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    TITEL kulturmagazin
    Montag, 26. Juni 2017 | 02:14

    Fougasse: Ein Elf in London

    18.06.2012

    Es weht ... Es weht ... Es weht ein Elf nach London

    Ein Elf in London ist ursprünglich für eine Königin geschrieben worden und auch die neue Ausgabe des Buches sieht aus wie ein königliches Juwel. PAULA FRANK (12 Jahre) stellt ein Schmuckstück vor, das nicht nur Kinder bezaubern wird.

     

    „Es ist Herbst und bald schon Nacht, die Wolken rasen und der Wind reißt von den Bäumen mit aller Macht die Blätter, die noch übrig sind. Und einen Elfen weht’s von weit weit her – der landete in Eaton Square.“ So beginnt die Geschichte eines Elfs, der eines Abends von der Elfenwelt nach London geweht wird. Er weiß nicht, wo er ist, und so sucht er nach einem Wald, in dem er andere Elfen finden könnte. Nach einer Weile entdeckt er den Hyde Park. Erfreut, endlich einen „Wald“ gefunden zu haben, klettert er über das große Tor. Ein Wachmann findet ihn dort und nimmt ihn mit aufs Polizeirevier. Der Inspektor dort glaubt erst nicht, dass es wirklich ein Elf ist, erst als er ihm etwas vorfliegt, ist er überzeugt und nimmt ihn mit nach Hause.

     

    Joe Smith, ein Tänzer?

    Als sie am nächsten Tag zusammen einen Wald suchen wollen, erzählt der Elf dem Inspektor, dass in der Elfenwelt alle besser seien als er. Sie könnten besser tanzen, besser singen, malen oder musizieren. Da schlägt der Inspektor ihm vor, doch einfach hier bei den Menschen sein Glück zu versuchen. Gesagt, getan: Aus dem kleinen Elf wird Joe Smith und er versucht sich als Tänzer. Bei den Zuschauern kommt er zwar gut an, doch die anderen Tanzkollegen sind nicht gerade begeistert von ihm. Sie beschimpfen ihn oder lachen ihn aus. Der kleine Elf beschließt dann doch, lieber Musiker zu werden. Doch auch diese Mal gibt es Komplikationen mit anderen Musikern. Ob er noch sein wahres Talent finden wird?

     

    Ein Puppenhaus der Königin wiederentdeckt

    Von 1921 bis 1924 wurde für Queen Mary, der Frau von Georg V., ein riesiges Puppenhaus gebaut. Eines der berühmtesten Details des Puppenhauses ist die Miniaturbibliothek. Unter den nur briefmarkengroßen Büchern von 171 verschiedenen Autoren befand sich auch Ein Elf in London. Cyril Kenneth Bird schrieb und zeichnete es unter dem Pseudonym Fougasse extra für dieses Puppenhaus. Er war einer der bekanntesten und besten Cartoonisten seiner Zeit.

     

    Ein Elf in London ist eine zauberhafte Geschichte für große und kleine Leser. Sie ist in geschickten Reimen geschrieben, aber trotzdem gut verständlich. Die Geschichte des kleinen Elfen in London hat mich sofort begeistert. Aber nicht nur der Inhalt ist gut, sondern auch die Verpackung. Das etwa CD-Hüllen-große Buch ist auch von außen ein echter Hingucker, mit seinen goldenen Verzierungen und den kleinen Elfen, die fröhlich um den Titel schwirren. Auch die Kanten der Seiten sind golden und verleihen dem Buch dadurch eine edle Ausstrahlung.

     

    Schlägt man das Buch auf, so wird man nicht nur von den Reimen, die aussehen wie von Hand geschrieben, begrüßt, sondern auch von vielen kleinen bunten Bildern, die einem auf jeder Seite anlachen. Ich würde das Buch unbedingt allen Lesern ab ca. 11 Jahren empfehlen, denn auch wenn die Reime erst einmal abschrecken, sollte man doch den Mut aufbringen, das Buch zu lesen, denn dann wird man entdecken, dass in diesem kleinen Buch ein zauberhaftes Werk steckt.

     

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