TITEL kulturmagazin
Donnerstag, 23. März 2017 | 09:11

Jason Collett: Reckon

08.11.2012

Vollbedienung

Der Kanadier Jason Collett, bekannt als Teil des Künstlerkollektivs Broken Social Scene, mit einer Doppel-CD, die es in sich hat. Von TOM ASAM

 

Es ist schon verrückt. Manche Musiker starten heutzutage innerhalb weniger Wochen so durch, dass heimelige Clubs schnellstens gegen Arenen getauscht werden. Von anderen denkt man, jeder würde sie kennen und sie hätten längst schon Millionen Platten verkauft, aber … So ein Fall scheint Jason Collett zu sein. Von Broken Social Scene, meint man: hat jeder schon mal gehört und die Solo-Sachen laufen bestimmt auch. Dann schaut man sich mal den »Bestseller-Rang« eines erfolgreichen Online-Portals an und wundert sich über eine sechsstellige Zahl! Dabei ist seine Musik doch vermeintlich völlig massenkompatibel. Dass nur noch Nischenmusik geht und der Mainstream der Minderheiten alles beherrscht, stimmt ja so auch nicht. Wie dem auch sei, wer Collett noch nicht kennt, hat jetzt eine gute Gelegenheit, das zu ändern. Denn Reckon bietet zum einen 10 neue Songs, zum anderen auf einer zweiten CD eine Übersicht seines bisherigen Soloschaffens inklusive zweier rarer B-Seiten.

 

Collett bewegt sich zwischen 70er Jahre Folk/Rock und Singer/Songwriter. Dabei vermeidet er das teils etwas überambitionierte Vorgehen von Broken Social Scene ebenso wie allzu trockenes Bardentum. Mit einer imaginierten Mischung aus Ryan Adams und Tom Petty liegt man wohl nicht ganz daneben. Relativ eingängiges Songmaterial, das die Rootsforschung nicht zur obersten Prämisse erklärt. Collett verfügt dabei über eine wirklich schöne Stimme, die aber – vielleicht ist das ein Problem – nicht den größten Wiedererkennungswert hat. Auf Reckon beschäftigt er sich auch mit unangenehmeren Dingen, wie dem Gefühl des Verlustes: »lost jobs, lost homes, loss of faith in our political and financial institutions and in turn, loss of illusion…«

 

Es ist Zeit diesen unterbewerteten Singer-/Songwriter zu entdecken, der verlässlich gute Platten abliefert, auch wenn die genialen Momente – etwa eines Conor Oberst in Bestform – fehlen mögen. Aber auch das ist letztlich Ansichtssache.

 



... bis sie dann gestorben sind.

Wenn Comics sich klassischen Märchenmotiven widmen, dann tun sie das meist in Form einer eher überzogenen Parodie. Selbst wenn sich dahinter so viel Sophistication verbirgt wie hinter ...

Die Geschichte geht weiter

Wieder ein Weltbestseller – Carlos Ruiz Zafóns Roman Der Gefangene des Himmels. Von PETER MOHR

Psychothriller mit doppeltem Deutungsboden

Alles beginnt ganz harmlos. Mit einem Schulaufsatz, in dem der französische Oberstufenschüler Claude (Ernst Umhauer) von einem Besuch im Haus seines Klassenkameraden Rapha berichtet. ...

Der Spielplatz macht zu

Nach drei Ausgaben wird das Games-iPad-Magazin Spielplatz wieder eingestellt. Was dahinter steckt, wollte RUDOLF INDERST im Gespräch mit den beiden Machern Henning Ohlsen und Mark ...

Wer will fleißige Handwerker sehn

Der Künstler und ehemalige Hartz IV-Empfänger Van Bo Le-Mentzel hat zusammen mit seiner Crowd ein DIY-Forum geschaffen und mittels Schwarmfinanzierung auch gleich ein Buch drucken lassen. ...

Seitenhiebe

Auf ihrem nächtlichen Heimweg werden Anne und René Winkler (Natascha Paulick, Stefan Kurt) von drei jungen Männern attackiert und brutal zusammengeschlagen. Die Polizisten Phillip ...

NJ Institut for sundhed og senior services køb cialis online sundhedspleje forsikringsudgifter