Ab 23 Uhr geht das musikalisch anspruchsvolle Programm schubladenfrei irgendwo inmitten von Alternative, Elektro, Rock und Pop all abendlich in Oslos Clubs mit einem nicht weniger internationalen Line-Up weiter. Das Festivalgeschehen startet bereits am Dienstag mit einem Auftaktabend in der Stadt.
Das Øya Festival hat sich schon seit Jahren bei den europäischen Festivals einen Namen in Punkto Umweltschutz und Nachhaltigkeit gemacht und gilt hier als Vorreiter. Mit seinen insgesamt rund 80.000 Besuchern und 2.000 freiwilligen Helfern gewann das Øya einige nationale und internationale Awards (z.B. »Greenest Festival in Europe« European Festival Awards 2010, »Green ’n’ Clean« Award 2009) und veröffentlichte ein Handbuch zum Thema Umweltschutz auf Festivals
( http://www.environmental-handbook.com/).
Es geht stets darum, neue Wege zu finden und in Zusammenarbeit mit Lieferanten, Mitarbeitern und dem Publikum weniger Müll zu produzieren, einen anderen Umgang mit Energien zu entwickeln und zu mehr Reflektion und einer neuen Haltung zu animieren. Das Festival wurde 2010 an das öffentliche Stromnetz angeschlossen, nutzt nun zu 100% erneuerbare Energien und verzichtet vollständig auf Generatoren. Das Catering für Künstler und Mitarbeitern besteht komplett aus Bioprodukten, die verkauften Speisen für die Besucher sind überwiegend Bioprodukte und bevorzugt aus der Region; unterschiedliche Mülltonnen für Müllsortierung stehen auf dem ganzen Gelände bereit und ein aufwendiges Recyclingsystem wird mit Hilfe von zahlreichen ehrenamtlichen Mitarbeitern hinter den Kulissen betrieben.
In Zusammenarbeit mit dem zu 53% der Stadt gehörenden Energieunternehmen Hafslund gewinnt man aus den Fäkalien der Besucher Methangas für öffentliche Busse. Für jeden Transport im Rahmen des Festivals, vom Künstlershuttle bis zur Getränkelieferung, erhält der Fahrer eine SMS mit dem dafür genutzten CO2 Verbrauch. Zudem werden zu einem Großteil Fahrzeuge mit Elektro- und Wasserstoffantrieb verwendet.