte. Die Gründe dafür können unterschiedlichster Natur sein: verpatzte Chancen oder Schuldgefühle zum Beispiel. So ergeht es auch dem erfolgreichen Maler David Andernach, gespielt von Mads Mikkelsen, in Anno Sauls Die Tür. David hat den Tod seiner kleinen Tochter zu verantworten, die ertrank, während er seiner Affäre nachging, statt auf sie achtzugeben. Gepeinigt von den Vorwürfen seiner Ehefrau verliert David die Lebenslust und die Hoffnung auf Wiedergutmachung. Lange Einstellungen, wortkarge, jedoch aussagestarke Dialoge und die hoffnungslose Stimmung einzelner Szenen lassen die Gefühlswelt von David erahnen – er ist lebensmüde geworden.





    In Anno Sauls Film bekommt David die Möglichkeit, die Zeit zurückzudrehen, seinen Fehler wieder gutzumachen und Verantwortung zu übernehmen. Er findet eine versteckte Tür zu einer Parallelwelt, geht hindurch und kehrt zum Wendepunkt seines bisherigen Lebens zurück, um seiner Tochter das Leben zu retten. Alles ist wieder gut, meint man, doch der Schein trügt, denn auch in dieser Welt treten Probleme auf.

    Die Tür beschäftigt sich mit dem Schicksal und der Frage, ob nicht alles vorherbestimmt ist. Ist es wirklich eine gute Idee, eine zweite Chance zu bekommen? Denn jede Aktion impliziert eine Reaktion, bei der man die Reihung von Geschehnissen, wie in diesem Fall, nicht mehr kontrollieren kann. Anno Saul versteht es, die Problematik mit dem Zeittor glaubhaft zu thematisieren, so dass es nicht kitschig wirkt, sondern einen ernsthaft thematischen Anspruch birgt. Dementsprechend hinterlässt dieser Film einen bewegenden und nachdenklichen Eindruck.

    Kerstin Germund

     

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