TITEL kulturmagazin
Montag, 27. März 2017 | 12:41

Crystal Castles: III

15.11.2012

Keep it simple

Das simple Durchnummerieren ihrer Alben ist nicht der einzige einleuchtend einfache Schritt, den Ethan Kath and Alice Glass – erfolgreich – gehen. Von TOM ASAM

 

Wohin zieht man derzeit als hippe Indie-Band in Amiland? Richtig: Portland. Nicht originell. Digitale Gadgets raus – Vintage Gear rein, computerfreie Zone – das haben wir in den letzten Jahren oft gehört, nicht originell. Fürs Cover das World Press Photo des Jahres verwenden. Nicht originell. Crystal Castles zelebrieren das nordamerikanische Erfolgsmodell eindrucksvoll: nimm das Naheliegende, Vielversprechende und mach ein Erfolgsprodukt draus. Pragmatisch und stimmig. Das erwähnte Foto von Samuel Aranda verdeutlicht diesen Weg und die Thematik des Albums gleichermaßen: Das eigentlich in Farbe erschienene Foto wirkt in schwarz/ weiß noch ikonographischer. Eine Jemenitische Mutter wiegt ihren Sohn, der auf einer Demo vom Tränengas verletzt wurde, im Arm. Ein klarer Hinweis auf das düstere in der Welt – aber auch auf Trost. Wobei interessant ist, dass die Frau in der Burka und ihr Sohn wirken wie Maria und Jesus auf traditionellen Darstellungen.

 

Crystal Castles klingen teilweise roh, verstörend und direkt (angeblich wurden alle Songs im »ersten Take« auf Band aufgenommen) – andererseits geht es oft poppiger und eingängiger denn je zur Sache – inklusive David Guetta Fanfaren-Sounds. Ähnlich wie bei der ebenfalls diese Woche erscheinenden Platte von Trust, entwickelt sich hier nach anfänglichem Magengrimmen schnell eine beträchtliche Sogwirkung.  Zwischen Glitch und Witch – C.C. is a bitch! Can you dig it?

 



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