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    TITEL kulturmagazin
    Freitag, 26. Mai 2017 | 07:27

    Toms Schnellgericht

    15.11.2012

    Around the world

    Vom Afrobeat über Fusionen afrikanischer Einflüsse mit karibischen/ tropischen Stilen zurück nach Europa mit TOM ASAM.

     

    Als einzigartiges Projekt kann man wohl Fangnawa Experience bezeichnen. Hierbei handelt es sich um eine Zusammenarbeit des etablierten, aus Frankreich stammenden, Afrobeat-Kollektivs Fanga mit dem marokanischen Maalem (= »Gnawa master«) Abdallah Guinea und seiner Band Nasse Ejabda. Letztere zelebrieren den Gnawa Sound, eine Art Fusion Trance, der sich der Einflüsse traditioneller Geisterbeschwörungen mit hypnotischen Rhythmen und sogenannten Grimbi Melodien bedient. Nicht nur musikalisch, sondern auch inhaltlich harmonieren diese Sounds mit dem 70´s Afrobeat inklusive Orgel und den Vocals von Fanga. Dieser beschwört in seinen Textbeiträgen die Harmonie zwischen Mensch und Natur – auf das sich nicht nur musikalisch Tradition und Moderne verschiedener Regionen zu einem verträglichen Ganzen vereinigen mögen.

     

    Nichts verkörpert den tropischen Charakter der karibischen Küste Kolumbiens so eindrücklich, wie der Karneval von Baranquilla. Es ist die Hafenstadt, in der nicht nur Menschen aus Afrika in Kolumbien ankamen, sondern auch ihre Musik. Grund genug für Samy Ben Redjeb, sich dort für das Label Analog Africa auf die Suche nach Plattenschätzen zu machen. Mit afrikanischen Platten im Gepäck sorgte er schnell für Begeisterung bei einheimischen Musikern und Fans, die viele Originalversionen ihrer Lieblingslieder – Blaupausen für Versionen der einheimischen Pico Sound Systems – erstmals hörten. So kam es zu einem regen Austausch – und Samy kam nach einem halben Jahrzehnt und sieben Reisen mit hunderten von Plattenschätzen mit tropisch-karibischer Musik, die aus den afrikanischen Vorbildern entstand, zurück. Daraus wurde auf zwei CDs die Compilation Diablos del ritmo – the columbian melting pot – destilliert. CD1 widmet sich Afrobeat, Afrofunk und Psychedelia-inspirierten Rhythmen, auf CD2 dominieren die tanzbaren, tropischen Rhythmen, die Klänge von Puya, Porro, Cumbiamba oder Chandé. Trotz des Untertitels 1960-1985 herrscht dabei ein deutlicher Schwerpunkt auf Aufnahmen aus den 70ern. Eine teuflisch heiße Sache das Ganze, wie bei Analog Afrika gewohnt mit üppigst ausgestattetem Booklet: Fotos, Informationen und Interviews, die man sich aber nur zu Gemüte ziehen kann, wenn die Musik aus ist – denn sonst kann man sich nicht ruhig halten.

     

    Der Londoner Natty präsentiert mit seiner EP …out of fire eine schöne Stilmischung, bei der er Roots-Reggae mit Pop der Digital-Ära ebenso zusammenbringt, wie gesellschaftliche Belange und persönliche Momente. Der Sänger und Multi-Instrumentalist sammelte erst einmal als Produzent in den renommierten Londoner Sphere Studios Erfahrungen, bevor er sich erfolgreich um einen Plattendeal kümmerte. Im Anschluss an sein 2009er Debüt teilte er die Bühne mit Größen wie Lee Scratch Perry, Horace Andy oder Adele. Out of fire bezeichnet er als »Mixtape«, das noch einmal zeigt, wie seine musiklalische Sozialisation erfolgte: »Rap-Elemente sind darauf vertreten, ein paar simple-Geschichten, akustisches genauso, aber auch richtig krasse Bass-sounds... «  Sehr inspiriert, sehr abwechslungsreich, viel zu kurze 23 Minuten  – mehr davon, keep the fire burning!

     

    Die Spanierin Amparo Sanchez ist die ehemalige Sängerin der Mestizo-Band Amparanoia. Während sie früher eher einer Mischung aus andalusischen und karibischen Klängen zusprach, öffnet sich die Sängerin immer weiter für andere Einflüsse. Musikalisch wie thematisch gibt sich die Sängerin kämpferisch und emotional gleichermaßen. Das Eröffnungs- und Titellied offenbart ihr Anliegen:  Amparo zeigt uns ihre Seele, die Seele einer (engagierten und überzeugten) Cantaora. La cuenta atrás ist ein Aufruf dazu, für die eigenen Rechte zu einzutreten. La Flor de la palabra ist ein Widerstandslied, dessen Idee auf einem Text des Subcomandante Marcos basiert und Adrianna Puello als Gastsängerin aufbietet.  Andererseits gibt es auch ein Liebeslied wie Vieja pasión zu hören, auf dem Mane Ferret mit ihrer wunderbaren Stimme zu hören ist. Muchacho ist eines der beiden Stücke, die nicht extra für dieses Album aufgenommen wurden sondern das Ergebnis einer Session mit ihren Freunden von Calexico sind; auf deren Album Carried to dust sie 2008 zu hören war . Auf Free Day ist Howe Gelb auch zu hören. Alma de cantaora ist ein reifes, lebensweises aber auch lebenslustiges Album einer großartigen Sängerin geworden, das nicht nur für ausgesprochene Fans der »Weltmusik« zu empfehlen ist.

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