Als 1997 der erste Men in Black in den Kinos anlief, offenbarte sich für den Zuschauer eine absolute Style-Granate: Klamotten, Fahrzeuge, Waffen, sogar das Design der Möbel waren dermaßen Over The Top, dass viele Leute direkt nach Filmende im Otto-Katalog nach den gleichen Utensilien fahndeten. Anderthalb Dekaden später zerrt Regisseur Sonnenfeld den dritten Filmbruder auf die Leinwand und präsentiert dem Zuschauer leider den gleichen Kram wie vor 15 Jahren: Klamotten, Fahrzeuge, Waffen, Möbeldesign, alles bleibt gleich und tunt sich selbst nur mit ein bis zwei neuen Fahrzeugen oder Gadgets auf.
Selbst der Handlungsverlauf und Witz des Films wirken so abgestanden wie gegorene Muttermilch. Von einem Beavis and Butt Head- Drehbuchschreiber erhofft man sich mehr Mut zum Radikalen. Klar soll der Film auch ein jüngeres Publikum ansprechen, jedoch verträgt die heutige Jugend ebenso derberen Humor als noch vor der Jahrtausendwende. Besonders der Ablauf wie auch das Pacing sind derart vorhersehbar und bekannt, das man Déjà-vu-mäßig ahnt, was als nächstes passiert.