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    TITEL kulturmagazin
    Dienstag, 30. Mai 2017 | 11:05

    Men in Black 3 - jetzt im Kino!

    24.05.2012

    Valium im schwarzen Anzug

    Die MIB-Filmreihe von Regisseur Barry Sonnenfeld komplettiert sich nun zur Trilogie und tischt dem Zuschauer das Alte vom Vortag nochmal neu auf – nur diesmal in 3D. Lasst euch vom Neuralisator nicht »Blitzdingsen« und setzt hiermit die Schutzsonnenbrille auf. Von VIKTOR RUCHOTZKI

     

    Als 1997 der erste Men in Black in den Kinos anlief, offenbarte sich für den Zuschauer eine absolute Style-Granate: Klamotten, Fahrzeuge, Waffen, sogar das Design der Möbel waren dermaßen Over The Top, dass viele Leute direkt nach Filmende im Otto-Katalog nach den gleichen Utensilien fahndeten. Anderthalb Dekaden später zerrt Regisseur Sonnenfeld den dritten Filmbruder auf die Leinwand und präsentiert dem Zuschauer leider den gleichen Kram wie vor 15 Jahren: Klamotten, Fahrzeuge, Waffen, Möbeldesign, alles bleibt gleich und tunt sich selbst nur mit ein bis zwei neuen Fahrzeugen oder Gadgets auf.

     

    Selbst der Handlungsverlauf und Witz des Films wirken so abgestanden wie gegorene Muttermilch. Von einem Beavis and Butt Head- Drehbuchschreiber erhofft man sich mehr Mut zum Radikalen. Klar soll der Film auch ein jüngeres Publikum ansprechen, jedoch verträgt die heutige Jugend ebenso derberen Humor als noch vor der Jahrtausendwende. Besonders der Ablauf wie auch das Pacing sind derart vorhersehbar und bekannt, das man Déjà-vu-mäßig ahnt, was als nächstes passiert.

     

    Worum gehts?

    Das eklige Insektenalien Boris the Animal (Jemaine Clement) entflieht aus dem Mondgefängnis und reist mittels Zeitmaschine ins Jahr 1969, um sich dort an Agent K (Tommy Lee Jones) zu rächen sowie nebenbei die Erde zu unterjochen: Agent J (Will Smith) reist hinterher und versucht gemeinsam mit der jüngeren Version von Agent K (Josh Brolin) den hässlichen Übeltäter aufzuhalten. Die Jagd bringt sie mit obskuren Persönlichkeiten (Andy Warhol) zusammen und mündet in einen stark vorhersehbaren Endkampf auf einer Space Shuttle-Startrampe.

     

    Effekt nach Maß

    Mögen die Handlung, Gags und das Design altbacken wirken, schaffen es die visuellen Effekte selbst immer noch mitzuziehen. Vor allem der widerliche Boris punktet mit seiner eklig mutierten Hand: Aus dessen rechten Innenfläche öffnet sich ein fleischiger Schlitz, aus dem ein kleines, pfeilschießendes Insekt rein und raus krabbelt.

     

    Auch die Waffenkammer in Agent K’s Wohnzimmer verpasst dem Film ein optisches Highlight: Der breite, weiß fluoreszierende Korridor mit den bis zur Decke bestückten Space-Knarren, sieht mit dem 3D- Tiefeneffekt beeindruckend aus. Da plant das Kind im Mann gleich ein eigenes Geheimversteck im Schlafzimmer einzubauen.

     

    Fazit

    Abgesehen von ein bis zwei gut getroffenen Gags und den passenden Effekten, dümpelt der Streifen unterhaltungstechnisch eher in Richtung Moorlandschaft. Das »Hab ich schon gesehen«-Gefühl schrammt die ganze Laufzeit über gegen den Stirnlappen ohne es wirklich loszubekommen. Von den Men in Black 3 selbst bleibt leider viel zu wenig hängen, obwohl in der Idee von Zeitreisen eine Menge Potenzial steckt. Junge Kids mit wenig Filmerfahrung haben sicherlich trotzdem ihren Spaß und alle anderen bekommen halt mehr vom Gleichen.

     

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