TITEL kulturmagazin
Montag, 27. März 2017 | 12:42

Toms Schnellgericht

22.11.2012

Hauptstadt-Beats

Berlin, Berlin – wir fahren nach Berlin. Mit TOM ASAM!

 

Mal wieder ein Wahlberliner: Der Londoner James Shaw aka Sigha zeigt sich auf Living with ghosts folgerichtig auch weniger von britischer Bassmusik oder Dub-Step-Erbschaften geleitet, als vom Berghain Techno. Dabei integriert er ambiente Stimmungen und düstere, industriell anmutende Momente, die so gar nicht zum natürlichen Aktfoto des Album-Covers passen wollen. Shaw transportiert die Atmosphäre von Gitarrenbands wie My bloody Valentine oder Sonic Youth, die einen großen Einfluss auf seine Sichtweise haben, in die maschinen-bestimmte Gegenwart. Zwischen flirrend und hämmernd, komplex und direkt.

 

Wir bleiben in Berlin. Das Tresor-Label wartet mit einer neuen Compilation-Reihe auf. Vol. I des Kern betitelten Projekts überlässt die Regler DJ Deep. Dessen Name taucht auf dem Cover gar nicht auf, was zeigt, dass es hier wirklich um den Kern des Ganzen – die Musik – geht. Der Mix bedient sich des Tresor-Archivs und vereint Wiederentdeckungen mit Neuem. Es geht los mit  A.E.S. Aka Forest/ Fowles/ Santonio´s Music in my head und Santonio´s Amnesia – einem nie veröffentlichten Track aus dem Jahre 93. Zusammen mit Xperiment´s Karn evil # 10 und Deepside´s Abschluss-Track III stellen diese Tracks The Rarities dar – auch separat als 12“ erhältlich. Eine weitere 12“ ist The Exclusives betitelt, u.a. mit zwei Tracks von Kerri Chandler – natürlich auch im CD-Mix enthalten. Knapp 20 Jahre liegen hier zwischen einzelnen Tech/House Nummern, ohne dass dies auffallen würde. Das spricht für die Mixleistung und dürfte Traditionalisten erfreuen – manch anderen Hörer eher etwas ermüden.

 

Auch den griechischen Produzenten und DJ Alex Dimou hat es Berlin angetan, wie man am Titel seines Albums unschwer erkennen kann, ist Halemweg doch eine Station der Berliner U-Bahn. Das Label Klick Records trägt wiederholt dazu bei, dass wir auch mal wieder gute Botschaften aus Athen erhalten – es erfreute uns schon mit Releases von SCSI-9 und dem famosen Lee Burton. Bis Alex´s Sound-Train am Halemweg ankam, fuhr er von Athen aus auf alle Fälle über Chicago und Detroit. Seine House-Auslegung ist elegant, weist aber auch eine leicht kühle Melancholie auf, die passend ist für die Energie – aber auch Einsamkeit in herbstlichen Nächten europäischer Metropolen.

 

Wo wird denn Erdbeerschnitzel serviert? Würde doch auch in die Hauptstadt – und zu einer Berliner (Himbeer-)Weiße – passen. Was aber so oldschool ist, dass wir umgehend in der alten Hauptstadt landen. Tim Kelling alias Erdbeerschnitzel ist also in Bonn am tüfteln, veröffentlicht aber beim kleinen, aber feinen Mirau Musik aus Hamburg, wo die Musiker (u.a Iron Curtis, Erobique) gerne Bärte tragen. Wie sein Pseudonym andeutet, verfügt Kelling über den nötigen Humor, was auch seiner Musik zugute kommt. Diese ist nämlich open minded und verspielt und treibt einem schnell sowohl einen Muskelkater in die Schenkel wie ein Grinsen auf´s Gesicht. Seine Disco/House Tracks swingen lässig und integrieren ausreichend Funkyness und Soul mit Blick auf verschiedenste Sub-Genres, das moderne R´n´B-Feeling, das wir von so mancher Post-Dub-Step Produktion der letzten beiden Jahre schätzen gelernt haben, inklusive. Schmeckt vorzüglich, so ein Erdbeerschnitzel! Wiederholt bei Mirau gelungen – und im Kontrast zum fruchtigen Sound bzw. Titel: das schlichte Album-Artwork.

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