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Donnerstag, 23. Mai 2013 | 14:51

FEZ

17.04.2012

Das FEtZt

Was lange währt, wird endlich FEZ. Das seit fünf Jahren in Entwicklung befindliche Indie-Game ist via Xbox Live Arcade erschienen. VOLKER BONACKER hat die Antwort auf die Frage, ob Vorschusslorbeeren und Hype um das Jump’n’Run’n’Rätsel gerechtfertigt waren.

 

Wer mit Spielen wie Echochrome oder Crush 3D vertraut ist, kann diesen Absatz, der sich der Spielmechanik widmet, überspringen. Denn die ähnelt den genannten Spielen frappierend. Per Knopfdruck rotieren SpielerInnen die Welt um die Vertikale. Das eröffnet in M.C. Escher-Manier nicht nur neue Pfade, sondern löst auch diverse Rätsel. An deren Ende werden kleine, goldfarbene Würfel erlangt. Acht davon bilden einen großen Würfel, derer es 32 zu finden gilt (inklusive 32 »Antiwürfel«).

 

Die Parts sind, neben weiteren Items wie Schlüsseln, Schatzkarten und Artefakten quer durch die Spielwelt verstreut, die wiederum aus zahlreichen, kleinen Gebieten besteht. Die Abschnitte sind miteinander verwoben und können nicht-linear angegangen werden – ist eine Aufgabe mal zu kniffelig, wird es eben woanders versucht. Von der ersten Sekunde an auffällig ist FEZ' knallbunte, in grobpixeliger Auflösung gehaltene Retro-Grafik inklusive Anspielungen auf zahlreiche Spiele, die SpielerInnen von etwas mehr als 25 Jahren noch aus Kindertagen kennen. Der Titel brüllt einem geradezu »Nostalgie!« entgegen, inklusive Chiptunes-Soundtracks und flauschigem, kindgerechten Helden. Damit keine Mißverständnisse entstehen: Auch jüngere Semester werden mit FEZ eine wunderbare Spielerfahrung haben, nur eben eine andere als Menschen, die sich schon länger oder umfassender mit digitalen Spielen beschäftigen.

 

Für Anfänger schaffbar, für Profis fordernd

Jene freuen sich über teilweise sehr knackige Rätsel und einen hohen Wiederspielwert, der vor allem darauf fußt, dass die erste Runde mit FEZ recht zügig beendet ist. Allzu schwer aufzufinden sind die geforderten 32 Würfel nicht, denn gefundene Antiwürfel zählen für die Gesamtsumme ebenfalls. Mit diesem Trick sorgt der Macher Phil Fish für Frustvermeidung. Wem das Erreichen des Abspanns aber nicht genügt, der beginnt umgehend ein Newgame+ benanntes, erneutes Spiel, um sämtliche, noch verbleibenden Inhalte zu finden.

 

Das macht FEZ zum leicht erlernbaren, aber schwer zu meisternden Spiel. Ein Spiel, das Retro-Gamer in glückselige Kindheitstage zurückversetzt, als Videospiele stärker als heute mit einem gewissen Wettbewerbsfaktor verbunden waren – sei dieser nur das allmorgendliche Ausbooten auf dem Schulhof beschränkt, einhergehend mit dem stolzen Verkünden neuer Highscores. Nicht umsonst bietet FEZ über eine Liste mit Höchstständen den direkten Vergleich mit dem virtuellen Freundeskreis an. Gebraucht hätte es dieses Feature nicht: Abseits kompetitiver Elemente ist FEZ ein gelungenes, dank fehlender Zeitlimits äußerst reduziertes und umso mehr entspanntes Videospiel. Das (die Ausnahme bestätigt die Regel) völlig zurecht schon lange vor der Veröffentlichung gefeiert wurde.

 

(Aktuell ist FEZ nur für Xbox 360 erhältlich, Fassungen für weitere Plattformen sind angekündigt. LeserInnen, die mehr über die Entstehungsgeschichte und was die Arbeiten am Spiel dem Macher abgerungen haben erfahren möchten, sei dieses Interview empfohlen.)

 

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Kommentar:
Worst.Headline.EVER.
| von Manu, 17.04.2012
Allerbesten Dank!
| von Redaktion, 17.04.2012

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