Für Anfänger schaffbar, für Profis fordernd
Jene freuen sich über teilweise sehr knackige Rätsel und einen hohen Wiederspielwert, der vor allem darauf fußt, dass die erste Runde mit FEZ recht zügig beendet ist. Allzu schwer aufzufinden sind die geforderten 32 Würfel nicht, denn gefundene Antiwürfel zählen für die Gesamtsumme ebenfalls. Mit diesem Trick sorgt der Macher Phil Fish für Frustvermeidung. Wem das Erreichen des Abspanns aber nicht genügt, der beginnt umgehend ein Newgame+ benanntes, erneutes Spiel, um sämtliche, noch verbleibenden Inhalte zu finden.
Das macht FEZ zum leicht erlernbaren, aber schwer zu meisternden Spiel. Ein Spiel, das Retro-Gamer in glückselige Kindheitstage zurückversetzt, als Videospiele stärker als heute mit einem gewissen Wettbewerbsfaktor verbunden waren – sei dieser nur das allmorgendliche Ausbooten auf dem Schulhof beschränkt, einhergehend mit dem stolzen Verkünden neuer Highscores. Nicht umsonst bietet FEZ über eine Liste mit Höchstständen den direkten Vergleich mit dem virtuellen Freundeskreis an. Gebraucht hätte es dieses Feature nicht: Abseits kompetitiver Elemente ist FEZ ein gelungenes, dank fehlender Zeitlimits äußerst reduziertes und umso mehr entspanntes Videospiel. Das (die Ausnahme bestätigt die Regel) völlig zurecht schon lange vor der Veröffentlichung gefeiert wurde.
(Aktuell ist FEZ nur für Xbox 360 erhältlich, Fassungen für weitere Plattformen sind angekündigt. LeserInnen, die mehr über die Entstehungsgeschichte und was die Arbeiten am Spiel dem Macher abgerungen haben erfahren möchten, sei dieses Interview empfohlen.)