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    TITEL kulturmagazin
    Mittwoch, 26. April 2017 | 19:39

    The Walkabouts: Berlin

    08.11.2012

    Live

    Nach drei Jahrzehnten musikalischer Reisen über teuflische Straßen und durch nächtliche Städte, veröffentlichen die Walkabouts tatsächlich im Jahre 2012 ihr erstes offizielles Livealbum. Von TOM ASAM

     

    Die Formation um Carla Torgerson und Chris Eckman widmete sich dem Genre des düsteren Folk-Rock bereits zu einer Zeit, als das alles andere als mainstreamfähig schien. Wie besessen beschrieben sie Album für Album ein verwaschenes Traumbild von Amerika, verpackt in  traurig-schöne Geschichten.

    Noch etwas ungestüm bewegten sie sich durch Beautiful rattlesnake gardens (1988), besuchten die River people und die Poor side of town (Satisfied minds 1993). Mitte der 90er liegt vielleicht die absolute Hochphase der Band. Ob die Schönheit des Unterwegs Seins (Devil´s Road ´96) oder die Melancholie in den Straßenschlachten der Großstadt (Nighttown, 1997)  im Mittelpunkt stand, The Walkabouts erwiesen sich als Romantiker mit Gespür für die Zwischentöne und den Reiz der Langsamkeit.

     

    Ihr erstes Live-Album ist nicht unbedingt ein Best of – da hätte es die Spieldauer einer einzelnen CD wohl nicht getan. Rund die Hälfte der Songs auf Berlin stammt vom aktuellen Studioalbum Travels in the dustland. Mit The light will stay on, Rebecca wild und The stopping off place sind die ersten drei Songs von Devil´s Road berücksichtigt.  Neben den Gründungsmitgliedern Torgerson und Eckman sind die langjährigen Mitstreiter Terri Moeller (Drums), Glenn Slater (Keys) und Michael Wells (Bass) sowie das neue Mitglied Paul Austin an der Gitarre zu hören. Berlin ist ein grundsolides Live-Album ohne aufdringliche Superlative, ein Schmankerl für treue Fans. Auf Selbstbeweihräucherung und Info-Overkill wird bei der Aufmachung verzichtet. Die Käufer wissen eh, was sie da in Händen halten.

     

    Aber warum eigentlich Berlin? Weil es für Amerikaner wohl keinen unheimlicheren, keinen unwahrscheinlicheren Ort gibt, als die Hauptstadt einer Nation, welche die beiden schlimmsten Kriege der Menschheitsgeschichte anzettelte. Eine Stadt, deren eine Hälfte hinter dem Eisernen Vorhang in den Klauen der bösen Kommunisten lag; in einem sich selbst überwachenden Staat, der für  Amerikaner wohl absurder war als der krudeste Hollywoodstreifen. Berlin, eine Stadt in der die Eingeborenen ungenießbares Zeug in hässlichen Eckkneipen in sich reinstopfen, während sich selbsternannte Hipster aus dem Schwäbischen, selbst erst seit ein paar Jahren vor Ort, über die zunehmende Beliebtheit der Stadt (z.B. bei Amerikanern!) auskotzen. Eine Stadt mit Sitz einer Regierung, die mit einer ostdeutschen Frau an der Spitze und der Inklusion von Rollstuhlfahrern, Schwulen und Verhaltensoriginellen absolut vorbildlich ist. Berlin…(hier selber weitermachen!)

     

    Ach ja: vielen Dank an die Band für »thank you so much for coming« anstelle des saublöden »thanks for having us«, das sich in letzter Zeit vermehrt durchgesetzt hat.

     



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