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    TITEL kulturmagazin
    Dienstag, 30. Mai 2017 | 11:06

    Submarine - jetzt im Kino!

    17.11.2011

    Willkommen in der fabelhaften Welt des Oliver Tate!

    Der jugendliche Held in Richard Ayoades Spielfilmdebüt ist ein Träumer, Außenseiter und poetischer Kauz. Charismatisch verkörpert vom britischen Nachwuchsdarsteller Craig Roberts reiht er sich mit Schuluniform und Dufflecoat ein in die Phalanx skurril-sensibler Kino-Antihelden von Harold (Harold und Maude) bis Hallam Foe. Von STEFAN VOLK

     

    Submarine entfaltet Olivers Pubertät als subtil-makaberes Coming-of-Age-Drama, das die Welt durch die Augen seines sympathisch verschrobenen Protagonisten betrachtet. Natürlich spielt das »erste Mal« in Submarine eine zentrale Rolle. Es wird jedoch angenehm dezent, gefühl- und humorvoll in Szene gesetzt; ohne den in Teenykomödien üblichen Masturbationsslapstick.

     

    Oliver Tate hat vor allem zwei Wünsche: Er möchte endlich eine Freundin, und er will die Ehe seiner Eltern retten. Um Jordana (Yasmin Paige), dem Mädchen seiner Träume, zu imponieren, hänselt er sogar eine Mitschülerin. Hinterher schämt er sich dafür. Mit großen Worten kommentiert Oliver seine Sehnsüchte und Missgeschicke, was Ayoade ironisch visualisiert. Olivers Jugend erscheint so als eine Zeit wild wuchernder Gedanken und Fantasien. Stets sind es Umwege, die den Takt der Dramaturgie vorgeben.

     

    Ewig aktuell

    Auf solchen Nebenpfaden finden Oliver und die betont spröde Jordana, die nichts mehr verabscheut als romantische Gefühlsduseleien, doch noch zueinander, bis dieser ersten Liebe ausgerechnet Olivers zweite Mission, die Rettung der elterlichen Ehe in den Weg gerät. Oliver muss unbedingt verhindern, dass seine Mutter (Sally Hawkins) sich von ihrem alten Jugendfreund und neuen Nachbarn, einem überkandidelten Esoteriker mit Hang zum Größenwahn, verführen lässt, während sich sein phlegmatischer, dauerdepressiver Vater (Noah Taylor) am heimischen Küchentisch in sein Schicksal ergibt.

     

    Submarine spielt in einer nicht näher bezeichneten, nostalgisch eingefärbten Vergangenheit, erzählt aber von den »ewigen«, stets aktuellen Dingen des Lebens: Familie, Schmerz, Vergänglichkeit, Liebe. Lustig und sanft, lakonisch und quasselnd: ein wunderbarer Film.

     

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