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    TITEL kulturmagazin
    Montag, 29. Mai 2017 | 21:02

     

    TV-Serie: New Girl

    01.12.2011

    Adorkable!

    ALPER TURFAN stellt wieder zwei kommende interessante Serien vor. Dieses Mal mit Charlie Sheen und dem einsamen Sheriff Walt Longmire. Den ersten Teil der Artikelreihe gibt es hier

     

    Jess (Zooey Deschanel) ist für ihre durchgeknallte, übersprudelnde und liebenswerte Persönlichkeit bekannt. Sie ist Grundschullehrerin und führt seit sechs Jahren eine harmonische Beziehung. Ihr Leben ändert sich jedoch schlagartig, als sie ihren Freund in flagranti beim Seitensprung ertappt. Sie packt ihre Koffer und zieht in eine Drei-Männer-WG, die sie über craigslist kennengelernt hat. Da wäre Winston (Lamorne Morris), ein arbeitsloser Ex-Basketballer; Schmidt (Max Greenfield), ein Möchtegern-Casanova und waschechter douche bag; und als letzter im Bunde der ruhige Nick (Jake Johnson), ein Barkeeper in seinen Dreißigern, der vor einigen Monaten von seiner großen Liebe verlassen wurde und noch immer darunter leidet. Diese Viererbeziehung ist die Grundsituation der Sitcom.

     

    »We don´t want to be mean, we just don´t want you to be yourself... in any way.«

    Ihr fragt euch vielleicht, warum ich derart auf Anglizismen eingehe. Ich möchte mich zunächst voller Ekel von Sprachvergewaltigungen wie Helpdesks, Fashion Shops, Kiss-and-Ride Parking Spaces und dem Großmeister des Schwachsinns, dem Deppenapostroph, distanzieren. Holunder von Blumentopf rappte einst: »Nennen [Sie] sich Service Manager im Chief Executive Office – und Sie werden sehen, dass Kaffeekochen doch ein Super-Job ist.« Von dieser »Anglizismen-machen-mich-cool«-Mentalität abgesehen, gibt es Wörter in der englischen Sprache, für die es im Deutschen keine adäquate Übersetzung gibt (und natürlich vice versa). In diesem Fall treffen erstaunlich viele auf New Girl zu und haben durch den Charakter der Show ihre Existenzberechtigung in meiner Kritik. Denn Jess ist überaus awkward, quirky und goofy, eben ein waschechter dork. Mit ihr steht und fällt die Show. Sicherlich ist Schmidts dümmliche Triebhaftigkeit eine Grundlage für weitere, bisher funktionierende Gags, aber Jess steht im Mittelpunkt. Wer also mit Zooey Deschanels Spiel und ihrer Figur nichts anfangen kann, wird die Show nicht mögen. Ihre Figur läuft allerdings Gefahr, nervig zu werden. Dass es für mich noch nicht passiert ist, betrachte ich als Meisterleistung Deschanels, die man aus Filmen wie (500) Days of Summer, The Good Girl, All The Real Girls und allen anderen Filmen, die das Wort Girl im Titel haben, als bezauberndes sweetheart kennt. Ihr wurde die Figur auf den Leib geschrieben und dementsprechend spielt sie diese auch..

     

    »Live on a sparkly rainbow and drive a unicorn around«

    ALPER TURFAN stellt wieder zwei kommende interessante Serien vor. Dieses Mal mit Charlie Sheen und dem einsamen Sheriff Walt Longmire. Den ersten Teil der Artikelreihe gibt es hier

     

    »Did you just make up a theme song for yourself?«

    Die Figuren sind typische Sitcomcharaktere. Schmidt (aka »Holy Schmidt« oder »Schmidt happens«) ist der Möchtegern-Casanova, der unter seiner Einfältigkeit und Arroganz ein gutes Herz zu haben scheint. Zwar variiert die Zahl der Eroberungen erheblich, aber den Typus des gutmütigen Womanizers kennt man bereits aus zahlreichen anderen Sitcoms: Zum Beispiel Joey (Friends), Charlie (Two and a Half Men), Cosmo Kramer (Seinfeld) oder etwa Sam Malone (Cheers). Winston hingegen ist etwas individueller. Als ehemaliger Basketballspieler steht er vor dem Problem, sich nun in die reale Berufswelt einzugliedern. Ich bin gespannt, inwieweit seine Figur noch ausgearbeitet wird.

     

    Nick ist der coole thirtysomething guy. Zwischen Jess und ihm herrscht eine sich entwickelnde sexual tension, die im Laufe der Staffel sicherlich noch ausgebaut wird. Es ist offensichtlich, dass der männliche Zuschauer sich mit ihm identifizieren soll. Warum auch nicht? Mir ist er sympathisch.

    Die drei Männer spielen unnachahmlich. Sie beleben ihre Figuren, die auf dem Papier etwas gestaltlos und klischeebehaftet wirken, mit viel Humor und Warmherzigkeit.

     

    »I saw Nick´s pipi. And his bubbles.«

    Die erste Staffel läuft seit dem 20. September auf FOX und wird uns 24 Folgen mit jeweils 22-minütiger Länge liefern. New Girl kann sich zudem über hohe Einschaltquoten freuen. ProSieben überrascht derweil mit einem Sofortimport und wird die Serie ab dem 11. Januar jeden Mittwoch um 21:15 Uhr ausstrahlen. Zwar muss sich die Sitcom handlungstechnisch noch etwas verbessern, doch trotzdem ist sie sehenswert und schlichtweg hilarious. Ich vergebe 7 von 10 glitzernden Regenbögen.

     

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