Die Schweiz scheint er nicht gemocht zu haben, ein »Land ohne Wein!« Auch an Holland hatte er etwas auszusetzen, wo in einer Stadt »aus Mangel an Phantasie drei Straßen nach dem alten Helmers benannt sind«, und die Briefe an die Dritte, also Derde Helmersstraat nicht ankommen, wenn 3e Helmersstraat draufsteht: Da denken die Postboten, damit sei die Etage gemeint.
Albert Vigoleis Thelen war ein umtriebiger Mann: Schlosserlehrling, technischer Zeichner und Student in Köln und Münster, Geflügelfarmarbeiter, Sekretär bei Graf Kessler, Übersetzer aus dem Holländischen und Portugiesischen, Dichter, Romancier, außerdem versuchte er sich im Verlagswesen. Fast alles erfolglos.
Und er war ein getriebener Mensch: Schon 1931 ging er mit seiner Baseler Frau Beatrice nach Mallorca, wurde von den spanischen Faschisten nach Marseille vertrieben, flüchtete ins Tessin und 1939 über Frankreich und Spanien nach Portugal, wo er bei dem mystischen Dichter Teixeira de Pascoaes Unterschlupf fand und bis zu seinem Lebensende mit Beatrice aus Dankbarkeit nur noch Portugiesisch redete. Nach dem Krieg ging er nach Amsterdam, später in die Schweiz. Erst im Alter kehrte er nach Deutschland zurück, wo er 1989 in einem Stift starb, Beatrice zwei Jahre später.